Stalker belästigen die Entwickler von Destiny 2, werden rassistisch – Hat jetzt rechtliche Konsequenzen

Stalker belästigen die Entwickler von Destiny 2, werden rassistisch – Hat jetzt rechtliche Konsequenzen

Zwei Entwickler von Destiny 2 erhielten von Stalkern rassistische Nachrichten und Mord-Drohungen. Nun ging der Fall vor einen Richter in Ontario und die Identitäten der Stalker sollen ausfindig gemacht werden.

Nachdem Bungie, das Studio hinter Destiny 2, bereits mit einem Anwalt gegen Cheater vorgeht, kommt es nun zu weiteren rechtlichen Schritten. Dieses mal aber mit deutlich ernsteren Hintergründen.

Eine Zeitung in New Jersey mit dem Namen „The Record“ berichtete am 2. August 2022 vom gerichtlichen Beschluss zu einem Fall der Belästigung zweier Entwickler von Destiny 2 (via therecord.com).

Unbekannte Personen hätten demnach als Reaktion auf einen Tweet die Entwickler von Destiny 2 bedroht. Jetzt sollen die Verantwortlichen ausfindig gemacht werden.

Trigger-Warnung: Im nachfolgenden Text geht es um Rassismus, Stalking und Morddrohungen.

Hier seht ihr einen Trailer zur Sonnenwende in Destiny 2:

Destiny 2 zeigt im neuen Trailer zur Sonnenwende eure schicke, leuchtende Rüstung

„Genieße deine Pizza“

Was waren das für Drohungen? Auf einen Tweet hin erhielten einige Bungie-Mitarbeiter Nachrichten, in denen sie bedroht wurden. Laut ihren Aussagen kam es zu verschiedenen Drohungen:

  • Ein Unbekannter schickte einen Tweet an Bungie-Accounts, in denen er damit drohte, Mitarbeiter zu töten
  • Mehrere Mitarbeiter erhielten Sprach- und Textnachrichten auf privaten Telefonnummern mit rassistischen Schimpfworten, darunter wohl prominent das „N-Wort“
  • Eine Person rief mehrmals einen Mitarbeiter an und verlangte einen rassistischen DLC
  • Eine Person bestellte Pizza an die Adresse eines Mitarbeiters mit der Sprachnachricht: „Genieße deine Pizza“
  • Ein Destiny-2-Spieler veröffentlichte private Daten eines Mitarbeiters und schrieb dazu, dass er umgezogen war und 30 Minuten von ihm entfernt lebe, dazu schrieb er, der Mitarbeiter sei „nicht sicher“

So gingen die Mitarbeiter gegen die Drohungen vor: Die Mitarbeiter hatten mitunter Sorge, dass ihre realen Adressen nicht nur für Pizza-Bestellungen, sondern für durchaus ernstere Untaten missbraucht werden würden. Einige befürchteten etwa „Swatting“, also das bewusste Melden bei einer Spezialeinheit der Polizei. Leute wurden schon in Deutschland wegen Swatting verurteilt und das war nicht der einzige Fall:

Anrufer bei „Call of Duty“-Swatting muss für 20 Jahre ins Gefängnis – Es ging um 1,50$

Zwei Mitarbeiter veranlassten deswegen eine dringende juristische Verfügung, damit TextNow die Kundendaten der Anrufer preisgebe. TextNow ist Unternehmen, das anonyme Anrufe über ihren Telefonservice ermöglicht und über das entsprechende Anrufe getätigt worden seien.

So entschied das Gericht: Bereits am 15. Juni 2022 gab das Gericht der Forderung grünes Licht. Ein Monat wartete das Gericht damit, den Fall der Öffentlichkeit preiszugeben, wegen der „ernsthaften Natur, der Androhung von Gewalt“.

