Kaum ein Spiel ist so schwer zu lernen wie Dead by Daylight

Für Einsteiger ist Dead by Daylight hart. Dafür ist es umso befriedigender, wenn man endlich erfolgreich ist – meint zumindest Cortyn.

Dead by Daylight Cult of Dwight

Wer neu mit Dead by Daylight anfängt, der wird oft verlieren. Die ersten zehn, zwanzig oder dreißig Partien als Überlebender wird man vermutlich die Person sein, die als erstes gefunden und getötet wird. Man verfällt in Panik, verrät sich dem Killer unnötig oder rennt ihn direkt in die Arme. Das frustriert schnell und wer diese harte Zeit überwinden will, braucht Ausdauer und den Willen, aus jedem Match zu lernen.

Wer Action will, muss sich in Geduld üben

Obwohl Dead by Daylight ein brutales Spiel ist, das in einigen Momenten auf Action setzt, benötigt man viel Ruhe, um das Spielprinzip mit all seinen Feinheiten zu verstehen. Gerade Neulinge müssen eine sehr lange „Zuschauer-Phase“ durchleben, um wirklich mitspielen zu können.

Wenn man selbst aus dem Spiel ausgeschieden ist, dann wird man in die Lobby geworfen und hat die Möglichkeit, das Spiel direkt zu verlassen oder noch die laufende Partie weiter zu beobachten. Dabei kann man den anderen Überlebenden über die Schulter schauen und erlebt das Spiel genau aus ihrer Perspektive, lernt viele Dinge:

  • Wie bewegen sie sich?
  • Wie drehen sie ihre Kamera?
  • In welchen Augenblicken machen sie Krach?
  • Wie tricksen sie den Killer aus?
Dead by Daylight Freddy Power

All diese Dinge lernt man entweder über Hunderte Stunden selbst oder man nimmt sich die ersten 20 Spiele Zeit, um nach dem Tod nicht gleich wütend „Spiel verlassen“ zu klicken, sondern zu beobachten und zu lernen.

Jukes lernen und Killer überlisten

Einige meiner besten „Jukes“ habe ich aus YouTube-Videos, in denen man ebenfalls viel lernen kann. Mein Favorit ist recht simpel in der Ausführung, zaubert mir aber jedes Mal ein zufriedenes Grinsen aufs Gesicht, wenn es klappt.

Man benötigt im Grunde nur eine lange Wand mit einem offenen Fenster, das zumindest auf der „Ausgangsseite“ des Fensters frei zugänglich ist. Der Überlebende springt hindurch und rennt einige Meter in eine gewünschte Richtung. Sobald der Killer allerdings auch durch das Fenster steigt, dreht man sich um, duckt sich und schleicht direkt an die „Füße“ des Killers.

Da der Killer in seiner Kameraperspektive „gefangen“ ist, während er durch das Fenster steigt, sieht er den Überlebenden nicht. Der YouTuber Ussylis macht das in seinem Video vor:

Beachtet bitte, dass viele andere Tricks aus dem Video, aufgrund von Mechanik-Änderungen, nicht mehr funktionieren.

Andere spielerische „Tricks“ wie diese gibt es viele und sie zu meistern und den Gegner mit Mindgames zu bezwingen, das ist die Kür von Dead by Daylight.

Habt ihr schon die ersten Bilder zum neusten Killer mit gespaltener Persönlichkeit gesehen?

Auch Killer müssen lernen

Wer als Überlebender „aufs Maul“ bekommt und ständig tot endet, könnte auf den Gedanken kommen, dass Dead by Daylight als Killer viel einfacher ist. Aber auch das ist schlichtweg falsch. Wer in den ersten zwei oder drei Runden noch ein paar „komplette Noobs“ umbringt, wie man selbst vielleicht noch einer ist, der wird schnell gegen frustrierende Überlebende spielen.

Dead by Daylight Huntress

Immer wieder werden sie spurlos verschwinden oder dir direkt eine Palette ins Gesicht knallen, um dahinter dann mit bestem Teabagging einen Tanz aufzuführen und dich zu verspotten. Das tut weh und ist schmerzhaft, doch es hilft. Nach und nach lernt man aus diesen Fehlern und um Verlauf von Dutzenden Stunden wird man ein Killer, den Überlebende fürchten.

