Ich habe Spaß in World of Warcraft, auch wenn die Welt dagegen arbeitet

Trotz allem, was bei Blizzard und World of Warcraft gerade passiert, hat Cortyn noch immer Spaß am MMORPG WoW. Aber ist das eigentlich okay?

Für Blizzard-Fans und Spieler von World of Warcraft waren die letzten Tage hart. Natürlich nicht ansatzweise so hart, wie für die betroffenen Mitarbeiter des Sexismus-Skandals bei Blizzard. Trotzdem ist es aktuell nicht einfach, den Spaß in World of Warcraft noch richtig genießen zu können.

Dabei sind aktuell vor allem zwei Punkte ausschlaggebend. Über beide wurde in den letzten Tagen schon sehr viel diskutiert, aber ich will sie trotzdem noch einmal aufgreifen.

Der Sexismus-Skandal schwebt über allem

Der wohl größte und eindeutig wichtigste Punkt sind die aktuellen Ermittlungen und Enthüllungen rund um Sexismus und Diskriminierung bei Blizzard. Die Unternehmenskultur dort muss eine richtige Katastrophe sein, bei der Frauen wie Freiwild behandelt werden und Chancengleichheit höchstens auf dem Papier besteht, aber nicht im Alltag.

Um das ganz deutlich zu machen: Ich finde diese Aufklärungen extrem wichtig und jede einzelne Untat, die ans Tageslicht kommt, ist widerlich und verdient es dennoch, gehört zu werden, damit so etwas in Zukunft vermieden wird und die Täter ihre gerechte Strafe bekommen.

Ich fand den Streik und die Forderungen der Blizzard-Mitarbeiter gut und hoffe, dass sie umgesetzt werden. Gleichzeitig haben auch die Spieler eine Art „Streik“ veranstaltet: Viele WoW-Spieler sind auf meinem Realm gleichzeitig um 19:00 Uhr ausgeloggt, um Solidarität mit den Streikenden zu zeigen. Andere haben sich um die gleiche Zeit einfach in Oribos “in den Schlund gestürzt”, ebenfalls als Zeichen.

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Auch das empfand ich ganz grundsätzlich als gute Sache und eine Möglichkeit, um ein Zeichen zu setzen, wenn man denn irgendeine Aktivität unternehmen möchte.

Doch wie so oft, wenn sich Leute für eine Sache einsetzen, wird das auch schnell zur Möglichkeit, um sich zu profilieren. Um exakt 19:04 Uhr wurde ich von jemandem aus meiner Battle.net-Liste angeschrieben, warum ich denn nicht ausgeloggt sei. Ich wurde gefragt, ob mir das Leid der Mitarbeiter denn egal wäre. Das war es natürlich nicht, aber ich halte ein „zeitgleiches Ausloggen“ auch einfach nicht für ein sinnvolles Mittel, um ein Zeichen zu setzen oder irgendwas zu bewegen. Ich will niemandem absprechen, daran teilzunehmen und manch einem hilft auch vielleicht das Gefühl, einfach “irgendetwas” zu tun.

Ich glaube, in meiner Position bei MeinMMO, wo ich (und andere Autoren) über solche Vorfälle berichte, trage ich alleine durch die Berichterstattung in inzwischen mehr als einem Dutzend Artikeln dazu bei, dass das Thema Aufmerksamkeit generiert und Druck entsteht.

Solche Vorfälle, dass aktive Spieler angegriffen werden, dass sie noch WoW spielen, erlebe ich in den letzten Tagen und Wochen immer wieder. Nicht nur im Spiel, auch im Subreddit und auf YouTube. Die Spieler fangen an, sich untereinander anzugehen. Da ist schnell „jeder, der das Spiel noch spielt, hirntot“ oder eine „Kuh, die gar nicht merkt, dass sie gemolken wird“, denn „Spaß hat doch schon lange keiner mehr, es kann sich nur keiner der Süchtlinge eingestehen“.

