Drei Gründe, dass Du kein Guild Wars 2 spielst

Guild Wars 2 ist eine Erfolgsstory. Mit riesigem Hype gestartet, bekam das Fantasy-MMORPG exzellente Kritiken, verkaufte sich unglaublich gut und erhielt viel Lob dafür, innovative Wege zu gehen.

Also warum spielen wir überhaupt noch ein anderes MMO?

Und was sind die Gründe dafür, dass Guild Wars 2 den Markt nicht so im Sturm erobern konnte, wie das viele einmal gedacht haben. Den Fragen geht unser Tester Schuhmann nach.

Die Beta – Auffangbecken für gescheiterte MMO-Beziehungen

Im Moment häng ich in vielen Betas rum. Betas sind so ein bisschen das Auffangbecken für heimatlose MMORPGler. Oder noch besser: Betas sind wie diese Wohnblöcke, in denen nur frisch geschiedene Männer hausen und ein fröhliches Junggesellenleben vortäuschen, während sie Tiefkühlpizzen essen. Wenn man den Chat beobachtet, geht es nur um die Exen. Und man kriegt einiges mit:

So klingen eben enttäuschte Ex-Zocker. Über EVE Online wird so gut wie nie gesprochen. Wer dem mal verfallen ist, bleibt wohl für ewig im Weltall. Auch über The Secret World hört man kaum etwas. Spricht man wen darauf an, hebt er verwundert die Brauen: „Ist das eine Fernsehserie?“

So nebenbei: Das am 15. April erscheinende und groß angekündigte Feature-Release könnte GW2 ordentlich aufpolieren!

Aber wenn man irgendeinen auf Guild Wars 2 anquatscht, kriegt man sowas zurück wie: „Ja, stimmt. Das war ganz gut. Könnte ich eigentlich nochmal spielen.“ Und dann dreht sich der Beta-Spieler um, steuert seinen Level-4-Charakter in ein gefährliches Abenteuer und scheint das Gespräch schon vergessen zu haben. Hm! Da kam ich ins Grübeln.

Was fehlt Guild Wars 2 eigentlich, um uns alle auf ewig in marodierende Katzen, Baummenschen oder Mesmer zu verwandeln? Und warum spiel ich das eigentlich gerade nicht?

Problem Nr. 1 – Die fehlende Holy Trinity

Guild Wars 2

Die Holy Trinity ist ein einfaches Konzept. Tanks sind zum Tanken da, Heiler zum Heilen und Schadensausteiler sorgen dafür, dass der Mob schneller umkippt. Seit Jahrzehnten kennt man das System. Es hat Probleme:

  • Der Tank hat wahnsinnig viel Verantwortung und einen undankbaren Job
  • Der Heiler hat einen undankbaren Job und wahnsinnig viel Verantwortung
  • Die Damage-Dealer kämpfen meist eher um den vordersten Platz im Damage-Meter als gegen den Boss

Jede Klasse ist in eine bestimmte Rolle gezwängt, das Spielen ist etwas eintönig, im PvP sind Tanks meist überflüssig und wenn ein Heiler oder Tank mal solo losziehen möchte, muss er auf DD umschwenken.

Das ungeliebte Kiten

Was hätte es Innovativeres geben können, als das System mal über den Haufen zu schmeißen? Jeder ist ein bisschen Tank, jeder kann ein bisschen heilen und Schaden macht ohnehin jeder gut. Und schon war das seltsame Bastard-Klassen-System in Guild Wars 2 geboren.

Nun – das System ist fürs Solo-Spielen oder fürs PvP oder auch für das allgemeine Spielgefühl super, nur: In Instanzen oder bei Massen-Fights gegen World-Bosse wirkt dadurch alles zergig, ungeordnet und nervig.

Fragt man einen Spieler, wie er Guild Wars 2 erlebt hat, dann sagt er vielleicht: „Ich hab bis zur Höchststufe gespielt, dann hab ich die Hauptquest durchgemacht, das war alles toll. Dann war ich in einer Ini und weil’s keinen Tank gab, haben wir stundenlang einen Mob durch die Gegend gekitet und es war total bescheuert.“

Für die einen ein Boss, für die anderen die größte Loot-Piñata
der Welt

Weltboss Tequatl GW2

Nun wird es sicher Möglichkeiten für erfahrene Spieler geben, so etwas wie eine Ordnung in einer 5er-Instanz herzustellen, doch der Eindruck des totalen Chaos hat sich festgesetzt.

Vom „Endgame“ kriegt man als Gelegenheitsspieler die zum Teil großartigen Massen-Events mit: Da landet eine neue Bedrohung irgendwo auf der Welt. Sie erfordert hunderte Spieler, um ihr Herr zu werden. Aber es läuft darauf hinaus, dass 100 Leute um einen Mob stehen und jeder wie irre drauf prügelt. Weil es keinen Tank gibt, den es zu heilen gilt, ist das Mob-Design auf AoE-Attacken beschränkt und am Ende fühlt es sich so an, als prügele man auf eine riesige Piñata, bis sie endlich aufplatzt und sich die süße Beute auf den Boden verteilt.

Fazit: Die fehlende Holy-Trinity schränkt die Encounter-Designer stark ein. Manchen Spielern fehlt eine Identifikation mit ihrer Klasse.

Grund 2: Die hohe Einstiegshürde im PvP

Das PvP in Guild Wars 2 stellt hohe taktische Anforderungen: Der einzelne Spieler ist erstmal nichts. Nur in Begleitung zahlreicher anderer wird er etwas, nämlich Teil eines Zergs. Diese Spielermassen bleiben auf der Karte zusammen, folgen einem Anführer, erobern Burgen und Festungen und tragen zum Gelingen des Reichs bei.

Das PvP in Guild Wars 2 erschlägt jeden Anfänger zu Beginn mit einem Wust an Informationen, Anforderungen, Boni und anderen Dingen. Während das PvP in anderen MMORPGs relativ leicht zu verstehen ist: „Der, der noch steht, hat gewonnen.“ Oder sich auf sattsam bekannte Capture-the-Flag-Szenarien beschränkt, erwartet das PvP in Guild Wars 2 erstmal, dass sich der Spieler richtig einfuchst.

Guild Wars 2 WvW

Und auch wenn man das getan hat, ist man abhängig vom Wohl und Wehe des eigenen Reiches. Zwar hat auch Guild Wars 2 instanzierte Battlegrounds, die man mal gewinnt und mal verliert, aber der Fokus liegt auf einer Schlacht, die eine Woche andauert und bei der man selbst nur ein Sandkorn am Strand ist. Manchmal ist das PvP in Guild Wars 2 so, als liege man bei einem Fußballspiel nach 2 Minuten schon 0:3 hinten und fiebert nur noch dem Schlusspfiff entgegen.

Fazit: Der Einstieg ins PvP gestaltet sich für viele schwierig und frustrierend.

Grund 3: Das fehlende Jagen und Sammeln

Jedes Mal, wenn ich in Guild Wars 2 einlogge, habe ich keine Ahnung, was ich eigentlich machen soll. In anderen Spielen ist es klar: Mach die Quest endlich fertig, farm Ruf, geh in diesen Raid, besorg dir noch ein paar Punkte im PvP – denn dann kriegst du ein besseres Items!

Also mache ich das, kriege ein besseres Item, logge aus und fühle mich stärker.

Diablo 3, das Spiel, was im Moment wieder die halbe MMO-Zockerschaft in ein frühes Grab und grassierenden Wahnsinn („Schnitzel!“) treibt, hat genau dieses Verhalten perfektioniert.

In Guild Wars 2 mit der flachen Itemkurve kann ich mir ziemlich gutes Zeug direkt aus dem AH kaufen. Bei Boss-Events droppt wenig Besseres. Irgendwie könnte man sich eine Waffe schmieden lassen oder irgendwelche Dailies farmen oder mit „Fraktalen“ anfangen, aber auch davor steht eine Hürde, die ein Gelegenheitsspieler wahrscheinlich nie nehmen wird.

Fazit: Die Item- und Charakterprogression ist unklar.

[Was ist das mit Guild Wars 2 nur, dass ich und viele andere Spieler nicht über diese drei Hürden springen können? Seid Ihr denn ein ausgewiesener Guild Wars 2-Experte und könnt uns erklären, warum das Euer Spiel ist? Muss man erst richtig ins Endgame einsteigen, um die Mechaniken schätzen zu lernen? Oder habt auch Ihr Guild Wars 2 recht bald den Rücken gekehrt?

