In World of Warcraft wurden zahlreiche Schneider gebannt. Die fühlen sich ungerecht behandelt – denn sie wussten gar nicht, dass sie einen Exploit benutzen.
Update 14.12.2022, 19:15 Uhr: Blizzard ist wohl gerade dabei, einige der Strafen zurückzunehmen. Mehrere Spielerinnen und Spieler berichten, dass sie eine Mail von Blizzard erhalten haben und man sich für die Strafe entschuldigt.
Originalmeldung: Eine Bannwelle in World of Warcraft trifft Handwerker einer besonderen Zunft ganz besonders. Viele Schneider nehmen wohl erst einmal eine Weile Urlaub von den Dracheninseln, denn Blizzard hat ihre Accounts bis zu einer Woche gesperrt. Der Grund dafür: Ein Exploit, bei dem viele gar nicht wussten, dass es einer ist.
Was ist das für ein „Exploit“? In Dragonflight können Schneider, je nach Spezialisierung, zwei verschiedene, seltene Stoffballen herstellen. Das sind „Azurgewobener Ballen“ („Azureweave Bolt“) und Chronostoffballen („Chronocloth Bolt“). Das sind quasi zwei der Luxus-Ressourcen, die Schneider benötigen, um gute Ausrüstung oder die besten Taschen herzustellen.
Viele Schneider waren nun in der Lage, diese Stoffballen deutlich häufiger als von Blizzard vorgesehen herzustellen.
Der Grund dafür war, dass der Cooldown für die Herstellung durch scheinbar zufällige Ereignisse fälschlicherweise zurückgesetzt wurde. Manchmal genügte es, schon einen Dungeon zu betreten oder einfach einer Gruppe, etwa bei einer Weltquest.
Als Strafe für das Ausnutzen des Exploits und die viel zu häufige Herstellung dieser Ballen, hat Blizzard zahlreiche Accounts temporär gesperrt – in vielen Fällen gibt es nun eine 7-Tage-Pause.

Warum sind die Spieler sauer? Viele betroffene Spielerinnen und Spieler sind wütend auf Blizzard, denn sie wussten schlicht nicht, dass sie einen Exploit benutzen. Sie beteuern, dass sie keine Ahnung hatten, was die Abklingzeit zurücksetzt oder dass sie dachten, das hänge mit einer tiefergehenden Spezialisierung in der Schneiderei zusammen.
Schneider können die erwähnten Ballen nämlich mehrfach herstellen, allerdings gibt es auf das jeweilige Herstellen eine Abklingzeit. Diese wiederum lässt sich durch weitere Spezialisierung reduzieren, wobei die Beschreibung hier nicht eindeutig zu verstehen ist. So spricht die Spezialisierung etwa davon, dass man „die Verbindung zum blauen Drachenschwarm stärkt und so reduziert, wie schnell man die Magie verbraucht, um Azurgewobene Ballen herzustellen“. Dass hier klare Zahlen fehlen, macht das Problem nur noch schlimmer. Denn viele vermuteten schlicht, dass ihre Spezialisierung dafür sorgte, dass sie eben häufiger Ballen herstellen können.
Oder anders gesagt: Viele hatten gar kein Schuldbewusstsein über ihr „Vergehen“, da sie schlicht nicht wussten, dass es sich um einen Bug oder Exploit handelt. Immerhin konnte dieser Fehler einfach so beim normalen Spielen – etwa nach dem Besuch eines Dungeons – auftreten.
Zeitpunkt des Banns ist besonders bitter: Besonders ärgerlich ist, dass Blizzard den Bann nun zum Start von Saison 1 ausgesprochen hat. Viele haben sich bereits gefreut, heute in den Raid „Gewölbe der Inkarnationen“ und die Saison von „Mythisch+“-Dungeons zu starten. Viele Gilden werden demnach wohl in diesen Tagen auf ihre Stoff-Träger verzichten müssen, sollte Blizzard die Strafen nicht abmildern oder zurücknehmen.
Was haltet ihr von diesen Bestrafungen? Unwissenheit schützt vor Strafe nicht? Oder trifft die Schneider, die das aus Versehen ausgenutzt haben, hier keine Schuld?
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So ist es halt wundern mich nicht das Blizzard so mit seinen Usern umgeht.
Allein der Support ist schon die Hölle und dann fangen sie das Jammern wieder an. Wir hätten gerne wieder so Abo zahlen wie in alten Zeiten.
Wer so mit seinen Kunden umspringt, müsste noch mehr bestraft werden, und alle müssten aufhören zu spielen.
Damit die Damen und Herren von ihren hohen Rössern mal wieder herunterkommen.
Jetzt wurde der Bann bei allen, die es nicht exzessiv, also wohl tatsächlich bewusst, ausgenutzt haben, zurückgenommen und angekündigt, in zukünftigen Patches, sich in den Tooltips klarer ausdrücken zu wollen.
