Trainer fordern in Pokémon GO das, was in der Hauptreihe seit Jahrzehnten existiert

Vergleichen Trainer Pokémon GO mit den Hauptspielen von Pokémon, dann wird schnell klar, dass es in einigen Bereichen große Unterschiede gibt. Nun fordern Trainer eine Möglichkeit in Pokémon GO, die es in der Hauptreihe bereits seit Jahrzehnten gibt. Wir haben uns angesehen, um was es dabei geht und zeigen es euch.

Um welche Funktion geht es? In den Pokémon-Spielen der Hauptreihe, wie Pokémon Diamant oder Pokémon Pearl für den Nintendo DS, konnten Trainer seit 2007 weltweit mit anderen Spielern tauschen. Einzige Bedingung war ein funktionierendes Internet. Nun fordern die Trainer von Pokémon GO eine ähnliche Funktion.

Die Tausch-Funktion in Pokémon GO

Viele Trainer in Pokémon GO haben inzwischen internationale Freunde. Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass sich diese mit Hilfe von Fern-Raid-Pässen zu regionalen Raid-Kämpfen einladen können, wie das gerade mit dem Seen-Trio rund um Vesprit, Selfe und Tobutz der Fall ist.

Senden sich diese Trainer regelmäßig Geschenke oder interagieren durch Raid- oder PvP-Kämpfe miteinander, dann steigt ihr Freundeslevel. Nach insgesamt 90 Interaktionen bekommen sie den Status “Beste Freunde” und haben die Chance darauf Glücksfreunde zu werden. Das ermöglicht ihnen einen besonderen Tausch. Diese 10 Pokémon solltet ihr mit eurem Glücksfreund tauschen

Was ist ein Glückstausch?
Trainer, die bereits den Beste-Freunde-Status in Pokémon GO erreicht haben, erhalten bei weiteren Interaktionen die Möglichkeit auf den Status “Glücksfreunde”. Dieser ermöglicht ihnen einen einmaligen besonderen Glückstausch. Dabei wird das erste Pokémon, welches ihr nach dem erlangten Glücksfreunde-Status tauscht zu einem sogenannten Glücks-Pokémon, was ihr an einem goldenen glänzenden Hintergrund erkennt. Während sich die IV eines Monsters beim Tausch normalerweise auch stark verschlechtern kann, erhaltet ihr beim Glückstausch eine Garantie, dass dieses Pokémon mindestens eine IV von 80% hat. Es lohnt sich also dabei seltene oder legendäre Monster zu tauschen.

Warum können diese Trainer nicht tauschen? In Pokémon GO ist im Gegensatz zu anderen Pokémon-Spielen die Tauschreichweite begrenzt. Sie umfasst normalerweise maximal 100 Meter. Zu einzelnen Events weitet Niantic diese Distanz kurzzeitig auf bis zu 40 Kilometer aus.

Wer allerdings viele internationale Freunde hat, der kann mit diesen nicht einfach tauschen. Es muss dazu extra ein persönliches Treffen stattfinden. Das finden viele Trainer nicht gut gelöst und fordern auf reddit eine Aufhebung der Tauschdistanz.

Das fordert die Community

Der reddit-User SenseiEntei schreibt auf der Plattform reddit einen langen Beitrag, in dem er seinen Ärger Luft macht. Darin erklärt er, dass er in den letzten drei Jahren viele internationale Freundschaften in Pokémon GO geschlossen hat und einige Pokémon gern in einem Glückstausch tauschen würde.

Allerdings kennt er diese Trainer nicht persönlich und ein Treffen ist für ihn unrealistisch. Das frustriert ihn und widerspricht seinem Verständnis von Freundschaft und dem Interagieren über die Geschenke. Um das zu ändern fordert er Niantic auf, dass sie die Tauschdistanz, zumindest für Beste Freunde, aufheben sollen.

