Guild Wars 2 schraubt an Spielmechanik „Trotz“, um Boss-Kämpfe abwechslungsreicher zu gestalten

Das Fantasy-MMORPG Guild Wars 2 will für die geplante Erweiterung „Heart of Thorns“ einige Spiel-Mechaniken ändern, um sich mehr Freiheit bei der Gestaltung der Boss-Begegnungen zu erlauben.

„Trotz“ ist die Widerstandskraft, die Bosse gegenüber Crowd-Control-Fähigkeiten in GW2 an den Tag legen. Das System will ArenaNet für die Erweiterung „Heart of Thorns“ so überarbeiten, dass bei Bossen unter ihrer Lebensleiste eine zweite Leiste angezeigt wird, die ihren „Trotz“ symbolisiert und sich stetig auffüllt (sozusagen ein Trotz-o-meter). Mehrere Spieler müssen, um diese Leiste leer zu bekommen, koordiniert und simultan Kontroll-Fähigkeiten einsetzen. Dadurch leeren sie die Leiste. Weitere Fähigkeiten haben dann den gewünschten CC-Effekt.

GW2-Trotz

So ein System erlaubt den Entwicklern von GW2 größere Freiheit beim Designen der Boss-Encounter. So beschreibt man in einem Blogpost den Kampf gegen eine fliegende Wyvern, bei dem man CC-Fähigkeiten so koordinieren muss, dass das flatternde Biest am Abheben gehindert und rasch auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wird.

Feuerteufel Wyvern erfordert Design-Tricks

Überhaupt scheint die Wyvern ein wahrer Feuerteufel und interessante Champion-Begegnung zu sein. Im zweiten Teil des Blogeintrags beschreiben die Entwickler die Abläufe, die nötig sind, damit bei all der Feuerspuckerei weder der Server noch die PCs der Spieler abrauchen. Die Wyvern soll so gestaltet sein, dass Spieler an ihrem Modell erkennen, wann sie Feuer spuckt und wann nicht: Ein spektakuläres Glühen soll über den Bauch, in den Brustkorb und schließlich in den Rachen wandern – sicheres Zeichen, dass gleich eine Flammenhölle über die Spieler hereinbricht. Man verspricht sich einen Napalm-ähnlichen Effekt.

Guild-Wars-2-Wyvern

Mein MMO meint: Trotz klingt ziemlich nach dem System von WildStar. Auch da braucht man bei Boss-Begegnungen eine gute Koordination der CC-Fähigkeiten, um den Schutz der Gegner zu durchbrechen und sie dann wirklich zu betäuben oder einen Angriff zu unterbrechen. Da GW2 gerade bei Bossen Schwächen aufweist (oft wirkt der Kampf durch die fehlende Holy Trinity spammig und zergig), ist jeder Schritt, der mehr Boss-Mechaniken möglich macht, erst mal positiv. Oder wie seht Ihr das?

Quelle(n): GW2
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gast
gast
5 Jahre zuvor

ja die mechaniken mit tank und co waren viel besser. bei rift ist unser tank nach wenigen minuten in die küche gegangen, sich was zu essen machen. da war alles viel spannender. der rest musst eine par bewegungen einstudieren. wer das spannender finden bitte.

Nomad
Nomad
5 Jahre zuvor

Alles was die Boss-Kämpfe in GW2 interessanter macht ist grundsätzlich zu begrüßen. Ob diese Art -ganz richtig ähnlich wie bei W*- die Lösung ist, darüber kann man streiten.
Es vernichtet den letzten Rest Sinnhaftigkeit von Random Groups (siehe auch „Mecker-Mittwoch“) und zwingt zu Gildengruppen mit Voice-Chat. Randoms können sich nicht in der notwendigen Art und Weise koordinieren, um solche Mechaniken zu bewältigen.
Die Folge einer Vorgehensweise in einem MMO, indem man das zwanglose Spielen von Solo, OpenWorld, lockeren Gruppen, usw unterbindet, und es immer weiter in Richtung herausfordernder Gruppencontent verschiebt, kann man am o.a. Beispiel sehen.

