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HPS-Vergleich: Die besten Raid-Heiler in WoW

Sie sind wichtig, und trotzdem werden sie oft vernachlässigt und vergessen: Die Heiler von World of Warcraft: Legion. Von ihnen hängt zu großen Teilen ab, wer in der Gruppe überlebt und wer stirbt. Wir werfen für Euch einen genaueren Blick auf die Stärksten!

Vorab sei gesagt: Es ist sehr schwer, eine „Tier-List“ an Heilern aufzustellen. Jede Klasse hat verschiedene Vorzüge. Sie sind in bestimmten Bereichen gut, bringen besondere Fähigkeiten mit, oder ergänzen sich besonders gut mit anderen Klassen.

Ein Ranking zu erstellen ist trotzdem möglich, auch wenn es mit Vorsicht zu genießen ist. Die verschiedenen Heiler benötigen unter anderem auch verschieden viel Ausrüstung oder „Skill“, um vergleichbar stark zu sein.

Die HPS-Rankings für das Grabmal des Sargeras

Für unsere Liste stützen wir uns auf die Zahlen von warcraftlogs, sowie auf persönliche Erfahrungen mit Heilern oder als Heiler.

Die vorliegenden Log-Werte beziehen sich auf die heroische Version des Grabmals des Sargeras mit einem Percentile-Wert von 75% über alle Gegenstandsstufen hinweg. Für den Mythic-Raid gelten andere Zahlen!

World of Warcraft WoW Healer Logs

Heiler in WoW – Wer zuerst kommt, mahlt zuerst!

Wie schon bei den Schadensklassen, liegen auch die Heiler allesamt sehr nah beieinander. Anders als bei ihren Kollegen mit den weißen Zahlen, ist ihre Einschätzung aber schwieriger, denn: Wenn ein Heiler besonders viel heilt, bleibt für den anderen nichts mehr übrig. Charaktere mit vollem Leben kriegen keine Heilung.

Das ist zwar nicht unbedingt vorteilhaft für das Ego des „langsameren“ Heilers, aber sehr gut für den Raid. Das sollte immer im Hinterkopf behalten werden. Je weniger Heiler benötigt werden, desto leichter wird der Boss. Sollten Eure Zahlen also etwas weiter unten sein, die Eures heilenden Kollegen dafür umso höher, ist das kein Grund, zu verzagen, solange der Boss liegt!

World of Warcraft Holy Priest Fan Art by Fuyaoyao

Ein Priester Fan-Art. Künstler: Fuyaoyao. Quelle: Blizzard Fan Art

Die vorliegende Liste ist daher eher eine Orientierungshilfe. Der persönliche Spielerskill ist hier deutlich ausschlaggebender als die Klasse!

Grabmal des Sargeras – Die Heiler im Vergleich

Mit diesem Gedanken sollte nun auch die Tier-Liste der Heiler gelesen werden:

Platz 1: Der Heilig-Priester

Wow priest healer

Die Heilig-Priester sind nicht nur die aktuell stärkste Heiler-Klasse im Raid, sondern auch die zweitbeliebteste. Häufiger werden nur Wiederherstellungs-Druiden gespielt. Sie haben ein sehr ausgewogenes Repertoire an Heilungen, das für alle Situationen überdurchschnittlich gut ist.

Durch ihre Mechanik mit den Heiligen Worten und ihren Set-Boni können Heilig-Priester relativ leicht die Gruppe wieder auf volles Leben bringen, als auch ein Einzelziel intensiv heilen und starke Schadensspitzen abfangen.

Sie bringen zudem unterstützende Fähigkeiten wie den Glaubenssprung oder den Geist der Erlösung mit. Mit dem Talent „Symbol der Hoffnung“ können sie allen anderen Heilern im Schlachtzug ermöglichen, 12 Sekunden lang Zauber kostenfrei zu wirken. Lediglich auf sein eigenes Mana muss der Heilig-Priester etwas genauer achten.

WoW Legion Priest Artwork

 

Da der Heilig-Priester auch sehr einsteigerfreundlich und selbst auf „durchschnittlichem“ Niveau ein starker Heiler ist, kann er sich getrost auf dem ersten Platz ausruhen.

