Nutzer fragt, ob noch jemand bei seinem ersten Mal Warhammer 40.000 schockiert war, bekommt abgebrühte Antworten

Nutzer fragt, ob noch jemand bei seinem ersten Mal Warhammer 40.000 schockiert war, bekommt abgebrühte Antworten

Die Welt von Warhammer 40.000 ist düster und macht keinen Hehl daraus. Es gibt kaum Happy Ends, ständig herrscht Krieg und Verbündete findet man im besten Fall temporär. Einem Nutzer ist das zu finster, aber Fans meinen: so schlimm ist das eigentlich alles gar nicht.

Warhammer ist nicht nett und will es auch gar nicht sein. Solltet ihr euch jemals in der finsteren Zukunft des 41. Jahrtausends wiederfinden, könnt ihr euch vermutlich aussuchen, ob ihr irgendwann lieber von Alien-Käfern gefressen oder von brutalen Pilzen abgeschlachtet werdet.

Selbst, wenn ihr es irgendwie schafft, dem Krieg zu entkommen, stehen die Chancen auf ein „schönes“ Leben eher schlecht. Der Großteil der Menschen im Imperium leben in den Slums der Metropolwelten und ernähren sich ärmlich von fader Nutripaste und Leichenstärke. Wer sich dagegen wehren will, hat schnell die Wache oder die Kirche am Hals.

Trotzdem, oder vielleicht genau deswegen, sind so viele Fans von der Welt begeistert. Auf Reddit kann ein Nutzer das aber überhaupt nicht verstehen. Er sagt, er kenne düstere Universen wie Halo. Aber Warhammer sei einfach völlig drüber.

Einer der düstersten Moment der Geschichte von Warhammer 40.000 ist die Horus-Häresie:

Warhammer 40.000: Der Cinematic-Trailer zur Horus-Häresie, dem Großen Bruderkrieg

„Würde mich lieber mit der Flood herumschlagen als mit diesem Universum“

Der Thread-Ersteller beschwert sich: „In diesem Universum ist jeder der Böse, es passiert nichts wirklich Positives. Egal, ob du eine einfache Wache bist und dem Kult von einem Typen auf einem goldenen Thron folgst oder ein Typ bist, der den Chaosgöttern folgt.“

Er meint: lieber würde er sich der Flood aus Halo stellen, als sich in der Welt von Warhammer behaupten zu müssen. Die Flut sind quasi Viren-Zombies. Die klassischen Parasiten, die Menschen befallen und verseuchen. Aber Halo hat eben noch Leute, die für die Ordnung streiten.

Warhammer dagegen ist eine Welt, in der es keine klare Trennung zwischen gut und böse gibt. Es gibt mehrere Abstufungen von moralischem Grau, aber so wirklich „gut“ ist hier niemand. Selbst der allgemein eher als gemäßigt geltende Imperator ist nicht so wohlwollend, wie viele vielleicht denken.

Fans springen ein und erklären, dass genau das der Punkt ist, der Warhammer so gut mache. Und die Welt sei auf diese Weise dermaßen übertrieben, dass man die ganze Sache sowieso nicht ernst nehmen könne.

„Das ist so verkorkst, dass es schon wieder heiter ist“

Im Top-Kommentar meint ein Nutzer. „Als ein Liebhaber von 40K finde ich es so düster, so verkorkst, dass es schon wieder den Kreis schließt und sich heiter anfühlt, weil es so übertrieben ist.“ Andere, grimmige Universen seien da deutlich stärker in der Realität verankert.

Tatsächlich setzt Warhammer auf völlig absurde Übertreibungen. Allein die Poster Boys, die Space Marines, sind wortwörtlich genetisch verbesserte Übermenschen mit zu vielen Organen, Superkräften und Waffen, die ein normaler Mensch nicht mal anheben könnte.

Auf der anderen Seite gibt es die Chaosgötter mit ihren völlig übertriebenen Domänen. Slaanesh hat Streiter, die buchstäblich mit Musik töten können. Nurgles Anhänger verfaulen ständig und sind stolz darauf, möglichst viele Krankheiten zu sammeln.

