1989 lizenzierte ein hohes Tier von Nintendo ein Aufbau-Spiel, indem er einen Scheck über 1 Mio. Dollar über den Tisch schob

1989 lizenzierte ein hohes Tier von Nintendo ein Aufbau-Spiel, indem er einen Scheck über 1 Mio. Dollar über den Tisch schob

Das Aufbau-Spiel SimCity lief seinerzeit nur mäßig auf dem PC, gehört auf dem Super Nintendo jedoch zu den erfolgreichsten Titeln. Ein Buch erzählt nun die Geschichte hinter dem Port.

Um welches Spiel geht es? SimCity ist eine Reihe von Wirtschaftssimulations-Spielen des Unternehmens Maxis, das 1987 von Will Wright und Jeff Braun gegründet wurde. 1989 erschien der erste Teil für den Commodore, später folgten Veröffentlichungen für Spielkonsolen.

Das im Juni 2024 erschiene Buch Building SimCity erzählt nun, wie es damals zum Port von SimCity auf das Super Entertainment System von Nintendo kam – und die Geschichte könnte direkt aus einem Film stammen.

Die Vorgeschichten bekannter Spiele-Klassiker sind teils abenteuerlicher, als man denken würde:

So lief das damals in den wilden 80ern

So kam der Deal zustande: Laut Autor Chaim Gingold begann alles im Sommer 1989 mit einem Anruf von Nintendo: Shigeru Miyamoto, der Schöpfer von legendären Reihen wie Super Mario, The Legend of Zelda und Pikmin, wollte SimCity auf die Nintendo-Konsole holen.

So soll Miyamoto sich ein Spiel vorgestellt haben, in dem Spieler ihre eigene Welt erschaffen konnten – und es in SimCity gefunden haben. Bereits am nächsten Tag flog Studio-Mitgründer Jeff Braun zum US-Hauptsitz von Nintendo in Redmond, Washington.

Dort traf er sich mit dem Vorsitzenden von Nintendo of America, Howard Lincoln, und dem Präsident Minoru Arakawa – und dort kam es auch zu dem filmreifen Angebot: Lincoln soll Maxis eine Lizenzgebühr von 1 $ pro verkaufter Einheit von SimCity geboten haben. Und sollte Braun an Ort und Stelle unterzeichnen, würde er auch noch „einen Scheck rüberwachsen lassen – einen Unterzeichnungs-Bonus von 1 Million $.“ Aus heutiger Sicht wären das über 2,5 Millionen US-Dollar.

Braun stimmte zu und wenige Monate später reisten er und Will Wright nach Kyoto, wo sie laut GingoldsBuch wie „Familienmitglieder empfangen und wie Adelige behandelt“ wurden.

Wright, der Studio-Mitgründer und Designer von SimCity, soll eine Woche mit Miyamoto verbracht haben, um Ideen für die Konsolen-Adaption zu erarbeiten. Abends soll Miyamoto die Amerikaner dann ausgeführt haben – was wäre ein 80er-Jahre-Business-Film auch ohne eine Montage mit ausgelassenen Feiern?

Der Besuch soll auch zur Entstehung von „Dr Wright“ geführt haben, einer grünhaarigen Figur, die dem Spieler in der Nintendo-Version von SimCity beratend zur Seite steht. Laut Gingold habe Nintendo den Wert eines guten Charakters erkannt und hatte in Will Wright einen solchen gefunden.

Der Spiele-Designer glänzte offenbar mit einem „beunruhigend weitreichenden Fachwissen“ und „einem Geschmack für das Absurde.“ Auch andere bekannte Figuren der Pop-Kultur haben ihren Ursprung in realen Menschen: 17 Jahre nach der legendären WoW-Folge wissen wir endlich, wer der MMORPG-Nerd aus South Park ist

Quelle(n): PC Gamer
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