Hier ist mein Problem: Ich habe Spaß am Spiel. Auch trotz der Vorfälle bei Blizzard ist World of Warcraft weiterhin ein Spiel, das ich genieße. Ein Spiel, das nicht nur von den Tätern des Skandals erschaffen wurde, sondern auch von den zahlreichen Opfern, die sich damit ihren Traum in der Videospielbranche erfüllen.

Ich habe Spaß und werde weiter daran Spaß haben und trotzdem kann ich die Vorfälle bei Blizzard verurteilen.

Alles wird gehasst und alle sind Profi-Autoren

Der zweite Punkt hat gesellschaftlich nicht so eine Tragweite, wie der Blizzard-Skandal, stört mich persönlich aber massiv.

Ich mag World of Warcraft. Ich mag das Spiel im aktuellen Zustand. Ich mag die Raids, die wir bisher hatten, ich mag das „Mythisch+“-System, ich habe Spaß an den verschiedenen Pakten und finde auch Patch 9.1 ziemlich gut. Vor allem gefällt mir aber die Story sehr, die ich im Gegensatz zu vielen anderen etwa auf YouTube oder im Subreddit von WoW nicht als „schlecht geschrieben“ empfinde, sondern in weiten Teilen als konsistent und nachvollziehbar.

WoW Zovaal Sylvanas Anduin Raid Finale Portal
Der Kerkermeister, Zovaal, auf dem Höhepunkt seiner Macht.

Mir gefällt, wie sich Sylvanas im Laufe der letzten 4 bis 5 Cinematics entwickelt hat, wie ihre Zweifel langsam zunahmen. Wie der Zweifel im Gespräch mit Anduin zu keimen beginnt, wie sie einen Augenblick lang schockiert wirkt, als sie erfährt, dass Nathanos tot ist und der Kerkermeister seine Seele vor ihr versteckt hält. Ich mochte, wie ein „Flashback“ aus ihrer Zeit als Arthas’ Sklavin, ausgelöst durch ein einzelnes Wort des Kerkermeisters, den finalen Anstoß gibt, der sie ihre Entscheidung überdenken lässt.

Und meinem Umfeld gefällt das auch. Offenbar ist meine Gilden- und Raidgruppe eine dieser Sonderlings-Gruppierungen, die nicht jede Story-Entwicklung abgrundtief hassen und den Schreibern alle fünf Minuten vorwerfen, dass man ja im Kindergarten bessere Autoren finden würde.

Tyrande als Avatar von Elune.

Wenn ich mit der Gilde oder Raidgruppe über die Cinematics rede, herrscht da die gleiche Begeisterung wie bei mir. Sie mögen die Entwicklung der Story, hatten Gänsehaut bei den Cinematics und ihr Erlebnis ist ähnlich positiv wie meines gewesen. Der neuste Teil der Pakt-Kampagne war grandios lustig, hatte tolle Charaktere und ein wirklich schönes Finale mit einem Auftritt von Elune. Ich hab’s gefeiert. Alle in meinem direkten WoW-Umfeld haben’s gefeiert.

Doch schaut man auf YouTube, fanden offenbar rund 85 % der Leute das Cinematic schlecht. So, wie auch schon das letzte Cinematic. Oder das davor. Oder das davor.

WoW Cinematic Bewertung Tyrande Winter Queen
So “gut” kam das Tyrande-Cinematic an.

Dabei bin ich mir recht sicher, dass ich WoW nicht über den grünen Klee lobe. Auch ich finde einige Dinge nicht gut gelöst. Die Herrschaftssplitter finde ich extrem langweilig und undurchdacht, doch trübt das meinen Spielspaß nur minimal. Vielleicht, weil mir 1-2 % Leistung nicht so viel machen, da ich eh niemals mythisch raiden will.

