WoW Lore-Theorie: Das Addon nach Legion – Die schwarze Armee erhebt sich

Azeroths Schicksal in Legion wird düster. Doch wir schauen schon in die Zukunft, denn das Spiel liefert erste Hinweise, wie es im nächsten Addon von World of Warcraft weitergeht.

Aus den Spieldateien von Patch 7.2 lassen sich viele Hinweise für die Zukunft von World of Warcraft ziehen. Ich habe in der vergangenen Nacht alle mir bekannten Hinweise zusammengetragen und überlegt, wie es mit WoW weitergehen könnte, wenn die Legion ein Ende findet.

Der Weg scheint relativ klar zu sein: N’Zoth oder die alten Götter verderben Azeroth, während wir auf Argus abgelenkt sind. Aber lasst mich das ein bisschen ausführen …

Malfurions Sorge im Smaragdgrünen Alptraum

Hearthstone Druid Artwork Malfurion

Mir ist aufgefallen, dass ich – aus welchen Gründen auch immer – deutlich mehr Dialoge und Ansagen von NPCs höre, wenn ich im LFR eines Dungeons unterwegs bin. Gewisse Textpassagen von Malfurion habe ich im normalen und heroischen Smaragdgrünen Alptraum niemals gehört, im LFR aber schon. Besonders wichtig ist hier ein Satz von Malfurion, der nach dem Bezwingen von Il’gynoth gesprochen wird. Sinngemäß sagt er dort:

„Ich hoffe, wir können die Legion bezwingen, bevor sich die schwarze Armee aus der Tiefe erhebt.“

Das verrät unglaublich viel. Malfurion macht sich keine Sorgen um den Smaragdgrünen Traum – den reinigen wir in diesem Augenblick. Auch die Legion scheint für ihn eher zweitrangig zu sein, fast wie eine Ablenkung. Was ihn wirklich besorgt ist die „schwarze Armee aus der Tiefe“.

Im Warcraft-Universum kenne ich nur eine Armee, auf die diese Beschreibung zutrifft: das Schwarze Imperium. Die Streitkräfte der alten Götter.

Sterndeuter Etraeus hat die Verseuchung von Azeroth bereits gesehen

WoW Argus Planet

Ein wichtiger Punkt ist auch der Boss Sterndeuter Etraeus aus der Nachtfestung. Dieser Boss zeigt nämlich mehr als deutlich, wohin die Geschichte unserer Welt steuert. Während des Kampfes wechselt die Kulisse des Observatoriums mehrfach. Besonders zwei Hintergründe sind dabei entscheidend. In der 3. Phase des Kampfes sehen wir einen felgrünen Planeten, der ganz den Dämonen anheim gefallen ist – Argus vermutlich.

WoW Azeroth Corrupted Old Gods Planet

Noch spannender ist jedoch die 4. Phase. Dort sehen wir eine Welt, überwuchert mit den lila Dämpfen und Tentakel – wie sie zu den alten Göttern gehören.

Jetzt muss man sich nur noch fragen: Was macht ein Sterndeuter? Er sucht in den Sternen nach Antworten für die Zukunft und will diese voraussagen.

Wenn man jetzt noch bedenkt, dass Nachtgeborene Meister der Zeitmanipulation sind, ist leicht zu erkennen, dass Etraeus unsere Zukunft zeigt – erst den Kampf auf Argus in Patch 7.3 und dann die Rückkehr nach Azeroth, verseucht von N’zoth.

Die neuen Sprüche von Xal’atath

WoW Shadowpriest Xalatath Klinge des schwarzen Imperiums

Im Verlauf von Patch 7.2 können die Spieler ihre Artefaktwaffen aufwerten – so auch Schattenpriester. Deren Klinge Xal’atath ist besonders eng mit den alten Göttern verwoben, denn sie ist ein Stück von ihnen. Xal’atath wird im kommenden Update deutlich aggressiver, ihre Einflüsterungen fordernder.

„Dieses Land hat so viel Aufruhr erlebt. Die Zersplitterung, den Kataklysmus, die Auskolkung … du machst dir keine Vorstellungen.“

Es ist (soweit ich weiß) das erste Mal, dass man von der Auskolkung („Scouring“) hört, als ein Prozess, der das Land massiv verändert hat. Wurde Azeroth mehr oder weniger ausgehöhlt und mit Energie der alten Götter gefüllt? Das würde passen, denn schon Il’gynoth hat uns verraten: „Ihr Herz ist ein Krater und wir haben ihn ausgefüllt.“

„Du warst eine gute Wahl. Kein anderer Träger hat sich so über einen Kontinent gemordet, wie du es getan hast. Ich bewundere deine… Ausdauer.“

Welche Ausdauer bewunderst du, Xal’atath? Meine Ausdauer, deine Wünsche zu erfüllen? Oder meine Ausdauer, deinen Einflüsterungen standzuhalten? Wessen Feinde bezwingen wir eigentlich die ganze Zeit – die von Azeroth oder die der Alten Götter? Immerhin sind die Dämonen eigentlich die Gegenspieler der Alten Götter. Der Feind meines Feindes ist mein Freund – bis ich diesen „Freund“ überwältigen kann.

