ESO: Endgame wie in FIFA – Das Ende des „höher, schneller, weiter“

Laut Matt Firor, dem Chef von The Elder Scrolls Online, ist ESO ein Spiel, dessen Endgame „wie bei FIFA“ abläuft. Doch was haben EAs Fußball-Spektakel und ZeniMax Online-Rollenspiel gemeinsam?

Matt Firor, der Chefentwickler von The Elder Scrolls Online, wurde in einem Interview jüngst gefragt, ob er denn nicht befürchte, dass es dank dem One-Tamriel-Konzept keinen spürbaren Fortschritt mehr im Spiel gäbe. Immerhin seien ja Stufen seit dem Update weitgehend irrelevant geworden. Ob man jetzt Stufe 1 oder 50 sei, spiele nur noch eine untergeordnete Rolle, da man ja eh immer auf das Maximallevel hochskaliert werde.

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ESO ist im Endgame wie FIFA? Hä?!?

Als Antwort hatte Firor eine auf den ersten Blick kuriose Analogie als Antwort.

[…] Ich spiele FIFA jedes Jahr, obwohl es da keine richtige Progression gibt – ich gewinne, ich verliere, ich habe Spaß! Wir nehmen das gleiche Konzept für ESO.

ESO-Elite

Das klingt erst einmal reichlich schräg. Wie kann ein Fußball-Spiel und Sport-Simulator wie FIFA etwas mit einem Fantasy-Online-Rollenspiel aus dem Elder-Scrolls-Universum gemeinsam haben? Was will uns Matt Firor also sagen? Gibt es womöglich bald Manuel Neuer als Dunkelelf in Morrowind?

ESO-FIFA-Endgame – Spielspaß vor Progression

Mit seiner Aussage meint Firor den Anstoß-Modus in FIFA, bei dem ihr euch eine Mannschaft – beispielsweise den FC Bayern München – aussucht und dann einfach drauf los zockt. Anders als im FUT-Modus, wo ihr mit einer schäbigen Amateurtruppe startet und dann irgendwann mal Legenden wie Lewandowski,  Müller oder Neuer habt, kickt ihr im Anstoßmodus gleich mit den genannten Top-Spielern drauflos und habt einen Mordsspaß.

xboxone-eso

So ähnlich spielt sich auch The Elder Scrolls Online. Dank One Tamriel ist euer Held schon von Beginn an für fast alle Herausforderungen geeignet und ihr könnt sofort loslegen. Keinen Bock auf die Dolchsturz-Startregion Glenumbra? Auf in die Schnittermark oder zu den Nord nach Skyrim! Ganz egal, welche Stufe ihr habt, ihr könnt überall hin und mit jedem anderen Spieler zusammenspielen. Lediglich Veteranen-Dungeons und Raids dürften Limits aufzeigen.

The Elder Scrolls Online – Fortschritt, aber anders

Ein bisschen Progression gibt’s dann aber doch. Eure FIFA-Spieler selbst werden nicht besser, aber ihr verbessert euer Team, indem ihr das Zusammenspiel der Einzelspieler verbessert. Euer ESO-Held wird dadurch stärker, dass er bessere Ausrüstung anlegt und sich mit Talenten und Skill-Morphs optimal an seine Rolle und eure Spielweise anpasst.

TESO-Gruppe

Das ist freilich ein ganz anderes Gefühl von Fortschritt, als beispielsweise in World of Warcraft, wo ihr als Level-110-Endgame-Held um Welten besser seid, als ein Charakter auf Level 10. Dafür kann der Endgame-Held ganz andere Inhalte des Spiels erleben als der Neuling auf Stufe 10.

Kaiserliche-Kampfmagier-TESO

Beide Spieler wären so lange getrennt, bis der Neuling Stufe 110 erreicht oder der Veteran sich einen Twink baut und nochmal von vorne anfängt. In ESO wären beide Charaktere recht ähnlich im Power-Niveau und könnten daher überall auf der Welt gemeinsam Abenteuer erleben.

