Warcraft Movie: Schauspieler wurde durch WoW faul, dick und glücklich

Der Schauspieler von Orgrim Doomhammer aus dem dem Warcraft-Film gesteht: Das Zocken von WoW hat sein Leben gerettet.

Ein dicker, glücklicher Orc

Dass World of Warcraft dazu beigetragen hat, dass der eine oder andere Spieler ein bisschen zugelegt hat, ist wohl mehr als nur ein Vorurteil. Wenn man aber behauptet, dass WoW einem Spieler sprichwörtlich das Leben gerettet hat, dann runzelt die Gesellschaft oft die Stirn darüber und stempelt die Person als Spinner ab. Umso schöner, wenn sich auch Promis zu ihren Erfahrungen bekennen.

Robert Kazinsky, der Schauspieler von Orgrim Doomhammer aus dem Warcraft-Film, war in der vergangenen Woche bei dem Conan O’Brien eingeladen, einem bekannten Comedian und Entertainer. Dabei wurde kaum über den anstehenden Film gesprochen, sondern vielmehr über das Spiel, und wie es das Leben von Kazinsky beeinflusst habe.

Sinngemäß berichtet Kazinsky, wie sehr ihm sein Job als Schauspieler zugesetzt habe. In einer britischen Kult-Serie habe er einen harten Kerl gespielt. Das führte dazu. dass leicht angetrunkene Personen ihn  in Kneipen gerne mal anpöbelten und sogar schlugen, um sich vor ihren Freunden zu profilieren: „Ich hab dem harten Typen aus der Serie umgeklatscht.“ Sie sahen nicht den Schauspieler, sondern die Charaktere, die er verkörperte. Dies und die steigende Bekanntheiten setzten ihm so zu, dass er sich kaum noch auf der Straße blicken lassen wollte, ohne sich irgendwie unkenntlich zu machen – und dann kam World of Warcraft.

Die glücklichste Zeit des Lebens

Eine lange Zeit versank er in dem Spiel und genoss vor allem die sozialen Kontakte, die er dort knüpfte. Seine Gildenmitglieder wussten nicht, mit wem sie da spielten und das sorgte für einen lockeren, ehrlichen und unbeschwerten Umgang miteinander. Die Belohnungen, die ihm das Spiel gab, stärkten sein Selbstvertrauen.

„World of Warcraft hat mein Leben gerettet“, sagt er mit einem Lächeln. Und davon ist er überzeugt, selbst wenn er eine lange Zeit 18 Stunden am Tag daddelte und die Wohnung kaum verlies. Dann fügt er mit einem Grinsen an: „Es hat mich glücklich gemacht, aber auch fett.“

Orgrim Warcraft Movie

Zum Abschluss gab es noch ein Geständnis, das man so wohl auch nicht oft hört. „Ich habe ein tolles Leben, die perfekte Freundin, wunderbare Arbeit. Aber ich war nie so glücklich wie zu der Zeit, wo ich dick war, Videospiele gespielt habe und keiner Erwartungen an mich hatte.“

Mein-MMO meint: Eine schöne Geschichte, die sicher dazu beitragen wird, die stigmatisierten Games weiter in das richtige Licht zu rücken. Wenn mehr bekannte Personen öffentlich zu ihren Erfahrungen mit Onlinespielen stünden, dann würde sich das Bild der „vereinsamenden Computerspiele“ sicher bald wandeln. Gerade dieses Beispiel zeigt schön, dass Spiele Menschen verbinden können, auf eine Art und Weise, wie es Situationen im „realen“ Alltag oft nicht schaffen.

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Quelle(n): kotaku.com
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