Ein Streamer machte sich zur Challenge, die Story von Diablo 3 durchzuspielen, ohne dabei selbst mit Fähigkeiten oder Waffen-Angriffen Schaden auszuteilen. Wir zeigen euch, wie er das geschafft hat.
Was ist das für eine Challenge? Der Streamer Chitor löste die Kampagne von Diablo 3 ganz “pazifistisch”. In dem Hack and Slay von Blizzard geht es eigentlich darum, mit seinen Angriffen und Fähigkeiten Monstermassen niederzuschnetzeln. Doch Chitor hatte einen ungewöhnlichen Plan.
Seine Regeln waren:
- Keine Attacken einsetzen
- Keine Fähigkeiten einsetzen
- Keine Begleiter (Schuft, Templer, Zauberin) mitnehmen
- Keine Pets nutzen
- Keine Paragonpunkte verteilen (Außer für Bewegungsgeschwindigkeit)
Der “Trick” an der Sache ist, dass der Spieler seine Ausrüstung auf Dornenschaden auslegt. Das bedeutet: Schaden, den Gegner auf ihn wirken, wird zu Teilen reflektiert und damit auf die angreifenden Gegner gewirkt.
Er nutzte dafür ein legendäres Amulett, in das er einen besonderen Edelstein sockelte. Der Stein nennt sich Boyarskys Splitter und erhöht den Dornenschaden des Charakters, der ihn trägt. Hinzu kommt ein passives Talent, das den Dornenschaden der Barbaren-Klasse um 100 % erhöht. Er wählte also einen Barbaren für das Abenteuer und nannte ihn passend “AFK”.
Eine Tür war sein größter Feind im Projekt
Wie lief das ab? Chitor stellte sich in die Nähe der Gegner oder lief bewusst in ihre Angriffe herein, damit ihr Schaden auf sie reflektiert wurde und sie also im Prinzip durch die eigenen Angriffe starben. Er selbst nutzte aktiv keine Angriffe oder Fähigkeiten, sondern sah praktisch zu.
Entsprechend “ruhig” liefen für ihn dann auch die Bosskämpfe ab. Im Video sieht man ihn mit den Armen hinter dem Kopf einfach dabei zusehen, wie die Bosse langsam ohne sein aktives Zutun besiegt wurden.
Das war ein Problem: Schon früh auf seinen Abenteuern trat allerdings ein Problem auf. Er spielte die Kampagne und musste für eine Quest eine Tür zerstören. Die kann man nicht, wie anderen Türen im Spiel, durch Anklicken öffnen, sondern muss sie zerstören. Wie wir alle wissen, sind Türen nicht die angriffsfreudigsten Objekte. Und Gegner mit Flächenschaden, die die Tür für ihn öffnen könnten, waren auch keine da.
Also musste Chitor umständlich Flammengänger-Stiefel ergattern. Die verbrennen automatisch den Boden unter dem Charakter und können solche Türen öffnen. Das ging aber erst, nachdem er das Max-Level 70 in Nephalemportalen, abseits der Kampagne, erreichte. Dieser Abstecher kostete ihn etwa 20 Stunden Spielzeit und war laut eigener Aussage extrem langweilig.
An anderer Stelle erreichen Spieler in einer Sekunde Level 70 in Diablo 3.
Mit den neuen Stiefeln konnte er dann aber schließlich die Tür öffnen und seine Kampagne weiterspielen. Das ging dann ohne größere Probleme weiter und er konnte sogar zum Schluss Diablo besiegen. Das Video zu seinem Abenteuer binden wir euch hier ein:
Für den Streamer hört das Projekt hier aber noch nicht auf. Er will mit seiner pazifistischen Spielweise auch noch Akt 5 abschließen, der zur Erweiterung Reaper of Souls gehört. Wir sind gespannt, welche Herausforderungen ihn in diesem Akt erwarten und ob es ähnliche Probleme wie mit der Tür geben wird.
Würdet ihr euch so einer Herausforderung in Diablo 3 stellen oder ist das zu langweilig für euch?
Verschiedene Spielarten sind auch in der aktuellen Season 21 ein großes Thema. Was Spieler für einen Exploit hielten, ist von Blizzard tatsächlich so gewollt und sorgte für verwunderte Gesichter.
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“Würdet ihr euch so einer Herausforderung in Diablo 3 stellen oder ist das zu langweilig für euch?”:
Wenn ich mit zocken Geld verdienen würde, dann schon. Ansonsten mag ich es doch, etwas aktiver bei den Spielen zu sein.
Mich würde mal interessieren obs n dornenbuild für GR gibt o.O
Für den Barb oder generell? Kreuzritter sind mit nem Dornenbuild und dem Invoker-Set seit vielen Seasons beliebt in den GRs und kommen da auch sehr weit.
Interessant sind solche Builds auf jeden Fall.
Entsinnt mich an den Dornen-Build mit der Rüstung von Kirk in Dark Souls, mit der man als Invader andere Player durch schlichtes Rollen in den Wahnsinn treiben konnte.
Was mich interessiert wäre noch auf welchem Tier er die Story gespielt hat und wie sonst die Stats gewesen sind.
Die Story hat er größtenteils auf “Normal” gespielt. Denke, da ging es einfach um die Geschwindigkeit. In den Rifts, wo er sich zwischendurch Gear und Level farmte, war er zwischen Q2 und Q6 unterwegs. Das wechselte dann je nach Gear und Stats ein bisschen. Wenn du ins Video schaust, siehst du, dass er zwischendurch ein bisschen bei Myriam umschmiedet.