Bungie ändert die Roadmap: Das kommt im März und April zu Destiny 2

Mit umfangreichen Umbaumaßnahmen versucht Bungie seit Anfang 2018, sein Sorgenkind Destiny 2 wieder auf Kurs zu bringen. Zahlreiche Änderungen wurden bereits umgesetzt, viele werden noch folgen. Dabei wurde der „Fahrplan“ mehrmals angepasst. Wir zeigen, wie sich Destiny 2 in diesem Frühjahr noch ändern wird.

Rund um Destiny 2 kriselt es seit geraumer Zeit. Selbst treuste Fans wenden sich vermehrt ab und suchen immer häufiger nach Alternativen, bis das angeschlagene Spiel endlich mit einem annehmbaren Spielerlebnis aufwarten kann. Viele kehren der Destiny-Reihe komplett den Rücken.

Bungie versucht, mit Hilfe umfangreicher Änderungen das Spiel wieder attraktiver zu gestalten. Zahlreiche Anpassungen wurden bereits vorgenommen. Diese konnten jedoch noch keine wirkliche Wende einleiten. Die bisherigen Änderungen gehen den meisten Hütern schlichtweg nicht weit genug. Denn die Kernprobleme von Destiny 2 blieben bisher so gut wie unangetastet. Auch wurde Bungies Fahrplan mehrmals geändert. Wichtige Veränderungen wurden dabei in Teilen nach hinten verschoben.

Ein Großteil der Community will dem Spiel erst dann eine erneute Chance geben, wenn ein fundamentaler Umbruch stattfindet. Solch tiefgreifende Reformen lassen jedoch noch auf sich warten. Das Spiel kämpft deshalb weiterhin mit einbrechenden Spielerzahlen.

Wir zeigen, wie sich Destiny 2 in den kommenden Monaten wandeln wird. Doch reichen die anstehenden Änderungen aus, um die Fans zurückzugewinnen?Destiny2 WP Umfrage

So ändert sich Destiny 2 noch im Frühjahr 2018

Um Destiny 2 zu retten, stellte Bungie einen Fahrplan – die Roadmap – vor, der den Hütern veranschaulichen soll, mit welchen Maßnahmen und Schritten Bungie gedenkt, das strauchelnde Spiel wieder auf Kurs zu bringen. Mit den Updates 1.1.2 und 1.1.3 wurden bereits zwei Meilensteine des Notfall-Plans umgesetzt. Zahlreiche Änderung haben so bereits ihren Weg ins Spiel gefunden.

Destiny 2 Roadmap v3

Die aktualisierte Roadmap vom 15. März 2018

Zwei weitere Meilensteine stehen jedoch noch aus. Ein Großteil der Hüter hält diese beiden Updates für Bungies letzte wirkliche Chance, Destiny 2 noch zu retten. Zwar wird für den Herbst 2018 eine große Erweiterung im Stile von „König der Besessenen“ erwartet, für viele Spieler dürfte das jedoch bereits zu spät sein.

Dieses Add-On wäre zudem nicht länger vom Season Pass abgedeckt. Sollten die Updates 1.1.4 und 1.2.0 also scheitern und nicht den erhofften Umschwung einleiten, werden große Teile der Community nicht mehr ohne Weiteres bereit sein, dieser Erweiterung eine reelle Chance zu geben.

Das ändert sich mit Update 1.1.4 im März

Der März steht ganz im Zeichen von Sandbox- und Schmelztiegel-Änderungen. Am 27. März werden folgende Anpassungen am Spiel vorgenommen:

  • Sandbox-Anpassungen für Waffen und einzelne Hüter-Klassen
  • Der 6vs6-PvP-Modus kehrt im Eisenbanner zurück
  • Wöchentlich rotierende PvP-Playlist mit Hexenkessel/Rumble/Eisenbanner
  • Munition- und Gameplay-Tuning im PvP
  • Strafen für vorzeitiges Aufgeben in Schmelztiegel-Matches
  • Schutzmechanik gegen sich wiederholende Strikes und Schmelztiegel-Karten
  • Reduzierung exotischer Duplikate
  • Exklusive Dämmerungsstrike-spezifische Belohnungen
  • Händler-Ansicht-Option für die Companion-App

Die ursprünglich für den 27. März gedachte Einführung von Modifikatoren für Heroische Strikes musste aufgrund eines größeren Problems auf den Mai verschoben werden, da es tiefgreifender Änderungen bedarf, um dieses Problem zu beheben. Da man durch diesen Schritt zusätzliche Zeit eingeräumt bekommt, will Bungie laut eigenen Worten dieses Feature nun noch vielfältiger gestalten.

