Das Remake von Final Fantasy 7 hilft mir, die Dürre im MMORPG zu überstehen

Final Fantasy XIV ist bei vielen Fans für seine Story beliebt, doch auf die Fortsetzung des MMORPG muss man immer 3-4 Monate warten. Unsere Autorin Irina Moritz hat diese Zeit mit dem Remake von Final Fantasy VII überbrückt.

Auch wenn FFXIV seinen Spielern regelmäßig neuen Content liefert, so kommt es vor, dass man bestimmte Teile davon schnell durchspielt. Dazu gehört zum Beispiel die fortlaufende Story des MMORPGs.

Ich habe in der Vergangenheit schon mehrmals betont, dass ich die Geschichte von FFXIV immer mit Spannung mitverfolge.

Darum sitze ich während der Wartezeit zwischen den Patches immer auf einer Art „Story-Entzug“. Doch dieses Mal hat mir das Remake von Final Fantasy VII geholfen.

Und wenn es euch genauso geht wie mir, dann solltet ihr als FFXIV-Spieler auf jeden Fall FFVIIR zocken. Gameplay zum Remake könnt ihr euch hier anschauen:

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Über die Autorin: Irina gehört zu Veteranen von Final Fantasy XIV und spielt es durchgehend seit der gescheiterten 1.0-Version. Ihre Erfahrung mit der beliebten Franchise von Square Enix endet aber nicht mit dem MMORPG. Sie kennt sich auch ausgezeichnet mit anderen Teilen der Reihe aus, da sie während ihrer Schulzeit für verschiedene FF-Fanseiten Guides und Komplettlösungen geschrieben hat. Final Fantasy VII hat einen quasi legendären Status in der Franchise und gehört zu ihren Lieblings-Teilen, daher hat sie die Entwicklung des Remakes eng mitverfolgt.

Für Veteranen und Neulinge geeignet

Ein so großes und bekanntes Spiel wie Final Fantasy VII neu zu erschaffen ist keine leichte Aufgabe. Man muss nicht nur darauf achten, dass die langjährigen Fans auf ihre Kosten kommen, sondern auch, dass Neulinge sich nicht verloren fühlen.

Das ist den Entwicklern des Remakes meiner Meinung nach gut gelungen.

final fantasy vii remake cloud
Der Hauptcharakter von FFVII ist Cloud Strife, ein Ex-Soldier

Darum eignet sich das Remake für Neulinge: Wenn ihr das Original von Final Fantasy VII noch nie gespielt habt, braucht ihr vor dem Remake keine Angst zu haben. Im Gegenteil, ihr werdet durch die verschiedenen Lore-Aspekte des Spiels begleitet.

Zwar wird man zu Beginn des Spiels direkt in die Action hineingeworfen, aber das ist kein Problem. In Gesprächen und Quests werden die Charaktere euch die Hintergrund-Info liefern, die ihr braucht, um zu verstehen, was in der Story vor sich geht. Ihr folgt im Grunde genauso einem „roten Faden“ in Form des Hauptszenarios wie auch in FFXIV.

Während ich das Remake gespielt habe, saß mein Freund neben mir, der von FFVII absolut keine Ahnung hat und seine Reaktionen auf die Plot-Twists haben mich etwas neidisch gemacht. Er war überrascht, sauer, traurig, hat gelacht und ich habe mir heimlich gewünscht, ich wüsste nicht, was als Nächstes passieren wird.

Zudem könnt ihr durch das Remake in eurem eigenen Tempo spielen, genau wie es in FFXIV auch der Fall ist. Die Schwierigkeit ist variabel und wenn ihr wirklich nur die Story des Remakes erleben wollt, dann könnt ihr das problemlos im Easy-Mode tun.

ffvii remake kampfsystem
Ihr könnt die Schwierigkeit der Kämpfe in FFVIIR an eure Bedürfnisse und Vorlieben anpassen.

Darum eignet sich das Remake für Veteranen: Das bedeutet aber nicht, dass die Veteranen sich bei dem Remake langweilen werden. Während es sich bei vielen Aspekten sehr streng an das Original hält, gibt es genügend Neuheiten. Obwohl ich FFVII bereits unzählige Male gespielt habe, gab es für mich trotzdem einiges zu entdecken.

Dazu gehörten die vielen neuen NPCs und Neben-Storys, die die Welt mit mehr Leben füllten und neue Blickwinkel auf die Geschichte von FFVII warfen.

Gerade im Bereich der Charakter-Entwicklung gab es einige echt coole Überraschungen, die dazu führten, dass ich die Charaktere von FFVII noch mehr ins Herz geschlossen habe, oder im Falle der Bösewichte, einen noch größeren Ekel und Abneigung ihnen gegenüber habe.

Das Remake spielte gerne mit meiner Nostalgie und Emotionen und ich fand das toll.

