Paragon, Gigantic, Battleborn tot – Daran müssen wir uns gewöhnen
Ein Versuch, zu erklären, warum dieser bärtige Mann so traurig ist

Neue hoffnungsvolle Spiele, die einst auf Jahre halten sollten, sterben gerade wie die Fliegen. Battleborn, Gigantic und Paragon sind tot. Lawbreakers so gut wie. Daran werden wir uns gewöhnen müssen, glaubt unser Autor Schuhmann.

Die neue Gaming-Welt klingt aus Sicht der Publisher ja fantastisch. Die erfolgreichsten Spiele verdienen Geld noch Jahre, nachdem sie erschienen sind.

Rockstar, Blizzard, Riot Games – die Gewinner der neuen Gaming-Welt

  • Bei RockStar musste man früher jedes Jahr ein oder zwei neue Spiele herausbringen: Heute reichen einige Updates für Grand Theft Auto Online und das Geld fließt über Mikrotransaktionen rein. Da kann man sich mit dem nächsten Spiel schon mal ein oder zwei Jährchen länger Zeit lassen.
GTAV-Rockstar
Arena of Valor Titel

Die Erfolgsformel all dieser Spiele heißt „Games-as-a-service.“ Spiele, die durch Erweiterungen und Updates über Jahre laufen. Sie spielen über Mikrotransaktionen immer mehr Geld ein.

Diese Spiele dominieren die digitalen Einnahmen im Gaming-Markt 2017. Sie prägen das Gaming unserer Zeit.

Wer nicht an der Tafel sitzt, will einen Platz

Andere Studios wollen ebenfalls solche Spiele, wollen sich mit an die Tafel der Großen setzen. Mit viel Aufwand und Marketing-Energie arbeiten Studios an ihrem Helden-Shooter oder an ihren Games-as-a-service, die sie ins Rennen schicken wollen.

Battleborn-Reyna

Weil solche Spiele teuer und aufwändig sind, wandern Jahre an Entwicklung und Millionen von Dollar hinein. Die Erwartungen und Werbe-Budgets werden hochgepusht, die Konzepte für die Games klingen fantastisch.

Aber hier zeigt sich die Schattenseite des Modells.

Neue Spiele sterben wie die Fliegen bei Hero-Shootern, MMORPG, MOBA

Allein im noch so jungen Jahr 2018 kommen die Hiobsbotschaften:

Dazu noch aus 2017:

Das sind vier Spiele, die erst 2016 oder 2017 erschienen sind. Es sind Games mit ordentlichen Wertungen, hohem Produktions-Niveau und guten Ansätzen. Spiele, über die man dachte: Die haben Potential.

lawbreakers-01

Das sind nur die Helden-Shooter. Bei MMORPGs und MOBAs beobachtet man denselben Trends seit Jahren. Es fällt neuen Spielen schwer, sich gegen die Platzhirsche durchzusetzten.

  • Das letzte große westliche MMORPG WildStar lief 2014 auf Grund.
  • Sogar Blizzard konnte sein MOBA „Heroes of the Storm“ nicht gegen die Giganten Dota 2 und LoL etablieren.
  • Bei den „Battle-Royale-Shootern“ zeichnet sich bereits ähnliches ab: Wer sich gegen Fortnite und PUBG durchsetzen will, dem kann man nur viel Glück wünschen. Erste Konkurrenten sind hier schon gescheitert. Für das frühere Top-Spiel H1Z1 sieht’s düster aus.
WildStar F2P Review

Denn die Plätze an der Tafel sind besetzt. Das sind die Schattenseiten der „Games-as-a-service“-Spiele: Sie binden Spieler über Jahre, machen sie zu Stammspielern und Fans. Diese Stammspieler sind dann nicht mehr als Kunden für neue Spiele zu gewinnen.

Ruhet in Frieden! Diese 9 MMOs sind leider 2017 gestorben

Der WoW-Effekt

So mancher Fan von Singleplayer-Rollenspielen klagt seit mehr als 10 Jahren über WoW und dass die World of Warcraft sein Lieblings-Genre gekillt hat.

WoW habe damals Millionen von Rollenspielern aus dem „Gaming-Markt für den PC“ abgezogen, weil Rollenspieler nichts anderes mehr wollten, als in Azeroth zu sein und mit ihren Gilden zu raiden, auf die Jagd nach Loot zu gehen.