Platz 2: Der Nebelwirker-Mönch

Mönche sind mitunter die unbeliebteste Klasse in WoW. Lediglich bei einigen Bossen sind die Tanks gern gesehen, ansonsten werden sie meist vermieden. Auch bei den Heiler sind sie auf Platz 2 der am wenigsten gespielten – nur Disziplin-Priester gibt es noch weniger.

Ihre Heilung ist dahingegen sehr stark. In den nackten Zahlen der Daten sind sie zwar ein gutes Stück hinter dem ersten Platz, aber noch recht deutlich auf dem zweiten. Nebelwirker können durch Chi-Ji sehr effektiv Gruppen heilen, und das auf Distanzen, die anderen Heiler eher schwer fallen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass sie auch mit zugefügtem Schaden effektiver heilen können („fistweaving“). Dies erfordert jedoch ein extrem gutes Klassenverständnis und einen besonderen Talentpfad – macht den Nebelwirker jedoch zu einer interessanten Option zwischen DPS und Heiler.

World of Warcraft Meditating Pandaren monks at the Temple of the Jade Serpent

Ihr größtes Problem dabei ist, dass sie sich zwischen der Gruppen- und der Einzelzielheilung entscheiden müssen (zum Beispiel Chi-Ji für Gruppenheilung vs. Statue der Jadeschlange für Einzelzielheilung). Versuchen sie beides zur gleichen Zeit, geht ihnen schnell das Mana aus. Stärker noch als ihre Kollegen in den Roben müssen sie ihre Talente der Situation anpassen.

Mit genügend Folianten sollte das allerdings kein Problem sein, was den Mönchen einen stabilen, zweiten Platz beschert.

Platz 3: Der Wiederherstellungs-Schamane

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Schamanen sind schon seit einiger Zeit im Mittelfeld, mit einigen Abweichungen. Ihre einzigartige Spielweise unterscheidet sie dabei stark von den anderen Heilern und gibt ihnen einen besonderen Platz im Raid.

Allem voran ist bei den Heilern in Kette natürlich die Kettenheilung zu erwähnen. Durch ihre Meisterschaft heilen Schamanen Ziele mit wenig Lebenspunkten stärker, was die Kettenheilung zu einem mächtigen Instrument macht. Sie ist das wichtigste Werkzeug der Klasse.

World of Warcraft wow restoration shaman artwork healing wave

Was jedoch für die meisten Raids wichtiger ist sind die Totems. Insbesondere das Totem der Geistverbindung und das Wolkenbruch Totem spielen eine große Rolle. Ersteres ist dabei ein Raid-Cooldown, der starke Schläge auf die ganze Gruppe abfangen kann.

Zugleich erleichtert es das Heilen des Schlachtzugs enorm, da die Lebenspunkte aller Mitglieder aneinander angepasst werden. Es ist vermutlich der Grund, warum Schamanen besonders gerne als Ergänzung zu anderen Heilern mitgenommen werden.

Durch ihre Reinkarnation können Schamanen zusätzlich eine Mechanik aushebeln, oder einen Fehler ausgleichen. In Raids vor allem eine gute Wahl, um den „Haupt-Heiler“ zu unterstützen.

Platz 4: Der Heilig-Paladin

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Um die Rüstungsklassen zu vervollständigen finden wir auf dem vierten Platz die Paladine. Paladine sind seit jeher bekannt als die Heiler für Einzelziele und Tanks. Genau diesen Platz füllen sie auch heute noch aus, wie keine andere Klasse.

Durch ihre enorm starken Einzelziel-Heilungen werden sie gerne abgestellt, um sich rein um die Tanks zu kümmern und zu unterstützen, wann immer Zeit und Mana es erlauben. Sie erleichtern damit den anderen Klassen die Arbeit, da diese sich nicht mehr auf die Tanks konzentrieren müssen.

Auch die unterstützenden Fähigkeiten machen den Paladin zu einem soliden Heiler. Die Hand des Schutzes und das Gottesschild erlauben dem Paladin selbst und einem anderen Ziel, Fähigkeiten zu absorbieren oder zu ignorieren. Hand der Freiheit kann Effekte aufheben, die gefährlich werden können.