Der Richter sagte zu dem Fall „Unabhängig davon, ob sie in den USA klagen oder der Polizei den Namen nennen, bin ich davon überzeugt, dass der außergewöhnliche Rechtsbehelf zur Verfügung stehen sollte, um Personen zu identifizieren, die andere mit niederträchtigem Rassismus belästigen, die persönliche Informationen missbrauchen und offene Drohungen mit körperlichem Schaden und Tod aussprechen.“

Ein einziger Tweet sorgt für Morddrohungen

Womit begannen die Drohungen? Am 2. Juni 2022 veröffentlichte ein Bungie-Mitarbeiter zwei Tweets. Bei den Posts handelte es sich um Werbung für das Spiel Destiny 2. Er gab 2 Videos. In den Clips sah man stand der schwarzen Gamer mit dem in-Game-Namen„Uhmaayyze“ im Vordergrund. Hier seht ihr einen der Tweets:

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Fred Myers, der Richter am Obersten Gerichtshof sagte: „Er ist unter den Spielern und Zuschauern von Destiny 2 sehr bekannt, weil er auf Livestreaming-Plattformen Freestyle-Rap performt, während er das Spiel spielt.“

Nachdem der Tweet öffentlich gegangen war, begannen Hacker mit dem Doxing (auch: Doxxing) und Hassnachrichten wurden an die Entwickler vom Spielstudio Bungie geschickt. „Doxing“ meint die Veröffentlichung von persönlichen Informationen im Internet, die eigentlich privat bleiben sollten.

Es kommt immer wieder zu Fällen, in denen die Polizei oder Gerichte im Gaming-Bereich aufräumen müssen:

FBI bringt Mann vor Gericht, der soll 324.000$ von FIFA 18 gestohlen haben

Quelle(n): www.therecord.com
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mavidux

Man sollte endlich ernst machen bei Strafverfolgung von anonyme drohungen, verstehe sowieso nicht warum man bei Rassistischen Straftaten die Sicherheitsbehörden auf 3 Affen machen, die sind genau so gefährlich wie Islamisten ala Taliban und IS

Kadara

Es wird allmählich Zeit das Justiz, Strafverfolgungsbehörden udn vor allem der Gesetzgeber hier eine klare Marschrichtung vorgeben und endlich mehr gegen solche Personen unternommen wird. Spätestens der Fall Kellermayer sollte jedem klarmachen wohin dieser anonyme Hass führen kann.Hier sind auch die Betreiber von sozialen Plattformen und Messengerdiensten in der Pflicht. Registrierungen nur noch mit Klarnamen und Pass-ID. Werden sich etliche überlegen solche Aktionen zu machen wenn man sie problemlos identifizieren kann.

Marek

Registrierungen nur noch mit Klarnamen und Pass-ID.

Nein! Solche Forderungen werden immer mal wieder nach einem Terroranschlag gestellt. Darauf gibt es den schönen Sinnspruch: „Wer die Freiheit einschränkt, um die Sicherheit zu erhöhen, wird am Ende beides verlieren.“

Es gibt gute Gründe, im Netz anonym zu sein. Einerseits können Kriminelle mit Echtdaten viel Unfug veranstalten. Zum anderen können sich Meinungen auch mal ändern. Knackige Meinungsäußerungen stehen dann verknüpft mit der realen Person im Netz, das nicht vergisst. Das kann im besten Fall ärgerlich und peinlich sein. Kippen die gesellschaftlichen Verhältnisse mal wieder Richtung Diktatur, dann fröhliches Besorgtsein wegen irgendwelcher uralter Posts im I-Net.
Würden die Bungie-Mitarbeiter anonymer unterwegs sein, hätten sie diese Probleme nicht. 😉

