Den unbeliebtesten Champ in der Geschichte von LoL wollte keiner spielen, selbst wenn er jedes Match gewann

Den unbeliebtesten Champ in der Geschichte von LoL wollte keiner spielen, selbst wenn er jedes Match gewann

In League of Legends gibt es mittlerweile 159 Champions. Einige sind sehr beliebt, andere werden kaum gespielt. Ein Entwickler von LoL erklärt jetzt, welcher Charakter der unbeliebteste in der Geschichte des MOBAs war: Die alte Version von Urgot war derart unbeliebt, dass Riot den Charakter 2017 vollumfänglich überarbeiten musste.

Was sind jetzt die unbeliebtesten Charaktere? Normalerweise gelten Charaktere als extrem unbeliebt, wenn sie eine Pick-Rate von weniger als 0,5 % haben. Wie aus einem Artikel von MGG hervorgeht, sind die aktuell unbeliebtesten Charaktere:

  • Skarner mit 0.41 % – ein Skorpion, der Gegner verschleppen kann, aber als relativ behäbig gilt
  • Aurelion Sol mit 0.49 % – ein Drache, der als schwer zu spielen gilt, weil er Gegner mit einem Ding treffen muss, das um seinen Körper kreist: Es ist ein Magier, der nah an Gegner heran muss

Aber die beiden „Problem-Champs“ sind kein Vergleich zum unbeliebtesten Champ in der Geschichte von LoL: Urgot.

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Der „alte Urgot“ war stark, aber unbeliebt.

Niemand wollte Urgot spielen, selbst wenn er unheimlich stark war

Was war das Problem mit Urgot? In seinem persönlichen Twitch-Stream hat August „Riot August“ Browning, der Lead Champion Designer von LoL, über den unbeliebtesten Champ in der 13-jährigen Geschichte des MOBAs gesprochen.

Er sagt, die alte Version von Urgot (2010-2017) hatte eine so schräge Kombination von Skills, dass er sich gar nicht wie ein Teil von League of Legends anfühlte. Er war eine Mischung aus einem Scharfschützen und einem Attrition-Magier, die einfach nicht funktioniert hat.

Sogar die Teile seiner Fähigkeiten, die Spaß gemacht haben, wie sein Ultimate, hätten gar nicht zu ihm gepasst, sagt Riot August.

Letztlich war Urgot so zwischen den Rollen gefangen, dass er in keiner Position richtig funktionierte, außer das Meta spielte ihm in die Karten.

League of Legends: Urgots Sternstunde

Aber es war gar nicht so wichtig, ob er im Meta funktionierte oder nicht: Urgot machte den Spielern einfach keinen Spaß. Einige hätten mit ihm sogar die SoloQ dominiert, konnten das aber weder durchziehen noch einen Trend etablieren:

Wenn du Jinx in der Profi-Liga siehst, dann willst du Jinx spielen. Wenn Akali eine 52 % Win-Rate hat, kannst du drauf wetten, dass jeder auf den Zug aufspringt. Es gibt bestimmte Champions, die jeder spielt, wenn sie gut aussehen. Schaut euch Kai’Sa an, jeder sucht grade nach einem Grund Kai’Sa zu spielen.

Aber es gebe auch Champions wie Aurelion Sol, den kaum wer spielt, selbst wenn er großartig von den Profis gezeigt werde.

In einer ähnlichen Position war Urgot damals: Er konnte buchstäblich jedes Spiel gewinnen, aber niemand spielte ihn, weil er nicht zu LoL passte. Seine Skills widersprachen einander und seine nicht näher definierte Rolle machten ihn unattraktiv für viele Spieler.

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Der neue Urgot bleibt auf Gegnern und schaltet sie aus.

Was hat Riot gemacht? Im Juli 2017 hat RIot Urgot komplett überarbeitet. All seine Fähigkeiten wurden grundlegend geändert:

  • Der „alte Urgot“ war ein Scharfschütze mit kurzer Reichweite, der die Möglichkeit hatte höhere Reichweite zu erhalten, wenn er mit seinem E traf. Er basierte darauf, den Schaden seiner Gegner zu senken und sie anfälliger für Schaden zu machen.
  • Der „neue Urgot“ ist eine Art wandelnde Todesmaschine, dessen Idee es ist, auf einem Gegner zu bleiben, ihn mit steigendem Schaden zu zermürben, zu verlangsamen und letztlich auszuschalten.