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vanMozart Retard

hab gw 2 damals gespielt , und hatte irgendwann genug, gw1 war einfach besser, gw2 war nur noch sinnloses farmen/ grinden ohne klare ziele, quests tonnen von text lesen dann von a nach b und wieder von b nach a hin und her obst einsammeln, tolle quests man….

Eric Wüschner

Jip . Wer das hier liest , verbringt besser nicht mehr allzu viel Zeit damit sondern stürzt sich besser mal ein Ründchen Richtung Guild Wars 2 . Nebenher : Das lvln ist unglaublich simpel , questen funktioniert hier “ en passant “ ( bin z.B lvl 33 und weiß garnicht was das Problem sein soll ) Geminschaft ist zumindest im PvE sehr sehr zuvorkommend , man wird andauernd aufgerafft ( sogar in 70er Gebieten wo man garnicht hingehört ) . Also , nun ja :
so what ! 🙂

KohleStrahltNicht

Mir fehlte am Ende doch die Itemspirale und ohne spürbare Verbesserung des Chars verliere ich die Lust am Spiel.
Schade…zumindest kann man im Gegensatz zu GW1 hüpfen ;o)

Laurina Hawks

Gleich vorweg; der Artikel hier ist 2 Jahre alt, das habe ich zuerst nicht bemerkt, daher sind alle meine Anmerkungen OBSOLET.

Laurina Hawks

Auch du redest mal wieder vom WvW (World gegen World, oder Realm vs. Realm), das nichts mit dem reinen Player vs. Player in den Nebeln zu tun hat.

BEST COMMI EU

Nebel ist geil, aber Rand der Nebel am meisten 😉

Laurina Hawks

Thema PvP: da sollte man zunächst mal grundsätzlich unterscheiden, und zwar zwischen PvP und WvW. Da das der Autor nicht tut, nehme ich mal an, dass er nicht sonderlich kompetent über GW2 redet. Das reine PvP (Herz der Nebel) ist das Beste, was ich je erleben durfte. Jeder Spieler ist vom Gear her absolut gleich, es gibt nur Unterschiede in der Spezialisierung, die sich jeder frei wählen kann. Daher entscheidet in diesem PvP nur der Klassen- bzw. der Teamskill. Wenn du verlierst, war der andere besser, Punkt. Und nicht einfach nur besser ausgestattet, wie in vielen anderen MMOs. Dann die Holy Trinity: auch hier zeigt der Autor eklatante Unkenntnis vom Gw2 Gruppenspiel. Denn die einzelnen Klassen unterstützen sich gegenseitig. Es gibt eindeutig Tanklastige Klassen (Wächter, Mesmer, Ingenieure, Widergänger) und eindeutig Heiler Orientierte Klassen (Wächter, Elementarmagier, Widergänger) und Support-DDs (Waldläufer, Krieger, Dieb, Nekro), die über die sogenannten Kombofelder und Buffs eine Menge tun können, um eben genau dieses „Kiten“ zu verhindern. Ich sage mal salopp: wer in Ascalon Leutnant Kohler noch kitet, ist ein Noob. Denn der wird im Zerg gestackt. Weiter zur Holy Trinit: im neu hinzugekommen ersten Raid von Gw2 gibt es sehr wohl wieder die Trinity. Der erste Boss MUSS getankt werden (dazu muss sich ein Spieler eben auf Zähigkeit skillen), bestimmte Aufgaben sind klar verteilt und ohne Widergänger mit Tafel (Heal) ist es ohnehin zwecklos, da reinzugehen. Über die anderen Punkte will ich mich jetzt nicht auslassen, aber sie sind auch sehr oberflächlich dargestellt.

Dawid

Ich will ja nicht sagen, aber der Artikel ist ist fast 2 Jahre alt…Deine ganzen Argumente bauen größtenteils auf das aktuelle GW2 auf.

Laurina Hawks

Nochmal: Asche auf mein Haupt, asche asche asche…. lol

Gerd Schuhmann

Weiter zur Holy Trinit: im neu hinzugekommen ersten Raid von Gw2 gibt es sehr wohl wieder die Trinity.
—–
Jau, dann bau ne Zeitmaschine und zeig das dem Autor des Artikels vor vor 20 Monaten.

Sorry, aber das ist wirklich ne komische Nummer, einen Artikel aus dem April 2014 aus der Sicht von Dezember 2015 zu besprechen.

Und dann zu sagen: Der Autor hat wohl nicht viel Ahnung …

Laurina Hawks

Jaaa verdammt, hab ich jetzt schon x-mal zugegeben, ich habe NICHT bemerkt wie alt der Artikel ist, Asche auf mein Haupt!

Azrael_

Ich muss Laurina absolut zustimmen, Gerd.
Du hast wirklich keine Ahnung, hast das Spiel wohl nicht lange gespielt, bevor du deine Meinung gepostet hast.

Das Problem ist, dass das PvP mittlerweile total unbalanced ist, wenn man nicht Heart Of Thorns gekauft hat, allerdings damals absolut super war, als der Artikel rauskam.
Das WvW war genau richtig, in einem echten Krieg ist der einzelne auch nicht mehr als ein Sandkorn, was ist daran falsch? Die wirklich wichtige Rolle spielt der einzelne im Herz der Nebel.

Es gibt unheimlich viel zu sammeln, sehr kreative Jumping Puzzles und die Mystische Schmiede, mit der man recht gut an gute Ausrüstung kommt, ohne diese zu kaufen.

Und wenn man sich in eine Gruppe aufteilt um einen Heiler, einen DD und einen Tank zu haben, dann sind eigentlich alle Positionen gleich sinnvoll, obwohl man nicht darauf angewiesen ist.
Hier bietet Guild Wars 2 mehr Freiheit als andere, in dem es niemanden dazu zwingt, eine bestimmte Rolle zu erfüllen.

Ich weiß, der Artikel ist alt….aber absolut falsch ist er dennoch.

Gerd Schuhmann

Dann nimm dir doch eine Zeitmaschine und sag das meinem Ich vor 2 Jahren. 🙂

Du führst da Argumente ein: auf die „PvP-Balance“ bin ich mit keinem Wort in dem Artikel, da ging’s um ganz andere Sachen. Das sind 3 Sachen, die mich und sicher viele andere auch an GW2 gestört haben.

Wenn du jetzt sagst: Das stimmt alles nicht. Dann sagst du: Das hat dich gar nicht an GW2 gestört und viele andere nicht, weil das war ja ganz fantastisch, du hast keine Ahnung.

Was soll ich dazu sagen? 🙂 Wenn ich GW2 ganz fantastisch gefunden hätte, dann hätte ich sicher auch mehr Ahnung von dem Spiel gehabt. Ich hab tatsächlich realtiv viel GW2 gespielt, einen Charakter auf 80, paar andere zwischen 35 und 20. Aber natürlich hab ich lang nicht so viel Ahnung wie einer, der jetzt 2 Jahre GW2 durchgängig gezockt hat. Das brauch ich auch nicht, um einen Artikel mit 3 negativen Aspekten von GW2 zu schreiben.

Der Artikel dreht sich um 3 Gründe, warum nicht alle Leute GW2 spielen. Ich denke das setzt der Artikel gut auseinander. Wenn du jetzt 2 Jahre danach, das als Anklage gegen GW2 verstehst und die Vorteile gegen die Nachteile aufrechnest. Du hast keine Ahnung, GW2 hat tolle Jumping-Puzlles udn damals ein tolles PvP-Balancing, dann hat das absolut nichts mit dem Artikel zu tun.

Mich ärgern solchen Kommentare, weil sie nichts mit dem Text oder meiner Arbeit zu haben, mir aber trotzdem Vorwürfe machen, während es eigentlich um was ganz anderes geht.

„Absolut falsch“ ist der Artikel mit Sicherheit nicht, du hast ihn falsch gelesen.

MP

Seit 2 Wochen in GW2.

Früher GW gespielt und nach dem PvE in PvP eingestiegen, via AdH und trainieren in RA und TA ins GvG eingestiegen, bis in die Top 100 vorgestoßen, täglich GvG und PvP in Serie. Builds gebastelt, ganze GvG Builds gebastelt und mit Mitspieler die Meta verfolgt.

Dann komme ich in GW2 an. Trinity futsch, Skills fest auf Slots und auf Waffen basierend. Kein Mana nur CD’s und Stacken und Combo’s. Logisch baut man damit keine Builds mehr. Im PvE wie im PvP nur Einzelkämpfer und Roamer.

Ich frage mich was GW2 mit GW zu tun hat? Nach zwei Wochen? Nichts, nur für Musik, paar Grafiksets und den „Lore-Realm“. Bestehendes gutes aus GW in GW2? Fehlanzeige.

