ESO Morrowind – Huch, wo ist denn das Endgame?

Fantasy-MMORPG The Elder Scrolls Online (ESO) bricht seit dem One-Tamriel-Update endgültig mit typischen MMORPG-Konventionen. Wo World of Warcraft und Co. auf ein klar definiertes Endgame setzen, herrscht in Tamriel ein anderes Konzept.

„The Elder Scrolls Online ist kein Spiel wie alle anderen!“ Mit diesen Worten beschreibt Matt Firor, der Chef-Entwickler von ESO, sein Spiel. Und Recht hat er, denn seit dem Launch im Jahre 2014 hat sich The Elder Scrolls Online tatsächlich von einem handelsüblichen Online-Rollenspiel zu einem echten Unikum auf dem MMORG-Markt entwickelt.

Der größte Unterschied zu WoW, SWTOR und Konsorten? Es gibt in ESO kein Endgame im üblichen Sinne. In der Erweiterung Morrowind geht es so weiter!

Früher war alles schlechter!

Dem war jedoch nicht immer so. The Elder Scrolls Online hatte kurioserweise zum Start im Jahre 2014 kaum etwas mit einem „echten“ Elder-Scrolls-Spiel zu tun. Denn in den legendären Solo-Player-Vorlagen Oblivion oder Skyrim konntet ihr von Beginn an quasi überall hinlaufen. Dank skalierender Herausforderungen traft ihr nie auf Gegner, die von vornherein zu schwer für eure Stufe waren. Es war zwar teils eine herbe Herausforderung, sie zu besiegen, aber es ging immer irgendwie.

Dadurch war das ganze Spielgebiet frei begehbar und lud geradezu ein, nach Herzenslust erkundet und erforscht zu werden. Diese Freiheit, immer überall hin zu gehen und neue Dinge zu entdecken, macht seit jeher den großen Reiz der Elder-Scrolls-Spiele aus.

The Elder Scrolls Online

Nur ausgerechnet The Elder Scrolls Online war damals alles andere als frei. Man wurde schon zum Spielbeginn in eine von drei Allianzen gezwungen und war von da an auf deren Gebiete beschränkt. Diese musstet ihr der Reihe nach durchackern.

Wer aus diesem starren Korsett ausbrechen wollte, wurde für seinen Wagemut bestraft, denn in den späteren Gebieten waren die Viecher viel zu stark und zerfleischten niedrigstufige Helden sofort. Wenn man dann endlich das Endgame mit Stufe 50 erreicht hatte, durfte man Endgame-Dungeons grinden, um Veteranenpunkte zu sammeln, und konnte dann auch endlich die Gebiete der anderen Fraktionen durchackern.

Endstation Endgame

Solch eine Definition von Endgame ist in vielen Online-Rollenspielen wie World of Warcraft üblich. Man ackert sich möglichst schnell durch die Level-Phase, um dann endlich auf der Maximalstufe die Sau rauslassen zu dürfen und die dicken Raids und Dungeons anzugehen.

Kommt ein Addon, das die Maximalstufe anhebt, geht die Tretmühle von Neuem los und man versucht so schnell wie möglich, das neue Maximum zu erreichen. Sonst ist man ja nicht im Endgame und kann das Spiel nicht so spielen, wie es gehört!

TESO Prüfung

So sah es früher in ESO ebenfalls aus. Die Spieler tummelten sich in den Endgame-Regionen wie Kargstein oder der Schnittermark, weil dort einfach die beste Beute auf der Maximalstufe zu holen war. Die anderen wunderschönen Regionen, wie beispielsweise die von Kirschbäumen bewachsenen Sommerset-Inseln oder die bizarren Vulkanlandschaften des Morrowind-Festlands, wurden nur von versprengten Nachzüglern besucht. Doch dann kam One Tamriel und warf alles über den Haufen!

Weniger World of Warcraft, mehr Skyrim

Mit dem Update One Tamriel Ende 2016 wurden sämtliche Beschränkungen aus Volk, Allianz und Stufe komplett entfernt. Eure Helden sind zwar rein formell immer noch Bürger des Ebenherz-Pakts, des Dolchsturz-Bündnis oder des Elfen-Dominiums, aber außerhalb vom PvP ist das eigentlich wurscht. Ihr könnt von Beginn an überall hin, wo immer es euch als Abenteurer hinzieht.

The Elder Scrolls Online 03

Wie schon aus Skyrim und Co. gewohnt, spielt auch unsere Stufe keine große Rolle mehr. Egal ob wir als frisch aus Kalthafen entkommener Vagabund oder als hochgerüsteter Held mit zig Championpunkte antreten, die Herausforderungen skalieren sich dementsprechend und jeder hat seinen Spaß und trägt wertvoll zur Gruppe bei.