Dieser WoW-Effekt, dass ein Spiel Kunden auf Jahre aus dem Markt abzieht, trifft jetzt auch neue Games-as-a-Service.

WoW Wallpaper Alliance Heroes Battle for Azeroth

Games-as-a-service fressen einander auf

Die Bindungskraft der etablierten Spiele ist stark: Wer Monate oder Jahre darin investiert hat, seine Fähigkeiten und seine Skin-Sammlung in einem Titel wie Overwatch oder LoL aufzubauen, der wird Schwierigkeiten haben, diese Games für ein neues Spiel zurückzulassen.

Und weil das so ist, werden wir uns in den nächsten Jahren an Meldungen gewöhnen müssen, dass ein neues hoffnungsvolles Spiel nur wenige Monate nach seinem Release wieder eingestellt wurde.

Jetzt da immer mehr Genres in den Bereich der „Games-as-a-service“ wandern, wird der Platz für neue Spiele immer kleiner.

anthem

Etablierte Publisher reagieren bereits darauf und stellen die Produktion so um, dass weniger, aber dafür größere Titel erscheinen sollen, weil man denen größere Chancen auf dem Markt einräumt.

Aber auch diese neuen Titel kämpfen um dieselben Spieler. Also müssen die neuen Games entweder ein bestehendes Spiel verdrängen oder neue, noch ungebundene Spieler an sich binden.


Mehr zum Thema Games-as-a-service und den Gewinnern des Marktes gibt es hier:

4 Jahre altes Spiel schlägt Destiny 2 bei digitalem Umsatz auf PS4, Xbox One

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Alex
Alex
2 Jahre zuvor

Mir fehlt Marvel Heroes Omega (PS4). Shade um da Spiel für zwischen durch toll! Aber ist weg weil irgentwas mitn entwickler war dumm nur das der Spieler wieder Draufzahlt!
Habe meine alte nintendo wieder aufgebaut und Spiele das! Heut zuTage kauft man sich eh nur mehr halbe Spiele!
Hoffe die Spiele entwickler kommen bald wieder auf einen Punkt wo es um Qualität geht nicht um Kohle!

Pran Ger
Pran Ger
2 Jahre zuvor

Ich spiele weder PUBG,LOL, GTA online, Overwatch noch sonstgen Game as Service Rotz. Die besten Spielerlebnise 2017 hatte ich mit Nioh, Persona 5, Zelda, Mario und Horizon Zero und da wird sich 2018 auch nichts ändern. Zum Glück gibt es noch genug Spiele die auf Game as Service verzichten. Nach MHW kommt das granidose SotC Remake und auch sonst wird mir nicht langweilig.Von daher sehe ich dem Ganzen gelassen entgegen.

Dake
Dake
2 Jahre zuvor

Die Spiele waren Mittelmaß. Schon beim ersten anspielen hat man das gefühlt. Deshalb sind sie ja untergegangen. Klar es ist schade für jemanden, der eins davon gemocht hat.
Vermissen werde ich persönlich aber keins davon.

Ace Ffm
Ace Ffm
2 Jahre zuvor

Da sieht aber jemand extrem niedergeschlagen aus. Man fühlt fast mit,so intensiv kommt das Titelfoto rüber.

Gustavo Lattino
Gustavo Lattino
2 Jahre zuvor

Jagut, so kann man die Welt sehen. Geht aber auch anders. Ich habe jedes der besagten Titel angespielt und bemerkt, dass es eben am „besonderen Etwas“ fehlt. Was das jetzt genau sein soll, weis ich auch nicht. Aber ganz offensichtlich ging es eben vielen Menschen so. Paragon verschmolz genau die richtigen Elemente um was Neues zu bieten. Gepaart mit einer sehr guten Grafik. Es war aber auch himmelschreiend unzugänglich! Ja, daran kann man halt auch aussterben. Gigantic paarte einen extrem eigenwiligen Look mit einem extrem eigenwilligen Spielprinzip. Das war vielen eine Eigenwilligkeit zuviel! Battleborn machte das meiste richtig, hatte aber den ebenfalls für Viele abschreckenden Borderlands-Style. Es gibt viele, die sehen die Grafik und es ist bei Ihnen vorbei. Gerade Blizzard hat verstanden ihre Grafik kindlich, aber erwachsen genug darzustellen. Gefällt auch nicht jedem, aber genügend. Jeder kommt sofort zurecht und kompliziertere Mechaniken ergründen sich nach und nach. PUPG gewinnt durch Einfachheit und Spannung, Fortnite durch den Schöpfungsaspekt.