Welcher Killer aktuell am stärksten ist, das verrät unsere Tier-Liste der Killer.

Beide Seiten ergeben ein Bild

Dead by Daylight Spirit Adam Smith

Wer als Überlebender nicht weiterkommt und von Killern ständig überwältigt wird oder gar zu der Aussage neigt, dass Killer alle „op“ seien, der sollte selbst mal Killer spielen. Als Killer ist die Wahrnehmung nämlich gänzlich anders – man spielt aus der First Person. Außerdem ist durch den Blickwinkel und die leichte Farbentsättigung das Spielgefühl anders.

Wer ein guter Überlebender sein will, sollte auf jeden Fall auch ein paar Runden Killer spielen, um zu verstehen, was ein Killer sieht und was nicht. Das gleiche gilt auch anders herum, aber in geringerem Ausmaße. Auch ein Killer sollte wissen, wie Überlebende die Spielwelt sehen und warum sie so oft scheinbar „spurlos“ entkommen.

Die wohl größte Schwierigkeit ist, dass es bei Dead by Daylight keinen „Kindergarten“-Modus gibt, bei dem das Spiel einen an die Hand nimmt. Zwar gibt es ein Tutorial, das erklärt aber nur die grundlegenden Mechaniken und die auch nur grob. Wie viele Feinheiten des Spiels funktionieren, das lernt man auf die harte Tour.

Dead by Daylight Doctor Huntress Hallowed Blight title

Ich hoffe, dass noch weitaus mehr Spieler sich durch die harte Anfangsphase „durchbeißen“ und tiefer in Dead by Daylight eintauchen können. Denn aktuell erscheint mir das Spiel so fair und ausgeglichen wie seit langer Zeit nicht mehr. Der perfekte Zeitpunkt für Neulinge.

Ich will niemandem die Lust nehmen, mal in das Spiel reinzuschauen – doch es benötigt Zeit. Dead by Daylight hat eine beinharte Einstiegsphase, die bei vielen in meinem Freundeskreis dafür gesorgt hat, dass das Spiel nach einer Handvoll Matches nie wieder gestartet wurde.

Diese harte Einstiegsphase macht Dead by Daylight aber viel intensiver und befriedigender, wenn man dann endlich ein „guter Spieler“ geworden ist.

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Tebo
Tebo
1 Jahr zuvor

Und ich dachte, ich bin einfach nur schlecht ????

Genauso wie Du es beschrieben hast war es bei mir.
Tutorial gespielt, als Überlebender angefangen und meist der 1te oder 2te gewesen, der ins Gras beisst. Das Ganze über 4-5 Runden.
Völlig genervt einen Killer gespielt welcher mich vorher selbst auseinander genommen hat…habe keinen Überlebenden gefunden. In den weiteren Runden fand ich sie, aber bekam max 1 zu fassen und verlor immer.

Die Folge: Deinstalliert.

Ich probiers nochmal und schau mir das wirklich an. Danke für den Tip!

Cortyn
Cortyn
1 Jahr zuvor

Man braucht wirklich Geduld, damit man „akzeptabel“ in dem Spiel wird. Dann macht es aber viel Spaß. Mehr noch nur, wenn man mit Freunden spielt (und sich gegenseitig aber keine Tipps gibt, was der Killer macht – das ruiniert den Spaß eher smile ).

Mizo
Mizo
1 Jahr zuvor

ich habe 4 Partien gespielt und war der Letzte der Gestorben ist ,weil die Team Mitglieder teilweise das Spiel vorher verlassen habe.
dann hab ich es Gelöscht.

Ohhh
Ohhh
1 Jahr zuvor

Vorwarnung (hörbares Signal, wenn man in die Richtung des Killers schaut) + städtische Invasion (doppelt so schnell schleichen) sind meine absoluten Must-have Perks, zusammen mit Selbstfürsorge und Sprintboost. Durch das schnellere schleichen kann man viel besser entkommen als wenn man wegsprintet, da keine Kratzspuren. Und falls man doch mal eine Schelle kassiert, ist der doppelte Speed-Bonus durch Sprintboost ebenfalls Gold wert.