In gewisser Weise ist Warhammer eine Parodie auf Fantasy- und Sci-Fi-Settings, die sich zu ernst nehmen. Und genau das feiern die Fans. Wenn jemand versucht, hier irgendwie Vernunft hineinzubringen, kommt als Antwort oft: „Du hast das Setting nicht verstanden.“

Der Leitspruch von Warhammer hat einen guten Grund

Warhammer wirbt mit dem Spruch: „In der Finsternis der fernen Zukunft gibt es keinen Frieden“, oder im Original: „In the grim darkness of the far future there is only war.“ Das Universum hat das Sub-Genre „Grimdark“ sogar maßgeblich geprägt.

Und trotz der comichaften Übertreibungen kann Warhammer teilweise wirklich, wirklich düster werden. Ein Nutzer etwa verweist auf einen Thread, der einen Auszug aus einem Roman zeigt. Dort werden ein paar imperiale Wachen bei lebendigem Leib von Tyraniden gefressen und in ihrer Magensäure aufgelöst. Eine kleine Warnung hier, der Text ist sehr detailliert.

Dass Warhammer hier keine Rücksicht nimmt, sondern voll in dieser finsteren, oft übertriebenen Fantasie aufgeht, ist genau das, was Fans so schätzen. Und am Ende komme es eben immer auf die Perspektive an, ob jemand wirklich „böse“ ist, oder nicht doch irgendwo etwas Gutes zeigt.

Warhammer ist schon seit Ewigkeiten ein beliebtes Franchise und hat vor 40 Jahren sogar Blizzard inspiriert. So sehr, dass die Warcraft-Macher damals eigentlich ein Warhammer-Spiel machen wollten, sich dann aber doch dagegen entschieden haben: In einer perfekten Welt wäre das größte MMORPG heute World of Warhammer

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Varg6899

🤔Ich versteh das Problem mit Warhammer nicht 🤔🤔 es ist soviel realer als irgend nen anderer Kram… was zumindest den Moralischen Aspekt betrifft. Oder is es am Ende manchen ZU REAL … aber selbst im realen Leben gibt es keine Seite die nur gut ist oder nur böse 🤔 da gibt es auch derart viele Graustufen….

Lamoras

Manchmal ist das ganz witzig und für Spiele ist es nen cooles Universum, aber ganz ehrlich? Ich hab zwei Bücher angefangen gehabt und schnell wieder aufgehört zu lesen. Ständig ist alles schlecht und es passieren nur negative Dinge. Die Charaktere sind verkrüppelte Emos und reden nur davon wie Scheiße es ihnen geht. Das ist einfach nur langweilig, nervig und deprimierend.

Varg6899

Dann hast du das Genre falsch verstanden … es ist GRIM DARK kein lila Laune Land Ponyhof 😅sry für Herbe Wortwahl

Die Bücher je nachdem welche du gelesen hast offenbaren soviel Lore 😅und zeigen soviele Beweggründe verschiedener Fraktionen sowie einzelner Charaktere 🤔🤔🤔

Also persönlich hatte ich mega lese Vergnügen mit der Horus Häresie Reihe aber da war die noch kleiner als ich anfing (was um die 20bände) bin auch vielleicht daher tiefer drin … Ansonsten gebe dir mal die Nightlord Reihe oder Ravernor gibt es beide als Sammelband

Yoma

Wer Halo für düster hält wird überrascht. Als comicartig seh ichs allerdings nicht an, die Spielfiguren ja, aber nicht das Universum. Gibt durchaus Filme die nicht die comicartigen Figuren verwenden.

Yoma

War auch keine Kritik nur meine Meinung zum Thema. Im Vergleich zb zu WoW was das Warhammer Universum ja tatsächlich eher comic-artig umgesetzt hat. Zum Riesenamboss, naja es ist alles größer nicht einseitig herausgezogen. Wenn man sich mal Dinosaurier anschaut, die haben sich auch gegenseitig in der Größe nach oben gepushed, Jäger vs Gejagter. Liegt in der Natur der Sache, wenn genug Platz da ist. Da gabs Kleine aber auch Riesen. Hätte man nicht die Knochen gefunden, hätts keiner geglaubt. Die meisten SciFi nehmen sich den Mensch als Referenz, im Film auch einfacher umzusetzen, aber muss ja nicht.

Neni

Selbst der gute Primach Vulkan von den Salamanders Orden hat schon wehrlose Eldar ( Space elfen ) Kinder lebendig verbrannt

Telerund

Natürlich, sind ja auch Xenos

Varg6899

Ach nehme die Black Templers 😅is es nicht menschlich (Xenos) is es früher oder später durch ihre Hand tod 😅

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