Lohnt es sich 2020 noch, frisch mit Final Fantasy XIV zu beginnen?

Viel Liebe für die Charaktere

Die Story von Final Fantasy XIV lebt vor allem von den vielen beliebten NPCs, denen wir in den letzten 6,5 Jahren in dem MMORPG begegnet sind.

Und tolle Charaktere gibt es in dem Remake von Final Fantasy VII reichlich. Sie haben neben der rein technischen Überarbeitung auch mehr Persönlichkeit erhalten.

Das war toll an den Charakteren: Der technische Aspekt ist das erste, was einem bei dem Remake ins Auge springt. Dank der neuen technischen Möglichkeiten können die verschiedenen Emotionen und subtile Reaktionen gut vermittelt werden. Es war aber das Zusammenspiel aus Technik und Persönlichkeit, das gut funktioniert hat.

Um ein Beispiel zu nennen: Meine Lieblingsmomente hingen vor allem mit dem Hauptcharakter Cloud zusammen. Er benimmt sich anderen gegenüber immer kühl und distanziert, aber es gab immer wieder Szenen, in denen er sich öffnete.

Es passierte zwar nur sehr kurz und die Änderungen in seiner Mimik waren subtil, aber gerade deshalb hinterließen sie größeren Eindruck. Man merkte, dass Cloud vielleicht gar nicht so kalt ist und diese andere Seite von sich unterdrückt.

ffvii remake cloud jessie
Es ist spannend zu beobachten, wie sich das Verhalten von Cloud anderen gegenüber langsam verändert.

Durch die neuen technischen Möglichkeiten konnten die Entwickler die verschiedenen Schichten nicht nur von Cloud, sondern auch von den anderen Charakteren im Remake auch visuell darstellen.

Vor allem die alten Nebencharaktere wie Biggs, Wedge und Jessie haben in dem Remake viel Liebe erhalten. Man bekommt tiefere Einblicke in ihre Persönlichkeit und erfährt mehr über die Motive für ihre Handlungen.

Sogar einige „böse“ Gegner von Shinra wirkten viel menschlicher durch die Art und Weise, wie sie auf die verschiedenen Situationen reagiert haben. Ich habe Reno und Rude, zwei Shinra-Agenten für dreckige Arbeit, schon früher echt gerne gehabt. Seit dem Remake liebe ich die beiden.

Das hat dazu geführt, dass die verschiedenen Story-Twists, die ich bereits aus dem Original kannte, umso stärker einschlugen. Und für neue Spieler, die mit der Story noch nicht vertraut sind, wird das erst recht zutreffen.

Midgar fühlt sich wie eine lebendige Stadt an

Das World Building vom FFVII-Remake war einer der Aspekte, auf die ich mich im Vorfeld am meisten gefreut habe. Midgar ist eine gewaltige Stadt, voll von Menschen, Gebäuden und Schrott.

Das fand ich cool an Midgar: Ich denke, wenn ich spontan sagen müsste, welches Gefühl ich mit Midgar assoziiere, dann wäre es Überwältigung. Nachdem ich die erste Mission durchgespielt hatte, bin ich in der Stadt gelandet und sie hat mich förmlich erschlagen, und das nicht im positiven Sinne.

Midgar ist ein Monster aus Beton und Metall und in dem Remake wird diese Massivität richtig gut vermittelt. Während ich in dem Spiel unterwegs war, hatte ich immer das Gefühl von den Betonmassen von Midgar erdrückt zu werden.

Die Stadt besteht aus zwei „Stockwerken“:

  • Den Slums auf dem Boden, wo die armen Leute leben
  • Den Platten, die ca. 200 Meter über dem Boden an Säulen befestigt sind und auf denen die reicheren und privilegierteren Bewohner von Midgar leben.
ffvii remake midgar
Die Stadt Midgar in all seiner Pracht. Zumindest der obere Teil, auf dem die reichen Bürger wohnen.

Ich habe anfangs um die 10 Minuten rumgestanden und nach oben gestarrt, weil ich versucht habe, die Größe der Platten zu erfassen. Es ist eine Sache, gesagt zu bekommen, dass darauf mehrere Hunderttausende von Menschen leben, aber was anderes, es selbst sehen zu können.

Größe ist aber nicht alles, was Midgar zu bieten hat. Die Straßen und Bezirke sind äußerst detailliert. Vor allem in den Slums bekommt man wirklich ein Gefühl für die Armut, die dort herrscht.

  • Die Gebäude sind mehr schlecht als recht aus verschiedenen Materialien zusammen geschustert und sehen so aus, als ob sie jeden Moment auseinander fallen könnten.
  • Überall auf den Straßen liegt Schutt und Schrott rum, der von den Leuten eigentlich gar nicht wahrgenommen wird, weil es ein Teil ihres Alltags ist.

