Ubisoft richtet direkten Draht zur Polizei ein, will gegen „extreme Fälle“ von Drohungen vorgehen

Ubisoft richtet direkten Draht zur Polizei ein, will gegen „extreme Fälle“ von Drohungen  vorgehen

Ubisoft, das Studio hinter Franchises wie Rainbow Six, The Division und Assassin’s Creed, hat eine bisher einzigartige Vereinbarung mit der Polizei in Großbritannien getroffen: Wenn Mitarbeiter zu harte Drohungen von Gamern abbekommen, werden diese per Schnellverfahren an die Behörden weitergeleitet. Die Belästigungen haben anscheinend überhandgenommen.

Was hat Ubisoft vor? Wie BBC berichtet, arbeitet Ubisofts Zentrum für Kundenbeziehungen in Newcastle, England, mit der Polizei in Northumbria zusammen. Ziel ist es, gegen Belästigung und Drohungen im Internet vorzugehen.

Dazu soll die Polizei die Mitarbeiter von Ubisoft für den Umgang mit toxischem Verhalten im Internet schulen. Im Gegenzug erhält Ubisoft die Möglichkeit, besonders extreme Fälle direkt an die Polizei weiterzuleiten, die sich dann um die weitere Bearbeitung kümmert.

Die Vereinbarung ist die erste ihrer Art.

Warum ist das wichtig? Andrew Holliday, einer der Manager, der mit dem entsprechenden Team bei Ubisoft arbeitet, sagt: „Es gab Todesdrohungen oder Drohungen für ernsthafte Verletzungen“ und so etwas sei kein Problem vom Gaming alleine, sondern im Internet generell.

In der Vergangenheit kam es häufiger vor, dass erhitzte Gemüter im Internet für harte Drohungen gesorgt haben:

Solche Drohungen gehen sogar über die Entwickler hinaus, die direkt mit den Spielen zu tun haben und treffen Personen, die mit den eigentlichen Problemen gar nichts zu tun haben. In WoW kam die Story der Erweiterung Shadowlands nicht gut an – als Folge wurde einer Buch-Autorin gewünscht, sie möge sterben.

Nicht alle Interaktionen im Internet sind so extrem negativ – zum Glück. Eine Streamerin wurde durch eine einzige, nette Geste zum Star auf Twitch:

Twitch-Streamerin mit nur 1 Zuschauer wird durch eine nette Geste berühmt – Das ist ihre Geschichte

Extreme Fälle werden direkt an die Polizei weitergeleitet

Wie soll das funktionieren? Ubisoft will nun mit der neuen Vereinbarung dafür sorgen, dass solche extremen Fälle direkt bei der Polizei landen und verfolgt werden können. Das System sieht dabei ein Schnellverfahren vor.

Das bedeutet: Entdeckt Ubisoft einen strafrechtlich relevanten Fall, wird direkt die Polizei verständigt. Dabei muss der betreffende Nutzer offenbar nicht einmal im Vereinigten Königreich wohnen. Holliday erklärt. Bei einem früheren Fall konnte die Polizei direkt mit Behörden in Norwegen in Kontakt treten.

Ubisoft ist dabei nicht der erste Konzern, der besonders harte Fälle von Belästigung mit rechtlichen Schritten verfolgt:

Stalker belästigen die Entwickler von Destiny 2, werden rassistisch – Hat jetzt rechtliche Konsequenzen

Was wird gemeldet? Ubisoft gibt keine konkreten Parameter für Fälle, die weitergeleitet werden, spricht nur von „den extremsten“. Insgesamt sollen weniger als 0,01 % der Meldungen tatsächlich bei der Polizei landen. Die allermeisten könnten weiter mit Banns gehandhabt werden.

Ziel sei es, dass Gaming der Unterhaltung diene und man nicht mit schlechten Erfahrungen rechnen müsse, nur weil man gerne zockt. Man will eine bessere Umgebung für alle schaffen: „Es gibt einen Appetit, das ganze Ökosystem zu einem besseren Ort zu machen.“

Das Problem mit toxischem Verhalten gärt schon seit Jahren im Gaming und im Internet generell. MeinMMO-Dämon Cortyn hat das schon 2018 näher beleuchtet:

Spieleentwickler haben keine Lust mehr – und wir sind schuld!

Quelle(n): BBC
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alf

ich will jetzt auf keinen fall solche drohungen gut heißen oder rechtfertigen, ABER
die studios sind es selber schuld besonders massive und ubi soft.
massive und ubi soft haben über jahre hinweg, die community verarscht, belogen beschissen und verraten und verkauft.über jahre hinweg, das nurmal vorweg.

