Fortnite-Star ist erst 19, kommt mit Hass auf Twitch nicht mehr klar

Der erst 19-jährige Ali „Myth“ Kabbani gilt als einer der besten und innovativsten Fortnite-Spieler der Welt. Aber er hat ein Problem – mit seinem Twitch-Chat.

Wer ist Myth? Myth ist ein bekannter eSport-Profi in Fortnite. Er ist 19 und spielt für „Team SoloMid“, eine der größten Organisationen im eSport. Daneben hat er sich eine riesige Anhängerschaft auf Twitch aufgebaut: Mit über 4 Millionen Followern hat Myth den drittgrößten Twitch-Kanal der Welt.

Myth gilt als ein innovativer Fortnite-Spieler, der den Spielstil geprägt hat, dem mittlerweile viele folgen. Seine Bau-Skills gelten als meisterhaft.

Es läuft nicht so unter Druck: Myth hat aber eine Art „Fluch.“

Obwohl seine Skills zweifelhaft riesig sind, hat er die in den eSport-Turnieren von Fortnite noch nicht unter Beweis stellen können. Bei einigen hochkarätigen Turnieren ist er ziemlich doof an Fallschaden gestorben.

Bei dem offiziellen eSport-Events von Epic Games, der Summer Skirmish Series, hat er kaum eine Rolle gespielt. Während andere eSportler wie Poach brillierten und sich Newcomer hohe Preisgeld sicherten, blieb Myth das verwehrt.

Mini-Streamer gewinnt 86.000$ bei Fortnite und wunderbaren Anruf von Papa

Das hat ihm einen stetigen Strom an Beleidigungen eingebracht. Leute halten ihn für „overrated“ und teilen ihm das nur zu gerne live im Twitch-Chat mit.

Das sagt Myth: Als Teil des Problems hat Myth daher seinen Twitch-Chat ins Visier genommen. Das berichtet die US-Seite Kotaku. Dort strömt ihm jeden Tag so viel Hass entgegen, dass er glaubt, es behindere sein Spiel.

Myth sagt, er sei 19 und ein Mensch. Dieser enorme Hass beeinflusse ihn negativ. Das sei kein gesundes Umfeld für einen Menschen, um sich zu verbessern.

Ninja sorgt für mehr Hass: Den Höhepunkt erreichte der Hass wohl, als der noch größere Fortnite-Streamer Ninja den Stream von Myth re-hostete. Dadurch hatte Myth plötzlich eine Reihe von fremden Fortnite-Fans im Channel, die ihn beleidigten.

Sie sagten, er spiele wie eine „Bitch“, könne Dinge lutschen oder werde ohnehin versagen.

Ninja-Fortnite

Myth zieht Konsequenzen: Mittlerweile hat Myth seinem Chat eine Entscheidung mitgeteilt: Er wird „Scrimmages“ nicht mehr live übertragen oder zu dieser Gelegenheit den Chat verlassen.

„Scrimmages“ sind Trainingseinheiten unter Wettkampfbedingungen, die Profis absolvieren.

Twitch frisst seine Kinder

Das steckt dahinter: Auch im konventionellen Sport werden Sportler von ihren eigenen Fans gerne und furchtbar ausgeschimpft. Die projizieren ihre Hoffnungen auf den Sportler, identifizieren sich mit ihm und sind tief enttäuscht, wenn er versagt. Das Schimpfen dient als Ventil, um den eigenen Frust abzulassen.

Allerdings gibt es im konventionellen Sport eine große Distanz zwischen Sportler und Fan.

Fortnite-Rift

Im eSport ist diese Distanz oft viel geringer, gerade weil die Streamer auch Entertainer sein müssen und die Nähe zum Publikum suchen.

Für einen 19-Jährigen ist ein Twitch-Chat mit über 4 Millionen Followern, die jeden Fehler sezieren, kein gutes Umfeld. Gerade wenn einige ohnehin schon eine Menge eigene Probleme mit in den Chat bringen.