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„Dieser kleine Kampf ist nicht mehr als eine Ablenkung. Der wahre Kampf nähert sich, denn bald ist der Kreislauf abgeschlossen.“

Von diesem „Kreislauf“ war schon öfter die Rede. Was genau damit gemeint ist, bleibt noch abzuwarten. Es könnte sich dabei um den Kampf gegen die Legion handeln, aber auch das „Sterben des Planeten“ wäre eine Möglichkeit. Denn Xalatath sagt weiter:

„Ich kann spüren, wie sich der Puls deiner Welt beschleunigt. Schon bald wird alles in ihrem Blut getränkt sein.“

Ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass es wahrscheinlich ist, dass der „Story-Schattenpriester“ eine große Mitschuld daran trägt, dass Azeroth den alten Göttern zum Opfer fällt. Aber auch dafür hat Xal’atath eine perfekte Ausrede, um die Schuld von sich zu weisen:

„Deine Verbündeten sehen mich als schlechten Einfluss an. Aber alles, was ich je getan habe, war es dich schneller auf dem Weg voranzuführen, den du selbst gewählt hast.“

Natürlich, Xal’atath. Natürlich.

Magni – Der Diener der alten Götter?

WoW Legion Magni
Magni „Der Sprecher“ – nur… für wen spricht er eigentlich? Wäre „Der Sprecher von Azeroth“ nicht ein passenderer Titel… wenn es stimmen sollte?

Patch 7.2 bringt einige neue Dialoge für Magni Bronzebart mit sich. Wir erinnern uns: der gute Zwerg wurde in Diamant verwandelt, ist irgendwann aufgewacht und hält sich seither für den „Sprecher von Azeroth“ – denn die Planetendame spricht zu ihm (Natürlich tut sie das, nicht wahr?).

Schon damals hatten wir die Theorie, dass nicht Azeroth zu ihm spricht – sondern N’Zoth oder die anderen Alten Götter, die Azeroth verdorben haben. Gestützt wird das durch die Worte von Il’gynoth, der in seinen Sätzen sagt:

„Der König der Diamanten wurde zu einem Diener gemacht.“

„Aus der Erde zieht er seine Kraft. Unsere Erde. Unsere Kraft.“

„Die Oberfläche strahlt hell und maskiert die Schatten, die darunter liegen.“

Wer sich die Voicelines von Magni in Patch 7.2 anhört, der kommt nicht drum herum, den Zwerg für ein kleines bisschen fanatisch zu halten. Er klingt ein bisschen zu motiviert darüber, der Sprecher von „Azeroth“ zu sein – nicht wahr? Hört mal genau bei Minute 1:44 rein. Klar, das könnte einfach nur ein typisch übermotivierter Zwerg sein – oder das Gebrabbel eines Irren.

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„Du legst dich mit der Stimme des Planeten an. DES PLANETEN!“

Das Ende der Legion – die Ära der Leere

Ehrlich gesagt fühle ich mich am Ende dieses Textes wie ein Chemtrail-Verschwörungstheoretiker, der nach Brotkrumen sucht, um die eigene Geschichte irgendwie belegen zu können – dennoch bin ich mit dem Ergebnis relativ zufrieden. Xal’atath wird schon recht behalten …

Ich bin mir damit auch ziemlich sicher, dass Patch 7.3 der letzte „große“ Patch von Legion sein wird. Alles danach wird die Legion nur noch nachrangig betreffen und sich eher darum kümmern, was in der Zwischenzeit aus Azeroth geworden ist.

WoW DTP Azshara

Wie so ein „neues Addon“ aussehen kann? Keine Ahnung. Ich bezweifle irgendwie, dass Blizzard ein „zweites Cataclysm“ macht und die ganze alte Welt überarbeitet. Wobei es schon denkbar wäre, dass bestimmte Gebiete einfach eine neue, veränderte „Phase“ bekommen. Vielleicht geht es auch hinab in die Schwarze Stadt Ny’alotha, das Imperium der Alten Götter.