Wie steht es um Urgot jetzt? Nach 2017 und einer gründlichen Überarbeitung seiner Fähigkeit ist Urgot jetzt immer noch eine seltsame Fantasie einer mechanischen Spinne mit Spuren von menschlichen Eigenschaften, aber er funktioniert: Er taucht jetzt in etwa 2,8 % aller Spiele auf.

Na, mal schauen, wie wir in einigen Jahren über Bel’Veth reden, die neue Heldin in LoL:

Der neue Champion von League of Legends kann unendlich schnell angreifen – theoretisch

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erzi222

wer sich am aussehen des helden stört hat pech was ihm entgeht 😉 ! als ich den alten urgot noch gespielt hatte und dann irgendwann verstanden hatte wie man ihn spielt und was für items man mit ihm kauft hat er wirklich spaß gemacht. bei gewissen helden muss man sich auch informieren wie sie gehen sonst klappt es nicht.
aber man kennt ja die leute … ist in anderen mobas nicht anders.

Amensama

Ich glaube, ich bin kein Beispiel aber ich würde mir eine Mischung aus dem alten und neuen Urgot wünschen. Altes Q und altes E, weil die Mechanik hatte Spaß gemacht. Sein neues E würde sein jetziges W werden (Dash mit Wurf und Schild wäre ein sicherer Opener für E+Q). Und neue Ulti bleibt ebenfalls. Naja man darf ja träumen. 🙂

NipponPnY

Kleine Anmerkung.
Oben steht Urgot mit h am Ende und Aurlion ist kein Magier, der in den Nahkampf muss (dieser Satz stimmt so nicht). 🙂

Taless

Es ist auch nicht Skarner der gerne in der Erde buddelt, sondern Rek’Sai. Und der gute Drache heißt auch nicht Auerelion, sondern Aurelion.

Aber das sind ja nur Flüchtigkeitsfehler, die passieren können 🙂

Larrabee

Skarner – ist ein kristallener Skorpion, der seine Gegner mit seinem Stachel mitziehen kann.

Aurelion Sol ist ein Magier mit mittlerer Reichweite (Mid-Range), dessen Fähigkeiten auf Hohe Schadensspitze (Burst-Damage) basieren und eine gute Möglichkeit besitzt schnell über die Karte zu wandern (Roaming). Allerdings besitzt er ein so außergewöhnliches Gameplay-Kit, das man ihn sonst keiner üblichen Kategorie von Magiern zuschreiben kann.

Beide stehen auf der Überarbeitungsliste (Reworklist). Skarner erhält sein Rework 2023. Die Spieler konnten Anfang des Jahres Voten welcher von einigen vorgeschlangenden Champions gereworkt werden soll. Aurelion Sol soll sogar noch dieses Jahr sein Rework bekommen, allerdings sollen sich bei ihm nur sein Gameplay ändern – also die Fähigkeiten – alles andere wie sein Aussehen oder seine Lore (Geschichte) bleibt bestehen

Im Übrigen war ich dann einer der wenigen die den alten Urgot sehr gerne gespielt haben. Den neuen hingegen spiel ich so gut wie gar nicht, da er sich so gut wie gar nicht mit der Seele des alten Urgots zu tun hat. Nur wenn er mal broken ist und ich doch mal auf die Toplane muss, dann spiel ich ihn. Sein Rework kam damals derart üngünstig, weil schon Champions wie Graves, Corki, oder Quinn nicht mehr Botlane spielbar waren/sind oder maximal nur schwer.
Das ist daraus gefolgt, dass Riot im laufe der Jahre 1x ein großes Update für verschiedene Rollen gemacht hat: das große ADC-, Magier-, Assassinen- und Tank-Update. Das ADC Update war im nachhinein eines der schlimmsten Entscheidungen. Lediglich Caitlyn und Miss Fortune haben im nachhinein von den Änderungen profitiert. Kog’Maw wurde ge-re-reworkt. Graves seit dem nur noch im Jungle oder ab und zu auf Sololanes. Corki in der Midlane. Quinn Toplane (Fairerweise konnte man sie auch vorher schlecht auf der Botlane spielen). Somit sind neben diesen 3 ADCs zusätzlich noch Urgot von der Botlane verschwunden. Es hat fast 3 Jahre gedauert bis der Championpool bei den ADCs wieder, von der Summe der möglich spielbaren, ausgeglichen wurde. Denn es gibt immer einige die Meta sind und andere die weniger Meta sind und wenn die Auswahl dann daruch auch noch beschränkt wird, dann bleibt nur noch wenig übrig. Z.b. war der alte Graves ein beliebter counterplay zu Ezreal und der ist von seinem Kit her fast immer Meta.

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