Worauf ich eigentlich hinaus will: Wenn ihr Spaß am Spiel habt, dann genießt es. Wenn ihr keinen Spaß am Spiel habt oder glaubt, dass ein Boykott den Betroffenen hilft – dann spielt es nicht. Setzt Zeichen, die ihr setzen wollt. Aber verurteilt nicht andere Spieler, die World of Warcraft oder andere Blizzard-Spiele weiterhin mögen. Streitet euch nicht mit Leuten, nur weil sie an einem „Auslog-Protest“ nicht teilnehmen. Hört doch auf, anderen den Spaß madig zu machen, wenn euch eine bestimmte Entwicklung der Story nicht passt.

Was ich Tag für Tag im Subreddit, auf YouTube aber auch manchmal bei uns in den Kommentaren lese, finde ich immer schwerer zu begreifen. Ich würde mir einfach wieder ein bisschen mehr Sachlichkeit und Differenzierung wünschen. Ich glaube, das würde allen gut tun.

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Marc

Vorweg zu mir: Ich habe WoW seit WOTLK gespielt. Damals habe ich auch erstmals angefangen mit einer Gilde zu raiden und hatte mega viel Spaß. Mittlerweile ist diese Leidenschaft zu WoW einfach verschwunden. Das Game ist für mich mit den Systemen einfach nicht mehr spielbar. Ich will neue Fähigkeiten und nicht welche, die mit beim nächsten Addon wieder weggenommen werden. Ich will neue Sachen testen und mich nicht der Meta beugen.

Viele würde dazu sagen:”Du musst doch nicht spielen was Meta ist. Ich schaffe auch +15 Keys mit meinem eigenem Build”. Mag stimmen, jedoch ist nicht immer alles Sonnenschein und wenn du alleine nach einer Gruppe suchst und jemand deine Pakt und Skillung nicht gefällt weil du eben deshalb 3-4k DPS weniger machst, wirst du gekickt oder sonst was.

Ich bin mittlerweile zu Final Fantasy geswitched und mir gefällt es dort. Ich habe eine Gilde gefunden und bekomme genau das was ich will: Meine Zeit wird endlich gewertschätzt.

Ich muss aber doch noch eine negativ Kritik abgeben: “Alles wird gehasst und alle sind Profi-Autoren” ist schon ziemlich harsche Kritik an alle die, welche die Story einfach nur grottig finden. Und das sind neben normalen Spielern, welche das Spiel seit Jahren spielen, eben auch die Story Youtuber wie z.B das neuste Beispiel Pyromancer. Dieser regt sich auch über die Story auf und wie sich z.B Sylvanas entwickelt hat.

Ich freue mich für jeden, der noch seine Spaß findet in WoW und will auch niemand kritisieren dafür. Aber ihr sollte auch Kritik über das Spiel zulassen, denn hier wird gerade jegliche Kritik an der Story als “Ihr könnt euch doch auch nichts besseres einfallen lassen, ihr Profi Autoren” abgestempelt. Ich für meinen Teil sehe in der Story auch nicht tolles mehr dran. Es gibt viele Lücken, manche Sachen sind schlecht erzählt und ergeben für mich einfach keinen Sinn.

Matze

Ich bin da ebenfall bei dir @Cortyn .
Man muss schon differenzieren zwischen dem Produkt, in dem das Herzblut auch der Opfer steckt, und dem Hersteller, der an seinem Umgang mit den Mitarbeitern arbeiten muss. Ich bin mir hier auch ziemlich sicher, dass solche Vorfälle auch bei der Konkurrenz und vielen anderen Firmen vorkommen, und nur noch nicht an die Öffentlichkeit gelangt sind.

Activision/Blizzard jetzt zu boykottieren macht in meinen Augen auch keinen Sinn, denn was machen kapitalorientierte Unternehmen, wenn der Umsatz sinkt, gerade in einem Land in dem das Hire and Fire Prinzip gilt? Richtig, dann wird die Belegschaft reduziert und sich neu orientiert – was widerum den Opfern mehr schadet als den Tätern.

Solche “Spring in den Schlund” Aktionen finde ich da noch am passendsten, um ein Zeichen zu setzen, vor allem wenn darüber berichtet wird. Das zeigt Beistand, Unterstützung und mit etwas Glück dem Publisher, was seine Kundschaft will.
Aber auch das muss freiwillig sein und jedem seine persönliche Entscheidung.

