Obwohl Solo Leveling so erfolgreich ist, geht es dem Studio finanziell schlecht, erhält jetzt große Finanzspritze

Obwohl Solo Leveling so erfolgreich ist, geht es dem Studio finanziell schlecht, erhält jetzt große Finanzspritze

Der Anime von Solo Leveling befindet sich in der Produktion bei A-1 Pictures. Das Animationsstudio fuhr herbe Verluste ein. Doch jetzt kam die große Rettung.

Wie sieht es aktuell bei A-1 Pictures aus? Wie Gamebiz berichtet, fuhr A-1 Pictures im vergangenen Geschäftsjahr erstmals hohe Verluste ein. Seit 2014 konnte das Studio immer einen Gewinn erzielen. Doch im Geschäftsjahr, das bis März 2025 ging, wurde ein Verlust von 1 Million Euro gemeldet. 

Zum Vergleich: Im Vorjahr konnte das Unternehmen noch einen Gewinn von rund 140.000 Euro erzielen. Doch trotz des großen Erfolgs von Solo Leveling kam A-1 Pictures nicht in die positiven Zahlen. Das Studio arbeitete in dem Zeitraum an:

  • Too Many Losing Heroines!
  • NieR:Automata Ver.1.1a
  • Sword Art Online Alternative: Gun Gale Online
  • Solo Leveling Staffel 2
  • Goddess of Victory: Nikke Old Tales Special Animation 

Warum ein Studio wie A-1 Pictures nicht in die positiven Zahlen kommt, trotz eines riesigen Erfolgs, hat andere Gründe. Denn von einem großen Erfolg profitiert das Produktionsstudio nur in wenigen Fällen.

Update 09.09.25: Wir haben den Artikel angepasst und einige inhaltliche Fehler korrigiert und den entsprechenden Teil des Artikels erweitert. Außerdem haben wir mehrere Quellen ergänzt, damit die Situation von A-1 Pictures verständlicher wird.

Ein Studio kann trotz riesigem Erfolgs Verluste machen

Wie funktioniert eine Anime-Produktion? Einen Anime zu erschaffen, kann sehr teuer sein, insbesondere wenn es eine hochwertige Produktion sein soll. Das Magazin Animationiconic.com erklärt etwa, dass bereits eine günstige Budget-Serie pro Folge 100.000 US-Dollar kosten kann. Bei einer Serie, die über 12 oder 24 Folgen läuft, kommt da schnell ein Millionenbetrag zusammen, den irgendwer zahlen muss.

Um diese hohen Kosten jedoch decken zu können, schließen sich Unternehmen wie TV-Sender, Manga-Verlage, Spielzeughersteller oder Werbeagenturen zu einem Produktionskomitee zusammen, das das Budget bereitstellt und anschließend auch die Verwertungs- und Vermarktungsrechte gemeinsam ausnutzt. Ein Unternehmen verkauft etwa später die DVDs und BluRays, während eine andere Firma Spielzeug oder Figuren herstellen darf. Wenn euch die Details interessieren: Anime2You.de schlüsselt die Zusammenhänge genauer auf.

Was hat das mit A1-Pictures zu tun? Das Produktionskomitee beauftragt in der Regel einen Dienstleister, in diesem Fall A1-Pictures, um die Episoden zu produzieren. A1-Pictures erhält jedoch ein festes Honorar für die Episoden, welches vorher festgelegt wird. Das Studio erhält oftmals nur eine einmalige Zahlung ohne weitere Beteiligung an den Einnahmen einer Serie.

Selbst massive internationale Erfolge wie Solo Leveling führen nicht zu nennenswerten Mehreinnahmen beim produzierenden Studio. Außer, das Studio ist selbst Partner des Produktionskomitees und ist tatsächlich an den Gewinnen beteiligt.

Das bedeutet aber auch: A1-Pictures ist am Ende gar nicht dafür zuständig und hat es nicht in der Hand, ob nun eine dritte Staffel von Solo Leveling wirklich produziert wird, sondern das hängt am Ende ganz allein davon ab, ob sich das Produktionskomitee auf eine weitere Staffel einigen kann und erneut ein Studio damit beauftragt. Und der Auftrag könnte am Ende auch an ein anderes Studio gehen.

Wie schlimm sind jetzt die Verluste für A1-Pictures? A-1 Pictures hat zwar einen Millionenverlust erlitten, hat aber im selben Jahr große Summen in sein eigenes Projekt CloverWorks gesteckt.

Gleichzeitig ist A1-Pictures Tochterunternehmen von Aniplex, einem Anime-Konzern, der zu Sony gehört. Im Artikel von GameBiz heißt es, dass Aniplex einen Gewinn von 145,8 Milliarden Japanischen Yen gemacht hat (etwa 844 Millionen Euro). Der Betriebsgewinn stieg um 3,4 % auf insgesamt 24 Milliarden JPY (etwa 139 Millionen Euro). Im Vergleich zu den riesigen Gewinnen des Mutterkonzerns fallen die Verluste der Tochtergesellschaft vermutlich nicht ganz so sehr ins Gewicht.

Netmarble investiert Millionensumme

Was ist außerdem passiert? Wie The Bell berichtet, hat Netmarble rund 1,3 Millionen Euro in das Produktionskommitee investiert. Im Gegenzug erhält das Unternehmen Anteile in Höhe von 20 %. Die Investition fand zeitnah nach der Bekanntgabe der Verluste von A-1 Pictures statt.

Netmarble ist übrigens kein Unbekannter des Animes: Das Videospiel-Unternehmen ist für Solo Leveling: Arise verantwortlich, dem Gacha-Spiel zum Anime. In der Vergangenheit entwickelte das Team Spiele wie Lineage 2: Revolution und Seven Deadly Sins: Grand Cross.

Übrigens: Solo Leveling startete nicht als Anime, sondern als Webroman. Daraus entwickelte sich der Manhwa. Hier gab es in der Vergangenheit mehrere große Ankündigungen, die euch MeinMMO nicht vorenthalten will: Wenn ihr Fans von Solo Leveling seid, dann haben wir jetzt eine gute und eine schlechte Nachricht für euch 

Quelle(n): 3D Juegos
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strixz

Also ich weiß ja nicht, wenn man nicht wirklich weiß wie die Dinge in Japan mit der Produktion von Animes laufen, sollte man vielleicht keine Artikel darüber schreiben bzw. sich besser Informieren.

Der Erfolg von Solo Leveling hat absolut nichts mit dem Studio zutun das den Anime Produziert hat, solange es nicht “Inhouse” Produziert und Finanziert wurde. Die ganzen Rechte liegen beim Produktions Komitee und auch alle Einnahmen fließen dorthin, denn das Komitee finanziert die Produktion des Animes und Merch. Das Studio bekommt eine festgelegte Summe gezahlt und diese Ändert sich in der Regel auch nicht, selbst wenn der Anime sehr erfolgreich ist.

Dann als zweites, Netmarble hat nicht in A1-Pictures Invenstiert, sondern in des Komitee wodurch sie dann 20% an Anteilen für das Projekt erhalten haben. Außerdem wird der Verlust für A1 nicht wirklich relevant sein, denn sie sind eine Unterfirma von Sony und man hat nunmal Hohe ausgaben wenn man ein anderes Studio aufkauft. Nur merkt man sowas bei Anime Studios viel deutlicher, da der Gewinn in der Anime Branche für Studios sowieso nicht sehr hoch ist.

Zuletzt bearbeitet vor 6 Monaten von strixz
kibek
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