Zum Ingameshop sage ich nur soviel.

Wenn das Spiel 30€ kostet, wieso kostet dann EIN Kleidungsset 10€?
Na? Klingeling!

Dead Game.

Mein Sechsjähriger findet es toll darin rumzulaufen. Deswegen bin ich noch da, meine Frau und ich laufen mit Ihm und leiten Ihn, wenn er mal spielen darf.

mmogli

ist gw2 nicht erst ab 12 jahre ?!

KohleStrahltNicht

sogar Wildstar ist erst ab 12!!
Aber Age of Conan ist ab 18 ;o)

mmogli

wow ist aber für 6 ..oder 12 ??

KohleStrahltNicht

Ist doch wurscht ab welchem Alter es ist.
Es sind alles nur Spiele….nicht mehr und nicht weniger!!
Mensch Ärgere Dich Nicht , Schiffe versenken , PacMan…alles nur Spiele!!!

mmogli

Mensch Ärgere Dich Nicht ! Ist ab 6 jahre . steht auf der Verpackung..hab das als mit meinen Kindern gespielt als sie noch klein waren.. laang her

Laurina Hawks

Wenn du keine Ahnung hast, wie man in GW2 Builds bastelt, hast du nicht richtig gespielt. Da magst du in anderen Games Top gewesen sein, in GW2 bist du leider noch ein Vollnoob. Ferner: ich habe GW2 einmal gekauft (und jetzt halt nochmal nach Jahren die Erweiterung, weil die sich lohnt) und seitdem nicht EINEN CENT in den Shop gesteckt und besitze trotzdem ALLE interessanten Items. Warum? Weil man inworld erfarmtes Gold in Shop Juwelen umtauschen kann. Nenne mir mal ein Spiel, in dem das so mühelos gelingt.

KohleStrahltNicht

Hast du nicht gelesen das nur noch sein 6 jähriger Sohn ( inzwischen müsste er 7 sein ) GW2 spielt?
Du liest echt noch 1 Jahr alte Kommentare und erwartest dann Antworten??
Sachen gibts….;o))))

mmogli

🙂

Laurina Hawks

Hatte ich zu spät bemerkt. Alle meine Anmerkungen sind hiermit sinnfrei ^^

FunkyFox

Warum bistn jetzt so? xD bissel ragy heute was?

Du kennst weder den Spieler noch hast ihn je spielen sehen und nennst ihn einen vollnoob ? weil Ihm in gewissen punkten einfach Spieltiefe von GW1 fehlte ? Ich mein wo sagt er das er keine builds bauen kann? Er sagt keine richtigen was sich für mich einfach anhört das ihm die Flexibilität innerhalb des gesamten fehlte sprich es zu viele feste Vorgaben gab .

Es ist seine subjektive Meinung die sich mit deiner halt nicht deckt wieso ist es eigentlich nicht möglich mal gescheit zu argumentieren ohne den virtuellen Kindergarten Beigeschmack?

Aber gut es wird auch weder timestamp des Artikels noch der der Kommentare beachtet und gewertet da beantworte ich mir meine Frage wohl selbst mit :X

Laurina Hawks

Muss ich dir leider recht geben und nehme die Schande auf mich. Habe echt zu spät bemerkt, dass diese Diskussion uralt ist. Den Vollnoob nehme ich hiermit zurück und entschuldige mich.

Best Commi EU Elena

schon wieder?
ASCHE ASCHE ASCHE! ;D

Achja.. was es vor allem haufenweise gibt in GW2:
Klugscheisser! ;-P

Suaine

GW2 hat den Vorteil, dass man nur einmal das Spiel kauft und dann eigentlich keine Kosten mehr hat. Auch die nicht vorhandene Item-Spirale macht es für Casuals geeignet. ABER wenn man dann mal Gimmicks erspielen will muss man für fast alles als Vierunddrölfzig Quellen 3716 Items farmen von denen mindestens die Hälfte Accountgebunden ist. Der Hintergrund ist klar. Da keine monatlichen Zahlungen eingehen, will Arenanet natürlich Gold/Edelsteine verkaufen. Für Edelsteine kann man dann einzigartige Gimmicks nach dem Lotterieprinzip kaufen. (Viel teuer kaufen und hoffen, dass nicht nur Müll drin ist). Die Berufe können auch nur dazu verwendet werden „aufgestiegene“ Gegenstände zu basteln, die natürlich accountgebunden sind. Der Rest den man bauen kann ist nachher weniger wert als die Materialien, die man investiert. Engame im PVE ist mehr oder weniger nicht vorhanden. Die Fraktale verbreiten mit zunehmender Stuffe immer mehr Qual (Damage over time) und mit dem was man dort erfarmt kann man sich genau gegen diesen schaden schützen. Begeistert mich irgendwie nicht. Wenn man in einer großen Gilde ist, kann man Gilden Events spielen und auch den einzig fordernden Weltboss (Tri Wurm) legen. Das macht auch Sinn heißt ja auch GUILD Wars. Ansonsten muss man Glück haben zufällig mal in nen Guildenrun reinzurutschen. Was gut war, waren die jahreszeitlichen Events; aber leider macht sich da auch Wiederholung breit. Die Lebendige Geschichte gibt auch schöne Impulse, schade nur, dass man für die Erfolge die gleichen Kapitel erneut spielen muss. Was ich allerdings nie verstanden habe ist, dass WWW nicht zum PvP gehört. Aber sei´s drum ist beides nicht mein Fall. Alles in Allem muss ich sagen dass man für ein Free to play Spiel eigentlich recht viel geboten bekommt. Ich habe 1 Jahr gespielt, dann fast ein Jahr Pause gemacht und mich trotz vieler Neuheiten sofort wieder rein gefunden. Vorher habe ich über 6 Jahre WoW gezockt, bis ich irgendwann der Meinung war, dass die leistung keine 150,- € im Jahr rechtfertigt. Ich hatte ne schöne zeit in WoW, Ich habe in GW2 auch schöne Momente gehabt und finde das Preis-Leistungs-Verhältnis mehr als angemessen. Ich habe die oben beschriebene Spiele (+ einige mehr) probiert und komme fast zum gleichen Fazit. Ich würde es in GW2 begrüssen, wenn zumindest in den Verliesen eine Tank, Heiler und DD Konzept funktionieren würde. Ansosnten kann ich im PVE als Waldläufer gut mit dem Pet tanken, Schaden machen und meine Minigruppe auch noch heilen (wenn ich denn mal nen Champion alleine spiele^^)

Gotha

*kommt mal wieder viel zu spät*
Ich glaube, ich könnte den Artikel ziemlich bedenkenlos unterschreiben.

An sich ist GW2 für mich das MMO der guten, gescheiterten Ideen.
Ideen, die gut klingen, sich aber in der Umsetzugn als vollkommener Mist entpuppen. Oder wie es die Gamestar passend beschrieb: „Eine Idee wie Knackebrot im Toaster, bis man bemerkt, dass die Küche brennt.“

1. Holy Trinity

GW2 ersetzt die eingestaubte Holy Trinity gegen die „irgendwer macht irgendwas und am Ende ist hoffentlich irgendwie der Boss tot“-Strategie.
2. WvW
Zerg, zerg, zerg. Zerg, zerg. Habe ich was vergessen? Ich glaube nicht. Detailierter: Meistens rennt man kopflos dem Gruppenleiter hinterher, den man davor aufgegriffen hat. Dann klatscht man auf einen anderen Zerg, „irgendwer macht irgendwas und am Ende ist hoffentlich der andere Zerg tot“.
3. PvP
Ich lasse mich auf unübersichtlichen Karten von organisierten Gruppen die alle Kombo-Felder auswendig kennen in den Boden stanzen. Wieso gibt es nicht eine Art Elo, nach der Matches zusammengesetzt werden? Bei LoL muss ich mich ja auch nicht von südkoreanischen Platin-Spielern zerreissen lassen.
4. Keine neuen Level/Item-Level
Keine krasse Inflation, die eigenen Sachen werden nicht immer überflüssig… Yey! Leider aber auch nichts mehr zu erreichen und jedes neue Item ist Müll.
5. Lebendige Geschichte
Alle zwei Wochen mal eine halbe Stunde neuer Content (den man zwei Stunden suchen muss). Wenn man ihn verpasst, ist er weg. Ätsch.