Auch für ältere Streamer ist Twitch knallhart, selbst wenn sie keine Probleme mit ihrem Chat haben:

Destiny: Populärer Streamer fürchtet, Twitch frisst sein Leben auf
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JimmeyDean
JimmeyDean
1 Jahr zuvor

Ja das Internet ist scheisse, die Leute asozial und die Handhabe dagegen nicht vorhanden…das weiss ich, das weisst du und das sollte jeder Selbstdarsteller im Netz im Vorraus wissen….natürlich ist die Sache an sich das Problem, aber die wird sich niemals lösen lassen….….also komm ich zu dem Schluss, dass konsequenterweise auch die Leute das Problem sind, die sich unter den gegebenen Voraussetzungen darauf einlassen und dann damit nicht klarkommen….jeder Beruf hat seine Schattenseiten…..Maurer müssen Steine schleppen, Polizisten werden von Assis bespuckt und Streamer bekommen Geflame und Hate ab usw usf….damit klar kommen oder sich was anderes suchen. Wie ich sagte,… Weiterlesen »

BigFreeze25
BigFreeze25
1 Jahr zuvor

Wenn er mit den Kommentaren nicht klar kommt, dann sollte er seinen Fokus einfach nur noch auf den Esport richten und das streamen einfach sein lassen. Oder aber gegebenenfalls den Chat einfach nicht mehr lesen. Klappt bei einigen Pro-Spielern die streamen auch: die konzentrieren sich nur auf ihr Game, deren Unterhaltungswert liegt dann halt nicht darin, sich mit dem Publikum zu unterhalten, sondern einfach nur ihren Skill zu präsentieren. Manch einem Zuschauer reicht das.

Motschmanswelt
Motschmanswelt
1 Jahr zuvor

Ich kenne den Spieler nicht und beziehe mich rein auf die Aussagen im Artikel… wundert´s Einen!? Wenn man permanent gesagt bekommt, wie sch…lecht man doch spielt, baut man in stressigen Situationen tatsächlich krasse Fehler. Was ist die Folge? Noch mehr Hass! Diese „Blockade“ zu lösen dürfte nicht einfach sein. Das mag jetzt oldscool klingen, aber wer meint, er könne es besser, soll es doch einfach vormachen, Punkt! Konstruktive Kritik ist völlig ok, was in der scheinbaren Anonymität des Internets aber mitunter abgeht, ist eine Unverschämtheit. Nur zu verständlich, wenn Konsequenzen gezogen werden. Ein Hoch auf unsere (a)sozialen Medien… das bringt… Weiterlesen »

Tebo
Tebo
1 Jahr zuvor

Damit triffst Du den Nagel auf den Kopf. Erschreckend nur, das man irgendwie keine echte Lösung hat.
Das Internet ist einfach zu anonym.

Evtl nur noch Leute kommentieren lassen die sich mit Ausweis verifiziert haben? Und bei solchen Ausbrüchen ordentlich mit Strafen zur Kasse bitten.

Schon traurig das Ganze…

Psycheater
Psycheater
1 Jahr zuvor

Tja, im Internet darf halt jeder seine eigenen, perversen Machtfantasien ausleben. Schadet ja keinem :-/
Dem einen oder anderen sollte man den PC/das Handy echt wegnehmen. Abartig sowas

Corbenian
Corbenian
1 Jahr zuvor

Und es zeigt mal wieder, dass der Begriff „asoziale Netzwerke“ leider zutreffender ist, als sein ursprünglich angedachtes Pendant… Zu Anfangszeiten des Internets wurde die sogenannte „Netiquette“ stets erwähnt, hervorgehoben und wer sich nicht dran hielt rigoros ermahnt und danach gebannt. Da konnte man noch wunderbare Diskussionen führen. Zwar oft schon mit passiver Aggressivität, aber nie so offen wie heute. Dann kam die Zeit mit dem Slogan „Don’t feed the Troll“ – schöne Weisheit, zeigte aber leider nie die erwünschte Wirkung, da sich Leute doch immer provoziert fühlten/fühlen. Diesen Spam und Hatte muss man leider konsequent ignorieren. Ich verstehe auch nicht,… Weiterlesen »

cost4
cost4
1 Jahr zuvor

„Jetzt postet jeder Depp im Nett und das merkt man.“

hab grad einen gelesen

Deader
Deader
1 Jahr zuvor

Wer damit nicht umgehen kann sollte sich fragen ob das Internet der richtige Arbeitsplatz ist. Ja es ist scheisse aber solange man den Chat nicht 24/7 betreut gibt es immer irgendwelche Halbstarken die meinen sie können tun und lassen was sie wollen.

