Matt Damon erklärt, dass Netflix den Anspruch neuer Serien senkt, um sich den Gewohnheiten der GenZ und Gen Alpha anzupassen

Matt Damon erklärt, dass Netflix den Anspruch neuer Serien senkt, um sich den Gewohnheiten der GenZ und Gen Alpha anzupassen

Matt Damon spricht in einem Podcast über Filme und Kino. Er erklärte, dass man bewusst die Qualität neuer Inhalte senke, damit die Leute auch verstehen würden, was sie sich gerade ansehen. Wichtige Informationen und der Großteil der Handlung müssen in den ersten 5 Minuten zu sehen sein.

Matt Damon kennen viele vermutlich als Jason Bourne aus der Bourne-Reihe. In einem Gespräch mit dem „Joe Rogan“-Podcast, den ihr euch über YouTube ansehen könnt, sprach er über das Filmgeschäft.

Hier erklärte er, dass Netflix besondere Anforderungen an seine Autoren habe: Der Anbieter fordere ausdrücklich dazu auf, wichtige Handlungspunkte im Dialog mehrmals zu wiederholen, damit Zuschauer, die an ihren Handys kleben, zumindest verstehen können, was auf dem Bildschirm passiert:

Die Standardmethode von Netflix zur Produktion eines Actionfilms, wie wir gelernt haben, besteht in der Regel aus drei festgelegten Szenen. Eine im ersten Akt, eine im zweiten und eine im dritten.

(…)

Heute lautet die Frage: Können wir in den ersten fünf Minuten eine große Szene einbauen, um die Zuschauer zu fesseln? Wir möchten, dass die Leute dranbleiben, und es wäre nicht schlimm, wenn man die Handlung drei- oder viermal im Dialog wiederholen würde, da die Leute während des Zuschauens auf ihren Handys sind.

Vor allem junge Menschen nutzen verstärkt ihr Handy oder andere mobile Geräte im Alltag. Die Gen Z gilt als Generation, die mit dem „Handy in der Hand geboren“ wurde und bei der Generation Alpha ist das Handy ebenfalls ein fester Bestandteil des Alltags.

Moderne Zuschauer haben einfach keine Konzentration und keine Geduld mehr

Damon erklärte, dass die modernen Zuschauer einfach keine Konzentration und keine Geduld mehr aufbringen würden, weil so viel passiert: Während man einen Film schaue, würden die Kinder um einen herumlaufen und Dinge fordern und das Haustier würde durch die Wohnung toben, während man gleichzeitig auf sein Handy schaut.

Wichtige Dinge, so Damon, müsse man daher direkt am Anfang des Films zeigen und benennen. Ansonsten würden die Zuschauer den Film nicht zu Ende sehen, weil er die Handlung nicht verstehen könne.

Der Schauspieler und Drehbuchautor fügte außerdem hinzu, dass Regisseure keinen Sinn mehr darin sehen, sich mit Kinematografie zu beschäftigen, da die meisten Menschen Filme auf Handys, Tablets und Laptops schauen. Kinematografie ist die Kunst und Technik der Filmbildgestaltung, um eine visuelle Geschichte zu erzählen.

Seine nächste Hauptrolle übernimmt Damon übrigens in Christopher Nolans neuem Film „The Odyssey“. Hier schlüpft er in die Rolle des Odysseus. Bereits vor dem Start des neuen Films von Christopher Nolan erzielt die Verfilmung ihren ersten großen Erfolg: Christopher Nolans „The Odyssey“ bricht schon vor dem Start ersten Rekord, Trailer wird 121 Millionen Mal gesehen

Quelle(n): x.com
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mein-mmo-2F

Das ist Volksverdummung.
Und eigentlich müsste Volksverdummung verboten sein.^^
Es heisst doch: “Man wächst mit seinen Aufgaben.”
Da ist es echt traurig, wenn unsere Unterhaltungsmedien keinerlei Herausforderung mehr darstellen, sondern höchstens das Niveau des Hufeisen-Werfens erreichen.

Manchmal ist es ein echtes Wagnis, sich Gedanken über das Gesehene zu machen. Weil man dann eben bemerkt, dass hinter dem Effektgewitter oft nur unlogischer Schwachsinn steckt.
Da tun mir gerne mal die Autoren leid.
Denn, so wie ich das sehe, liegt dies oft nicht an der ursprünglichen Story, sondern an den teils erheblichen Änderungen, die die Geldgeber gerne mal noch mitten in der Produktionsphase fordern.
Da wird dann versucht die Handlung zu straffen, die Zielgruppe zu erweitern, irgendwelche Marken oder Charaktere zwecks Werbung einzubauen oder mittels offener Handlungsstränge Nachfrage auf einen nächsten Teil zu generieren, der wahrscheinlich eh niemals kommt.
Und schon hat man nur noch sinnfreien Murks.

Für die, denen dieser Text zu lang war, hier noch ein TL;DR:
Netflix ist doof!
😜

azraelkitan

Irgendwie traurig. Aber das Verhalten/Phänomen passt zum Zeitgeschehen…

Egoblader

Die Ursache liegt weniger bei einer bestimmten Gen. Auch meine altersklasse hat geringere Ansprüche heutzutage.

Das liegt in meinen Augen vor allem an der Filmindustrie an sich. Halbgare Filme, mit vorhersehbarer Handlung (die meist schon durch Trailer gespoilert wird), sind halt bereits seit über 10 Jahren standart. Es gibt selten Filme mit anspruchsvoller Handlung.
Die Zuschauer haben sich an diesen Umstand gewöhnt und damit sinkt halt auch der Anspruch.

Filme wie Dune zeigen eindrucksvoll, wie gut komplexere Storys auch bei jüngeren Zuschauern aufgenommen werden können. Und grade Villeneuve liefert auch beeindruckende Arbeit bei der Kinematografie. Es ist oft sehr subtil, aber erreicht in der Regel sein Ziel. Man merkt gar nicht wie der Kamerawinkel und Co. dir unterbwusst gewisse Infos vermittelt.

seska1973

Mit anderen Worten: “Wir brauchen nun Film Story Konzentrate!. Nach den ersten Minuten ist es dann nur ein Wasser Aufguss um den Rest vom Film zu füllen!”

Aka Trailer. Deswegen erzählen schon meistens die Trailer die Grundstory eines Films

Zuletzt bearbeitet vor 2 Monaten von seska1973
Greenbeast

Es gibt doch diese Ki Kinofilme Recaps auf Youtube. Die sind schön in 15 MInuten gepresst. Netflix könnte das doch einfach nachmachen. Spart Geld und Zeit.

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