Dazu kommen noch viele kleine Sachen. Wie erwähnt sind die Weltenbosse vollkommen langweilig. Die einzige lohnende Instanz ist CoF1, für andere lassen sich fast keine Gruppen finden. (Ich kann kein verdammtes Feuer mehr sehen!) Die Zonen sehen sich alle relativ ähnlich, es gibt nur vier Gebietsarten: Grün, Dschungel, Schnee, dunkler Dreck. Herausstechende Farbwahlen wie das orange von Durotar oder coole Landmarks wie in Tausend Nadeln fehlen. Außerdem ist die Welt nicht zusammenhängend, was den Entdeckerdrang einschränkt. Meistens ist auch fast niemand in der Zone und alleine schafft man die Events nicht oder sie brauchen quälend lange. Man bekommt also nicht mal die Stories mit. Als Rollenspieler ist Götterfels ein Segen, alles andere aber vollkommen unbespielbar, weil jeder noch so unbedeutende Hügel alle fünf Minuten von Krait überrannt wird.

Njoka

Bei mir ist es genau andersherum. Ich logge mich andauernd mal ein, kann aber Macken erkennen die mich unglaublich nerven und weswegen ich das Spiel dann wieder hinlege.

1. Trinity weg:
Es ist nicht schlecht aber man hätte Alternativen schaffen müssen in Bezug auf Klassendefinition und Teamzusammenspiel. Letzteres hat man denke ich mit Kombos versucht und echt schwach umgesetzt. Die meisten Kombos werden von einzelnen Spielern ausgelöst. Alle Charaktäre spielen sich irgendwie wie DDs. Es ist inzwischen sogar möglich einen Heiler zu spielen. Es macht aber keinen Sinn. Ein sehr gutes Video dazu gibt es auf Youtube: (deutlich besser analysiert als der Titel erst vermuten lässt)
https://www.youtube.com/wat
Das nimmt nicht nur eine Spielmechanik und mögliche Rolle für einen Charakter aus dem Spiel, sondern dezimiert auch die Auswahl an Attributkombis im PvE erheblich. Es gibt 20 An der Zahl und man kann fast ausschließlich sagen dass im PvE Berserker bzw Schaden alles ist was man braucht. Wozu gibt es z.B. ein Set mit Heilkraft, Präzision und Vitalität?

2. WvW konnte mich nie reizen. Ich hab mich dort immer unbedeutend gefühlt. Man konnte ziemlich oft in Zergs mitrennen ohne was zu tun und die Einnahme der Burg war erfolgreich, oder man hatte weil zu wenig Spieler oder zu schlechte im WvW waren gar keine Chance irgendetwas einzunehmen. Letztentlich bin ich über die Karte geirrt und hab alleine irgendwelche Punkte eingenommen. Die aber genauso schnell wieder weg waren. Keine Ahnung.. ich denke es ist einfach nicht meins.

3. Spamfeuer. Mana wurde entfernt. Joa kann man machen.. aber statt einer Alternative hat man in GW2 nun nur noch die CDs. Das bedeutet logischerweise dass in Kämpfen alles was Schaden macht rausgehauen wird wenns geht. Man muss sich um Ressourcen keine Sorgen machen. Dazu noch die schönen, aber leider sichtbeschränkenden Effekte und Minions von Spirit Rangern und Bam: ein heilloses Chaos und es wird mit jedem weiteren Spieler schlimmer. Daher kann ich auch den Wunsch von größeren PvP Team etc echt nicht verstehen.

4. Ich hab im PvE irgendwie alles schonmal getötet, 100% der Karte und die Ausrüstung (Aussehen) die ich haben will. Wenn jetzt per living story neue Gegner kommen reizt mich das nicht mehr. Ich hab die wenigen Skills meines Nekros schon 10.000.000 mal gesehen und nur weil der Mob anders aussieht, wird der Kampf nicht interessanter. Einen anderen 80er habe ich auch. Aber ich bin eher jemand der einen Charakter haben will anstatt immer wieder neu anzufangen. Vorallem weil ich niemals die Karte ein zweites mal Komplett erkunden würde. Ich bin doch kein Zombie!

Und da sich die Klassen zu gleich spielen (alle auf Schaden ausgelegt, Heilung auf 6 etc etc) hab ich auch kein Interesse alle Klassen zu leveln.

5. Traits + Waffen + Skills = Theorycrafting. Verdammt in GW1 hab ich verdammt gerne Builds gebastelt. Die Vielfalt war unglaublich und man konnte verdammt geile Sachen erfinden (z.B. 55Hp). In GW2 ist die Vielfalt ein Witz. Mein Nekro z.B. kann prinzipiell zwischen 2 Builds wählen, Zustandsschaden und direkter Schaden. Diese lassen sich dann kaum weiter individualisieren. Das ist ein riesen Manko für mich.

6.Ingameshop

Mir stellen sich inzwischen die Nackenhaare auf wenn ich das nur lese. Es gibt Spiele die ein so faires System haben dass ich einen Ingameshop gerne tolleriere. Dazu zählt für mich in erster Linie Path of Exile, aber selbst hier würde mir das Spiel mehr Spaß machen, wenn ich es gekauft hätte und dafür spielirrelevante Dinge in einem Shop nicht sehen müsste. Für mich ist es einfach, spielrelevante Dinge im Shop = Abzocke oder p2w, spielirrelevante Dinge.. GEHÖREN NICHT INS SPIEL!
In einem Vollpreistitel einen Shop zu installieren finde ich einfach nur dreist. Das transparente System aus GW1 fand ich 1000x mal besser. Und als dort der Shop eingeführt wurde verging mir schlagartig der Spaß am spielen. Ich denke ich bin einfach allergisch gegen Ingameshops.

7. Manchmal glaube ich die Zielgruppe von GW2 liegt zwischen 10 und 16. Bei der Charaktererstellung kann man nur Babyfacecharaktäre erstellen, es ist alles immer super hell, selbst die Nacht… Athmosphäre, besonders düstere sucht man in GW2 vergeblich. Die verschiedenen Völker, die prinzipiell verfeindet sind, spielen Friede Freude Eierkuchen. Vielleicht ist mein Anspruch ein falscher, aber als Erwachsener fühle ich mich in GW falsch am Platz. Und der Rollenspieler in mir, kriegt bei Boxhandschuhen, Wollmützen und ähnlichen Dingen aus dem Shop, das kotzen.

8. PvP
Es ist nicht perfekt, aber es ist der Part der mich immer wieder einlädt das Spiel zu spielen. Es macht Spaß, es gibt einen gewissen taktischen Anreiz, man kann Klassen, Builds etc alles testen ohne vorher grinden zu müssen.
Leider gibts auch hier Dinge die ich furchtbar finde. Z.B. das Rangsystem. Alles was das Rangsystem anzeigt ist wie lange jemand spielt, man bekommt so oder so Punkte dazu und kann keine verlieren. Heißt irgendwann wird jeder den maximalen Rang haben. Statt einem vernünftigen Rang wo man durch verlorene Spiele im Rang fällt, so ein Blödsinn. Absolut überflüssig.. ich würde den Mist am liebsten gleich ausblenden.
Die Maps sind allerdings echt gut. Vorallem „Vermächtnis des Feindfeuers“ bzw. „Legacy of the Foefire“ ist super. Ich empfehle nebenbei mal die englische Fassung. Die deutsche hab ich zumindest damals während der Story nicht ertragen können. Die englische scheint mir solider.

Ich hoffe einfach auf ein GW2:Factions. GW2 ist ein gutes Spiel und mit den richtigen Patches und Erweiterungen, kann es das Spiel sein dass ich gerne spielen würde. Bis dahin werde ich mich wohl nur ab und an mal fürs PvP einloggen und mein Bedürfnis nach Theorycrafting und individuellen Builds mit Path of Exile stillen. Es ist echt Schade dass GW2 das alte GW1 völlig ruiniert hat. Denn auch wenn GW2 viele Schwächen von GW1 ausgemerzt hat, sind meiner Meinung nach nicht genug Stärken von GW1 in GW2 zu sehen. Aber das aufzuzählen wär uninteressant und würd den Rahmen sprengen 😀

Agnaros

Sry ganz ehrlich…aber wenn du so was sagst, dann hast du nicht unbedingt viel Ahnung von dem Spiel und v.a KEIN TS !!!
PS.: man sollte im WvW dem Kommi schon zuhören. Dann wüsstest du auch das das ganze eine Struktur hat, solange jeder dem Kommi + seinen Anweisungen folgt.

Alexander.Louis

Hahaha ich hab bei deinem Kommentar echt lachen und nicken müssen, leider sehr gut zusammen gefasst!