Das wurde schon mehrmals bei allen Add-on angesprochen, dass sie die Texte ändern sollen, weil es nicht richtig zu verstehen ist.
Ging ihnen bis vor df am Hintern vorbei, und auf einmal wollen sie was ändern.
Das steht nicht erst seit gestern im Forum bei Blizzard, dass sie da was machen sollen, aber nein wir hauen lieber erst mal einen Bann raus.
Wurden die Spieler jetzt nicht gebannt weil sie einen Exploit ausgenutzt haben und nicht weil sie schneidern?
sehr irreführender Titel 😅
..und deswegen spielt Cortyn jetzt eine Woche Final Fantasy. 😁
Die sollten diese albernen zeitlichen Begrenzungen entfernen. Das macht überhaupt keinen Sinn.
Wieso albern ? ist halt ein schutz damit sie nicht sachen in massen herstellen und dann mit gutem gear usw überfluten, ist schon richtig so da in dem spiel ilvl usw unterschied macht. gibt in NW ja auch begrenzung(die menge kann mit gear + bissle glück erhöht werden) für täglich herstellen. da meckert auch keiner, lol
Dann die Dropraten reduzieren.
Wenn man überschwemmt mit Materialien wird, worauf man warten muss diese zu verarbeiten ist sinnfrei überhaupt so viele Materialien zu haben.
So einfach ist das nicht. Die Materialien brauchst du ja auch noch für andere Rezepte. Du kannst nur ein paar davon nehmen, um sie zu besseren Stoffen zu verarbeiten. Aber das ganze “normale” Handwerkszeug braucht die Stoffe trotzdem.
Zumal die Droprate der Stoffe auch etwas ist, das du als Schneider skillen kannst.
Ist das nicht falsch entwicklet, wenn man auf der einen Seite durch die Skills mehr finden kann, auf der anderen Seite das in der Herstellung limitiert ist.
Ähnlich wie die Häufigkeit der Dungeon/Raid Nutzung.
Eine allgemeine Beschränkung betrifft aber alle gleichermaßen, sowohl Hardcore als auch Casual.
Das einzige was keinen sinn macht is deine aussage. Wenn du wüsstest wovon du redest, würdest du so einen nonsens nicht von dir geben.
Mir scheint da stellen sich einige Spieler als extra naiv dar. Das ein Dungeon zu betreten wohl kein Rücksetzen eines Zeitfaktors darstellen wird, dürfte so ziemlich jedem klar sein, speziell Handwerksspezialisten.
Allerdings halte ich die Umsetzung auch für schlechtes Spieldesign. Sowohl das der Zeitfaktor nicht fest ist, sowie das es überhaupt Zeitfaktoren beim Schneidern gibt. Wieso nicht über Begrenzung der Materialen?
Weil es “Abklingzeiten” für besonders werttvolle Dinge in Berufen in WoW seit *checks notes* 18 Jahren (Transmutationen der Alchemisten zB.) gibt und eine “zeitliche” Begrenzung bei diesen “wertvollen” Erzeugnissen alle mit diesem Beruf gleich setzt, statt die, die mehr Zeit investieren können, zu bevorteilen. Es gibt ja auch noch zusätzlich die Begrenzung über die Materialien aber den gibt es eben nicht alleine.
“Weil es “Abklingzeiten” … seit 18 Jahren gibt”
Häh 🙂 mit “Zeitfaktoren” meinte ich “Abklingzeiten”.?
“aber den gibt es eben nicht alleine.” ist noch keine Begründung.
“mehr Zeit investieren können, zu bevorteilen.” auch das nicht
wenn ich mehr Zeit ins Handwerk investiere bekomme ich mehr Produkte, sonst müssten alle Produkte einen Zeitfaktor haben
Irgendwie ergibt das keinen Sinn.
Wieso sollte die “Begrenzung über die Materialien” nicht reichen? das war meine Frage.
Wenn ich mehr Zeit ins Handwerk investiere, dann bekomme ich mehr Produkte, das ist soweit korrekt und auch immer der Fall. Besonders “wertvolle” (und folglich auch für den Herstellenden teuren) Dinge aus Berufen, unterliegen allerdings zusätzlich, seit jeher, einem “Cooldown”, damit diese besonders “wertvollen” (und auch in der Herstellung teuren) Dinge nicht von Leuten, die eigentlich viel Zeit investieren können (und damit bereits von den benötigen Reagenzien “mehr” haben), in Massen produziert werden und jeder Andere schaut durch die Finger.
Eigentlich schreibst du das gleiche wie davor. 😉
“seit jeher” ist auch keine Antwort.
“in Massen produziert werden” Wenn die Materialien begrenzt sind geht das nur nicht.
Eine Antwort scheint schwieriger zu sein als gedacht.
Eigentlich ja nicht. Du willst es nur nicht verstehen. Warum auch immer.