ubi soft richtet also nen schnell draht zur polizei ein um gegen drohungen vor zu gehen. ok . aber was ist mit der community ? wenn ubi soft die community belügt und betrügt, in dem sie versprechen machen, damit leute das game kaufen, diese versprechen dann aber 2 tage vor update release wieder rausnehmen, canceln, verschieben was auch immer, sie dann auf später vertrösten , nicht mehr erwähnen und dann auf eine anderes update verschieben, sie dann dort aber ganz weglassen. was für möglichkeiten hat die community dann ?
keine, die gehen auf den relevanten sozial media kanal und machen sich luft .kann ich nach voll ziehen habe ich auch gemacht. zwar nciht so extrem, aber hab es auch getan.in merinem fall gings da um 2 sachen einmal den “release” von geleakten infos zum world first race im washington raid. und einmal um das versprechen der klassen und spezialiesierungs überarbeitung ( der letzte stream mit yannick ) beim ersten stream habe ich tatsächlich gesagt man müßte denen wirklich mal im RL in den arsch treten, so lange bis sie merken das die community kein scheißhaufen ist den man permanent verarschen kann.im 2ten fall habe ich gesagt mal sollte denen echt mal den kopf vor die wand donnern damit sie merken das auch die community sich nciht alles gefallen läßt.und das ist mein gutes recht.
ich darf sagen was ich denke , ich muß sogar sagen was ich denke denn :
die verlogene geschäftspolitik von massive und ubi soft hat nichts anderes verdient.
z.b. im letzten stream von yannick das war vor season 10 hat er angekündigt das es für season 10 überarbeitungen der spezialiesierungen gibt. das z.b. der richtschütze auch das sniper nutzen kann. das es eine überarbeitung der ” talent”bäume gibt, ( das was in den spezialiesierungen vorhanden ist wo man die pounkte reinsetzt ) . er hat das total gehyped und als mega änderung angekündigt. und dann 2 tage vor season start kam auf twitter nur ein kurzes statement das man diese änderungen verscheiben würde und dann als patch nahcliefern würde…dann verging wieder ein jahr und im vorletzten stream zu season 11. hieß es dann, das man all diese änderungen im jahr 5 stream zeigen und besprechen würde ….jetzt kam der season 5 stream und was war .. es wurde hauptsächlich NUR ein bild gezeigt mit ner roadmap, und ansonsten nur über heartland gesprochen und ein dämliches mobile game. und das wars …wie soll also die community da die füße still halten , oder nichts sagen ? ubi soft hat es erhlich gesagt garnicht anders verdient als so angegangen zu werden .jeder mensch würde nem händler das produkt auf die ladentheke knallen und den händler fragen ob er noch alle tassen im schrank hat für die verarsche….das geht aber bei den games nicht. und es ist nciht nur ubi soft.
es ist mittlerweile gang und gebe in der gaming industrie . die community zu belügen verarschen und sein eigenes produkt in den himmel zu loben in dem man so viel scheiße wie möglich erzählt um sein game zu hypen.. und dann kommt das game auf den markt und hat ncihtmal ansatzweise 10% von dem was der community versprochen wurde. aber hauptsache es wurde verkauft ….

so , wer geht also her und haut der gaming industrie mal auf die finger, oder ubi soft ? da ist keiner und niemand. da ist keine anlaufstelle bei der man diese art von irreführender werbung, und die art von betrug melden kann die diese studios egehen. außer ein anwalt. und sowas dauert jahre ….das wissen die studios…seid jahren trifft es aber auch imemr die selben studios ..das selbe produkt…. sowas fällt auf ….ich wüßte nicht, das bioware, oder sega jemals solch einen hass bekommen haben .
man sollte nicht sagen die community ist toxisch …klar gibt es, aber in erster linie hat das einen grund… und den sollte man hinterfragen. ich kann keinem respekt gegenüber haben, der mich bescheißt und belügt, mir mit lügen geld aus der tasche zieht sich dann hinsetzt und grinst in nem stream und sich denkt joa gab genug idioten die dann wieder geld ins game gepumpt haben, alles gut …denn das ist mittlerweile die normale realität in der gaming industrie …..

baffy-CH

Drohungen gegen Leib und Leben wird bei der Polizei geahndet. Dazu braucht es heissen Draht. (Schweiz) Die Umsetzung im konkreten Fall, ist eine andere Geschichte.
Eine Software mit all den Plattformen und Konfigurationen auszurollen und zu laufen zu bekommen, ist recht komplex. Jeder installiert was, der andere spielt mit einem «kaputten» System.
Der Support, wie bei Ubi – Division 2, sollte das Spiel kennen, das ist nicht der Fall und wurde auch zugegeben. Dass «Pentagon» verbockt ist, weiss man, aber niemand kümmert sich.
«Reifung beim Kunden» – Wer am lautesten ruft, wird gehört. Eine Grenze zu kennen, ist nicht jedermanns Sache, wie der Bericht zeigt.

Lamoras

Gefällt mir. Sollten an sich alle Platformen machen. Gemeldet, geprüft und dann ab zur Polizei mit allen Infos des Täters. Vielleicht besinnt sich dann ja mal der ein oder andere User

T.M.P.

Hoffentlich ist das nur der Anfang. Wir Spieler dürfen uns nämlich jeden Tag mit solchen Deppen rumärgern.

Vendetta

Konkrete drohungen um leib und leben sollten schon immer rechtliche konsequenzen haben, unabhängig auf welchem Medium sie ausgesprochen werden. Wenn es denn der wandel der zeit erfordert das so umzusetzen, seis ob der Menge oder der internetanonymität, finde ich den schritt absolut in ordnung, wenn nicht sogar notwendig.

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