Groffin

Nach knapp 2 Jahren hat sich Guild Wars 2 nun auch bei mir recht ausgelutscht. Zwischenzeitlich gab es ein paar Neuerungen z.B. am Levelsystem. Nun muss man sich Fähigkeiten durch bestimmte Events/Kartenabschlüsse etc. freispielen – oder aber man kauft sich die Fähigkeiten einfach frei. Wirklich motivierend ist das für Einsteiger auch nicht – dauert es nun noch länger, bis man einen Char in seiner gesamten Vielfalt nutzen kann.
Auf neuen Content oder gar neue Klassen wartet man leider vergeblich. Der Grund warum schon viele meiner Mitspieler zu anderen Spielen gewechselt sind. Zig mal den gleichen Dungeon durchspielen oder Fraktale durchhecheln bietet keinen Anreiz mehr, wenn entsprechende Belohnungen ausbleiben.
Positiv finde ich nach wie vor den Reichtum an unterschiedlichen Waffen, Rüstungsskins und Farben. Ist das Transmutationssystem einerseits gut, weil man nun mit allen Charakteren sämtliche Skins nutzen kann, so verstärkt es doch auch den Mainstream. „Beliebte Skins“ tauchen nun noch häufige auf, weil Spieler sämtliche Charaktere mit den Skins ausstatten.
Das Fehlen der HolyTrinity kann ich so nicht ganz unterschreiben. Jede Klasse hat verschiedene Stärken und Schwächen die je nach Gruppenzusammenstellung angepasst werden können.
Dies führt zwar dazu, dass je nach Modifikation fast jede Klasse alles kann, aber manche sind aufgrund ihrer Fähigkeiten eben für bestimmte Aufgaben besser geeignet. (z.B. bleibt der Wächter der beste Tank und Support, während der Krieger exzellent Damage austeilen kann. Im WvW dominieren Mesmer, Nekro und Dieb das Geschehen und Elementarmagier finden sich überall eigentlich gleich gut zurecht).
Einsteigern wird es dadurch relativ leicht gemacht: durch entsprechende Sigille und Runen ist kann der Charakter für fast jede Rolle optimiert werden. Erst bei den anspruchsvolleren Inhalten stellt sich heraus, welche Klasse für welche Rolle besser geeignet ist.

Bei World-Events geht es in der Tat sehr zergig zu: ohne eine gute Koordination kommt es selten zum Erfolg. Als Einzelner hat man nur sehr geringen Einfluss auf den Augang/Erfolg nehmen.

Grötes Manko finde ich persönlich die mangelnde Charakter-Identifikation. Zwar wird in der persönlichen Geschichte (je nach Rasse unterschiedlich) zumindest ein bißchen Identifikation geschaffen, aber sonst reagiert die Spielwelt überhaupt nicht auf den Helden. Ob man nun Mensch, Char, Norn Silvari oder Asura spielt ist genauso egal wie das gewählte Geschlecht.

Elmarigo

Ich kann dem leider nur beipflichten. GW2 war für mich, leider ohne Übertreibung, das mit Abstand unmotivierendste MMO, dass ich jemals gespielt habe. Dazu muss ich sagen, dass ich allgemein kein großer Fan von MMOs bin, sondern lieber Single-Player-RPGs mit aufgefeilter Story und schöner Präsentation spiele. Aber gerade deshalb bin ich damals auf den ersten Teil von Guild Wars(samt aller folgenden AddOns) gestoßen, der für ein MMO eine tolle Story mit vielen Cut Scenes bot. Außerdem natürlich noch das faszinierend komplexe Build-System und dazu die Motivation immer mehr (Elite-)Skills zu sammeln. Das beides gibt es in GW2 ja leider gar nicht mehr. Build: Vergiss es, friss die Skills die Du haben sollst, spielt auch keine Rolle, es spielen sich eh ALLE Klassen gleich!
Auch die Story in GW2?: Fehlanzeige! Schon beim Erstellen meines ersten GW2 Charakters bekam ich ein flaues Gefühl im Magen, als ich auswählen musste, zwischen irgendwelchem Krams, wie: „Vermisste Schwester finden“, „Wollte immer schon im Zirkus auftreten“ und noch einem dritten, genauso lächerlichen Mist.
Hallo!?! Ich bin es gewohnt, mindestens die ganze Welt zu retten! Wie soll mich so ein Sch… motivieren?
Die allseits gelobte Grafik fand ich leider dann auch überhaupt nicht schön, da hat mir der erste Teil wegen klarer Konturen und besserer Erkennbarkeit wesentlich eher zugesagt, als dieses kopfschmerzerregend-bunte Bonbon-Wischi-Waschi.
Die Storypräsentation litt unter dem Mangel interessanter Cut-Scenes und wurde erzählt durch nichts Anderes als diese hässlichen Standbilder. Da habe ich schon 1990 die Story in RPGs interessanter präsentiert bekommen!
Zum Gameplay:
Mangels Trinity gibt es keinerlei Identifikation, oder gar Verantwortung, wenn man in einer Gruppe spielt.. JA „Wenn“ man in einer Gruppe spielt, was im 2. Teil komischerweise keiner aus unserer Gilde mehr machen wollte. Und wenn wir es mal versucht haben, standen wir ca zwei Stunden herum und wussten nicht, was wir machen sollen, weil offenbar niemand einen roten Faden oder gar eine spannende Story zu erfahren hatte.

Schon am ersten Abend des Spielens, habe ich nicht dieses Kribbeln gespürt, wenn man ein neues Spiel hat und die neue Welt entdecken will. Langeweile und null Motivation nach etwa 5Stunden spielen – so etwas habe ich noch nie bei einem RPG erlebt!
Ich habe mich dann aus diesem Epos der perfekten Langeweile nach maximal ca. 20Stunden gefühlter Ewigkeit bei ca. Level 25 für immer ausgeloggt und seitdem nicht den geringsten Drang verspürt es jemals wieder zu starten. Ich habe noch nicht einmal einen Dungeon gesehen, oder was in höheren Levels zu erwarten ist, und es interessiert mich leider auch nicht im Geringsten, denn ich wollte noch NIE im Zirkus auftreten und ich habe auch niemanden getroffen, der die Story derart ernst genommen hätte, dass es gelohnt hätte ihm zu helfen! Außerdem waren die Kämpfe anspruchsloser und langweiliger als Kartoffeln zu schälen.

Naja, das waren nur die Punkte, die Du meiner Meinung nach ausgelassen ist, was den Rest angeht stimme ich wie gesagt überein und brauche ihn deshalb nicht noch gesondert hier aufzuzählen.
Meiner Meinung nach, war die Entscheidung dieses Machwerk Guild Wars 2 zu nennen einfach nur eine Frechheit, es ist das absolute Gegenteil dessen, was sich ein eingefleischter GW Fan wünschen konnte!´“Casual Quest“ hätte besser gepasst.

…Aber gelegentlich reißt die Erinnerung wieder auf – und ich denke mir, wie schön es in Tyria heute noch wäre, hätte es diesen unsäglichen zweiten Teil einfach nie gegeben!

Gerd Schuhmann

Ui, da lässt ja gar kein gutes Haar an dem Spiel.

Ich hab’s damals nach einem Review von Angry Joe für mich gekauft, weil ich kein WoW mehr gespielt habe und da einen Ersatz brauchte. Ich hab’s bis Level 80 gern gespielt und bin dann ein bisschen in ein Loch gefallen und hab den Sprung zum Endgame einfach nicht geschafft. Während der Level-Phase hatte ich aber schon meinen Spaß, ich würd mir das Spiel nochmal kaufen. Ich fand das Crafting-System nice, ich fand die Landschaften gut, ich fand die persönliche Story gut und vor allem hat’s mir Spaß gemacht, die einzelnen Zone bis zum Ende zu erkunden und abzuschließen.

Aber ich hatte auch Schwierigkeiten mit dem Spiel, klar. Immer wenn ich das wieder angefangen hab, fehlt mir so der „Kick“ länger als 30 Minuten zu spielen, weil ich nie so recht seh, was ich als nächstes tun könnte. Ich fang dann immer an, mit Max-Level schon eine karte noch weiter zu erkunden, aber das ist auch so … irgendwie ziellos. Gut, twinken könnte ich, aber das zählt dann nicht für das 100% Karte-aufgedeckt-Ziel usw. Und mit dem Spieler-Train durch ein Gebiet wetzen und die Events zu machen, ist auch so komisch. Also irgendwie krieg ich keinen Draht dazu, ich kann aber nachvollziehen, warum Leute das Game gut finden.