Wir haben es im Test ausprobiert: Kollegin Leya mit ihrer Stufe 3 Heil-Echse, meine Wenigkeit als Level 20 Khajiit-Schurkin und zwei Freunde mit vormaligen „Endgame“-Helden gingen nach Kargstein und in Dungeons und kamen lebend und voller Loot wieder raus!

Gibt es überhaupt Endgame?

The Elder Scrolls Online bietet euch also schon von Spielbeginn an eine riesige Welt, die jeder nach freien Stücken erkunden kann. Dank der Skalierung sind alle Gegner angemessene Herausforderungen und ihr findet auch immer die Beute und das Crafting-Zeug, was euch gerade auf eurer relativen Stufe optimal taugt. Ihr müsst also auch nicht zum Ressourcen-Farmen in irgendwelche Gebiete gehen, die ihr nicht mögt. Auf der schönen Insel Auridon liegt das gleiche Erz wie im öden Kargstein.

ESO Morrowind Trailerscreen02

Nur in einer Sache gibt es noch so etwas wie ein klassisches Endgame: Raids und Dungeons im Veteranen-Modus sind nach wie vor sehr hart.

Denn auch wenn ein Stufe-3-Held theoretisch auf das Niveau des Raids gehoben wird, fehlen ihm dann doch die besondere Ausrüstung und die vielen coolen Skills und Perks, die einem erfahrenen Helden erst den richtigen Schliff geben. Diese ersetzt nämlich auch die große Freiheit von One Tamriel nicht – Und das ist auch gut so! Immerhin soll sich spielerischer Aufwand und Fortschritt auch irgendwo lohnen.

The Elder Scrolls Online Morrowind

Daher geht es in ESO auch mit dem jüngst angekündigten Addon Morrowind – Addons sind in Online-Rollenspielen eigentlich IMMER reine Endgame-Inhalte – wie gehabt weiter.

Auch die neue Region Vvardenfell wird für alle Käufer der Erweiterung von Beginn an zugänglich sein. Endgame-Content gibt’s höchstens im bockschweren Raid „Clockwork City“. Wer mag, kann sogar einen neuen Helden erschaffen, beispielsweise den Hüter, und damit in einem eigenen Tutorial sofort in der Addon-Region sein Abenteuerleben beginnen. The Elder Scrolls Online will also seinen Kurs als „Skyrim-Online“ konsequent weiter fortsetzen.

Zum Ende stellt sich die bei ESO die philosophische Frage: „Wenn jeder von Beginn an alles machen kann, ist dann ESO ein einziges Endgame oder gibt es eigentlich gar kein Endgame?“


Jürgen meint: Für mich existiert in ESO quasi kein Endgame, denn durch den fehlenden Wettlauf zum Maximallevel und das darauffolgende Abgrasen der vorher verschlossenen Endgame-Inhalte fällt eigentlich die ganze Definition von klassischem „Endgame“ weg. ESO ist also einfach nur „Game“. Lediglich in den Veteranen-Instanzen lebt das alte Endgame noch fort, ganz wie ein grimmiger alter Drache, der in seiner abgelegenen Höhle auf Beute lauert. Doch wer einfach nur ein Elder Scrolls Spiel Online zocken will, der sollte mit ESO als Gesamtwerk sehr viel Spaß haben – ganz ohne Endgame und Leistungsdruck!

Soviel zu meiner Meinung. Seht ihr es ähnlich oder seid ihr anderer Ansicht? Muss ein Endgame immer sein oder ist das ESO-Konzept eine erfrischende Neuerung? Oder nervt es euch gar, dass man in ESO quasi als totaler Anfänger ähnlich gut dasteht wie ein erfahrener Veteran? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

Wissenswert: Die Pläne für ESO 2017

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Daniel Groß
Daniel Groß
2 Jahre zuvor

Noma du bist das Beispiel für Leute die anderen den Spaß weg nehmen! Deine Aussage ist totaler Schwachsinn. Von wegen man wird aus gutem Grund nicht mit genommen. In einem online Spiel darf JEDER mit spielen! Und da hat auch kein möchtegern wie du das sagen ! Ich möchte hier mal ganz klar sagen das du überhaupt nicht das Recht hast andere Spieler abzulehnen nur weil sie niedriger vom lvl sind. In ESO sind Gegner immer aufs lvl abgestimmt! Und Leute wie du sollten gebannt werden!