Man kann nicht erfolgreichen Titeln nachtrauern, ja. Aber man sollte deren Fehler knallhart beim Namen nennen. Denn so manipulierbar die Masse der Zielgruppe auch ist – diese Titel hätten es auch getan, wenn sie es vermocht hätten!

Ace Ffm
Ace Ffm
2 Jahre zuvor

Interessante Sichtweise.

xDeechen
xDeechen
2 Jahre zuvor

Villeicht mal wieder mehr auf Singleplayer gehen muss ja nicht immer alles Online Multiplayer sein

Erzkanzler
2 Jahre zuvor

Singleplayer ist weniger kosteneffizient wink
Multiplayer erzeugt seinen eigenen „Content“ durch Wettbewerb und kann deutlich einfacher monetarisiert werden. Das mag man mögen oder nicht, aber finanziell verspricht ein Multiplayer höhere Gewinne bei geringerem Einsatz. Das dabei einige Spiele auf der Strecke bleiben, ist verschmerzbar. Ein Paragon, Gigantic oder gar Battleborn wäre als Singleplayer wohl kaum erfolgreicher gewesen.

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
2 Jahre zuvor

Wobei Battleborn ja sogar die schöne Kampagne hatte, die sich viele bei Overwatch wünschen. smile

Erzkanzler
2 Jahre zuvor

Ja, was sich Spieler nicht immer alles Wünschen… eine Overwatch-Kampagne würde wohl kaum deutlich messbare Mehrwerte ($$$) für Blizzard generieren. Wenn, würde man doch ne neue IP ins Leben rufen um wenigstens auch den jetzigen Overwatch-Spielern die „Chance“ zu geben, das Spiel erneut zu kaufen wink

maledicus
maledicus
2 Jahre zuvor

Das mit der kampagne is auch vielleicht mißverständlich. Battleborn hat einen vollumfänglichen koop -modus ( in dem man wirklich viel zeit lassen kann ohne je fertig zu werden ) mit einem lootsystem, ausrüstung von einfach bis legendär und klassenloot, ingame währung, verschiedene schwierigkeitsgrade, bosskämpfe usw. also praktisch ein endlos dungeon -crawling spielt mit vielen RPG aspekten. Das is etwas das durchaus leute anziehen kann die lieber kooperativ als gegeneinander spielen.

Ich bin pvp absolut nicht abgeneigt, aber ich habe overwatch getestet und battleborn intensiv ein halbes jahr gespielt ( man muss dazu sagen das spiel ist auf den konsolen, insbesondere xbox deutlich beliebter als auf dem pc ) , genau aus dem grund weil battleborn nicht nur heldenklassen hatte sondern diese auch mit einem typischen RPG-spielsystem unterfüttert hat wie skilltrees, ausrüstung. Overwatch ist mir als einfach gestrickter heldenshooter zu langweilig, und würde dort so ein koop -modus existieren wie in battleborn hätten sie definitiv mich als kunden im boot. Aber das wird natürlich nicht passieren … also kein overwatch für mich. Da spiele ich dann lieber Titanfall koop.

Gruß.

Sunface
Sunface
2 Jahre zuvor

Also ich fand Battleborn einfach von Grund auf seit der Technical Alpha total fürn Eimer. War einfach gar nicht mein Ding und dabei liebe ich Sarkasmus und schwarzen Humor. Vor allem das altbackene Skill System fand ich total schlecht gemacht. Viel zu kompliziert und behäbig für ein solch schnelles Spiel.

Torres
Torres
2 Jahre zuvor

Master X Master auch schon endgültig tot seit par tagen wollte noch ergänzen das spiel hat mir sehr gefallen schade

Alzucard
2 Jahre zuvor

Wollte noch ne kleinigkeit dazu ergänzen grin
https://www.elitepvpers.com

Alzucard
2 Jahre zuvor

Schöne rbeitrag kann ich so unterschreiben.