Im Moment haben sie ja die Krise mit dem Mega-Server. Wie sich ArenaNet da verhält und die Community mit so einer „Aussitzen“-Taktik hinhält, ich hab das Gefühl, da verspielen sie grade viel guten Willen.

lyrincia

Nicht alles muss am Anfang perfeckt sein ist gibt doch immer noch updates und die Entwickler bemūhen sich alles an zu passen alles zu überarbeiten und für uns Zocker das beste raus zu holen das von dem ein auf den anderen Tag wird schwer.. aber leider muss ich sagen das GW2 das einzige MMO ist was noch zu spielen ist ohne sein ganzes Geld dort zu investieren wo man alles noch so erreichen kann.. es gibt keine vorteile die man kaufen kann..viel was hie steht was stört wird mit dem heutigen update verbessert oder behoben! Davon abgesehen fängt das Spiel erst mit lvl 80 richtig an (für mich persönlich)
Also lasst euch von diesem Artikel nicht abschrecken.. einfach mal versuchen !

dsc

Btw das beschriebene „PvP“ ist WvW. Hier spielen 3 Server, richtig eine Woche, gegeneinander. Dies hat mit dem eigendlichen PvP nur teilw. zu tun und grenzt sich komplett von diesem ab und hat auch nichts damit zu tun wie erfolgreich ein Sever im WvW abschneidet. PvP sind es,wie man es gewohnt ist, kurze Runden und alle wählen Ihre Waffen, Rüstungen, Runen und Sigille aus einem Pool, d.h. jeder hat die gleichen Vorrausetzungen. Der Unterschied zum WvW hier kämpft man mit der Ausrüstung die man auch im PvE trägt.

Thanevar

Raids? RAIDS?! Wirklich? *auf die WoW Tür zeigen* RAUS! Wenn man schon über ein Spiel berichtet sollte man es wenigstens vorher mal gespielt haben und nicht nur mutmaßungen aufstellen. Gw2 ist kein WoW. Laut Ihren Bericht ist das ein No-Go. Warum sollte Gw2 wie WoW sein? Zum PvP. Es ist BEABSICHTIGT, dass man mit Taktik ran gehen muss. Hier entscheidet die Rüstung nicht über Sieg oder Niederlage. Laut Ihrem Bericht schließe ich, dass jedes Spiel ,dass nicht wie WoW ist, schlecht ist…ja genau -,-

Gerd Schuhmann

Hm? 🙂 Da steht „Raids“ im Zusammenhang damit, was ich in anderen Spielen so mache.

„Wenn man schon über ein Spiel berichtet“ –
Guild Wars 2 hab ich einen Char auf Max-Stufe – in dem Artikel ging es um die Frage, warum ich ihn nicht einlogge. Wenn wir natürlich nur Leute über ein Spiel berichten lassen, die es leidenschaftlich gern zocken, dann wären wir kein MMO-Magazine, sondern eine Fanseite. Davon gibt es genug – und wenn ich auf so manche Fanseite guck, komm ich mir vor, als wär ich in so einer Art Sekte, die sich einem gemeinsamen Wahn hingibt.

Ich hab mal eine Bitte: Andere Foren, in denen Spiele kontrovers diskutiert werden, leiden massiv unter so einer Hater vs. Fanboi-Geschichte – gibt ein Forum, da schreien sich den ganzen Tag 14jährige an, ob die XboxOne oder die PS4 besser ist. Hat einen gewissen Unterhaltungswert, nutzt sich aber schnell ab.

Ich denke nicht, dass irgendeiner einen weiteren Ort braucht, um solche Sachen auszufechten.Wer in glühender Liebe zu einem Spiel gefangen ist und das gegen böse, böse Leute verteidigt, die dem Spiel Übles wollen – vorher mal kurz durchatmen.

Nicht jeder, der sich kritisch über ein Spiel äußert, ist ein blinder WoW-Fanboi. Und nicht jeder, der Guild Wars 2 verteidigt, ist ein GW2-Fanboi, das ist mir schon klar.

Aber trotzdem mal: Durchatmen, Ruhe bewahren, genauer lesen.

Thanevar

Ok, dann ist ja alles gut. Ich kann Sie ja verstehen. Mein Problem an ihrem Bericht ist nur, dass Sie über Punkte schreiben, die einige positiv sehen (zum Beispiel das fehlende Klassensystem). Es ist klar, dass nicht jeder dieses System befürworten. Allerdings finde ich, dass man es nicht als Problemfall ansehen sollte.

Mfg 😉

Cortyn

Ich liebe Guild Wars 2 und spiele es auch jetzt noch hin und wieder.
Mir fällt es auch schwer, die Kritik am PvP nachzuvollziehen, dennn für mich ist das „RealmVSRealmVSRealm“-Zeug nicht der Hauptaspekt. Ich liebe das strukturierte PvP, also die „gewöhnlichen“ Schlachtfelder, wo alle von den Werten hier identische Startmöglichkeiten haben und fand mich dort auch von Anfang an gut zurecht, ohne dass mich jemand an der Hand nehmen musste. Sicher, es gibt viele, viele Spieler die mich und meine Mesmer einfach gnadenlos in den Boden spampfen, aber das ist okay, ich habe niemals das Gefühl nutzlos zu sein.

Auch das fehlen der „Holy Trinity“ ist für mich absolut kein Grund gegen GW2, denn ich mochte das sehr. Ich mag, wie jeder um sein eigenes Überleben kämpfen muss und auch nebenbei noch ein wenig die Gruppe unterstützen kann. Ich mag, wie sich Kombos und Ätherfelder miteinander ergänzen und tolle Kombinationen ermöglichen.

Es gibt soviele Dinge an GW2, die das Spiel einfach gut machen, seien es die zahllosen, teils gut versteckten Sprungrätsel, die tolle Inszenierung der „Quests“, bzw. Events oder die sehr liebevoll gestaltete Spielwelt, in der so endlos viele NPCs umherwandern und alle etwas zu erzählen haben, dass man als Rollenspieler im absoluten Paradies ist.

Ich kann mich auch nicht beschweren, dass ich beim Einloggen nicht wüsste, was ich zu tun habe. Abgesehen vom strukturiertem PvP ist das „Daily“-System echt toll in GW2, man kann aus einer Vielzahl von Aktionen wählen und einiges macht man ganz locker nebenbei. Ansonsten stürze ich mich in das Schneegebiet und schließe mich dem „Train“ von Spielern an, die quer durch das Gebiet ziehen und alle Champions verprügeln.

Warum ich es trotzdem nicht mehr so oft spiele? Das ist eigentlich eine gute Frage, vermutlich, weil ich in GW2 mit meiner Sylvari im Rollenspiel recht schnell gelangweilt war, da es eine erschreckend große Anzahl von „Sex-Charakteren“ auf dem Rollenspielserver gab und ich wohl an deutlich zu viele davon geraten bin.

Das Spiel als solches ist großartig und eine Menge Dinge können sich andere MMOs davon abschneiden – was ja WildStar zum Beispiel auch macht.

Vista

Das „übergreifende“ und gelungene Daily System von GW2 ist eins der wenigen, das ich im MMO Bereich gut finde…Das strukturierte PvP fand ich anfags schon verwirrend, nicht die Kämpfe selber, sonder das drumherum, mit den ganzen Turnieren und so,…Der Grund wieso ich kein GW2 mehr spiele ist aber ein anderer: Die fehlende Holy-Trinity. Mir fehlt in GW2 komplett das Zusammengehörigkeitsgefühl in den Verliesen. Jeder schaut auf sich, als wären es NPCs. Da ist mir ist das aufeinander bezogene System aus Tank, DD und Heiler lieber.

Gerd Schuhmann

Das ist auch genau das, was ich so gehört habe von den Leuten. Es ist toll, das mit den Vistas ist toll, das ist toll, das ist toll – aber ich spiel’s nicht.

Das war so mein Anstoßpunkt für den Artikel – und ich hab versucht, das ehrlich zu ergründen, warum eigentlich jeder GW2 toll findet, es aber doch gerade viele nicht spielen.

Und ich glaube es liegt daran, dass nicht dieser Sammeltrieb so bedient wird wie in anderen Spielen und dass viele Spieler einfach orientierungslos sind. Ich hab das in meinem Bekanntenkreis wirklich oft über GW2 gehört.

Aber klar, das wär mein Ansatz und das sollte man auch nicht absolut setzen. Du bist sicher ein ganz anderer Spielertyp und hast dann dementsprechend auch einen anderen Bekanntenkreis und hörst andere Dinge. Ich wüsste zum Beispiel nicht, was ein „Sex-Charakter“ ist. Ich zuck auch immer mit den Schultern, wenn was über die Charaktererstellung kommt, weil mir das persönlich nicht wichtig ist. Aber natürlich ist das legitim. Hat halt jeder andere Prioritäten und Perspektiven.