123
123
3 Jahre zuvor

Tut mir leid wenn ich das sagen muss aber wer sagt eso hat kein endgame der kennt das spiel garnicht… der unterschied zwischen erfahrenen spielen und unerfahrenen ist gewaltig. Nur mal beispielhaft… erfahrenener spieler 50k+ dps unerfahrener 5-10k dps ob das nervig ist den „DD“ mit 5-10k dps mit zu ziehen? JA! Er soll erstmal leveln und mit seinem char klar kommen die mechaniken lernen usw bevor er anderen in vet dungeons auf die nerven geht… und erfahrener solo weltenbosse kein thema… geh mal als lowbob nen weltenboss klatschen xD one hit

Lukas Ullrich
Lukas Ullrich
3 Jahre zuvor

Spiele momentan beide
Spiele aktiv, ESO ist eine frische Abwechslung zum grinding-Fest Destiny.

smuke
smuke
3 Jahre zuvor

Ich spiele momentan (und auch schon ziemlich lange) genau diese beiden Spiele und bin zufrieden.

Original Gast Chris
Original Gast Chris
3 Jahre zuvor

für die jenigen lohnt sich fast alles grin

doomichauch
doomichauch
3 Jahre zuvor

Kann ich also mit meinem alten, ohne addons bestückten Account auch „one tamriel“ mäßig überallhin? Das wäre ja direkt ein Grund, gleich mal wieder reinzuschauen!

Nex
Nex
3 Jahre zuvor

jopp, kannst halt die Addons/DLC’s nicht spielen, sprich, Orsinium, Dark Brotherhood, Diebesgilde, die Kaiserstadt und DLC Dungeons

doomichauch
doomichauch
3 Jahre zuvor

Cool, dann werde ich mal wieder reinschnuppern, das verregnete WE ist gerettet ????

ich
ich
3 Jahre zuvor

Wie viel vet dungeons und raids gibs im edgame eigentlich? überlege das spiel zu kaufen.

N0ma
N0ma
3 Jahre zuvor

Hallo ich. Zählt das jetzt als Selbstgespräch? mmh ich brech lieber ab.

Nex
Nex
3 Jahre zuvor

Also ich red oft mit mir selbst… alles gut ^.^
4 Raids und jede Menge Veteranen-Dungeons. Gerade gezählt: 28.
Wobei manche davon leichter sind, andere schwerer bis sehr Schwer.
Die 4 „schwersten“ Dungeons musst du dir per DLC bzw. ESO+ dazuholen.

doc
doc
3 Jahre zuvor

Mahlstrom-Arena, Prüfungen und Vet-Dungeons, wieviel mehr „Endgame“ haben denn die anderen?

Zugegeben war/(ist?) es in bpsw. WoW stärker an Bedingungen geknüpft, wie z.B. welches Itemlevel man benötigt, aber für Vet-Dungeons gibt es auch Dinge an die man sich halten „sollte“ bspw die HP (mit 14K HP ist es nicht ganz so leicht smile ).

Irgendwie klingt es in dem Artikel als gäbe es in ESO im „Endgame“ nichts besonderes und nur das was man in anderen MMORPGs beim Leveln hat. smile
Ich sehe allerdings eher darin eine Vorteil, dass man nicht UNNÜTZ ist bis man max Level ist. Ich habe mir oft die Frage gestellt warum ich in WoW bspw. überhaupt leveln bzw so lange leveln muss, weil man ja eh erst mit Max-Level ein nützliches Mitglied der Community ist.

N0ma
N0ma
3 Jahre zuvor

vDSA haste noch vergessen

“ Ich habe mir oft die Frage gestellt warum ich in WoW bspw. überhaupt leveln bzw so lange leveln muss, weil man ja eh erst mit Max-Level ein nützliches Mitglied der Community ist.“

Wenn man sich mal WoW 1.x anschaut da war das leveln noch das Ziel. In Legion rennt man nur noch durch und hakt die Quests ab.

Auf der anderen Seite, wie du auch schon sagst, reicht One Tamriel und auch lvl50 nicht aus um die vet Sachen zu spielen. Diese Meinung scheint hier aber recht verbreitet zu sein.

doc
doc
3 Jahre zuvor

Du musst aber auch nicht cp160 haben um in Vet-Dungeons zu gehen, klar ist es komfortabler, musst du aber nicht.
In ESO ist es aber nicht so, dass du erst auf MaxLevel kommen musst um „mitzuspielen“, sprich Keys für die Schultern zu farmen, man kann im AvAvA auch mit den „Großen“ komplett mitspielen und ist nicht nutzlos, weil auch deine Feuerbalista einem Raid Schmerzen bereitet…

vDSA ist für mich jetzt auch als Dungeon durchgegangen smile
Mahlstrom-Arena ist Singleplayer-Content und eine Highlevel-Beschäftigung, daher hatte ich es extra erwähnt.