Cortyn
Cortyn
1 Jahr zuvor

Eine Top-Liste zu den Perks kommt in den nächsten Tagen auch noch. Deine sind auf jeden Fall dabei, bis auf Sprintboost – da kommt wohl eines der anderen Sprint-Perks. smile

Jigi
Jigi
1 Jahr zuvor

Bis auf Selfcare, ist keins davon ein Top Perk. Wenn du den Killern richtig auf den Sack gehen willst, spielt man Selfcare, Decisive, Dead Hard, Adrenalin. Alleine Adrenalin ist ein absoluter Game changer und Pflichtperk! Viable perks sind Iron Will und für campende Killer Borrowed Time! Vorwarnung? Wofür hört man den Herzschlag des Killers oder den Gesang von der Huntress schon aus 40m Entfernung? Genug Zeit um sich zu verpissen. Wraith braucht man nur auf die schimmernde Aura achten wenn er sich bewegt, easy counterbar. Freddy? ist eh ne Lusche als Killer und ihn hört man ebenfalls von weitem durch den Gesang.

Cortyn
Cortyn
1 Jahr zuvor

In Dead by Daylight gibt es aber nicht nur den „Ich trolle den Killer“-Spielstil, sondern auch andere Methoden. Und für einen Stealth-Build ist Urban Evasion und Premonition schon ziemlich gut. Auch mit Self Care kann man wenig falsch machen. Es gibt nicht immer nur eine Art zu spielen.

Jigi
Jigi
1 Jahr zuvor

Leider gibts einfach zu viele Addons oder Perks von den jweiligen Killern die jedes Stealth Build aushebeln. Ein Stealth Build gegen einen gut gespielten Doc? Da kommst du nicht weit mit. ^^ Stealth Build sind out und sieht man im Highrank so gut wie gar nicht mehr.

Ohhh
Ohhh
1 Jahr zuvor

Bei der Art des Sprintboosts muss jeder für sich den richtigen finden, beim Rest bin ich anderer Meinung.

Entscheidungsschlag: Hinausgezögerte Zeit, einmalig verwendbar, man war bereits tot bzw. eher handlungsunfähig, das wird einem Anfänger kaum helfen, wobei man selbst den Perk noch vermasseln kann

Adrenalin genauso unnütz, wie ich finde, in min. 75 % aller Fälle ein verschwendetes Perk, und dann fraglich, ob man es dann bei den anderen 25% überhaupt braucht
Da müsste man als Anfänger schon ziemlich optimistisch sein, dass alle Gens repariert werden.

Eiserner Wille: Ok , Kratz- und Blutspuren bleiben trotzdem, dazu würde ich behaupten, dass sich neue Killer eher auf die visuellen Effekte beziehen statt auf akkustische

Geliehene Zeit ? Wirkt nur bei anderen und nicht bei einem selbst, daher fürs eigene Überleben ebenfalls ungeeignet.

Der Artikel bezog sich auch eher auf die Anfänger und nicht auf die Hardcore-Trolls. Erstens hat nicht jeder Killer einen Heartbeat, zweitens kommt hinzu, zumindest bei mir, dass ich mit meinem Headset nicht jeden Gesang und jede Aktion des Killers und Herzschlag generell nicht richtungsorten kann, dazu ist es sogar schon ein Turtle Beach für Xbox. Nicht jeder spielt, wenn überhaupt, mit einem (300 Euro) Headset. Da ist Vorwarnung mein absolutes Liebingsperk, weil es bei wirklich JEDEM! Killer funktioniert (abgesehen von Michael Meyers Diabolik Stufe 0) und dies in 90 % aller Fälle bevor man den Killer hören kann.

40 m sind für einen Killer nicht viel, wenn du dann noch wegrennst und Kratzspuren hinterlässt, ist die Variante mit Vorwarnung und städtische Invasion die für mich eindeutig bessere Alternative. Du kommst zwar nicht wirklich weg, bist aber schwerer zu finden ohne visuelle Zeichen.

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