Das mit LoL finde ich zwar ganz interessant aber doch übertrieben. Riot games wurde halt gegründet wegen lol. Als Beispiel passt es trotzdem. Mikrotransaktionen sind halt die Zukunft.

Außerdem hat patrick doch mal geschrieben das da wa sneues kommen soll.
http://mein-mmo.de/riotgame

Ein Bekannter von mir hat dazu mal eine kleinen Beitrag auf EPvP verfasst:
https://www.elitepvpers.com

Visterface
Visterface
2 Jahre zuvor

Ich lehne mich aus Fenster und sage, dass die Richtung wieder in das Oldscoolgaming geht. Die Leute fangen an sich nach simpleren Spielen zu sehnen. Bsp. Battalion 1944

Genisis_S
Genisis_S
2 Jahre zuvor

Und dann gibt es da noch Destiny, dass seinen Platz an der Tafel von ganz alleine langsam räumt????

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
2 Jahre zuvor

Ich denke das Problem von Destiny ist tatsächlich, dass es noch aus einer anderen Zeit kommt, in der man nicht dachte, dass dieses Modell auf den Konsolen so funktioniert. Man hat gedacht: Gut, beim PC klappt das mit MMORPGs oder Free2Play-Spielen. Aber dass es bei einem Blockbuster-Shooter funktionieren würde, wusste man da nicht.

Destiny wird im Prinzip wie Call of Duty weiterentwickelt, nicht wie GTA Online. Das bringt diese Zeitprobleme mit: „Wir brauchen alle 2 Jahre ein neues Spiel“ – und das schafft Bungie einfach nicht.

Wenn die von Beginn an gesagt hätten: Wir machen 1 Destiny und werden das auf 10 Jahre pflegen und erweitern, dann sähe das heute anders aus. Dann wär Destiny 2 eine große Erweiterung geworden.

Aber die haben ja 2010 (!) festgelegt: Wir machen 5 Destiny-Spiele bis 2024 oder so. Im Nachhinein ist man immer schlauer. Jetzt müssen sie gucken, wie sie das Beste aus der Situation machen,.

Azaras
Azaras
2 Jahre zuvor

hm ok warum hab ich in mein kopf das bungie genau das gesagt hat das destiny 1 mehrer jahre lang erweiter werden soll

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
2 Jahre zuvor

Gemeint war: Die „Franchise“ Destiny wird über 10 Jahre unterstützt.
Bei vielen kam das aber so an, das Spiel „Destiny“ wird 10 Jahre unterstützt.

Azaras
Azaras
2 Jahre zuvor

hm gut möglich naja mal sehen wie dann destiny 3 wird vllt ja mal ein teil den ich mir holen werde grin

cyber
cyber
2 Jahre zuvor

Haben sie nicht zu Destiny 2 gesagt, dass sie ein Engine Update oder so etwas auf der Art machen um besser Content liefern zu können?

Statt den Schritt zu Games as a Service zu gehen scheinen sie immer noch an dem alten Schema festzuhalten. Genau deswegen werden wir vermutlich noch ein Destiny 3 sehen, weil man sich die Mühe zum vernünftigen umstellen nicht machen möchte, es nicht von Activision bezahlt wird oder man das Risiko scheut.

Hoffentlich war Bioware bei Anthem weitsichtiger.

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
2 Jahre zuvor

Sie haben gesagt, sie hätten den Workflow verbessert, also die Arbeitsabläufe. Und sie hätten zusätzliche Studios an Destiny dran. Über die Engine gab’s keine großen Infos.

Ich halt dieses Modell auch für extrem schwierig – aus vielen Gründen. Ich hoffe, dass stärkere Konkurrenz in dem Bereich dan Bewegung reinbringt. Aber das wird auch einige Zeit dauern, fürchte ich.

Die Interessen und Trends der Spieler verändern sich aktuell deutlich schneller als der Markt reagieren kann, habe ich das Gefühl. Deshalb ist Fortnite so ein Hit, weil die so schnell und gut auf den veränderten Markt reagieren konnten. Ein Spiel wie Destiny scheint sich damit sehr schwer zu tun …

cyber
cyber
2 Jahre zuvor

Steckt Bungie womöglich in der gleichen Problematik wie die Softwarebranche vor x Jahren?
Genau deswegen gibt es agile Entwicklungsmethoden wie Scrum etc. Um schnell auf neue Anforderungen reagieren zu können. Ob diese sich nun auf die Spieleindustrie übertragen lassen kann ich nicht sagen, dafür weiß ich zu wenig über Spieleentwicklung.
Viele Prozesse, nicht nur bei Bungie sondern auch bei anderen Größen wie Riot, wirken auf mich jedoch extrem träge.