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Dem stimmen auch andere Trainer in den Kommentaren zu. Viele haben die gleichen Erfahrungen gemacht, wie SenseiEntei und stellen ähnliche Forderungen:

  • gregcresci: “Macht wenigstens den Glückstausch global!”
  • zecmo: “Ich denke, sie sollten es zumindest für Glücksfreunde erlauben. Die beiden Trainer haben immerhin mindestens 90 Tage daran gearbeitet und wie wir wissen, normalerweise noch viel mehr.”
  • SenseiEntei: “Diese Änderung würde nicht einmal den Spoofern zugute kommen, sondern sogar den Anreiz zum Spoofing verringern.”
  • Kdog0073: “Diejenigen, die sagen, dass es gegen das Rausgehen und Erkunden ist, man könnte es leicht mit verschiedenen Aufgaben verbinden, wie 7 neue Stopps zu drehen, 50 km in einer Woche zu laufen, usw., um einen Fern-Tausch-Pass zu bekommen”

SenseiEntei schlägt außerdem selbst vor, dass die Anzahl von globalen Tauschs beschränkt sein könnte oder mit einem gewissen Energie-Aufwand verbunden ist, ähnlich wie bei der Interaktion mit Pokémon Home.

Einige Trainer glauben allerdings nicht, dass es zur Umsetzung einer solchen Funktion kommen wird. So sieht HoGoNMero vor allem Bedenken beim Spielinteresse von Hardcore-Spielern (via reddit.com). Dadurch wäre es ihnen möglich schneller einen vollen Pokédex zu bekommen und sie könnten die Lust am Spiel verlieren.

Tatsächlich könnte die Aufhebung der Tauschreichweite für viele Trainer interessant sein, da sie damit endlich die Möglichkeit bekämen ihren Glückstausch mit entfernten Freunden zu tätigen. Durch gezielte Maßnahmen, um so einen Tausch nicht so einfach zu ermöglichen, könnte auch der Spielspaß für Hardcore-Spieler erhalten bleiben.

Ob Niantic eine Änderung der Tauschdistanz für Glücksfreunde in Betracht zieht, ist bisher nicht bekannt. Sollte es hierzu offizielle Informationen geben, dann erfahrt ihr es hier, auf MeinMMO.

Wie findet ihr die Forderung die Tauschdistanz zu erhöhen? Habt ihr auch viele internationale Freunde, mit denen ihr einen Glückstausch machen könntet? Und welches Monster würdet ihr als erstes tauschen? Schreibt uns eure Meinung dazu gern hier auf MeinMMO in die Kommentare.

Übrigens hat ein Trainer einen Trick gefunden, wie ihr Zamazenta fangen könnt, obwohl es gerade nicht im Spiel zu bekommen ist. Wir haben uns angesehen wie er das gemacht hat und zeigen es euch.

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Melly

Erstmal: wer soll denn “die Community” sein? Ich bin auch ein Teil dieser (spiele seit Beginn, Lvl50, Admin einer relativ großen lokalen Gruppe) und teile die Forderung, wie viele aus meiner lokalen Community, nicht.
Ich finde es traurig, dass Pokémon Go langsam aber sicher sein “Go” verliert.
Eigentlich ist das ein sehr simples Spiel, ohne den “Go” Aspekt hätte ich es sicher nicht so lange gespielt. Der Reiz des Spiels bestand für mich daran, nach draußen gehen zu müssen und da andere Spieler zu treffen. Ich habe so viele neue Freunde kennengelernt. Man hat sich für Events und Raids vor Ort getroffen. Sobald ein interessanter Raid gesichtet wurde, hat man sich im Chat verabredet, zusammen auf den Start gewartet und dann gemeinsam gekämpft. Heute trifft man nur noch selten jemanden vor Ort. Man darf die anderen Spieler dann einladen… Und durch die vielen Möglichkeiten, außerhalb der lokalen Gruppe per Fernpass zu Raiden, erreicht man auch im Chat kaum noch genügend Spieler, um einen 5er Boss besiegen zu können. Die Community löst sich langsam auf. Ohne meine eigene kleine Gruppe, mit der ich mich ca. ein Mal pro Woche treffe, würde ich wohl nicht mehr spielen.

