Während New World gerade eine Art dritten Frühling erlebt, feiert Pax Dei seinen finalen Launch auf Steam. Klar, dass unser MMORPG-Enthusiast Karsten am Start ist. Am meisten Spaß hatte er jedoch mit einem anderen Spiel, das vor kurzer Zeit erschienen ist.
Ich hatte es bereits geschrieben: Der Oktober wird DAS große Highlight in einem ansonsten sehr schwachen MMORPG-Jahr 2025. Während sich unser MeinMMO-Dämon Cortyn auf WoW Legion Remix stürzt und Kollege Cedric mit einer bemerkenswerten Freude in Blue Protocol: Star Resonance eintaucht, hab’ ich ein Auge auf zwei andere Veröffentlichungen geworfen:
- New World schafft nach schwierigen Jahren die Trendwende und begeistert mit Saison 10 seine Community … ich wollte herausfinden, wie sich dieser 3. Frühling auf den Servern bemerkbar macht.
- Pax Dei ist final auf Steam erschienen und konnte seine Spielerzahlen spürbar steigern … doch was hat sich seit meinem letzten Besuch im Early Access verbessert? Und wie wichtig ist das Abo?
Da meine Kids vergangenes Wochenende anderweitig beschäftigt waren, hatte ich zum Glück ungewöhnlich viel Zeit, um in beide MMORPGs reinzuspielen. Sie bekamen jedoch nicht meine ganze Aufmerksamkeit. Denn da war noch ein dritter, noch recht frischer Blockbuster-Release, der mich immer wieder auf seine Server locken konnte.
Im Folgenden verrate ich euch nicht nur meine Erkenntnisse aus Pax Dei und New World, sondern verrate euch auch, mit welchem Spiel ich am meisten Spaß hatte.
Karsten fühlt sich aber auch in fast jedem anderen Genre wohl. Kein Wunder, schließlich hat er seine Liebe für Videospiele auf dem NES und dem C64 entdeckt und ausgebaut.
Pax Dei – Zeitraubender Grind zum Abschalten
Das Sandbox-MMORPG von Mainframe Industries hatte ich seit Juli 2024 nicht mehr gespielt, entsprechend gespannt war ich, wie viel besser Pax Dei über das vergangene Jahr hinweg geworden ist. Und dank Fortschritts-Wipe durfte ich das mit einem frisch erstellten Charakter herausfinden.
Erste Erkenntnis: Beim Einstieg hat sich einiges getan, das Spiel erklärt jetzt deutlich mehr. Da ich den kostenlosen Zugang, der bei jeder Gründerversion dabei ist, direkt an meine bessere Hälfte weitergereicht habe, konnte ich aber hautnah beobachten, dass die Texteinblendungen lange nicht ausreichen, um alle wichtigen Fragen zu klären. Man muss sich den Einstieg in Pax Dei weiterhin erarbeiten.
Spannend fand ich unsere unterschiedliche Herangehensweise an das Spiel. Während ich mit meinem Vorwissen direkt losgestiefelt bin, um mir an einem guten Platz ein Eigenheim hochzuziehen, hat sich meine Frau aufs Lager und die allgemein zugänglichen Arbeitsstationen der Free2Play-Version gestürzt, um dort erste Ausrüstungsteile herzustellen.
Zweite Erkenntnis: Die Progressionskurve beim Crafting fällt angenehmer aus, wichtige Rohstoffe sind besser verteilt und auch das Kämpfen hat spürbare Verbesserungen erhalten. Es gibt sie aber immer noch, die eine oder andere Hürde, für die man eine ganze Weile farmen muss, und ein ausgefeiltes Kampfsystem, wie bei vielen anderen MMORPGs, dürft ihr weiterhin nicht erwarten.
Immerhin taugt der teils langwierige Grind fürs Farmen von Ressourcen damals wie heute, um einfach mal eine Weile abzuschalten und den Akku aufzuladen. Unterstützt wird das von einer anderen Stärke des MMORPGs: der wunderschönen Mittelalter-Spielwelt, mit ihrer beeindruckenden Weitsicht.
Am besten hat mir beim erneuten Anspielen übrigens gefallen, wie belebt eben diese Welt aktuell wieder ist. Pax Dei braucht seine aktive Community dringend, um sein Potenzial ausschöpfen zu können. Ob man sich mit den kostenpflichtigen Grundstücken einen Gefallen getan hat, bezweifle ich daher.
Der Ausbau des Eigenheims ist aus meiner Sicht weiterhin einer der größten Motivationstreiber für Pax Dei. Immerhin haben die Entwickler auf etwas gehört, das ich mir seit vielen Jahren schon wünsche: Ein Abo-Modell, das nicht auf die Standard-13-Euro pro Monat setzt, die WoW vor 20 Jahren in den Mainstream gebracht hat. Premium kostet in Pax Dei nur 4 Euro, Premium + 1 Grundstück okaye 7 Euro.
Auf der nächsten Seite geht’s weiter mit meinen Erfahrungen in New World:

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Einen rundenbasierten Shooter mit MMO’s zu “vergleichen” ist aber auch ein wilder Take.
Ersteres ist ja genau darauf ausgelegt:
Kurze actionlastige Runden die nicht lange dauern und du jederzeit wieder ein/aussteigen kannst.
MMO’s hingegen sind eben auf Langzeitmotivation ausgelegt und man ist schnell “raus” wenn man nicht regelmäßig spielt.
Ist ja fast so als würde man den 2-Minuten Burger vom Laden um die Ecke mit einem 3 Gänge Menü im Restaurant in Sachen Qualität/Menge vergleichen…
Rundenbasierter Shooter? Das ist ein wilder take BF6 als Rundenbasierten Shooter zu bezeichnen. Jagged Alliance ist rundenbasiert. Battlefield ist ein Mehrspieler Shooter. Wäre bestimmt mal lustig es rundenbasiert zu spielen :).
Ich liebe die Mischung 😀
Bei mir gibt’s aktuell auch so etwas in der Art: New World, Battlefield 6, Palia, irgendwelche Simulatoren..