Naja es ist halt die Frage, was die Spieler gemacht haben. Wenn die Leute dauernd in ein Dungeon rein und raus sind und jedes mal die SchneiderCDs benutzt haben, sehe ich das auch als exploit.
Anders sieht es aus wenn die Leute halt ihren CD gecraftet haben, haben dann etwas gespielt, waren vlt in Dungeons und haben den CD dann nach einiger Zeit nochmal gecraftet. Kann mir schon vorstellen, das einige hier den Zusammenhang nicht gesehen habe. Man schaut ja auch nicht permanent in sein Craftingmenü. Bzw. hat man ja auch nicht immer auf dem Schirm, ob man heute seinen CD schon benutzt hat. Die meisten werden sich wrsl. gedacht haben: “oh hab ich heute wohl noch nicht gecraftet”
Mir würde es jedenfalls so gehen, denke ich.
Natürlich wird es einige erwischt haben, die das ausgenutzt haben und das absichtlich. Aber wenn eine alltägliche Handlung (wie eben der Besuch eines Dungeons) so einen Cooldown zurücksetzt … ist das ein Problem. Viele hat es “unverschuldet” getroffen. Vor allem, weil einige deiner Schneider-Talente dir ja auch gar nicht erklären, was es bedeutet, dass du “die Magie langsamer verbrauchst” – heißt das, du kannst mehr am Stück herstellen? Heißt das, der Cooldown ist schneller wieder bereit?
Da sind so viele offene Fragen, dass das hier bei sehr vielen tatsächlich aus Versehen passiert sein wird.
“die Magie langsamer verbrauchst” ja manchmal hätte man statt solcher RP language gerne klare Aussagen
Das ist echt doof, dass hier das Spiel zu wenig erklärt hat (und das Zeug in Beta auch immer wieder unterschiedlich war, weil so oft geändert).
Auch wenn Unwissenheit nicht vor Strafe schützt, ist es halt immer noch ein Spiel und nicht RL und “bewusst” werden das die wenigsten ausgenutzt haben.
Korrekt und ganz ehrlich, die Berufe sind viel zu kompliziert geworden. Also ich verstehe das man hier eine Art des Progress einbauen wollte, die auch Langzeitmotivation schafft, aber gefühlt 40 verschiedene Skills die nur wage erklären, was diese eigentlich machen ist schon etwas übertrieben.
Den Großteil meiner Guildies und Friends schreckt das System so sehr ab, das sie Berufe nach 10 min aufgegeben haben und auch nicht mehr reinschauen.
Besonders bekloppt ist es im übrigen beim Ingi.
Also wenn man das System einmal verstanden hat, geht es schon einigermaßen, aber die Einstiegshürde ist halt immens. Ich kann jeden gut verstehen, der sich damit nicht beschäftigen will…..
Nach 2 Wochen werde ich immer noch von anderen Kräuterkundlern überrascht gefragt, warum hier plötzlich überall gefrohrene Blumen spawnen, wenn ich den elemental Overload benutze…..Ich selbst habe erst nach 3 Tagen geschaut was das überhaupt ist und das man hier plötzlich einen neuen Spell im Zauberbuch hat.
Naja…also die meisten Dinger, sind relativ selbsterklärend, gibt es doch Mouseover (bei jedem Spezialisierungs-Meilenstein).Man muss halt ziemlich viel lesen. Aber es fehlt halt manchmal dann die ganz konkrete Angabe, wie hier beim Schneider, um wieviel jetzt tatsächlich die jeweilige Verbesserung in der Spezialisierung Abklingzeiten (oder Materialeinsatz) reduziert.
Natürlich, wenn man das bisherige System der Berufe nimmt und jetzt ganz genau so an das neue System herangeht, wird man größere Probleme als das haben, da mitzukommen.
Am schlechtesten erklärt sind Ingame aber sowieso die Handwerksaufträge…weshalb sie wenig bis gar nicht angenommen werden bislang, obwohl es eine deutliche Verbesserung zum bisherigen System (stundenlang im Handelschannel nach Herstellern zu suchen, immer mit der Gefahr für beide Seiten, vom gegenüber übervorteilt zu werden) darstellt.
Ja wenn man sich damit ausgiebig beschäftigt ist das alles machbar, aber die meisten Leute haben halt keine Lust sich erst mal eine Stunde vor das System zu setzen und alle Talente ausgiebig zu studieren und zu planen, wo sie wann welche Punkte verteilen. Zumal dort dann ja auch noch die Stats dazu kommen, die oftmals sogar wertvoller sind als gewisse Skills.
+ es ist halt extrem punishing wenn du das nicht machst und erst mal irgendetwas skillst, was dir sinnvoll erscheint.
Ich bin immer der Meinung ein System sollte dich langsam hinführen und sich dann nach und nach entfalten. Hier ist es eher so, das du am Anfang alle Informationen haben solltest, da du dich sonst leider unwiederbringlich verskillst.