N0ma
N0ma
3 Jahre zuvor

Wieso 160 ich sag mal 500 wink
Ne im Ernst, klar kann man theoretisch ab lvl50 die vet Sachen spielen. Nur in Gruppen mitgenommen wirste nicht und das aus gutem Grund. Also wieso soll man Leuten irgendwas vom Pferd erzählen wenns denn nur in der Theorie existiert. Darum schrieb ich das ja.

Btw ich bin ausgesprochen kein Freund der CP, das hab ich hier schon mehrfach geschrieben, das das OT genau entgegenwirkt. Nur wenn mans drinlässt und sogar noch ausbaut dann sollte man den Leuten auch die Wahrheit sagen.

Nex
Nex
3 Jahre zuvor

Naja, über den Dungeonfinder wirste zwangläufig schon mitgenommen – und in den meisten Dungeons stört ein cp50 Mitglied nicht wenn der Rest 300+ ist.
Die DLC Dungeons kannste so aber vergessen, da werden die meisten gleich gekickt, das stimmt wohl ^.^

Am Rande: Auch der große Spinnenboss in den Dunkelschattenkavernen geht mit 3 cp50-80 leuten kaputt, dauert nur etwas Zeit und nerven… knapp 40min Kampf und gefühlte 200 Seelensteine bis er dann schließlich umgekippt ist – spaßig wars aber dennoch.

doc
doc
3 Jahre zuvor

Ich gebe dir Brief und Siegel dafür, wenn sich ein 4er Trupp zusammensetzt die alle wissen was sie tun und Bufffood drin haben ist das CP kein Problem.
Es ist nur alles einfacher wenn das cp höher ist. Ich und meine Frauen rennen regelmäßig durch die Vet Dungeons und wenn einer mit cp12 da steht kicken wir den nicht, wir erklären den Boss. Bisher hat es immer geklappt.
Leider kann man einem cp12er kein Bufffood geben :/

Von den Championpunkten weiß ich auch nicht, was ich davon halten soll. Die Passiva sind teils zu stark und die Auswahl zu undiffernziert, es nehmen eh alle das Selbe.
Im Kampf entscheidende Vorteile nur weil man länger Spielt finde ich komisch.

fuck, wieder eine wall of text smile

Lootziffer 666
Lootziffer 666
3 Jahre zuvor

für mich persönlich hat jedes spiel endgame, auch eso, seit jeher.
es is nunmal so, das, wenn man die maximalstufe erreicht hat, und die optimale rüstung und waffe hat, man ja dennoch irgenwas machen will. im falle eso ist endgame für viele die dlcs, und jetzt das addon, da die meisten schon lange zeit gelangweilt waren.
die frage, wie in jedem spiel, ist der neue content befriedigend für einen oder nicht^^
ob das nu max level/itemspirale ist, oder paar stunden neue quests machen, oder ein/zwei neue dungeons einfügen. im endeffekt isses per definition das gleiche

Skjarbrand
Skjarbrand
3 Jahre zuvor

ESO ist derzeit genau mein Ding. Ich mag die Stories, die in den Quest erzählt werden und das man nicht so durhchetzen muss. ESO setzt meistens auf wenige, dafür relativ gut erzählte Quests. In Legion gabs auch einige schöne Quests, aber die wurden durch die Masse an drögen Füllerquests leider raustitriert. Zudem war man in Legion meistens schon in Zone 2 auf Max Level und dann hatte das Questen fast keinen Sinn mehr. Ab in die Tretmühle und Gear farmen bis zum umfallen. Ich bin echt froh, dass das nicht so in ESO ist. Weiterquesten wird belohnt (Skillpunkte, Champion Punkte) ist aber nicht notwendig. Man kann sehr gute Ausrüstung farmen, aber es ist nicht der einzige Lebenszweck. Die langweiligen Grind-Orgien (Ruf farmen) sind zum Glück nur wenig vorhanden (Thieves Guild/Dark Brotherhood Ränge) und werden wenigstens etwas durch das Fortschreiten der Story aufgelockert.
An dem neuen Konzept gefällt mir auch, dass die Welt nicht entwertet wird, wie z.B. in WoW. Ich fand es immer etwas traurig, dass alle Zonen bis auf die des aktuellen Endgames total verwaist sind. Stattdessen kann ich überall etwas farmen (hallo Bankorai und Spriggans Set) und tun, bin nicht auf ein paar wenige Zonen angewiesen.

