Ein katastrophales Baron-Play tut LoL-Fans echt weh – Und das bei den Worlds

Am 2. Oktober begannen die LoL Worlds in Berlin. Der erste Tag sah einige seltsame Plays bei den Weltmeisterschaften der League of Legends. Dabei holten sich viele Teams ein blaues Auge. Nur die Europäer von Splyce blieben ohne Niederlage. Gleich im Fokus der Kritik: das US-Team Clutch Gaming. Ein wirklich schlechtes Baron-Play sorgt da für Kopfschütteln.

Was wurde da gespielt? Am 2. Oktober gab es die ersten 6 Spiele der League of Legends Worlds 2019 in Berlin. Es ist die 1. Runde des „Play-In-Stages“, hier treten 12 Teams gegeneinander an.

Das sind die eher „schwächeren“ Teams der WM. Die Drittplatzierten aus großen Regionen oder Vertreter der eher kleinen Regionen spielen gegeneinander.

Die Teams bilden 4 Gruppen – der jeweils Gruppenletzte wird ausscheiden. Die 3 Teams einer Gruppe treten jeweils 2-mal gegeneinander an.

Pyke Lol Tft

US-Team Clutch Gaming gleich in Schwierigkeiten

Das waren die Highlights:

Der Tag begann mit einer Überraschung. Das US-Team, Clutch Gaming, hatte sich ja gegen TSM durchgesetzt, um zur WM zu fahren. Normalerweise sind solche Teams aus „großen Regionen“ die Favoriten, um die Play-ins der Worlds zu gewinnen.

Doch Clutch Gaming verlor gleich das erste Spiel gegen die Vertreter der russischen Liga LCL: gegen die Unicorns of Love.

LoL Neeko Titel
Sieht so unschuldig aus, haut aber gut rein: Neeko.

Der Top Laner von Clutch Gaming, Heo „Huni“ Seung-hoo, geriet oft in Probleme. Er schloss auf Akali mit 3/5/4 ab.

Er war zu aggressiv, hier holte er sich bei einem Tower Dive etwa ein blaues Auge ab. In der Situation hatten die 2 Angreifer von Clutch Gaming offenbar den Schaden von Boss auf Neeoko unterschätzt. Außerdem kam dann noch Hilfe herbei teleportiert.

Die LoL-Welt schüttelt den Kopf über diesen Baron

Auch im zweiten Match von Clutch Gaming sah das US-Team ziemlich schlagbar aus. Trotz einer klaren Führung mit 5:1 Kills lassen sie sich in dieser Szene den Baron vom Team „Mammoth“ aus Australien stehlen, obwohl sie da in starker Situation waren.

In LoL ist es nicht wichtig, wer den meisten Schaden am Baron macht: Es zählt nur, wer ihm die letzten Lebenspunkte abzieht und den Todesstoß ausführt. Dann erhält das eigene Team einen mächtigen Buff.

Eigentlich ist es in einer solchen Situation die Aufgabe des Junglers den Baron zu töten. Dafür hat er die Fähigkeit, Smite, die Schaden an „PvE-Gegnern“ anrichtet.

Doch der Jungler von Clutch Gaming, Lira (Titelbild), verfehlt seinen Smite: Er nutzt ihn zu früh, als der Baron noch zu viele Lebenspunkte hat und kann ihn damit nicht töten. So reichte ein „W“ der gegnerischen Kai’SA, um den Baron zu klauen

Auf diesem Niveau ist das ein Fehler, der viele LoL-Fans erzürnte. Sowas wie „Baron-Kill sichern“, gehört zum Einmaleins von Profi-LoL-Spielern.

Die Situation wird deshalb so kritisch gesehen, weil der gegnerische Jungler sein Smite nicht bereit hatte – das ist eigentlich das größte Risiko in so einer Situation. Wie Clutch Gaming hier den Baron verlor, macht LoL-Fans wirklich fertig.

Dennoch konnte Clutch Gaming das Match noch gewinnen. Schlüssel-Faktor war der Top-Laner Huni auf Tristana, der im Match gegen Unicorns of Love noch solche Probleme hatte. Hier holt er sich einen Doppel-Kill, der das Match so gut wie entschied.

Das sind die ersten Ergebnisse: Die Gruppe A wird bei den LoL Worlds 2019 wohl besonders spannend werden: Denn Unicorns of Love konnten Clutch Gaming zwar schlagen, verloren aber gegen Mammoth eSports. Daher haben alle in der Gruppe nun einen Sieg und einen Niederlage.

Klarer ist das Bild in Gruppe 2, da konnten die Europäer von Splyce beide Spiele gewinnen.

Die eigentlichen Stars der LoL-WM werden erst später ins Turnier einsteigen.

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Autor(in)
Quelle(n): dotesports
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