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
2 Jahre zuvor

Auf mich wirken sie auch träge.

Das ist wohl ein großes Problem in der Gaming-Industrie, die verschiedenen Teams, die an einem Spiel arbeiten, zu koordinieren.

Wenn man den Bungie-Leuten zuhört in den Podcasts ist das ein großes Thema: alle Systeme greifen ineinander, alles hängt zusammen, es ist wahnsinnig komplex und sehr anstrengend.

Diese Riesenspiele sind extrem schwer zu entwickeln.

Erzkanzler
2 Jahre zuvor

https://uploads.disquscdn.c

Keine weiteren Worte nötig!

Guest
Guest
2 Jahre zuvor

und jetzt einmal bitte mit Jesus Christus grin

Dawid
Dawid
2 Jahre zuvor

Aber erst, wenn seine toten Spiele wieder zurückkommen!

Jürgen hat bestimmt schon mal RaiderZ gespielt.

http://mein-mmo.de/raiderz-

Dawid
Dawid
2 Jahre zuvor

Geile Montage wink

Jürgen Horn
Jürgen Horn
2 Jahre zuvor

Es ist wunderschön grin

Zord
Zord
2 Jahre zuvor

Mich wundert es eher das die Spiele Firmen nicht von den WoW „Killern“ gelernt haben. Es kann bei den großen MMO Trends immer nur ein oder zwei Sieger geben, wer nicht entweder einen Trend erschafft oder dank Marke bzw besonderen Eigenschaften einen Hype erzeugt geht gnadenlos unter. Besonders PvP Titel sind empfindlich, wenn zuwenig Spieler auf einem identischen Fähigkeiten Level vorhanden sind ist so ein Spiel schnell komplett tot.

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
2 Jahre zuvor

Da stimme ich dir voll zu.

Aber jetzt bei den Helden-Shootern ist das Brutale ja, als die alle angekündigt wurden, gab’s noch gar keinen Platzhirschen.

Ich kann mich dran erinnern, wo man das erste Mal von Battleborn gehört hat – da war das relativ neu. Da konnte man sich gar nicht vorstellen, was das für ein Spiel wird.

Gigantic musste man auch immer erklären und sich mit beschäftigen.

aber von Beginn an, hatte man das Gefühl: Die Spieler werfen das alles in einen Top und die können sich gar nicht so abheben und etablieren. Das ist schon interessant.

Bonebanger
Bonebanger
2 Jahre zuvor

Wurde Battleborn nicht sogar in etwa dem selben Zeitraum angekündigt wie Overwatch?
Ich meine mich daran zu erinnern von Battleborn bereits Gameplay gesehen zu haben, noch bevor man so richtig wusste was Overwatch werden soll.

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
2 Jahre zuvor

Battleborn wurde früher angekündigt im Juli 2014, aber das war nur so Presse-Reveal. Ich weiß gar nicht, ob’s da Gameplay gab, aber kann gut sein. Die hatten jedenfalls super-Trailer mit toller Musik.

Overwatch wurde im November 2014 vorgestellt, war aber da schon auf der Blizzcon spielbar.

Die waren dann 2015/2016 immer so relativ dicht beieinander bei den Daten für die Betas und Release. Und Overwatch hat sich da durchgesetzt.

Ich hab das jetzt nachgelesen. Mein Eindruck war ein ganz anderer. Ich hatte im Hinterkopf, dass bei Overwatch Closed Beta -> Open Beta- Release alles so aus einem Guss wirkte. Und bei Battleborn war das fragmentiert.

Ich meine mich zu erinnern, dass Overwatch ab einem bestimmten Zeitpunkt eine erdrückende Präsenz hatte damals. smile

Bonebanger
Bonebanger
2 Jahre zuvor

Overwatch war halt eben typisch Blizzard like super polisched, hat sich zumindest so angefühlt.
Ja aber es ist irgendwie schade, dass es offensichtlich immer nur einen geben kann.
Ich bin ja selbst einer der Spieler, welcher gerne Monate lang in einem einzigen Spiel verweilen möchte. Habe auch Jahre lang nichts anderes als Wow gespielt und erwische mich immer wieder dabei mich irgendwo aber hunderte Stunden fest zu fahren.