Das Problem ist mMn nicht die Anonymität im Netz. Die wird nur von ein paar Versagern genutzt, um ihr blödoides Gelaber zu verbreiten. Das kann einem natürlich den Tag versauen, keine Frage. Man weiß auch nicht, ob nicht doch mal so ein Würstchenbieger versucht, sein krankes Geseire in die Tat umzusetzen.
Ich würde meinen Job aus den SM-Konten raushalten (SM = Social Media 🙂). Und das Ganze nicht an die große Glocke hängen. Mein Prinzip (an das ich mich leider auch oft nicht halte) lautet: Cool bleiben und sich auf keinen Fall provozieren lassen. Ist traurig, aber die Welt ist leider nicht frei von Sozio- und Psychopathen. Täter-Opfer-Umkehr (selbst schuld)? Von der Bewertung her ganz sicher nicht; von der operativen Umsetzung her – meistens ja. Der Motorradfahrer, der Vorfahrt hatte und vom LKW umgemöllert wurde, war auch im Recht.

TricksterClown

Bin eig auch der meinung das man mit persönlichen daten arbeiten sollte für forums, messenger service oder allgemein social medias wegen solchen fällen, leider kommt dan das gesetz(pfui) mit Datenschutz mimimi. Die meisten regen sich ja schon auf wenn sie ihre handy nummer angeben müssen um iwo nen acc zu machen, schon lächerlich i mean was sollen die die betreiber der plattform denn machen ? hey deine pizza bestellung, kam von zuckerberg XD.

es wird wohl was krasses passieren müssen wie man es so kennt bis sich solch lagen ändern und neue gesetze/regeln kommen die dann ja alle erstmal hassen werden weil sie leider nicht gehirn genug haben mal zu denken, was wenn ich das opfer wäre und ich nicht weis wer der täter ist und das gesetz nix macht weil gesetze solche banditen, mörder usw schützen. schadeee dumme menscheit.

Monfyre

Es verwundert mich, dass ein Vorfall am 2. Juni schon am 15. Juni vor Gericht landet. Das entspricht nicht meiner persönlichen Vorstellung, wie juristischen Aktivitäten zeitlich verlaufen.
Ich denke, es werden jetzt weitere Ereignisse in der Richtung folgen, da Trittbrettfahrer und andere gleich gepolte Individuen merken, dass ein öffentliches Interesse dafür existiert.

outi

Ich frage mich, wie man alles um ein Unterhaltungsmedium so für wichtig erachten kann um sowas zu machen. Ich bin echt am zweifeln ob solchen Leuten jemals geholfen werden kann. Man kann nur hoffen das die Strafe ein Zeichen setzen wird. Meine Güte es ist ein verdammtes Videospiel!

ImInHornyJail

Also grob gesagt würde ich behaupten, es sind Süchtige und wenn man Süchtigen ihre Drogen wegnimmt reagieren die so.
Kinder/Schüler, arbeitslose, Leute die meinen sie wären der King in ihrem Ghetto. Das sind so die Gruppen, die ich immer vor meinem geistigen Auge habe, wenn ich so etwas lese.

TricksterClown

Was haben bitte Arbeitslose damit zu tun ? gibt genug die Arbeitstätig sind aber auch gaming süchtig. krass wie alle wenns um solche art benehem immer gleich Arbeitslose, harz 4 bezieher usw reinreden. ich bin sozusagen auch Arbeitslos(Umschulung duch BGS), kann es garnicht fühlen das du quasi mich vergleichst mit solchen leuten, schon frech.

ImInHornyJail

Wenn du dich angesprochen fühlst ist das nicht mein Problem.
Ich habe nie gesagt, dass ich alle arbeitslose meine. Aber es ist nunmal so, dass viele arbeitslose nichts machen ausser rtl und zocken. Dadurch haben sie viel Zeit und Langeweile und dann kommt es zu so etwas wie oben beschrieben.

Aber dass ich Kinder beschuldige ist für dich ok? Weil es dich nicht betrifft?

ImInHornyJail

einen rassistischen DLC

Wie soll denn sowas aussehen?
Wir töten doch immer nur andere Lebewesen und erlauben es ihnen nicht in unserem Sonnensystem zu leben. Ist das dann nicht schon rassistisch?

Echt kaputte Leute hier auf der Welt. Da wäre ich doch lieber auf der venus mit Asher Mir.

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