Cortyn

Ein „Sex-Charakter“ kommt natürlich nur auf Rollenspielservern vor, wenn man also garkein Rollenspiel betreibt, dann bleibt man davon ohnehin verschont.

Grob zusamengefasst kann man sagen, dass es ein Charakterkonzept ist, was darauf ausgelegt ist, mit möglichst vielen anderen in die Kiste zu springen. Der einzige Daseinszweck scheint Sex-Rollenspiel zu sein. Oft erkennt man diese Leute schon nach 2-3 Sätzen, weswegen man als langjähriger RPler solche Leute automatisch „rausfiltert“, aber wenn es davon zuviele gibt, steigt doch der Frustfaktor.

Laurina Hawks

Sex RP in GW2?? Das grenzt ja schon an Pädophilie, lol. Ich will doch sehr hoffen, dass sich das auf Menschen und Norns beschränkt, denn bei dem Gedanken an Sex mit Asuras oder gar Charrs wird mir irgendwie dann doch übel. 🙂

Cortyn

Ich seh jetzt nicht, was Sex-RP mit Pädophilie zu tun hat, aber das kannst du sicher erklären.

Laurina Hawks

Weil die chars in GW2 oft was Kindliches haben, deshalb das Pädophilen Ding. Aber das ist subjektiv. Natürlich werfe ich niemandem, der GW2 Sex RP spielen will vor, dass er pädophil ist.

DioHard

Nur kurz zum Punkto Sammeltrieb. Ich habe schon viele MMO’s gespielt, auch WoW und bin bisher nur an GW1&GW2 hängen geblieben. (Ich bin deswegen kein Fanboy, wenn dann eher ein LoL-Fanboy, aber egal)

Ich habe auf jeden Fall noch nie ein Spiel gespielt bei dem ich einen größeren Sammeltrieb hatte als bei GW2, man braucht so viele bestimmte Sachen für bestimmtes Equipment, man kann alles Sammeln und wieder benutzen, jetzt wenn dann auch noch dei Garderobe kommt, kann man sich dutzende Rüstungen für jeden Zweck basteln, z.b. eine Rüstung die nur für einen bestimmten Dungeon ist. Außerdem muss man vieles auch erst mal eine ganze Weile sammeln, bis man endlich etwas dafür bekommt.

(Dazu kommt noch, dass man in jedem Beruf Rezepte selbst entdecken kann – Also denke ich bei jeden Metall oder anderem Material was ich finde: Ohh, mal schauen was sich daraus machen lässt. UND noch viel wichtiger, man kann fast alle Gegenstände in der Mystischen Schmiede miteinaner kombinieren. Da ist dann auch noch Glück dabei, aber im Prinzip kann man da auch viel entdecken!)

Unterm Strich will ich damit sagen: Wenn man mal die Sachen die man findet kurz im Wiki oder so anschaut, dann erschließt sich einem schnell was man wofür braucht.
Und als ich das rausgefunden habe, war der Suchtfaktor groß.

Gerd Schuhmann

Also ich hab das in der Phase, wo ich versucht habe, in das Spiel reinzukommen, auch gemacht. So dann diese Event-Trains (wo ich mir komisch vorkam, mit level 80 auf level 35 runtergestuft durch ein Gebiet zu wetzen), und dann gibt es ja eine eigene Seite mit Spawn-Timer für Events, da war ich, das hab ich gemacht, und dann hab ich versucht, mich tiefer einzulesen, und hab gesehen, dass man mit Dailys Laurels farmt für etwas besseres Klein-Gear und dann hab ich gelesen, dass es „Precursors“ gibt für die Schmeide und dass es das und das gibt und Fraktale in Stufen usw. – und dann war’s mir einfach zuviel und ich hab aufgehört.
Ich hab dann noch, was du auch gesagt hast, angefangen mit einem Char diese 100% anzustreben. Das ist aber wenn man das 4. Startgebiet durchmacht, dann auch nicht sehr unterhaltsam. Ich glaub ich bin bei 55% oder so dann hängen geblieben.

Ich denke: Irgendwo hinter so dieser Schwelle ist ein Endgame, aber GW2 kriegt es – für mich – nicht hin, mich über diese Schwelle zu führen. Das hat mir die Diskussion auch wieder klar gemacht.

So lange man in GW2 ein klares Ziel hat (werd Stufe 80), fand ich es echt gut und dann ist es für mich irgendwie abgerissen. Sicher ist das auch zum Teil meine Schuld, aber ich denke, das geht ja auch vielen so, was man so hört und mitbekommt.

Jetzt hab ich bei GW2 tatsächlich so ein bisschen das Gefühl: Das Zeitfenster schließt sich. Find ich eine ganz faszinierende Geschichte mit dem Game. Also ich hatte immer wieder so die Idee: Na, wenn mal wieder gar nix geht, dann fuchst du dich richtig in das Spiel rein! Wenn du da Muse dafür hast. Aber irgendwie stehen jetzt TESO, WildStar, Everquest Next usw. schon an – komische Sache.

Vielen Dank für deine Beiträge, fand ich echt interessant das zu lesen von einem, der über diesen „Hügel“ gekommen ist.

Laurina Hawks

Ich kann das absolut nachvollziehen, was du hier schreibst. GW2 ist unglaublich spannend, witzig und interessant, solange man ein Ziel hat. Zunächst war mein Ziel, 80 zu werden, dann war mein Ziel mit wenigstens einem Char 100% Weltkarte zu erlangen, dann wollte ich wenigstens Fraktalstufe 50 erreichen, dann wollte ich alle Dungeons mit allen Wegen abschliessen, dann… begann ich alle Klassen zu leveln, bis ich alle 8 voll hatte. Nun gut, da war noch das eine oder andere Item im Shop, das ich haben wollte, dann hab ich auch wenigstens ein aufgestiegenes Rüstungsteil gecraftet (ein Alptraum an Grind!) und dann war bei mir ebenfalls Schluss. Andere haben dann halt weitergemacht: sämtliche Rüstungsteile, sämtlicher Kategorien auf aufgestiegen gecraftet, legendäre Waffen gecraftet (ein Mega Alptraum an Grind) und dann… langweilte ich mich zu Tode. Da waren aber auch 2 Jahre rum. Ich hätte jetzt noch die Story x-mal spielen können, um sämtliche Erfolge zu kassieren, aber solche blinden Routinen verweigere ich stets. Nicht nur in GW2. Ich habe also aufgehört und habe mich wieder ausschliesslich TSW gewidmet. Dort war inzwischen Aegis raus und Kaidan und Dailies etc. Hat einen Riesenspass gemacht, nur noch TSW zu zocken (ist eigentlich auch mein Lieblingsgame, GW2 mag ich auch sehr, aber TSW ist halt die wahre grosse Liebe). So. Dann kam HoT raus und ich habe lange gezögert, das zu kaufen. Ich hatte vor allem Bedenken, dass die neuen Maps aussehen könnten wie Caledon Wald (was ja auch Maguuma heisst) und den mochte ich nie mit seinen Teletubbie Flummislimies, weil ich mich da echt veräppelt fühlte. Aber ich war dann überrascht wie GUT die Erweiterung gelungen ist und wie umfangreich. Jetzt hat das Leben in GW2 zunächst mal wieder einen Sinn. Danach sehen wir weiter, dann kommt in TSW eh ein neues Gebiet ^^

Antiklimax

So ist es. Ich verstehe z.B. bis heute nicht, was an instanziertem Housing so toll sein soll, und warum das auf einmal quasi jedes MMOG nachliefern möchte. Und ob das PvP funktioniert oder nicht ist mir völlig egal, weil ich das in MMOGs einfach nicht spiele.

Ich mag aber einen Character spielen, der zumindest nicht aussieht als wäre er ein 16-jähriger Emo mit starken kognitiven Beeinträchtigungen (*auf z.B. GW2 schiel*). Auf der Kehrseite muss ich allerdings auch nicht die exakte Ausrichtung der Wangenknochen bei der Erstellung manipulieren können.

Unter dem Strich ist es aber selten *die eine Sache* weshalb ich ein MMO nicht weiter spiele. Meistens ist es viel mehr die Summe mehrerer einzelner Punkte. Will sagen, wenn das Spiel ansonsten gut genug ist, ist mir der 16-jährige Emo mit der starken kognitien Beeinträchtigung auch schon wieder fast egal 😉

Antiklimax

Die Gründe warum mich GW2 nicht nachhaltig überzeugen konnte (auch wenn ich es hin und wieder gerne spiele):

Die Gesichter/Frisuren sind zu 90% zum abgewöhnen. Bei jedem neuen Char nehme ich (pro Rasse) am Ende wieder die gleiche Combo, nur um dann festzustellen das es praktisch alle anderen genauso gemacht haben. Man unterscheidet sich dann quasi noch durch die Farben.