Leute die einen dann “ermahnen” sind nämlich nicht besser als die Täter, indem sie bei dem betreffenden Spieler moralischen Druck aufbauen um ihn zu etwas zu bewegen, dass er in diesem Moment gar nicht will. Schlimmer noch, die meisten der “Ermahner” haben selber keinen funktionierenden moralischen Kompass, denn ich glaub nicht, dass konsequent alle von denen ausschließlich Fairtrade kaufen, kein iPhone haben und keine Textilien Made in Phillipinia/China/.. tragen.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Matze
Misterpanda

Alles subjektiv, ich habe mir das Spiel lange genug schön geredet. Aus Solidarität erneuere ich kein Abo, andere MMOS bieten einfach mehr für das Geld. Blizzard sollte die sinkenden Zahlen nutzen, um über die generelle Entwicklungspolitik des Spiels nachzudenken. Ich habe bei WoW schon länger das Gefühl, dass neue Entwickler das Spiel von früher übernommen haben und eher “weiterführen” anstatt neue innovative Sachen & Stories zu entwickeln. Ist aber wie gesagt – alles subjektiv und es gibt sicher schlimmeres als ein Abo zu kündigen. Nur der Vogel in deinem Kopf von früher schreit dich an “Verräter!” ?

Sina

ach weißt du, ich glaube, du kannst sehr gut selbst beurteilen, was dir spaß macht und wo der spaß aufhört…ich finde nichts verwerfliches daran, etwas zu tun, was einem spaß macht.
und aufgrund deines berufes wirst du wohl zwischen spiel und spieleschmiede differenzieren können …. only my 5 cents?

NeinFalsch

Es ist die Herausforderung wie nach jedem Skandal – vor allem durch die von der MeToo-Bewegung “aufgedeckten” Themen: Wie mit Spiele/Filmen/Bücher …allgemein Werken umgehen, bei deren Produktion Sexismus ein Teil war.

Das muss jeder für sich ausmachen. Jeder muss für sich selbst die Linie ziehen bis man sagt “Das reicht”. Je länger man diese Linie zieht, desto schwieriger wird es aber für außenstehende zu unterscheiden, ob dir das eigentlich alles egal ist oder nicht.

Ich denke, man muss sich in Zukunft wohl öfter rechtfertigen wenn man WoW spielt. Was an sich nicht schlecht sein muss, weil so Sichtbarkeit auf diesem Thema bleibt und es nicht – wie viele Mitkommentatoren unter anderen Artikeln vermuten – unter den Teppich gekehrt wird.

Aber verurteilt nicht andere Spieler, die World of Warcraft oder andere Blizzard-Spiele weiterhin mögen.

Niemals würde ich jemanden verurteilen, der WoW (noch) mag. Bei der Frage ob ich diese verurteile weil sie noch WoW spielen, fällt mir die Antwort schwerer.

Amyfromtheblock

Es ist halt ein schmaler Grad. Persönlich kann ich nix mehr abgewinnen bei Blizzard. Als Frau finde ich es skandalös noch über Blizzard Spiele zuschreiben solange das noch in der gaming Welt passiert. Wie lange müssen wir uns noch unterdrücken? Ich kann zwar cortyn verstehen aber wenn ich weiß wie mein Spaß hergestellt wurde kann ich noch vom Spaß reden ? Wäre ja so wie ähnlich mit Kindern Arbeit oder nicht ? Mein iPhone macht mir auch noch Spaß egal wie viele Kinder Tränen es gekostet hat ? Und wer was dagegen hat soll es mir nicht mardet reden . Diese Doppel Moral heut zu Tage ist nicht auszuhalten. Aber jeder so wie er es will . Ein Rückschritt in der gaming Welt als Frau ist wieder bekannt .

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Amyfromtheblock
Namma

Das sowas nicht in Ordnung ist sollte jedem klar sein, passiert sowas täglich in unzählbaren Vorfällen? Ja auch das.
Passieren andere Dinge die Kinder und Männer beeinträchtigen? Ja auch das.