N0ma
N0ma
5 Jahre zuvor

seh ich ähnlich
dazu kommt selbst die Gildengruppe nutzt nur eingeschränkt wenn 50% randoms rumstehen und den Boss hochskalieren, nach kurzer Zeit liegen die tot am Boden und warten das der Rest den hochskalierten Boss legt

Ergebnis – die Bosse sind entweder zu leicht oder nahezu unmöglich

GW2 bräuchte erstmal einen rework der Gruppen-, Instanzmöglichkeiten, da red ich mir aber schon seit 2 Jahren den Mund fusselig
nachwievor ist zB die max Gruppengrösse 5

Julius Keusch
Julius Keusch
5 Jahre zuvor

Na, dann müssen die zusammengewürfelten Gruppen meiner Meinung nach einfach mal mehr kommunizieren. Wir spielen hier immer noch ein MMORPG, keine Coop-RPG, dass man mal mit anderen spielen kann, wenn man will.

So oder so sind die Encounter in Guild Wars 2 sehr schlecht gestaltet. Die Kämpfe sind unkontrollierbar, willkürlich und, wie im Artikel beschrieben, „spammig“ und „zergig“.

Für meine Begriffe muss auch die GW2 Community mal damit klar kommen, dass ein wenig mehr Absprache für Dungeons und andere Gruppeninhalte notwendig ist. Wenn man das Zusammenspiel mit anderen Leuten scheut, dann sollte man nun mal lieber zu Offline-RPG’s greifen.

Ich hoffe, dass es bei weitem nicht nur bei der Überarbeitung von „Trotz“ bleibt. Ich hoffe, dass Guild Wars 2 in Sachen Dungeonencounter endlich ordentlich nachlegt und das Gruppenspiel endlich mal mehr als „Alle Bersi und durch“ bieten wird. Denn ja, wenn man die Fraktale auf hoher Stufe spielen will, dann kommt nur Bersi in Frage. Rüstungssets mit Heilkraft zum Beispiel sind völlig egal und ziemlich nutzlos. Wirkliches Heilen, so wie wirkliches Tanken ist in GW2 nämlich in sämtlichen Dungeons und generell in Gruppeninhalten unmöglich.

PS: Ich hab das nun schon ein wenig öfter geschrieben, wenn es hier um GW2 gegangen ist. Mir ist das Thema nur echt wichtig, da schreibe ich dann gerne auch ein zweites Mal dazu. Ich hoffe, dass stört niemanden. smile

Nomad
Nomad
5 Jahre zuvor

stimme dir zu. Nur mit dem „Gruppe muß kommunizieren“, wie soll das gehen ? In der halben Sekunde per tiptip-chat koordinieren, wer als nächster den CC-Break macht ? Es gibt meines Wissens kein Spiel, das an dieser Stelle die Vorraussetzungen dafür bietet, und im speziellen GW2 auch nicht.
In sofern ist die GW2-Lösung der „Beliebigkeit“ das einzig Richtige für beliebige Gruppen. Für organisierte Gruppen natürlich nicht. Aber wie will man es lösen ?

N0ma
N0ma
5 Jahre zuvor

Die Antwort ist simpel und lautet Instanzen. In Rift kann ich zb für etwas mehr Marken Encounter als instanziert kaufen, mit dem Ergebnis das die Gruppe erheblich mehr schafft. Da wird vorher festgelegt wer was macht und dann die Instanz gestartet.

Nomad
Nomad
5 Jahre zuvor

in wie weit helfen Instanzen bei der Organisation und Kommunikation mit randoms ? Auch in einer Ini hilft das nicht, wenn alle zur gleichen Zeit nen CC-Break raushauen, und dann für den nächesten keinen mehr übrig haben ?

N0ma
N0ma
5 Jahre zuvor

Ist etwas schwer zu vermitteln wenn man so ein Spiel nicht kennt. ZB in dem die 5 Leute die im TS sind den 15 randoms vorher sagen Finger weg von dem und dem. Ausserdem kann man Leute gezielt ansprechen wenn man eine Gruppenleiste hat, auf der man sieht wer wieviel HP hat und welche Conditions. Als Gruppenlead kannst du in Rift auch einzelne Gegner markieren mit ner grossen 1 2 3…oder Icons über dem Kopf. Den Gruppenlead kann man auch an beliebig viele delegieren. Nach 2,5 Jahren GW2 ist das echt ne Wohltat mal wieder koordiniertes Spiel zu erleben.

In GW2 wird bei sowas immer gern über Randoms hergezogen, dabei sinds die mangelnden Ingamemöglichkeiten seitens des Entwicklers.