World of Warcraft

Durch ihre Flammen bringen sie die Möglichkeit mit, ein zweites Ziel ebenfalls sehr effektiv zu heilen. Die Auren verstärken passiv und aktiv (als Raid-Cooldown) die Heilung oder Schadensresistenz. Durch ihre Meisterschaft, die Ziele in ihrer Nähe stärkere Heilung zuteil kommen lässt, sind sie auch gerne im Nahkampf und teilen Schaden aus. Ihre größte Schwäche ist, dass sie kaum mobil sind.

Platz 5: Disziplin-Priester

Von Platz 4 zu Platz 5 gibt es einen etwas größeren Sprung in der Heilleistung. Disziplin-Priester sind die unbeliebteste Heilerklasse im Raid, und mit nicht einmal 50.000 Durchgängen sind die Zahlen auch nicht so sehr aussagekräftig.

Dennoch dürften sie weitgehend stimmen, da Disziplin-Priester zum einen extrem schwer zu spielen sind. Zum anderen füllen sie eine Nische aus, die kein anderer Heiler in diesem Umfang füllen kann.

Die Stoffträger beziehen ihre Heilung vor allem aus dem Schaden, den sie machen. Durch ihre Fähigkeit „Abbitte“ heilen sie jedes Ziel, das von Abbitte betroffen ist, um 40% des verursachten, magischen Schadens des Priesters. Das macht sie vor allem als Schaden-Heiler-Hybride sehr wertvoll.

Hinzu kommt, dass ihre hauptsächlichen Zauber zum „heilen“ Schilde und Schadensreduktionen sind. Disziplin-Priester sind nicht sonderlich stark darin, erhaltenen Schaden auszugleichen. Dafür können sie besser als andere Heiler Schaden vermeiden.

Nichtsdestotrotz ist ihr Spielstil sehr schwer und verlangt ein hohes Verständnis der Klasse, sowie ein tieferes Beschäftigen mit den Mechaniken. Nicht unbedingt geeignet für Einsteiger, in den richtigen Händen aber ein gutes Werkzeug.

Platz 6: Wiederherstellungs-Druiden

Den etwas traurigen, letzten Platz belegen gerade die beliebtesten Heiler: Die Wiederherstellungs-Druiden. Die liebenswerten „Bäume“ sind für ihre Fähigkeit der Wiederbelebung im Kampf sowie ihrer Heilzauber über Zeit (kurz: HoT für „healing over time“) bekannt.

Druiden können relativ leicht große Gruppen als auch Einzelziele dauerhaft heilen. Sie belegen ihre Gruppe schlicht mit Zaubern und warten, bis diese ihre Wirkung entfalten. Das ist jedoch auch zugleich ihr größter Nachteil gegenüber den anderen Klassen.

Da sie zwar vergleichsweise stark, aber auch sehr langsam heilen, ist der Schaden oft schon von einem anderen Heiler negiert worden, ehe der HoT wirksam war. Ein weiterer Nachteil ist, dass sie einen Flächenzauber zum Heilen haben – der jedoch von vielen Spielern konsequent ignoriert wird.

WoW Fanart Druid

Die Lederträger sind an sich sehr gut in dem, was sie tun. Sie sind relativ leicht zu erlernen und bieten solide Heilung über Kämpfe hinweg. Ihr Mana reicht, wenn sie richtig gespielt werden, auch über längere Zeit und sie sind gern gesehene Unterstützer – aber auch Hauptheiler.

Was soll ich denn nun spielen?

Benedict meint: Wie bereits eingangs erwähnt, kommt es bei Heilern vor allem darauf an, wie gut sie gespielt werden. Ihre Unterschiede sind nicht groß genug, um objektiv sagen zu können: „Dieser Heiler ist immer besser als der andere.“

Dennoch hat jeder Heiler Spezialgebiete, in denen er besonders stark ist. Gerade für Schlachtzüge ist die Zusammenstellung der Gruppe und der Heiler wichtig. Die meisten Bereiche können allerdings Heilig-Priester und Wiederherstellungs-Druiden abdecken. Sie sind solide Heiler für jede Situation und finden mit hoher Wahrscheinlichkeit in jedem Raid ihren Platz.

Dieser Dämonenjäger braucht offensichtlich gar keine Heiler – er legt Gul’dan einfach solo!

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