Ich hab paar seiner Streams gesehen und vor allem mit seinem Team einfach nicht ansehbar. Jede 5 sek yo bro yo brooo yo ….

Keragi
Keragi
1 Jahr zuvor

Einfach nur traurig, die sollen ihn einfach spielen lassen des spielens wegen.

Markus Pfeifer
Markus Pfeifer
1 Jahr zuvor

hmmmm erinnert mich stark an LAN treffen , da waren die meissten superstars auch aufeinmal richtig scheisse , naaaa woran das liegen mag

Gotteshand
Gotteshand
1 Jahr zuvor

Aber um ehrlich zu sein, gab es damals auch viele Quake Profis die auf Offline Turniere nur scheisse waren, aber Online dafür umso besser.Genauso auch in den Anfangszeiten von Counter Strike. Das lag damals aber an der Trefferlatenz.Viele „Profis“, unteranderem zb auch Fatal1ty, der NUR Offline brillieren konnte und bis heute kein Online Turnier gewonnen hat, kam auf den verzögerten bzw sofortigen Trefferhits nicht klar. Fatal1ty kommt bis heute aufs Online Gaming nicht richtig zurecht, egal in welchem Spiel.Deshalb spiele er auch kein Quake Live.Und in allen anderen Online Game ist er Solala. Offline aber hat er sie damals mit… Weiterlesen »

Zerberus
Zerberus
1 Jahr zuvor

Warum soll es im Esport anders sein als z.B. im Fussball. Da ist es die Anonymität der Masse die Pöbeleien und asoziales verhalten legitimieren.
Hier ist es halt die Anonymität des Internets….
Da solches Verhalten aber nur schwer verfolgt werden kann, bzw kaum bis gar nicht bestraft wird, wird sich daran auch nichts ändern.

Am Ende stehen dann die oben die mit äußeren Einflüssen am besten umgehen können.

Insane
Insane
1 Jahr zuvor

Ich kann mich absolut nicht in diese Personen hineinversetzen. Was eine Person dazu bewegt sich auf diese Art und Weise zu verhalten, ist für mich vollkommen schleierhaft. Das gibt es nicht nur auf Twitch, sondern auch überall sonst.

Diese Menschen müssen ein ziemlich trauriges Leben führen – anders kann ich es mir nicht erklären.

chevio
chevio
1 Jahr zuvor

Jo ich denke auch, dass „traurig“ ein gut gewähltes Wort ist. Sich so zu verhalten fühlt sich für alle Beteiligten, inklusive dem Angreifer, nicht gut an und meist folgt ein Teufelkreis, bestehend aus aggressiven Reaktionen, aus dem man nur mit viel Kraft wieder ausbrechen kann. Sich in Personen hineinzuversetzen, die auf den ersten Blick unverständlich handeln, kann helfen nicht selbst abzurutschen, falls es einem einmal schlechter geht. Der Grat ist bei jedem schmal.

self1sch
self1sch
1 Jahr zuvor

Gibt ja auch sub only chat, dann können nur Abonnenten von ihm schreiben. Sollte das Problem größtenteils lösen….

Seal
Seal
1 Jahr zuvor

Nicht mehr in der Größenordnung. Einerseits lassen sich Subs mittlerweile in Mengen verschenken (Auch random) und andererseits sind die 4,99 keine finanzielle Schmerzgrenze für Trolle.

Letztlich braucht der junge zuverlässige Moderatoren und Bots.

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