Übrigens würde auch Azshara in dieses Konstrukt wunderbar hineinpassen, denn sie dient den alten Göttern – sieht man doch immer wieder Kreaturen der Leere an den Seiten der Naga. Man darf gespannt sein.


Passend dazu: Wir befreien einen alten Gott in WoW: Legion!

Quelle(n): wowhead.com
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Ky van Rae

Mein persönlicher Traum für die Nach-Argus-Zeit ist folgende (und jetzt kommt der Autor in mir durch 😉 )
Wir sind auf Argus, verhauen dort die Legion so gut es geht, kommen zurück nach Azeroth und denken: Mist, wären wir nur auf Argus geblieben!
Warum?
Weil: Während wir weg sind, wird unsere Heimat überrannt. Es gibt nur noch eine einzige freie Stadt, in der Horde und Allianz sich gemeinsam zurückgezogen hat und sie verteidigen so gut sie können. Welche das ist, kommt drauf an ob Anduin mit nach Argus geht oder auf Azeroth bleibt, weil ich mir bei ihm durchaus vorstellen kann, dass er Sturmwind auch für die Flüchtlinge der Horde öffnet. Zur leichteren Verteidigung wären aber Eisenschmieder oder Unterstadt besser. Wobei auch Suramar-Stadt denkbar ist (irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir uns noch von Dalaran verabschieden müssen).

Wir kommen also auf Azeroth an, schaffen es mit ein paar Flüchtlingen in die besagte Stadt und müssen dann, langsam, Sück für Stück, uns Azeroth zurück erkämpfen.

So würden wir mehrere Fligen mit einer Klappe schlagen: Wir müssen wieder auf ALLE Kontinente, wir bekommen vielleicht gemeinsame Raids, ein klein wenig PvP-Story ohne den alten Hass wieder aufflammen zu lassen und am Ende ein Raid, in dem wir Azeroth am Ende heilen müssen. Und dann auf zu neuen Ufern und den Voidlords den Hintern verhauen 😉

Zord

Warum sollte es keinen neuen Cataklysmus geben? Wäre doch der perfekte Zeitpunkt um die ganze Welt auf das aktuelle Level skallieren zu lassen, quasi ein „One Azeroth“. Dadurch wären auch die alten Gebiete für High Level Spieler wieder interesant und Blizz bräuchte nicht immer neue Gebiete designen um die Spieler zu beschäftigen. War sehr überrascht wie gut das in TESO funktioniert und mit Legion hat WoW ja schon einen ersten Schritt in diese Richtung gemacht.

Gorden858

Sie werden es zumindest nicht in dem Ausmaße wie damals machen. Sie haben danach klar gesagt, dass sie den Aufwand unterschätzt haben, deswegen andere Inhalte etwas klamm waren und sie es deswegen nicht nochmal machen würden. Aber Phasen von einzelnen, bekannten gebieten für die Highlevelspieler, während die Lowies in der alten Version leveln und einzelne Quests, die einen in der bekannten Welt rumschicken so wie jetzt für die Klassenhallen, warum nicht.

Denis Hock

Ja bitte ! Die alten Götter. Jetzt wird das Grabmal von Sargeras gesäubert, Argus platt gemacht, vllt kommt ja vorher wieder ein Content Patch mit nem Raid wir werden ja nicht sofort mit Patch 7.3 nach Argus gehn wird wohl irgendwas dazwischen sein denke ich.

Cortyn

Doch, wir werden direkt mit Patch 7.3 nach Argus gehen, das wurde schon auf der BlizzCon angekündigt.

Gorden858

Ja, 7.2.5 😉

mmogli

Es gibt wieder Milch

Cortyn

Wenn du nichts Konstruktives zu einem Beitrag hinzufügen willst, dann füge bitte gar nichts hinzu.

mmogli

Activision Blizzard – Kündigungswelle trotz guter Quartalszahlen (Gamestar)
Information für C

Gerd Schuhmann

Wenn du mal weiter als bis zum Titel liest, wirst du merken: Es geht um Activision Publishing, den Vertriebsarm von Activison. Das hat mit Blizzard nichts zu tun.

Activision hat kaum Spiele für 2017 angekündigt, außer ein neues Call of Duty und reduziert deshalb die Mitarbeiterschaft. Das hat nichts mit Blizzard zu tun.

Cortyn

Betrifft nicht Blizzard.

Xehanort

Also ehrlich wenn Blizzard nur noch ein wenig offensichtlicher werden will dann hauen sie einen Trailer raus. Das die alten Götter ausbrechen dürfte doch so langsam bei allen angekommen sein 😀

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