Als Ergänzung zu den kommenden Waffen-Anpassungen merkten die Entwickler via Twitter an, dass mit dem März-Update die Präzision von Handfeuerwaffen sowohl beim Schießen aus der Hüfte als auch beim Verwenden der Zielvorrichtung angehoben wird. Auch die Waffen-Präzision in der Luft wird im gleichen Zuge angehoben.Destiny 2 Javelin Site

Folgendes ändert sich mit dem Update im Mai

Das Mai-Update hat noch keinen konkreten Termin, es wird jedoch gemutmaßt, dass es Hand in Hand mit der zweiten Erweiterung Einzug halten wird. Gerüchten zufolge soll der zweite DLC am 8. Mai erscheinen und den Namen „The Fallen Warmind“ tragen. Folgende Änderungen bringt das Update 1.2.0:

  • Der Prestige-Modus für den „Weltenverschlinger“-Trakt des Raids wird eingeführt
  • Saisonales Ranking-System für den Schmelztiegel
  • Die aus dem Vorgänger bekannten Private Matches kehren zurück
  • Die Tresor-Kapazität wird erhöht
  • Eine Multi-Gesten-Funktion kommt
  • Meisterwerk-Versionen von exotischen Waffen halten Einzug ins Spiel
  • Saisonaler Fortschritt bei Händlern wird eingeführt
  • Die Gruppenkämpfe kehren verbessert aus ihrer Pause zurück
  • Massive Sandbox-Anpassungen für exotische Waffen und Rüstungsteile
  • Modifikatoren für Heroische Strikes

Neben der zweiten Erweiterung liegt das Hauptaugenmerk der Community auf der bereits ein Mal verschobenen Generalüberholung exotischer Gegenstände. Zwar freuen sich viele Fans auch auf die Privaten Matches und auf den Prestige-Modus des Raid-Trakts, ein Großteil der Hüter blickt jedoch gespannt auf die Überarbeitung der Exotics.

Denn die exotischen Gegenstände stehen in ihrem aktuellen Zustand symbolisch für eines der schwerwiegendsten Probleme des Spiels – der Loot ist größtenteils langweilig, wenn nicht sogar belanglos.

Viele exotische Gegenstände werden ihrer Bezeichnung nicht gerecht und dienen lediglich als Staubfänger im Tresor oder zum Infundieren. Hier hat Bungie also eine große Chance, verlorenes Vertrauen wiederherzustellen und der schwindenden Hoffnung der Hütergemeinschaft neuen Auftrieb zu verleihen.

destiny-2-GoM

Reichen die Änderungen im Frühjahr, um die Fans zurückzuholen?

Bungie steht mit dem Rücken zur Wand. Die Spieler laufen in Scharen davon, bisherige Änderungen konnten dem nicht entgegenwirken. Zudem bekommt der angezählte zweite Serien-Ableger in absehbarer Zeit durchaus ernstzunehmende Konkurrenz.

Für den Großteil der Fans ist klar: Damit das Spiel überhaupt noch eine Chance hat, dürfen die kommenden beiden Updates zumindest nicht scheitern.

Selbst in Anbetracht der Tatsache, dass die beiden verbleibenden Update-Meilensteine immer noch kaum etwas an den Kernproblemen des Spiels verändern werden: Würden die kommenden zwei Updates gut bei der Community ankommen, so hätte wenigstens die nächste große Erweiterung, die im Herbst 2018 erwartet wird, eine weitere Möglichkeit, sich der Kernproblematik anzunehmen und fundamentale Änderungen einzuführen.

Viel Platz für Experimente und potentielle Fehlschläge bleibt nicht. Denn sollten die Updates scheitern, dürften die übrige Geduld und das letzte bisschen Verständnis selbst bei treuesten Destiny-Fans aufgebraucht sein.

Dann dürfte es für Bungie äußerst schwer werden, das Ruder noch einmal herumzureißen – selbst mit einer großen Erweiterung. Denn wirklich überzeugende Argumente für eine erneute Investition seitens der Spieler hätte das Studio nicht vorzuweisen. Und die Vorschusslorbeeren aus Zeiten des Vorgängers sind längst aufgebraucht.

Wie seht Ihr die verbleibenden zwei Updates? Kann sich Destiny 2 so mehr Zeit für Änderungen erkaufen?


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