The Elder Scrolls Online: Wo steht TESO Anfang 2016?
State of Play: TESO

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Das Fantasy-MMORPG The Elder Scrolls Online hat ein bewegtes Jahr hinter sich und 2016 bringt neue Chancen und Herausforderungen. Wir schauen uns TESO (PC, PS4, Xbox One) in einem State-of-Play-Special einmal genauer an.

Wo stand TESO am Anfang des letzten Jahres?

The Elder Scrolls Online stand vor einem Jahr an einem Scheideweg. Damals haben wir gefragt „Neustart auf den Konsolen oder floppt TESO endgültig?“

Jetzt wissen wir: Es war ein Neustart auf den Konsolen. Vom Flop, zu dem man in 2014 noch hätte werden können, ist jetzt nichts mehr zu sehen. Matt Firor, der Chef von TESO, strahlte wie ein Honigkuchenpferd, als er auf der Quakecon über die Verkaufszahlen von The Elder Scrolls Online auf Playstation 4 und Xbox One sprach.

Die Verzögerung des Konsolenports um ein Jahr hatte keine negativen Auswirkungen. Die Spieler auf Xbox One und Playstation 4 waren begeistert davon, „endlich ein richtiges MMORPG zu bekommen“ und dann noch eins, das sich toll auf den Konsolen spielte mit einem starken Interface.

Hier machte sich bezahlt, dass TESO von Anfang an mit dem Konsolenport im Auge entwickelt wurde. Die meisten „groben“ Probleme des Spiels mit Bugs und Phasing, die TESO zum PC-Launch noch plagten, waren repariert. Gerade die Release-Phase auf den Konsolen war ein toller Erfolg. Die meisten strukturellen Probleme des MMORPGs bemerkten Spieler erst nach vielen Spielstunden.

TESO-Versteck

Erfolg kam in 2015 zu einem hohen Preis

Allerdings: Der Erfolg kam mit einem hohen Preis. Denn TESO hat sich in 2015 kaum weiterentwickelt. Nach dem PC-Start hatten die Entwickler auf der Quakecon 2014 schon einen Umbruch angekündigt, später zu einem „Guild Summit“ geladen. Riesige Änderungspläne wurden vorgestellt, wie TESO einmal sein sollte: ein fantastisches MMORPG in der Welt von Tamriel mit neuen Spielsystemen und Ideen.

In 2014 hatte man begonnen an der Umsetzung dieser Ideen zu arbeiten. Alle 6 Wochen kam ein neuer Patch, das Spiel wurde merklich größer, es ging voran. Freilich tauchten ständig neue Probleme auf – nach jedem Update, das mit riesigen Patchnotes einherging, brauchte man Hotfixes und Änderungen, um die Brandherde zu löschen.

Von diesem rasanten Entwicklungstempo war in 2015 nichts mehr zu merken. Schon früh im Jahr gab man zu verstehen: Wir können jetzt nicht mehr so viele Systeme ändern, es wird jetzt deutlich langsamer gehen. Wir machen die Buy2Play-Umstellung, kommen auf die Konsolen und danach wollen die Leute DLCs. Darum müssen wir uns jetzt kümmern.

Das Ziel: Hauptsache, wir haben ein solides, funktionierendes Spiel, wenn wir auf die Konsolen kommen. Statt Systeme fertig zu entwickeln, bevorzugte man „kleine Lösungen“, Provisorien, Zwischenideen. Die funktionierten „so irgendwie“, bereiten den Entwicklern aber langfristig enorme Probleme und verärgern die Spieler.

Die Systeme skalieren nicht richtig, twinken wird zum Albtraum oder es fehlt einfach was.

Auf der nächsten Seite schauen wir uns die Baustellen, die TESO im Moment hat, genauer an.

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