Ich hoffe, Niantic kommt endlich wieder zum Kerngedanken des Spiels zurück und gibt der “Community” nicht immer weiter nach. Spiele, die man von der Couch aus zocken kann, gibt es etliche und vorallem bessere. Pokémon Go verliert so seinen Reiz. Wer Pokémon Zuhause spielen möchte, ist mit den Konsolenspielen deutlich besser bedient.
Ich möchte wieder nach draußen gehen und mich mit anderen Trainern treffen. Es wäre schön, wenn wir da wieder hinkämen.

Xpiya

Verstehe vieles von dem was du schreibst, aber am Ende kannst du ja auch nach draußen gehen.

Also zumindest ich fange Pokemon zu 98% wenn ich draußen bin.
Eine möglichkeit… von mir aus an einem Tag alle 3-12Monate den Glückstausch weltweit verfügbar zu machen… würde ja rein garnichts ändern, einzig das man für ein PixelPokemon halt nicht um die Welt fliegen oder schummeln muss(bzw. sich von jemand anderen der schummelt ertauscht).

Auch ist es ja schon von Niantic so gewollt, dass man sich eine Menge Freunde holt, denn ohne die Freundes EP wäre wohl bis heute niemand lvl50. Wer kennt denn wirklich 100 Spieler persönlich die das mit einem durchziehen? Es ist halt schon auch ein OnlineGame und eben kein Kartenspiel.

Am Ende stört dich der Fernraidpass und die Reichweite oder? Beides könnten sie für mich raus nehmen, aber ich verstehe auch, dass es für viele bequem ist. Die größere Reichweite macht aber wirklich einiges kaputt(zumindest in der Stadt).

Am Ende war/ist Pokemon Go schon immer ein SoloSpiel gewesen, wo man sich eben nur wenn nötig trifft. Daher ja auch die Treffs zu den Raidstunden, einfach so machen das die wenigsten. Ich find die Raids eh schlecht und langweilig, egal ob ich da jetzt mit 10 weiteren Stehe oder ob per Fernraid, das ist stumpfes Displayhämmern.

Muss halt jeder so spielen wie er lust darauf hat und falls diese vergeht, hört man halt auf. Davon geht das Abendland auch nicht unter.

Oli255

Solche abwegigen Forderungen zeigen doch, wo die Community inzwischen angelangt ist. Man betrachtet Pokémon Go als Konsolenspiel mit dem Smartphone als Konsole. Jede Spielfunktion soll von der Couch aus und ohne persönlichen Kontakt ablaufen können. Schon die Freundschaftscodes waren falsch, weil sie schon vor Corona Pokémon Go weg vom social gaming geführt hatten. Freundschaften hätte man meiner Meinung nach nur durch persönlichen Scan vor Ort begründen dürfen.

Es ist traurig, wie ein so schönes Spiel wie Pokémon Go wirklich zerstört worden ist, indem immer mehr Leute eingestiegen sind, die keine Konsole nutzen, aber ein Konsolenspiel spielen wollen. Inzwischen begründen diese Leute offensichtlich eine solche Marktmacht, dass Niantic aus wirtschaftlichen Gründen Pokemon Go als soziales AR-Spiel aufgegeben hat. In Sonntagsreden erklärt Niantic zwar was von Firmenvisionen, mittels Gaming Menschen mit alten und neuen Freunden nach draußen bringen zu wollen – indes ist der Inhalt des Games ein gänzlich anderer. Schon vor Corona die Einführung der Quests, die durchgängig als Solospiel ausgelegt waren und die vom Grundsatz hervorragende Tauschfunktion, aber durch die Freundschaftscodes dazu verkommen, auf der Couch sitzend Codes aus Internetlisten zu kopieren. Jetzt die dauerhaft 80m Interaktionsradius, sodass man in bebautem Gebiet an gleichem Ort aktive Trainer nicht einmal mehr sichten kann und die Fernraidpässe auch offenbar dauerhaft zum Preis des normalen Passes und ohne Schadenssenkung sowie sämtliche Raids so einfach, dass man auf hohem Level kaum mehr als 4 Spieler braucht.