Damian
Damian
3 Jahre zuvor

Klassisches Endgame nervt mich. Sich ständig wiederholende Dungeons mit Bossen, die Trillionen Lebenspunkte haben, bloß damit der Kampf endlos lange dauert, choreografiertes endloses Hin und Herspringen etc. Och nö…

So etwas vermisse ich in TESO gar nicht, aber was ich vermisse, ist das Gefühl von Entwicklung. Gerade durch One-Tamriel ist das Gefühl von Entwicklung kaum noch vorhanden. Der Charakter fühlt sich nicht an, als würde er wirklich mächtiger. Vor One-Tamriel musste man häufiger umkehren, und später wieder kommen, weil die Mobs zu diesem Zeitpunkt nicht schaffbar waren. In One-Tamriel spielt das keine Rolle mehr. Alles fühlt sich sehr beliebig an. Dazu noch Quests, die sich auch inhaltich sehr ähneln und wenig Abwechslung bieten…

Auch in WoW mache ich kaum Endgame aus den angesprochenen Gründen, aber da gibt es neben dem Endgame kontinuierlich etwas zu tun, seien es Weltquests, Archäologie, Ruffarmen, Transmogg-Klamotten farmen, Erfolge farmen (die auch tatsächlich durch Titel, Mounts, Pets etc. belohnt werden) etc., etc. und dazu Quests, die sich zwar auch irgendwann ständig wiederholen, aber wo man ganz unterschiedliche Dinge tun muss. Dazu noch die Möglichkeit, dass überall hervorragende Rüstung bis hin zu Legendaries droppen können.

Dagegen ist TESO ab einem relativ frühen Zeitpunkt so etwas wie ein Schlaftablette. Man hat recht früh alle wichtigen Fertigkeiten (teilweise sogar ab Level 20) und damit ist man dann für den Rest der Zeit im Game unterwegs. Keine Frage, man kann natürlich immer nochmal eine neue Waffe lernen etc., also sich selber neue Herausforderungen und Ziele setzen, tatsächlich ist mein Eindruck, dass man das dann aber leider auch irgendwann muss, weil das Game einem da nicht soviel anbietet…
Ab einem gewissen Punkt bewegt sich kaum noch etwas…

Ich liebe die wunderschöne Welt von TESO, da kommt für mich kein anderes MMO ran und ich spiele mit langen Unterbrechungen bereits seit der Beta und dann dem Headstart, aber man muss sich darin kontinuierlich selbst motivieren, weil TESO einem keinen Mechanismus anbietet, der zum ständigen Weiterspielen animiert…

EliazVance
EliazVance
3 Jahre zuvor

Beim Thema Endgame kann ich dir voll und ganz zustimmen. Ich genieße es, dass das gesamte Spiel jederzeit relevant für mich ist.
Motivationsprobleme dagegen habe ich zum Glück eigentlich keine. PvP und das ständige tüfteln an Builds halten mich super bei der Stange. Dazu noch eine Prise RP, eine großartige Spielwelt sowie massenhaft Quests und tägliche Spielhappen (dank Diebesgilde und Bruderschaft) und ich habe die größte Freude die mir ein MMO heutzutage noch bieten kann.
Gerade da ich unter der Woche häufig sehr wenig bis gar nicht spiele, und trotzdem nie das Gefühl habe zurückzufallen. Aber wie du schon sagst, ab einem gewissen Punkt setzt man sich die Ziele selbst, das spricht natürlich nicht jeden an.
Die vielen Sets, das aufwerten selbiger bzw. überhaupt erstmal das richtige Teil mit den richtigen Perks zu bekommen sowie die Championpoints reichen mir als Progression letztlich völlig aus. Es gefällt mir die Möglichkeiten meines Charakters zu variieren und in die Breite zu entwickeln, ohne ständig einem vertikalen Fortschritt hinterher hecheln zu müssen.

Gorden858
Gorden858
3 Jahre zuvor

Es sind beides gute Spiele und es ist schön, dass sie unterschiedliche Interessen ansprechen, anstatt zu versuchen das gleiche besser als der andere zu machen.

Aber ja, das muss man WoW lassen. Was sie über die Jahre perfektioniert haben, ist wirklich dieses: „Schau mal, hast du das eigentlich schon ausprobiert und hast du schon dein tägliches/wöchentliches XY erledigt?“

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