Auf dem Steam Next Fest gibt es wieder einige Demos von kommenden Spielen. MeinMMO-Redakteur Nikolas Hernes hat sich dabei eine kurze Demo zu einem seiner liebsten Anime geschnappt und war vom Genre positiv überrascht.
Um welchen Anime geht es? Die Grappler-Baki-Reihe vom Mangaka Keisuke Itagaki lässt sich ziemlich einfach zusammenfassen: Baki will seinen Vater Yujiro besiegen und der stärkste Kämpfer der Welt werde. Dabei lernt er andere Kämpfer kennen, prügelt sich oder schaut dabei zu, wie andere sich prügeln.
Das ist so absurd, wie es brutal ist und ich genieße das sehr. In jedem Kampf gibts Erklärungen zu Kampftechniken, die so verrückt sind, dass man einfach lachen muss. Die Wucht der Kämpfe kann aber überzeugen, und das auch in der Netflix-Serie, die leider etwas reduzierter animiert ist.
Als ich für das Steam Next Fest nach spannenden Demos geguckt habe, musste ich Baki Hanma: Blood Arena direkt herunterladen und überraschenderweise ist es kein klassisches Fighting-Game. Es orientiert sich an einem alten Nintendo-Klassiker, und das gefiel mir ganz gut.
Wer erinnert sich noch an Punch-Out?
Wie ist die Demo zum Spiel? Zu meiner großen Überraschung ist Baki Hanma: Blood Arena kein klassisches Fighting-Game wie Street Fighter oder Tekken. Das Spiel orientiert sich an den Nintendo-Klassiker Punch-Out. Die Kamera ist hinter dem Charakter und ihr könnt mit eurer linken und rechten Faust zuschlagen und mit dem Stick oder Pfeiltasten in verschiedene Richtungen ausweichen.
Im Kampf ladet ihr noch eine Spezial-Leiste auf, die einen starken Angriff mit passender Animation ausführt. Hat man selbst oder der Gegner kein Leben mehr, dann ist es aber noch nicht vorbei. Erst wird ausgezählt und wenn ihr dann die Angriffstaste schnell drückt, könnt ihr noch einmal aufstehen. Aber auch der Gegner kann aufstehen.
Im Kampf an sich muss man auf den Gegner reagieren und die Angriffe lernen, um perfekt ausweichen zu können. Das ist nicht sonderlich prunkvoll animiert, hilft aber der Sichtbarkeit im Kampf, weshalb ich eigentlich keine Probleme damit hatte. Der Artstyle orientiert sich stark an der Netflix-Serie, die 2018 startete.
Untermauert wird der Stil noch von gelegentlichen Reaktionen von anderen Charakteren aus der Serie, was perfekt zur Manga- und Anime-Reihe passt.
Als Fan der Serie habe ich mich direkt wohlgefühlt. Man sieht schon in der Demo bekannte Charaktere und die kurzweilige Demo hat durchaus Spaß gemacht. Der erste Kampf hat sich solide gespielt, auch wenn man sich an das Gameplay erst einmal gewöhnen muss. Trotz der reduzierten Animationen wurde der Flair der Kämpfe gut eingefangen.
Das Gameplay könnte auch für Nichtfans interessant sein, vor allem wenn man mal den etwas anderen Fighter
zocken möchte. Eine Affinität für absurde Anime-Kämpfe sollte man aber mitbringen.
Nach dem ersten Kampf bekommt man einen kleinen Sneak Peak auf andere Mechaniken und die versprechen schon mal, dass das Spiel durchaus Abwechslung bieten will. Beispielsweise sorgte ein Angriff des Gegners auf die Augen, dass man links nichts sehen konnte.
Bleibt abzuwarten, ob das Spiel das auch in der finalen Version schaffen wird. Als kleiner Titel für zwischendurch werde ich das Spiel aber definitiv im Auge behalten.
Bis zum 16. Juni um 19:00 Uhr läuft noch das Steam Next Fest und neben Blood Arena gibt es noch viele weitere Demos, die ihr ausprobieren könnt. Eine weniger brutale Demo findet ihr hier: Der Vorgänger einer Demo auf Steam hat mir ein Hype-Genre schmackhaft gemacht, dabei verachte ich es
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