All dies hat Pokémon Go in ein Singleplayer-Couchspiel umgewandelt und Niantic wird aus Marktgründen daran nichts mehr ändern. Und diese Erfahrung, dass ein Singleplayer-Couchspiel mehr Geld einbringt als das ursprüngliche innovative Konzept von Pokémon Go, wird zur Folge haben, dass weder Niantic noch andere Unternehmen noch ernsthaft an Games arbeiten werden, die man draußen in sozialer Interaktion spielt – gemeinsam mit alten Freunden, aber auch mit neuen Freunden, die man durchs Gaming kennenlernt. Dieses so innovative Konzept von 2016, noch einmal stark ausgeweitet durch die Raids in 2017, ist 5 Jahre nach Einführung leider vollkommen gescheitert. 2017 warteten wir wegen einem Lugia 30 min. – und diese 30 Min. Wartezeit konnten durchaus der Beginn einer realen Freundschaft mit anderen Trainern sein – beim Raid darauf, dass Trainer koordiniert über die WA-Gruppe noch aus dem Außenbezirken mit dem Rad kommen und haben es dann mit 17 Leuten knapp geschafft, die meisten unter Level 30. Heute macht man Lugia, indem man auf der Couch sitzt und ein paar Invites rausschickt. Das hat nichts, wirklich nichts mehr mit der Idee von 2016 zu tun.

Das Zeitalter des GPS-gestützten social gaming im öffentlichen Raum begann 2016 und endete 2020. Dieser Teil der Gaming-Geschichte blieb auf diese wenigen Jahren beschränkt und ist bereits heute wieder Geschichte – für immer.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Oli255
H.O.T-Forever

Ich möchte mal behaupten Corona aus Wuhan hat PokemonGo stark eingeschränkt.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von H.O.T-Forever
Oli255

Es besteht wohl kein Bedarf an AR-social gaming. Pokémon Go ist aus den dargestellten Gründen kein solches Spiel mehr und alle anderen Projekte sind gescheitert. Wizards Unite ist ein schlechter Abklatsch von Pokémon Go, Minecraft Earth von Mojang ist nach großer Werbekampagne eingestellt worden (dabei war ich angesichts der großen Beliebtheit von Minecraft hier von einem sicheren Erfolg ausgegangen) und nun hat Niantic die Entwicklung von Catan World Explorers eingestellt. Es tut sich auf diesem Markt nichts.

KarlDieter

Für wie viel Euro werd ich dann meine Regionalen shinys verkaufen können?

Rein von den Spiel Prinzip passt diese Möglichkeit überhaupt nicht zu niantics Ideen, aber Hey, fern-raids weltweit sind auch für Rund 1€/raid gekommen, hinter einer gewissen paywall wird das schon eine gute Möglichkeit sein;-D

Xpiya

Nicht alles ist schwarz und weiß.

sie könnten ja auch regionale mit einem extra tag versehen und nur ab 1km Tauschbar machen. Es geht ja eher darum den Glückstausch möglich zu machen.

Mir würde da alle 3-6Monate ein 1 Eventtag ausreichen. Ich find es aber auch bescheuert das man teils 6 Monate wartet um mal ein Crypto Frustration verlernen zu lassen.

Fakt ist, es ist schon bescheuert dass man weltweit Glücksfreunde hat die nichts bringen.

Es würde sicher auch spoofen und Multi Accounting uninteressanter machen.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Xpiya
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