Ein wichtiger Elb aus den Texten von J.R.R. Tolkien hat einige große Taten als Schmied vollbracht. Er schmiedete drei mächtige Edelsteine, die dazu führten, dass ein Krieg nach Mittelerde gebracht wurde – lange vor der Handlung der Filme.
Um welchen Elb geht es? Die Rede ist von Feanor. Der Elb trägt auch den Titel „Hoher König der Noldor“, weil er die gleichnamige Sippe der Elben anführte.
Feanor lebte vor den Ereignissen aus Herr der Ringe und war der Onkel von Galadriel. Er stammte aus Valinor, dem Reich der Valar auf der Welt Arada, wo sich auch Mittelerde befindet. Seine Eltern waren sein Vater Finwe und seine Mutter Míríel, die kurz nach der Geburt ihres Sohnes verstarb.
Feanor war schon als Kind hochgewachsen und fiel durch seinen feurigen Charakter auf. Er wusste genau, was er wollte, und ließ sich von kaum jemanden davon abbringen. Damals ahnte noch niemand, welche Taten er vollbringen würde. Besonders die Begegnung mit dem Schmied Mahtan brachte eine wichtige Veränderung.
Das Schmieden der Silmaril
Was veränderte sich? Feanor heiratete Nerdanel, die wiederum die Tochter von Mahtan war. Der war ein großer und bekannter Schmied und brachte seinem Schwiegersohn vieles über das Handwerk bei. Mahtan selbst hatte sein Handwerk von niemand geringerem als dem Vala Aulë gelernt – dieser war für die Erschaffung der Zwerge, aber auch die Leuchten Illuin und Ormal, die die Welt erhellten, verantwortlich.
Von den besten ausgebildet erschuf Feanor einige bedeutende Werke. Gandalf glaubte, dass der Elb auch hinter den geheimnisvollen Palantíri steckte – die sehenden Steine, die auch von Saruman genutzt werden.
Feanor erfand zudem eine eigene Schrift, genannt Tengwar, die unter anderem bei der Inschrift des Einen Rings genutzt wurde. Sein größtes Meisterstück waren jedoch die Silmaril.
Was waren die Silmaril? Hierbei handelt es sich um drei Edelsteine, die Feanor erschuf, um darin das Licht der Zwei Bäume von Valinor einzuschließen.
Diese Bäume, die die Namen Laurelin und Telperion trugen, sorgten dafür, dass die Welt Arda, in der Tolkiens Erzählungen spielen, Licht erhielt. Als die Bäume erschaffen wurden, begann auch das Erste Zeitalter.
Der Diebstahl der Stein und ein Schwur
Was geschah mit den Silmaril? Der böse Melkor, der später zu Morgoth werden würde, wollte die Zwei Bäume zerstören. Das gelang ihm gemeinsam mit der Spinne Ungoliant, eines der furchterregendsten Wesen überhaupt.
Als er von den Silmaril erfuhr, die Licht der Bäume gespeichert hatten, stahl er sie und floh nach Mittelerde. Im Zuge dieser Ereignisse tötete er auch Feanors Vater. Der Elb schwor Rache und startete eine Rebellion seines Volkes – was zum Juwelenkrieg führte.
Feanor und seine Söhne schworen einen Eid: Sie würden jedes Wesen, das einen Silmaril an sich genommen hatte, bis ans Ende der Welt verfolgen. Daraufhin wollte Feanor die Noldor nach Mittelerde führen, was sich als schwierig herausstellte, da der Weg durch die eiskalte und zugefrorene Region Helcaraxë führte. Dennoch wollte er seinen Plan unbedingt durchziehen, vor allem solang er noch die Gunst seiner Anhänger hatte.
Er bat das Volk der schifffahrenden Teleri um Hilfe, ihm ihre Boote zu leihen, wurde jedoch abgewiesen. Feanor wollte nicht aufgehen, probierte es mit Gewalt, doch er und seine Streitkräfte wurden mehrmals zurückgeschlagen. Erst als die Krieger von Feanors Halbbruder Fingolfin zur Schlacht stießen, wendete sich das Blatt.
Auf nach Mittelerde
Mit den gestohlenen Schiffen mussten sich die Noldor weiteren Widrigkeiten entgegenstellen. Unterwegs trafen sie auf eine mysteriöse Gestalt, bei der es sich vermutlich um Mandos, einen der Ainur. Er verkündete, dass die Noldor verflucht seien und sie großes Unglück erwarten würde. Das reichte, um Feanors Bruder Finarfin zur Umkehr zu begewen. Er und seine Gefolgschaft kehrte nach Valinor zurück und wurde dort begnadigt.
Feanor selbst setzte den Weg über Helcaraxë fort. Da die Schiffe nicht ausreichten, um alle Noldor über See zu setzen, teilten sie sich auf. Doch anstatt die Schiffe zurückzuschicken, ließ Feanor, ersteinmal am sicheren Ufer von Mittelerde angelangt, sie verbrennen – weil er Fingolfin und Findrod, die Teil der Zurückgeliebenen waren, als Last ansah. Fingolfin sah die Schiffe am Horizont brennen, und zog mit seinen Streitkräften über Helcaraxë fort. Er wollte den Verrat von Feanor rächen.
Doch als Morgoth von der Ankunft Feanor erfuhr, schickte er seine Truppen zu einem Angriff. Diesen überlebten Feanor und seine Leute und zogen Morgoth entgegen. In einer letzten Schlacht bei Angband wurde er jedoch vom Lord der Balrogs, Gothmog, angegriffen und starb an den Verletzungen. Auch andere von Feanors Sippe wurden Opfer ihres Eids. So aber nicht sein Enkel Celebrimbor, der hier im Titelbild zu sehen ist.
Am Ende, nach vielen weiteren Schlachten und Intrigen, gelangten die Silmaril wieder in den Besitz der letzten überlebenden Söhne von Feanor – ehe sie für immer verloren gingen. Auf MeinMMO findet ihr mehr Interessantes über Melkor, der später zu Morgoth wurde: Der wahre Bösewicht im „Herr der Ringe“-Universum ist viel mächtiger und gefährlicher als Sauron
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Ich habe zwar keine Ahnung, was so ein Beitrag hier zu suchen hat, allerdings ist euch in folgendem Satz ein Fehler unterlaufen:
Er hieß Melkor, nicht Merkol 🙂
Das ist uns ein Tippfehler unterlaufen, danke für den Hinweis 🙂