Entsprechend steht das Design der Umgebung auf den Platten im krassen Kontrast zu den Slums. Vor allem das glänzende Gebäude des bösen Konzerns Shinra mit seiner polierten „Glas-und-Marmor“-Optik wirkt wie eine andere Welt.

Die Details, Kontraste und eine Vielzahl an NPCs auf den Straßen lassen Midgar wie eine echte Stadt anfühlen, die auf alles Reagiert, was darin passiert.

ffvii remake züge
Der Zugfriedhof hat in dem Remake eine Generalüberholung bekommen und ist viel größer als im Original

Genug Story, um den Hunger zu stillen

Natürlich ist nicht alles am Final Fantasy VII Remake Blümchen und Sonnenschein. Das Spiel hat seine Ecken und Kanten. Während ich mit den Charakteren gelitten und gefiebert habe, habe ich mich beim Spielen über einige Aspekte auch geärgert.

Die Reise durch Midgar ist bist jetzt aber definitiv ein Erlebnis, das ich weiterempfehlen würde. Vor allem, wenn ihr Fans von guten Storys und coolen Charakteren, wie die von FFXIV seid. Es lenkt ab und verkürzt die Wartezeit auf den nächsten Story-Abschnitt des MMORPGs.

Unsere Kollegen von der GamePro haben zu dem Remake ein ausführliches Review geschrieben, das ihr euch hier anschauen könnt:
Final Fantasy 7 Remake im Test – Fantastischer Vorgeschmack

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GamePro-Redakteurin Ann-Katrin Kuhls beantwortet in einem Q&A-Video die wichtigsten Fragen zum Remake

Wenn ihr also gerade genau wie ich gerade nach neuem Story-Content hungert, dann schaut euch das Remake von Final Fantasy VII an. Es wird euch das Warten erleichtern.

Außerdem ist Final Fantasy XIV ja dafür bekannt, dass es gerne Elemente aus anderen Final-Fantasy-Games leiht, um mit der Nostalgie der Fans zu spielen.

Und wer weiß, vielleicht wird in ferner Zukunft ja auf einer der Splitter-Welten Midgar als Stadt auftauchen und dann werdet ihr als richtige Pros alle Anspielungen und Easter Eggs verstehen. Wie zum Beispiel den neuen Kampf gegen Ruby Weapon.

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Luripu

Scheinen ja schon einige zu haben,
obwohl der Release erst am Freitag ist.

Da das Orginal ja recht „wortkarg“ war,
die Textblasen gaben halt nicht viel mehr her,
freue ich micht natürlich über mehr Einblicke in die Charaktere.
Zum Beispiel Reno und Rude habe ich besser im Film kennen gelernt,
als im Orginal Spiel.
Da bekamen sie nur öfters auf den Sack ohne das ich wusste,
was die überhaupt wollen.

Das mit den 200m finde ich auch etwas übertrieben.
Wenn ich mich recht erinnere,kletterte man im Orginalspiel,
an einem Abwasserrohr von unten nach oben.
Auch das die Charaktere in den Screenshots schon soviel HP haben,
wundert mich.
Die 9999HP Obergrenze vom Orginal werden sie über 3 Teile wohl nicht halten können.

Auf meine Lieblings Begleiter Vincent und Yuffie muss ich wohl noch verzichten.
Die dürften ja frühstens in Teil 2 dann auftauchen.

Luripu

Ok dann ist der Kniebeuge-Wettstreit ja nur ne Aufwärmübung
zu 200m Rohr hochklettern.^^

DeejayDMD

hab es schon und spiele es nun schon seit ein paar tagen und bin positiv überrascht, da ich mit dem original groß geworden bin. das einzige was mich stört ist, das episodenformat und ich hab jetzt schon angst, wenn ich diesen teil durch habe und muss erst auf die nächste warten.

ParaDox

Ich hab das Original von FF VII auf der Switch.
Wenn sich SE dazu entscheidet, auf der Switch zu Releasen denk ich darüber nach wenn es ein Bundle gibt, mit allen FF VII Remake Teilen.
Auch wenn FF VII als Referenz im JRPG gilt, finde ich dass das Spiel durchaus Schwachstellen hat.

Ron

Ich kann dem Spiel momentan leider nicht viel abgewinnen. Als jemand, der schon zur PS1 Generation mit FF7 in Kontakt trat und das Original damals schon durchspielte, bietet mir das Remake einfach zu wenig. Die Story von FF7 gewinnt ja erst nach Midgar so richtig an Fahrt – werde mich also auf die weiteren Teile gedulden müssen, auch wenn es wohl Jahre dauern wird.

Fave

Kann man das auf Steam dann kaufen?

Fave

OK, dann werde ich es wohl nicht kaufen. Werde mir dafür sicherlich keine PS4 zulegen. :hmm:

Kerry

Welche MMORPG-Dürre? o.O

Holzhaut

Vielleicht Mal den Artikel lesen?

Rush

Ich will auch 🙂

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