Eine Frage der Priorität

Für Matt Firor ist diese Design-Entscheidung optimal für ein Elder-Scrolls-Game:

„Wir wollen, dass ihr euch belohnt fühlt und dass ihr euch stärker fühlt, aber wir wollen dies nicht mit der Konsequenz machen, dass ihr von anderen Spielern getrennt werdet. Ich denke das Opfer, dass Levelaufstiege sich weniger wichtig anfühlen, ist es mehr als wert, wenn man dafür die Freiheit des Erforschens und Zusammenspielens im One-Tamriel-System bekommt.“

Matt Firor Zenimax

Jürgen meint: Ich fand ESO als klassisches MORPG schon seit der Beta nicht optimal. Die klassische MMORPG-Progression ruinierte das typische Elder-Scrolls-Gefühl vom freien Erforschen und Erkunden und teilte – wie es Matt Firor so treffend bezeichnet – die Spieler künstlich auf. Zum einen mit dem damals übereifrigen Phasing, zum anderen mit Fraktionszwang und verschiedenen Level-Anforderungen in den Gebieten und Instanzen.

Seit One Tamriel ist dies alles anders und The Elder Scrolls Online verdient endlich das „The Elder Scrolls“ im Titel. Daher bin ich voll Matt Firors Meinung, was die Progression angeht. Es ist einfach mal schön, wenn man nicht ständig dem nächsten Level hinterher jagt, sondern sich schön in die Breite entwickeln kann und ansonsten einfach nur Spaß hat. Wie halt Kollege Ttime bei FIFA!

The Elder Scrolls Online 03

Wie seht ihr das? Teilt ihr meine und Matt Firors Meinung oder ist die fehlende Progression in ESO der Satan, Luzifer und der Beelzebub zugleich? Lasst es uns wissen und schreibt es in die Kommentare!

Passend zum Thema: ESO – Huch, wo ist denn das Endgame hin?

Quelle(n): Interview auf Gamespace
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David Blizzard Naumann

Also ich teile die Meinung Matt’s und anderer Vorredner nur bedingt, sicherlich ist es etwas schönes sich von Anfang an in’s Abenteuer stürzen zu können ohne gewisse Grenzen oder Fraktionsbegrenzungen, aber: Als Eso released wurde gab es diese Fraktionen und man hat sie durchgespielt, heut machen es die Wenigsten, es reicht einen CP600er zu haben ein paar analysen zu starten und dann beginnt das Gegrinde, generiert wird dadurch der Gelegenheitsspieler der A zu wenig Skillpunkte zur Verteilung hat unter dem Vorwand brauch ich ja nicht bin ja 600, zum Anderen werden Spieler für’s Endgame zwar generiert nur beherrschen die meisten durch die geringe Spieldauer mit ihren Klassen gewisse Mechaniken und/oder erforderliches Klassenknowhow überhaupt nicht um es abzukürzen man züchtet gezielt Fachidioten das gilt hier natürlich nicht für ALLE! Lieber Jürgen, deine Meinung teile ich auch nur bedingt, denn Elder Scrolls war nie nur Skyrim oder Oblivion sondern auch The Elder Scrolls 3 und viele Spieler gehören noch zu besagten Coregamerfraktion die dir da sicherlich widersprechen mögen. Ich für meinen Teil empfinde es zwar erleichternd schon nach 3 gebieten auf lvl 50 mit 600 CP’s zu sein es verdirbt mir aber auch etwas den Spaß weil ich für meinen Erfolg im Spiel nichtmehr zu arbeiten habe wie ich es noch zu classic Zeiten musste. Schön für Casuals schlecht für Leute die auf Langzeiterfolg aus sind und diese Entwicklung zieht sich durch viele Spiele wie ein roter Faden – je schneler und öfter du früh belohnt wirst desto schneller vergeht die Lust und der Spielspaß. Ich halte nachwievor viel von der Umsetzung Eso’s und auch den Entwicklern aber ich denke ein Gameplay a la WoW ist jedem Spieler bekannt der sich auf das Vergnügen oder Abenteuer MMORPG einlässt. Wer nicht dafür arbeitet erreicht nicht’s hat mir in meinem Leben immer viel geholfen und ich finde so sollte einem das auch verkauft werden