Demnach dürfte man garnichts mehr benutzen.

Natürlich schlägt diese Meldung Schlagzeilen, ist es kein kleines Unternehmen was dahinter steckt und dann gibt es gerade diese 100 verschiedenen extremistischen Bewegungen die sämtliche biologischen und natürlichen Unterschiede ignorieren und alles außerhalb ihres Themas ignorieren.

Interessiert es jemanden das die Frau die ihren Mann mit dem sie Kinder hat, mit einem anderem Ehemann und Vater betrogen hat? Nein, der untreue Mann geht zu seiner Familie zurück, und die untreue Frau darf in 99% aller Fälle die Kinder behalten und Cash kassieren für sich und die Kinder, und das in Höhen die es dem Mann der eventuell alles für seine Familie getan hat über 1 bis 2 Jahrzehnte komplett das Leben ruinieren.
Ist das fair, sicher nicht? Interessiert das die Frauen die für Gerechtigkeit und Gleichberechtigung schreien? Nein denn für sie ist es absolut super so.

Wen interessiert denn das Kind was verreckt damit wir unsere achso tollen Akkus bekommen für sämtliche Geräte? Sicher nicht die Leute die genau dafür auf die Straße gehen um sich dann auf tiktok selbst darzustellen.

Wen interessiert die Frau die ihr Leben lang nur arbeiten muss und Kinder gebären, damit hier die Leute ihre Schuhe und schicken Klamotten haben?

Wen interessieren die Kinder und jungen Männer die für andere Länder in den Krieg geschickt werden, damit wir Öl haben?

Diese Liste kann man unendlich lang fortführen und dies aus allen möglichen perspektiven.
Das machen auch viele und einige kümmern sich auch drum, aber meistens dann doch nur um das richtige zu sagen oder zu zeigen wie toll man ist.

zu Blizzard zurück: man sollte erstmal die Verhandlungen abwarten, oft kommen solche Meldungen von Frauen die eher weniger begehrt sind und gleich los rennen, weil sie etwas erfahren haben und neidisch und eifersüchtig sind.

Waren es Einzelfälle? War es abgesprochen und geplant von den Männern? Wollen ein paar Frauen die Chance nutzen um Geld abzugreifen? Und und und.

Man weiss es eben noch nicht.

krieglich

Eure (und die der anderen) Artikel zum Thema haben aber nur dann einen Sinn, wenn sie bei Spielern ankommen, die dann reagieren und Activision Blizzard dort treffen, wo es weh tut, an der Brieftasche. Wenn du munter weiter spielst und dein Abo bezahlst, ist das zwar dein gutes Recht, aber zu denken, dass du mit ein paar Artikeln genug getan hast und dann bist du aus der Verantwortung, ist einfach scheinheilig, sorry. Nein, stattdessen müsste man mit gutem Beispiel vorangehen, oder wenigstens könnte man es mindestens sein lassen, solche Rechtfertigungsartikel wie diesen hier zu schreiben, weil der nämlich einfach nur bewirkt, dass sich vielleicht einige denken ‘och ja, die Cortyn hat schon Recht, ich lass mir den Spaß nicht vermiesen, irgendwer anderes wird sich schon gegen Unrecht auflehnen, mein Bier ist das nicht.’

Es gibt einfach Zeiten, in denen man Zeichen setzen MUSS. Und da hat es nichts mit Unsachlichkeit oder fehlender Differenzierung zu tun, wenn man die, denen Spaß über Ethik steht, in Diskussionen verwickelt.

Vallo

Achso. Und wie schadet man den Tätern, wenn sie befördert werden oder in Führungspositionen sitzen? Indem man sie weiter unterstützt? Wenn man sagt: Das regelt sich von allein? Oder ein Boykott als sinnlos ansieht?