Nur man stelle sich mal vor das wäre auf dem KFZ- Markt so wie bei Gaming, dann würden heute nur noch BMW´s, MB, Audi etc auf den Straßen zu sehen sein und kleinere Anbieter wie z.B. Dacia oder so würden es nicht überleben.

Ich meine die ganze Lootbox jauche ist ja quasi auch die Logische Konsequenz aus dem Game as a service System. Man kann nur drauf hoffen in der zukunft mehr solcher mutiger Studios ala CD Projekt RED oder Digital Extremes zu sehen.

Samuil Guhonter
Samuil Guhonter
2 Jahre zuvor

Meiner Meinung nach haben die Hersteller massive Probleme zum einen mit ihren Kunden vernünftig zu kommunizieren (bis auf wenige Ausnahmen) und den Wünschen gerecht zu werden.
Für mich z.B. ich „Convenience“, was ich eher mit Zweckmäßigkeit als Bequemlichkeit übersetze, sehr wichtig. Warum Inventarverwaltung & -größe immer wieder ein leidiges Thema selbst bei den neueren Spielen ist bleibt schlicht unbegreiflich. Das ist für mich das Paradebeispiel an Entwicklerdenken vs. Spielerwünsche. dabei wird es oft genug gefordert, und selbst nach Monaten tut sich nichts. Die Quittung ist ein Abwandern zum nächsten, vielleicht hört der denn mal zu.
So sehe ich das zumindest, und mMn sind Entwickler selber schuld wenn ihre Kunden enttäuscht sind. Ich verlange nicht alles jedem recht zu machen, wer aber Unzweckmäßig ist darf sich nicht wundern.

Zord
Zord
2 Jahre zuvor

Das mit den Community Wünschen ist so ne Sache. In den Foren sind die am vehementesten geforderten Dinge oftmals nur wünsche von einer kleinen, aber lauten Minderheit. Dazu kommt das Kommentare von Entwicklern oftmals noch Jahre später auf die Goldwaage gelegt werden und Gedankenspiele mit Unterschriebenen Verträgen verwechselt werden(Aus „wir überlegen ob es Sinn macht xyz einzuführen“ wird dann das gefühlte „wir versprechen mit dem nächsten Kostenlosen Patch das Spielt komplett umzukrempeln“). Oder wie es hier auf der Seite ja auch schon thematisiert wurde ist der Tonfall oftmals unterirdisch. Ich kann Entwickler schon verstehen die keine Lust auf den Dialog mit der Community haben wenn sie dafür beleidigt und viel zu oft sogar bedroht werden dafür das sie ihre Arbeit machen.

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
2 Jahre zuvor

Es ist auf jeden Fall schwierig. Ich denke Kommunikation ist wichtig, aber wer auf die lautesten Fans hört, der wird das Spiel an die Wand fahren.

Man muss den Daten vertrauen. Die verraten, wie Leute wirklich spielen. Das, was Leute sagen, ist oft so eine Idee, wie sie selbst gerne spielen würden.

Die Leute zeichnen in der Öffentlichkeit so ein Bild von sich: „Ich bin der Super-Gamer und bin wahnsinnig ehrgeizig und der Oberblicker – ach ja, und mein RL ist auch super-geil!“

Aber das ist ja nicht die Realität. Das ist unsere Zeit – bei FB ist das auch: Dass man halt nur „Highlights“ nach außen gibt „Hier ist mein neues Auto, hier war ich im Urlaub und hier hab ich meiner Freundin den Heiratsantrag gemacht.“
Da schreibt ja keiner: „Ich lieg mit Magen-Darm im Bett und mein Job ist eine Sackgasse und ich hab Schiss, wenn meine Waschmaschine kaputt geht, dass ich mir keine neue leisten kann.“

Wenn man die „Daten“ hat und die auswertet, sieht man: Die Realität ist weit von diesem überhöhten Bild weg. Und man muss die Spiele für die „echten Spieler“ machen und nicht für die „Super-Gamer“, als die sich manche gerne hinstellen. smile

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