Der deutsche Twitch-Streamer MontanaBlack gibt ein ehrliches Interview im ZDF: „Gut in Spielen war ich noch nie.“

Der deutsche Twitch-Streamer MontanaBlack gibt ein ehrliches Interview im ZDF: „Gut in Spielen war ich noch nie.“

Marcel „MontanaBlack“ Eris ist einer der erfolgreichsten Streamer im deutschen Twitch. In einem Interview mit dem ZDF hat er über seine schwierige Vergangenheit und seine Gaming-Karriere gesprochen. MeinMMO hat euch einige Highlights herausgesucht.

Wer ist MontanaBlack?

  • MontanaBlack, kurz Monte genannt, ist einer der erfolgreichsten deutschen Twitch-Streamer
  • Er hat über 4,5 Millionen Follower, knapp 34.000 Menschen sehen ihm im Durchschnitt zu (via SullyGnome)
  • Doch er war nicht immer so erfolgreich, kämpfte in seiner Jugend mit Drogen und war kriminell
  • In einem Interview sprach er jetzt sehr ehrlich über seinen Werdegang und seinen Erfolg – denn der kommt nicht von seinen Gaming-Skills

Mehr zur Person MontanaBlack könnt ihr euch bei uns im Video anschauen:

Um dieses Interview geht es: Am 24. August veröffentlichte das ZDF ein Interview mit MontanaBlack als Teil der Porträtreihe „Germania“. In der Reihe soll erforscht werden, was es bedeutet, deutsch zu sein – insbesondere aus Sicht von Menschen mit Migrationshintergrund.

MontanaBlack ist der Sohn einer türkischen Mutter und eines deutschen Vaters, doch im Gespräch geht es um viel mehr, als nur seine Herkunft.

MontanaBlacks Erfolg: zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Das steckt hinter seinem Erfolg: MontanaBlack sagt von sich selbst, dass er einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort war. Schon früh fing er an, Videos auf YouTube hochzuladen, seit 2013 ist er auch auf Twitch. So würde das heute nicht noch einmal funktionieren.

Denn: Damals war MontanaBlacks offene Art sein Alleinstellungsmerkmal. Alles sei viel „verklemmter“ gewesen, heute würde jeder über alles im Internet reden. Doch er sprach schon damals offen über seine Vergangenheit, seinen Drogenkonsum und seine Tiefpunkte.

MontanaBlack hatte großen Erfolg mit Spielen wie GTA, Call of Duty und Fortnite und zeigte viel Gameplay in einer Zeit, als kaum jemand wirklich viel Gaming zu zeigen schien. In letzter Zeit war der Fokus nicht mehr auf Gaming und das kostete ihn richtig viele Zuschauer.

Dabei habe der Erfolg nie etwas mit seinen spielerischen Fähigkeiten zu tun gehabt:

Gut war ich noch nie irgendwo drin, also spieltechnisch. Auch nicht dogshit, aber ich bin ja nie dadurch bekannt geworden, krasse Gameplays abzuliefern.

Stattdessen sei er einfach nah am Publikum. Den Leuten in Livestreams zu erzählen, was bei ihm lost ist, darauf könne er nie verzichten. Denn für ihn ist es „nicht nur ein Hobby, sondern auch eine Leidenschaft und in gewisser Weise auch Therapie.“

Daher wolle er auch mit 50 noch streamen – sofern ihn dann noch jemand sehen möchte. Für seine Zuschauer verbiegen möchte er sich aber auf gar keinen Fall.

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MontanaBlack hält nichts von übertriebener Korrektheit

Darum möchte Monte sich nicht verstellen: Viele Menschen seien im Internet zu dem geworden, was die Zuschauer von ihnen wollten. Doch MontanaBlack sei immer der gewesen, der er selbst sein wollte.

MontanaBlacks Vorteil sei es gewesen, sein Herz auf der Zunge zu tragen, authentisch zu sein. Das sei zwar auch schon nach hinten losgegangen, aber früher sei alles ein bisschen entspannter gewesen.

Heutzutage würden Menschen und die Firmen dahinter immer politisch korrekt sein wollen, nur nichts Falsches sagen. Ihm gehe das „tierisch auf den Sack.“ Seine Inhalte wolle er daher auch nicht anpassen.

Schließlich sei MontanaBlack kein Bildungskanal. Die Verantwortung, was gerade Kinder und Jugendliche sich anschauen, läge außerdem immer noch bei den Eltern und nicht bei ihm.

Dennoch sei MontanaBlack erwachsener und reifer geworden. Früher sei er mehr auf Konfrontation gegangen, mehr ausgerastet. Heute wolle er seine Ruhe und „keine Kopfschmerzen“ mehr.

Das 15-minütige Video könnt ihr euch auf der Website des ZDF anschauen.

Beim ZDF räumt MontanaBlack übrigens auch mit einem Gerücht auf. Viele Fans hatten lange geglaubt, er sei eigentlich erst 23 oder 25. Diese Annahme ging auf einen Running Gag aus seinen Streams hervor.

MontanaBlack selbst hatte behauptet, erst 25 zu sein, die 88 in seinem Usernamen komme daher, dass seine Eltern 1988 geheiratet hätten. Im Video stellt er sich vor und gibt sein Alter mit 34 an und gibt zu, dass seine Eltern nie verheiratet waren.

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Ein Thema liegt MontanaBlack sehr am Herzen: Auch wenn er es geschafft hat, von den Drogen wegzukommen, hatten nicht alle seiner Freunde so viel Glück.

Da versteht MontanaBlack auch keinen Spaß und bannte seinen eigenen Moderator, nachdem dieser im Chat für Drogenkonsum geworben hatte.

Quelle(n): ZDF
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