Teldriir

Ich kann über diese Pseudodemos gegen Firmen oder Politik nur schmunzeln. Was bringt es, gemeinsam auszuloggen oder von einer Klippe ingame zu springen? Nichts. Einfach gar nichts. Es ist ein Sturm im Wasserglas, was den Finanzkonzern nullkommagarnicht trifft. Es ist recht einfach. Wer sein Abo weiterlaufen lässt, braucht sich nicht echauffieren. Das ist ok. Ihr kauft ja ein Produkt. Wird dieses unter fragwürdigen Bedingungen produziert, müsst ihr entscheiden, wo ihr den Strich setzt und wo die moralische Grenze verläuft.

Aber dieser sorry wenn ich das so hart sage „Schwachsinnsaktionismus“, nur um irgendwas zu tun, bringt einfach nichts. Dann lasst es sein und macht euch nicht lächerlich. Das ist Kinderverhalten.

Kite5662

Natürlich wirkt sich das auf die Finanzen aus. Wer kein Abo hat, wird auch den Shop nicht nutzen. Und der Shop ist die Quelle allen Übels. Das mit dem Ausloggen oder wie ein Megahonk von der Klippe springen, finde ich allerdings auch ziemlich peinlich. Entweder man cancelt sein Abo oder ist weiter ein Konsumsklave.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Kite5662
Teldriir

Sage ich ja. Abo kündigen ist das einzige Mittel, womit man etwas bewirkt. Du triffst nur über den Geldbeutel

Facesneeze

Interessiert mich nicht was andere über WoW behaupten oder schreiben.
Meine Meinung ist, es wurde mit jedem Addon schlechter, Shadowlands hatte zwar eine kleine Kurve nach oben, gegenüber BFA, aber das ist nicht wirklich all zu schwer.

WoW macht einfach gar keinen Spaß mehr für mich, nicht mal mehr ein neues Addon mit dem Hype am Anfang. Viel zu viele Bugs, die seit betas bekannt sind, vorallem einfach das Balancing wird immer schlimmer in WoW.

Habe mit WoW abgeschlossen und warte auf Lost Ark, davor wird New World etwas gespielt, das macht seit langem mal wieder richtig Spaß.

Bauernschlau

“Hört doch auf, anderen den Spaß madig zu machen, wenn euch eine bestimmte Entwicklung der Story nicht passt.”

Tja, Kritik am Spiel/Story wirst du aushalten müssen, außer du willst alle kritischen Spieler aussperren. Bei der Sachlichkeit und Differenzierung stimme ich dir ausdrücklich zu, Kritik darf aber auch emotional sein, solange sie nicht in Beleidigungen etc. ausartet.

Und das WoW große Probleme hat zeigen die sinkenden Spielerzahlen und Abwanderungen zu anderen Spielen. Und das ist mMn nicht nur ein temporärer Effekt, sondern zwischen Blizzard und vielen Spielern scheint die Beziehung nachhaltig gestört zu sein. Wir werden sehen ob Blizzard noch in der Lage ist dies zu korrigieren. Ich hoffe es.

Mark Mitterbacher

Die meisten die alles hassen und schlecht reden, sind Spieler die gerade mal seit Cata oder WoD dabei sind. New Kids, die glauben sie hätten Ahnung von Story, gepaart mit Keyboard Heroes die jetzt schreien, ich bin seit der Beta dabei! (Was eh gelogen ist) – Es sind Spieler, die sich wichtig machen möchten. WoW war nicht immer gut, WoW hatte echt schlechte Dinge gepatcht aber aktuell kann auch ich mich absolut nicht beschweren und bin normal auch sehr kritisch.

Absolut alle Addons waren es Wert zu spielen, hatten ihre Vor- und Nachteile. Und auch der Skandal aktuell um Blizz. Ist es schlimm? Ja! Gehört der Jenige bestraft? Ja! – Ist es mein Problem? Nein! Nur weil es Scheiße ist, muss ich nicht alle Cinematics disliken und ein Fass aufmachen. Ich spiele ein Spiel welches mir Spaß macht und innerhalb dieser Welt, haben die Dinge nichts zu suchen und sind auch dort nicht präsent. Wer deswegen was anderes spielt möchte sich nur wichtig machen. Egal wo, egal welche Firma. Jeder hat Leichen im Keller, nur hat sie noch niemand gefunden.

