Statt voran zu stürmen, stolpert The Division 2 grad über nervige Kleinigkeiten

Der Online-Shooter The Division 2 war im März im Vollsprint gestartet. Doch wer dachte, dass es von da aus immer nur nach vorne geht, sieht sich jetzt getäuscht. In letzter Zeit stolpert The Division 2 oft über die eigenen Ambitionen und Kleinigkeiten, sagt unser Autor Schuhmann.

So war es zu Beginn: Die ersten Wochen musste man sich ja fast kneifen, um es wirklich zu glauben: The Division 2 legte den besten Start eines MMO-Shooters hin. Die Level-Erfahrung bis hoch nach World Rang 4 war solide und es gab ordentlich was zu tun.

Dabei wirkten die Entwickler aufmerksam und nah an der Community.

Doch ein MMO-Shooter ist kein Sprint, sondern ein Marathon.

Schon im zweiten Abschnitt des Dauerlaufs, als Weltrang 5 kam, tauchten erste Probleme auf. Es zeigte sich, dass nicht alles so toll war, wie anfangs gedacht:

the division 2 zerstlrungsexperte header

So lief es nach dem 1. Update: Massive sagte im Prinzip: „Wartet mal alle kurz, wir müssen mal durchschnaufen.“ Dann legte das Team eine Content-Pause ein, um an der Balance zu arbeiten und die neuen Ideen auf dem Testserver auszuprobieren.

Die Botschaft war klar: Als nächstes geht es mit dem Raid weiter, da soll alles optimal laufen. Das wird ein erster Höhepunkt für The Division 2.

Doch als das Rennen dann wieder angepfiffen wurde, kam Massive kaum aus dem Startblock raus.

The Division 2: 7000 knacken Raid auf PC, 200 auf PS4/Xbox One – Kein Nerf geplant

Der Raid, auf den so viele gewartet hatten, entpuppte sich für viele auf der Konsole als zu harte Nuss – der Raid war wohl nur für Maus und Tastatur ausgelegt. Das sorgte für viel Frustration bei den Gamepad-Schwingern.

Zudem raubte die wahrscheinlich vernünftige Entscheidung von Massive kein automatisiertes Matchmaking anzubieten, vielen die Motivation, den Raid überhaupt zu probieren, krachend zu scheitern und fluchend besser zu werden.

Die Spieler fühlten sich von vorneherein ausgegrenzt und beschwerten sich.

Da Massive vorher die geplante Erhöhung des Gear-Scores gestrichen hatte, gab es nun kaum einen Grund für die Agenten, weiterzuspielen.

Division-2-Operation-Zero

KI-Bug dominierte die letzten Wochen

So ging es nach dem Raid weiter: Seitdem der Raid live ging, machte Massive eher Rückschritte als Fortschritte.

Ein nerviger KI-Bug, der mit dem Raid-Update kam, sorgte dafür, dass sich die Gegner nicht wie in einem taktischen Shooter verhielten, sondern wie Vollidioten nach vorne stürmen.

Massive scheint an diesem Fehler im aktuellen „State of the Game“ selbst zu knabbern. Es heißt, man wisse, wie nervig der Bug sei, auch weil man The Division 2 selbst spielt.

Die Schwierigkeiten mit den Selbstmörder-NPCs lagen an drei Problemen, die zusammen wirkten:

  • Die NPC konnten Spieler offenbar nicht wahrnehmen – sie haben so die Orientierung verloren und sind beim Versuch, hinter den Spieler zu laufen, einfach blind auf ihn zugestürmt
  • es gab einen Bug, der NPCs für kurze Zeit beschleunigte
  • mit Treppensteigen hatten die NPCs ebenfalls Schwierigkeiten

Das sorgte dafür, dass der Bug „noch schlimmer aussah, als er tatsächlich war“, wie ein Entwickler sagte.

Teile des Problems wurden jetzt am Freitag gefixt. Weitere Bug-Lösungen sollen demnächst kommen.

So geht es weiter: Wie es danach weitergeht, verrät Massive aktuell noch nicht, es gibt nur einige Hinweise:

  • es heißt eine 4. Spezialisierung und mehr Content sollen kommen
  • außerdem ist für irgendwann später ein „Zweiter Raid“ geplant, hier will Massive dann aus den bisherigen Erfahrungen lernen
  • und man will eine Vielzahl der aktuellen kleinen und größeren Beschwerden der Spieler angehen, die habe man alle auf dem Schirm, brauche aber Zeit
The-Division-2-State-of-The-Game
Im letzten State of the Game wurde viel über die kleinen Probleme gesprochen, die zuletzt die Entwicklung plagten.

Wir können nur hoffen, dass sich der Läufer „The Division 2“, der so gut gestartet war, jetzt wieder berappelt. Gerade der Bug mit der KI war in einem „taktischen Shooter“ ärgerlich, wie man den Entwicklern auch anmerkt.

Die sind stolz auf ihre KI, die auf den Erfahrungen aus dem Teil 1 basiert. Bei einem taktischen Shooter steht und fällt alles mit der Gegner-KI.

So schnell wie die KI zuletzt nach vorne stürmte, wünschen sich die Agenten das aktuell auch für Massive – die sollen sich aber bitte schön etwas taktischer und geschickter anstellen.

Fan berechnet, wie verdammt selten der perfekte Loot in The Division 2 ist
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