Caya

Es gibt ein endgame in teso. Es gibt RAIDgilden und die Raids im schwersten Modus zu schaffen ist übelst schwer. Wir sind wochenlang nicht am 2ten Boss in Lorkhaj vorbeigekommen. Auch der Endboss ist wirklich hart gewesen.Da unter die Top 100 zu kommen hat schon was von Progress. Auch die timeruns im schwersten Modus sind hart. Wir waren über mehrere Wochen mind.3 Mal die Woche im Schlund. Als wir den Endboss das erste Mal gelegt haben war der Jubel im TS gigantisch????
da geht nix ohne TS, ohne optimales gear, top Heiler und ohne eine eigene präzise Rotation, light oder mediumattacks weaving ect
Spiel gerade kein Eso mehr, weil soooo ewig kein neuer RAID kam und wenn man die challenge mit der Gruppe gern mag, geht da halt nichts drüber. Zudem macht mir persönlich Wow Legion Grad mehr fun???? Aber von wegen Eso kein Endgame. So ein Quatsch

Ahmbor

Du hast es nicht verstanden.

Subjunkie

Endgame interessiert mich nicht, davon abgesehen ist es ein himmelweiter Unterschied, ob ich nen Stufe 5 Char ohne Champions Punkte oder nen C600 (mit entsprechendener Ausrüstung) hab. Ich hab mich mit nen Freund, der neu im Spiel (und auf Stufe 5) ist, vor kurzem spaßeshalber duelliert, nach dem ersten Schlag war er halbtot und ist gerannt wie Hase.
Dabei ich bin nicht mal ein guter Spieler und meine Chars sind auch nicht optimiert.

Ahmbor

Da ich schon immer am Hamsterrad Endgame der Generation WoW Themepark MMORPGs nie teilgenommen habe, stört es mich nicht.

Nein, ich bin regelrecht froh das es mal wieder ein MMORPG gibt, was nicht in diese Kerbe schlägt. Mit seinen Freunden wie eine richtige Abenteuergruppe durch die Landschaft zu streifen, Sachen zu entdecken, die Atmosphäre genießen… hachja. Und das auch nach über 800-1.000 Stunden mit Höchstlevel.

In anderen MMORPGs würde man sich, nach ca. 24-48 Stunden Spielzeit und Höchstlevel, nur noch täglich einloggen, seine Dungeons oder Raids abfarmen, die alle paar Monate mit anderen Assets mich weiter animieren sollen es zu spielen. *kotz*

Svenja Schauerte

Mir ging es persönlich in MMORPGs nie um das Endgame. Ich liebe das Entdecken und das Voranschreiten meines Charakters wie Berufe, Zauber lernen, Reittiere, Housing. Auch NPCs die einem Lieb werden beim questen sind mir wichtig. Dem Endgame mit Raids und PVP habe ich mich meistens erst dann gewidmet wenn ich die Welt erkundet hatte…sprich wenn es sonst nix anderes zu tun gab. Mein Traum wäre es wenn es ein Game gäbe mit einer Mischung aus Teso/Skyrim und Ark… wer weiss ob mein Traum bald wahr wird. Da wäre mir selbst egal obs nen Singleplayer ist. Ich schätze ich steh mit meiner Spielweise aber auch ehr allein auf weiter Flur 😉

Ahmbor

>Ich schätze ich steh mit meiner Spielweise aber auch ehr allein auf weiter Flur 😉

Das würde ich nicht sagen. Nur in der MMORPG Genre ist dieser Gedanke irgendwie noch nicht angekommen. Spiele wie Minecraft, DayZ oder Ark boomen. Sowas noch gepaart mit richtigen RPG oder MMORPG Elementen. Ein Traum!

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