Facesneeze

Also dürfen sich Spieler, die schon 4-5 Jahre spielen nicht beschweren, aber Spieler die das game 15 Jahre + spielen schon?

Macht keinen Sinn.

Threepwood

“Hört doch auf, anderen den Spaß madig zu machen…”

Aber das geht nicht!? Wozu ist denn sonst das Internet da? ?

WoW war seit Release Ziel von schon fast ideologischem Hate, in dem es immer weniger um Diskussionen, Lob/ Kritik über Spielsysteme und Inhalt ging.
Es ist in der MMORPG Community leider über all die Jahre “in” die aktiven Spieler als Kuh und blinde Nostalgiker abzutun, die einfach noch kein gutes MMORPG kennen. Das hab ich mit keinem anderen Spiel bisher so erlebt.
Gleichzeitig werden meist Spiele geheiligt, die erstmal den angeblich ach so desaströsen Zustand von WoW 2021 erreichen müssen.

Ich habs an anderer Stelle schon mal geschrieben, ich sehe es als Chance für die Firma und das Spiel, sich neu zu sortieren und zeitgemäßer zu werden.
Ich hab mein Abo aus Solidarität erneuert, jaaa ich werde im Feuer des heiligen reddit und Twitter brennen. ?

Eric

Wunderbarer Artikel, du sprichst mir direkt aus dem Herzen. In den letzten Tagen, durch diverse Medien im Gaming-Bereich, hatte ich echt das Gefühl, das ich etwas falsches mache, das es ab sofort verboten sei Blizzard Spiele zu mögen, zu spielen, mit den Spielen Spass zu haben – vorrangig WoW <3. Das aufzeigen einer anderen Perspektive, der Unterschied zwischen Gesellschaftskritik und spielerischem Inhalt, Spass und Freude an einer Freizeitaktivität war leider über all fehl am platz. Dennoch ist Kritik, Aufzeigen der Fehler, das Teilen von Informationen uvm. richtig und wichtig, um solchen und anderen Missständen eine Stimme zu verleihen und um diese zu bewältigen. Nicht nur das sich Menschen dadurch profilieren in dem sie mit erhobenen Zeigefinger zum Vormund jeder Person werden und tadeln, nein, sie nutzten einfach die Möglichkeit als Influencer und das Angebot (Werbung) anderer MMORPG Anbieter, um deren Spiel zu lobpreisen.

Keupi

Geht mittlerweile doch überall so. Fleisch essen, Fliegen, Diesel fahren etc. Einfach ignorieren und gut ist.

Zum Thema bei Blizzard möchte ich anmerken, dass dies durchaus sehr traurig und absolut nicht richtig ist, was anscheinend dort geschehen ist, dies wird aber immer mal wieder vorkommen. Dann muss reagiert und maximal geurteilt werden. Wer aber meint, dass er sich um 19:00Uhr gemeinsam ausloggt und damit das Problem maximal weltweit behoben hat, der irrt imho gewaltig.

Lith

Naja, muss sagen der Raid ist diesesmal von der schwoerigkeit nicht so gelungen ist verhältnismäßig einfach, Shards of Dominiantion sucken, Domination Gear ist gllrifizierte AzeritRüstung die die meisten Spieler nochmal komplett ihr Legendary neucraften ließ… M+ bietet nichts außer ein recolor von einem Mount sowie Timegated upgrades (macht das Zeug doch unbegrenzt). Klassen sind nicht wirklich gebalanced. Mag sein das du spaß hast, da du nicht mythic raiden willst oder kannst aber das Spiel macht vlt. Als Casual spaß wo dir paar % egal sein können. ABER wenn man min. Max. betreibt, was nicht umbedingt für mythic vorraussetzung ist aber naja. Ist das Spiel einfach nur eine große rng drop lotterie die dank ihrer bescheuerten Loot IDs timegated ist. Das der Mega Dungeon nicht gear droppt welches upgradebar ist ist auch noch so ne Sache gibt keinen Grund außer semigeile Mounts da durchzulaufen für Characterprogression gibt es nicvt einen guten Grund. Ich habe alles erreicht bisher in 9.1 u d hab woeder mal deabonniert weil Skandal und weil langweiliger Content, Lore interessiert mich nicht die Questst sind langweilig.