Nomad
Nomad
5 Jahre zuvor

Und wie kriegt man Randoms in einen TS ?? hat Rift den im Spiel integriert ?
Wenn man einen TS hat, ist das in allen Spielen einfach.

N0ma
N0ma
5 Jahre zuvor

Wie ich gerade schrieb reichen auch 5 Mann im TS, ausserdem wie grad gesagt jede Menge andere Möglichkeiten.

Nomad
Nomad
5 Jahre zuvor

Ok, dann ist das so ne Art hybrid, zwischen organisierter Gruppe und random. Denke aber, das das auch recht begrenzt ist. Sowas hätte man ja auch in GW2 machen können. Nur wenn man 15 chaotische Randoms in einem anspruchsvollem Bosskampf hat, dann wird das nichts, jedenfalls kann ich mir das nicht vorstellen. Entweder sind mMn alle im TS oder es bringt nix. Ein Spiel sollte einen Voice-Chat mitbringen für diese Zwecke.
s. Tequatel oder Wurm
Aber solche Gruppenfunktionen wie beschrieben, sind schon toll, sollten andere Spiele auch einführen.

N0ma
N0ma
5 Jahre zuvor

Das war nur ein Beispiel und nur ein Auszug aus den Möglichkeiten. Eine 20er Schlachtzugsgruppe besteht aus 4 Gruppen a 5 Leuten. Jetzt gibts einen Schlachtzugschat und auch weiterhin einen Gruppenchat. Man packt also die Gruppen so zusammen wie ihre Aufgaben sind. Dann können sich die Leute untereinander im Gruppenchat als auch im Schlachtzugschat unterhalten. Den Gruppenmitgliedern kann man ebenfalls Icons überm Kopf verpassen. Naja usw..

mmonsta
mmonsta
5 Jahre zuvor

marionette hat doch auch mehr oder weniger funktioniert. zwar eher
weniger als mehr aber es ging und den encounter fand ich klasse so
ansich.

es muss ja nich immer klappen gerade bei sonem „brocken“…..auch wenns natürlich verdammt frustrierend werden kann.
da war die masse randoms und iwann wusste die masse was zu tun is und vorher, währenddessen wurde halt koordiniert und kommuniziert, meist ausschliesslich per chat.

da kp von dem „trotz-o-meter“ habe und mir das noch nich genau vorstellen kann, möcht ich zum einfluss auf random-grp erstma nix sagen^^

Nomad
Nomad
5 Jahre zuvor

ja, Marionette und auch die Wachtritter,waren beide nicht schlecht.Tequatl und Wurm waren zu groß.Das Problem,dass die Randoms schlecht organisiert werden konnten,mangels Voics-Chat haben alle Events.Im Text-Chat kann man das nicht gescheit organiseren.So ist der Frustlevel schnell relativ hoch, auf Dauer keine Lösung.
Meiner Meinung nach haben alles Spiele das gleiche Problem. Es funktioniert nur in organisierten Gildengruppen, weil die TS haben. Randomgroups sind entweder langweilig,Gezerge,oder nicht zu schaffen. Wenn man dann die Mechaniken noch anzieht,so dass sie nur organisiert gehen, dann gehts dem Spiel so wie W*: die Spieler hören in Massen auf.

mmonsta
mmonsta
5 Jahre zuvor

also teqatl und wurm sind auf gilden oder bündnisse mit ts ausgelegt mMn. die sollten nie mit nem losen random verbund zu machen sein und waren das ergebnis der forderungen nach was härterem.
sind halt dicke raids für organisierte leutz.
integriertes voice wäre aber natürlich sicher ne tolle sache.

wie das in zukunft nu in gw2 mit der neuen mechanik wird kA.
ich glaube zumindest nich das es dann auf einmal für randomgrps keine dicken zerg-events mehr geben wird.
es werden wohl nur mehr die, die mehr anforderung wollen, bedient.

Turamarth
Turamarth
5 Jahre zuvor

Tequatl lässt sich auch problemlos mit Randoms machen.
Inzwischen haben so ziemlich alle die Mechaniken bei dem Kampf verstanden, wodurch das Event nur in den seltensten Fällen scheitert.

mmonsta
mmonsta
5 Jahre zuvor

ja das mag natürlich sein hab den schon lang nichmehr besucht.
hat aber auch lang genug gedauert, wenn der jetz wirklich „farmstatus“ ham sollte^^

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