Das Fehlen der Trinity. Erst hielt ich das für eine gute Idee. Nachdem der erste Dungeon dann aber kompett durchgestorben wurde, zweifelte ich doch etwas daran. Wobei man sagen muss, es lag da auch an den extrem unbalancierten Gegnern zu der Zeit. Während ein Boss relativ einfach gelegt wurde, biss man sich an vermeintlichen Trashmobs schon wieder die Zähne aus.

Die fehlende Charakterprogression: Irgendwie passiert pro Level recht wenig. Man kann schon im Startgebiet seine Lieblingswaffencombo vollständig beherrschen und neue/andere Fähigkeiten gibt es dann nur noch durch Waffenwechsel. Das fühlt sich manchmal einfach etwas mau an. Wobei das krasse Gegenteil, daher 80 verschiedene Skills von denen man eh nur die gleichen 5 oder 6 durchrotiert, auch nicht viel besser ist.

Das sind natürlich meine ganz persönlichen Gründe. Aktuell habe ich GW2 übrigens wieder auf der „Platte“. Weil es insgesamt betrachtet für mich dann auch wieder nicht schlechter ist als z.B. TESO, ich aber bei GW2 keine Gebühren zahlen muss,

Gerd Schuhmann

Ja, stimmt die Progression beim Char direkt mit den Skills. Dass sich der Held eigentlich auf Stufe 10 so spielt wie auf Stufe 70 – das ist ein guter Punkt.

Ich find das bei dem Spiel spannend zu sehen, warum das bei vielen nicht so verfangen hat wie andere Games, obwohl eigentlich kaum wer was Schlechtes über GW2 zu sagen hat.

Laurina Hawks

Ich bekomme langsam das Gefühl in einer sehr alten Diskussion gelandet zu sein. Mist, jetzt sehe ich es auch: vor 2 Jahren. lol. Man verzeihe mir also mein Unverständnis.

DioHard

Ich habe das mit der Charakterprogression auch so gesehen. Anfangs.
Nun hat sich mir jedoch erschlossen, dass die Charakterprogression eher in sachen Equipment, Persönlicher Erfahrung, dem vertrautwerden von den Skillsets und Waffen und eine gesunde Abstimmung der selben mit seiner Spielgruppe.
Ich nutze meine Skillsets auf level 80 gänzlich anders als auf level 10-X, da habe ich meist nur alles gedrückt wenn es bereit war. So ist das nun nicht mehr.

Was du sagst zur Charakterkreation kann ich leider nicht nachvollziehen. Dadurch dass es so viele Farben, Rüstungen und Gesichter/Frisuren gibt (noch mehr durch MAKEOVER Kits, die man in Truhen bekommen oder im Gemshop kaufen kann) gibt, sieht eigentlich jeder anders aus! Gerade auf highlevel, wenn dann jeder sich die gewünschten Waffen und Rüstungsskins „transmuted“ – Man kann auch ein Anfängerschwert mit perfekten Stats bauen, wenn man es hübsch findet!

Antiklimax

Du solltest das Spiel nicht rein aus der Level 80 Perspektive beurteilen, sondern auch mal an den Weg bis dahin denken. Sehr viele kommen aber gar nicht erst bis dahin, u.a. vielleicht auch aus den hier genannten Gründen.

Tatsächlich habe ich bei dir sogar den Eindruck, nachdem was Du hier beschreibst es ist gar nicht GW2 selber was dir mittlerweile gefällt, sondern viel mehr der Umstand das du dort Leute gefunden hast, die dich „aufgefangen“ haben. Denn dein Text „Nun hat sich mir jedoch erschlossen, dass die Charakterprogression eher in sachen Equipment, Persönlicher Erfahrung,…“ gilt ja nun so für praktisch jedes MMO 😉

DioHard

Da könntest du recht haben. Allerdings finde ich den Weg bis lvl 80 auch interessant, sonst würde ich ja nicht weiter Charaktere leveln. Habe in meinem anderen Kommentar, was keine Antwort auf deins war beschrieben, dass ich hochlevle und daran auch Spaß habe- Es ist anders, aber das ist wohl in jedem MMO so. Ich finde persönlich auch den Endgame Content viel wichtiger als das davor.
Was einem da Story und Inszenierungstechnisch in Guild Wars geboten wird ist jedenfalls erste Sahne. 😉

DioHard

Ich hatte als eingefleischter Guild Wars Fan auf GW2 zugefiebert und es direkt gespielt. Mir ging es anfangs genau so wie in dem Artikel beschrieben wird. Das erste Argument mit der Trinity ist mir nicht aufgefallen, die anderen beiden Aspekte schon.
Nun habe ich vor kurzem wieder angefangen GW2 zu spielen. Wurde aufgefangen von einigen Freunden die es die ganze Zeit weiter gespielt haben. Diese haben mir dann meine Ziellosigkeit genommen, nun habe ich genaue Pläne, was ich jeden Tag machen will und freue mich schon immer auf das Ergebnis davon (in Form von Ausrüstung, oder anderen Dingen.) PVP habe ich völlig den Rücken gekehrt, das existiert für mich gar nicht. Als ich lvl 80 wurde und die Dungeons gesuchtet habe und in das Meta-PvE eingestiegen bin war ich gefesselt. Es lässt mich nun seit einigen Monaten nicht los und ich bin fast täglich in Tyria unterwegs!

Gerd Schuhmann

Das find ich interessant, ich kann mir das gut vorstellen, dass man echt wen braucht, der einen so bei der Hand nimmt und über diese Hürden und Schwellen führt. Aus dem normalen Spielerlebnis ergab sich das für mich nicht – ich hatte auch so das Gefühl „Irgendwie müsste ich jetzt mal 5 Stunden Foren lesen, um zu begreifen, was die von mir wollen“ – aber ich find den Übergang vom Leveln ins Endgame echt diffus bei dem Spiel.

Kannst du vielleicht, wenn es dir nicht zu viel Arbeit ist, kurz umreißen, wie das läuft? Also seid Ihr in einer festen Gruppe und macht ihr Inis? Oder wie sieht so ein GW2-Tag für dich aus? Welche Ziele hat du da?

Antiklimax

„Irgendwie müsste ich jetzt mal 5 Stunden Foren lesen, um zu begreifen, was die von mir wollen“ – so bzw. noch viel schlimmer war es für mich bei The Secret World. Am Ende hatte ich echt den Eindruck, ich hätte das sprichwörtlich studiert ^^ Dagegen empfinde ich GW2 dann doch als sehr zugänglich 🙂

Gerd Schuhmann

Ja, aber bei The Secret World ist es so, dass man das schon während des Levelns hat. Da ist das so ein Prozess.

Bei Guild Wars fand ich es so: Bis Level 80 alles klar und dann hatte ich lauter Fragezeichen um den Kopf.

DioHard

Klar, gar kein Problem.
Also den Daily zu machen ist standard. Den kann man auch oft nebenbei machen.
Dungeons egal mit welchem Level sind dann auch auf der Tagesliste, dafür bekommt man nämlich als Belohnung eine Extra-Währung für die man sehr gute (teilweise auch gut aussehende) Exotische Waffen und Rüstungen bekommen kann. (Also ganz ohne Geld dafür zu zahlen, nur die Dungeon Punkte) So gibt es für jede Dungeon andere Waffen und Rüstungen. Der Witz dabei ist, dass jede Dungen 3 „Wege“ hat, die man spielen kann, und wenn man einen Weg mehrmals pro Tag macht gibt es immer weniger Belohnung dafür. Deswegen ist die Motivation groß da auch täglich dran zu gehen.
Des weiteren gibt es Boss Events, die alle Paar Stunden stattfinden, bei denen man als Belohnung auch nur 1x am Tag (pro Charakter) eine Belohnung erhält, die man für sehr spezielle Ausrüstung braucht.
Dazu kommt dann, dass ich meine weiteren Charaktere hochlevele und den Titel mit meinem Hauptcharakter dafür haben möchte, die Welt zu 100% erkundet zu haben. So mache ich dann ab und an auch mal ein Gebiet komplett. Da gibt es auch sehr nette Belohnungen.
Meine Motivation ist immer irgendwelches Equipment, das ich haben will. Ich schaue dazu dann in GuildWiki was ich dafür brauche und wo ich es bekomme. Dann geht’s los 😀

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