Guyst

Toller Artikel, empfinde ich ganz genauso. Ich mag die Story noch immer und habe täglich Spaß am Spiel und dabei mache ich noch nichtmal Raids über den LFR hinaus oder Mythic Dungeons.

Was da bei Blizzard abgeht und furchtbar und ekelhaft und ich hoffe auf harte Konsequenzen für die Schuldigen. Aber über 15 Jahre an Spaß am Spiel möchte ich mir dadurch nicht vollständig zerstören lassen. Zumal sicher auch viel Herzblut der Betroffenen in das Spiel geflossen ist.

Mein Freund und sein Kumpel “Shittalken” das Spiel immer etwas, ist schon manchmal schwer sich das immer anzuhören, aber jedem das seine. Ich kann dafür mit FF14 nichts anfangen, welches da gerne als bessere Alternative vorgeschoben wird.

Chitanda

Ein schöner Artikel @Cortyn regt wirklich ein wenig zum Nachdenken an, aber nen kleines aber muss ich dennoch da lassen, es wirkt manchmal so das wenn du sagst man soll die Leute in ruhe Ihren Spaß haben lassen das man keine Kritik äußern darf. Ala wenn dir was nich passt halt den sabbel aber lass mich meinen spaß haben. Vieleicht irre ich mich auch dann kannst du mich gerne aufklären 🙂

Naedras

Kommt mir auch oft so vor. XD

Jona

Das kommt euch nicht nur so vor 😉

Kite5662

Stimmt. Manchmal kritisiert sie selbst Dinge, und am Nächsten Tag scheint es so, als möchte man jedwede Kritik in Abrede stellen. Schon seltsam.

Mithrandir

Ohne jetzt zu wissen, wie genau Cortyn das meint:

Es gibt halt einen Unterschied zwischen: “Dinge kritisieren”, “erwarten, dass andere die Kritik teilen”, “allen, die die Kritik nicht teilen, vorwerfen, Teil des Problems zu sein” (egal was das Problem ist) und “In einen Thread, der über den Plot debattiert nur reingehen um zu sagen, das eh alles doof ist und seit X Addons ist”.

Und der Eindruck ist derzeit schon da, dass selbst in ein GEspräch, einen Thread oder unter einen Artikel, in dem Leute sich austauschen und freuen, oder spezifisch Raidmechaniken oder Story besprechen Kommentare auf dem “Is doch eh alles doof!” oder “Wenn ihr das spielt, dann seid ihr doof/schuld!”-Niveau reinflattern.

Und ich finde, dass Dinge ansprechen, Dinge kritisieren oder auch “DInge doof finden” absolut okay und jeder Person Recht ist. Trotzdem nervt mich wenn man damit “Gespräche von Leuten, die Spaß haben” invasiert, weil es dann weniger wie “Kritik haben” sondern mehr wie “überall madig reden” sich anfühlt.

Kite5662

FF14 ist halt aktuell das bessere Spiel. Also spielt FF14 oder New World. Unter Druck kommen die Besten Ideen, und vielleicht können die WoW-Sisters das Ruder dann doch rumreißen? Stellt euch jetzt lautes Hohngelächter vor.

Osiris80

Man müsste jedes 2te Unternehmen zumachen wenn es um das Thema sexuelle Belästigung, Mobbing & Rassismus geht.

Vallo

Und so kann man ein Thema auch verharmlosen. Was soll diese Aussage allen sagen? Macht weiter so? Sexismus, Mobbing und Rassismus ist cool? Es geht um ein Umdenken und mit solch einer Schwachsinsaussage kommt man ganz sicher nicht weiter.

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