MeinMMO-Redakteur Benedict Grothaus ist seit Origins ein riesiger Fan von Dragon Age. Jetzt konnte er bereits vorab einen Blick auf The Veilguard werfen und hat über 90 Stunden in das Spiel versenkt. Ihm gefällt es sehr, als Fan der Reihe hat er aber auch Kritikpunkte.
Seit dem ersten Dragon-Age-Teil vor 15 Jahren habe ich weit über 300 Stunden in die Reihe gesteckt. Dragon Age ist für mich bis heute die beste Rollenspiel-Reihe aller Zeiten mit all seinen Facetten. Selbst bei der Netflix-Serie hatte ich mehr Begeisterung als bei Arcane.
Seit dem dritten Teil, Inquisition, sind jetzt 10 Jahre vergangen, in denen ich verzweifelt auf die Fortsetzung gewartet habe. Jahrelang hat mir BioWare eine neue Story vor die Nase gehalten. Jetzt ist es endlich so weit.
Und ich war direkt zum Start von The Veilguard begeistert.
Erst bei meiner Reise durch Thedas haben sich dann ein paar Punkte aufgetan, über die ich doch gestolpert bin und die für ziemlich viele Diskussionen in unseren Redaktionen gesorgt haben. Was mir dabei aufgefallen ist: Vor allem ich und andere Veteranen haben sich an Inhalten wie Charakter-Entwicklungen gestört. Kollegen, für die The Veilguard ihr erstes Dragon Age ist, zeigen deutlich mehr Begeisterung.
Zugängliches Gameplay mit Tiefe, aber ohne drölfzehn Spells
Bereits im Vorfeld hat BioWare Trailer zu The Veilguard mit sehr bunter Grafik und actionreichem Gameplay gezeigt. Bei Fans hat das eher verhaltene Freude ausgelöst, teilweise sogar Skepsis. Und ja, teilweise bestätigen sich mit The Veilguard Befürchtungen.
Das Gameplay ist deutlich anders als früher und mehr auf Action ausgelegt. Selbst im direkten Vorgänger Inquisition gab es noch mehr Möglichkeiten, um in der taktischen Pause zu agieren. In früheren Teilen etwa war es dort wichtig:
- die richtigen Zauber und Fähigkeiten auszuwählen und zu platzieren
- entsprechende Combos damit auszulösen
- gegebenenfalls die Position zu ändern, um aus gefährlichen Bereichen zu entkommen
Dazu wurde jeder Charakter einzeln gesteuert. Im neusten Dragon Age geht es vor allem darum, euren eigenen Charakter zu nutzen und dabei möglichst cool auszusehen. Begleiter sind ohnehin unsterblich und lediglich, je nach Build, Buff-Bots oder Combo-Partner. Die taktische Pause ist nur noch ein Tool zur Auswahl von ein paar Fähigkeiten und des entsprechenden Ziels.
Genau dieses Action-Gameplay sorgt aber dafür, dass neue Spieler einen viel schnelleren Zugang haben, ohne dass es zu leicht wird. Ganz nach dem Motto: Leicht zu lernen, schwierig zu meistern. Der eigene Charakter Rook startet mit einer von drei Klassen und einem Talent-Baum, in dem am Ende eine von drei weiteren Spezialisierungen möglich sind.
Enormer Pluspunkt: Das Kämpfen wird immer besser
Während des Levelns kommen allmählich immer neue Fähigkeiten und Mechaniken hinzu, die zwar ineinander greifen und für Tiefe sorgen, aber nicht so komplex sind wie etwa die riesigen Zauber-Pools aus Origins. Bei mir lief das in etwa so ab:
- Ich habe direkt als Krieger angefangen, weil ich die Schnitter-Spezialisierung sehr cool finde.
- Beim Leveln habe ich dann langsam gelernt, was meine Klasse alles genau kann, was es mit leichten, schweren, geschickten und aufgeladenen Angriffen auf sich hat.
- Später bekommen Skills dann Schlüsselworte wie „Projektil“, „Dauer“ oder „Bereich“ und ab hier wird es interessant.
- Mit der Zeit kommt mehr Ausrüstung dazu und es sind richtige Builds möglich. Im Moment spiele ich auf „Nekrosen“, also Gift, und Lebensentzug, während ich eigene Gesundheit opfere, um stärker zu werden.
Meine Companions sind für mich reine Buff-Maschinen, die mich stärken und Combos vorbereiten. Von dem, was ich bisher gesehen habe, sind aber auch Builds möglich, in denen ihr zum Support für eure Begleiter werdet. So oder so ist selbst der höchste Schwierigkeitsgrad für Veteranen gut machbar.
Für mich ist das Gameplay ein enormer Pluspunkt. Das Kampf-System vereint Komponenten aus allen alten Teilen und ist trotzdem etwas Eigenes. Nie hat es mir in Dragon Age so viel Spaß gemacht, Gegnern auf die Mütze zu hauen.
Die Story ist okay, aber die Charaktere sind der absolute Hammer
Zu einem Action-Rollenspiel gehört aber auch der zweite Teil: eben das Rollenspiel. Genau hier ist The Veilguard im wichtigsten Aspekt, der Story, eher schwach. Mit dafür verantwortlich ist das ständige Backtracking in die Gebiete. Viele Nebenquest durchbrechen die Narrative der eigentlichen Gefahr. Der gehasste und geliebte Solas spielt immer noch eine große Rolle, dient aber nur noch als Nebenfigur.
Stattdessen steht ein neuer Konflikt gegen die Götter im Vordergrund und vor allem die Entwicklung der „Schleierwacht“, also der Helden, die ihr um euch versammelt. Und hier macht The Veilgaurd einen meisterlichen Job.
Aus den Trailern wissen wir bereits, dass zwei alte Elfen-Götter aus dem Schleier entkommen sind – einer Art Zwischenwelt, die Thedas vor dem „Nichts“ und damit vor allerhand bösen Dingen schützt. Unsere Aufgabe ist es nun, zu verhindern, dass die Götter unsere Welt zerstören. Dabei bekommt jeder seine persönliche Reise mit dazu.
Das einzige Spiel, das in den letzten Jahren vergleichbar mit der Entwicklung seiner Charaktere überzeugen konnte, ist Baldur’s Gate 3. In The Veilguard gibt es zwar seltener Gespräche mit den Companions, dafür haben sie häufig Quests, die ihre Entwicklung vorantreiben.
Und plötzlich bin ich die Romanze …
Jeder Begleiter ist eine potentielle Romanze und obwohl ich von Anfang an Harding als Partnerin wollte, stehe ich nach 70 Stunden vor der Wahl aus drei Personen – darunter den alten Nekromanten Emmrich.
Die Begleiter haben sich über die Zeit so gut entwickelt, dass ich mehreren von ihnen verfallen bin. In einem Fall bin sogar anscheinend ich das Ziel der Romanze eines NPCs, was ich so auch noch nicht erlebt habe. Und, so ungern ich das zugebe: Er hatte Erfolg, wir sind jetzt ein Paar.

Nettes Detail: Der „Titel“ in der Beschreibung der Charaktere ändert sich je nachdem, wie gut man sich mit ihnen versteht.
Ich will keine Inhalte spoilern, aber kann sagen: Wenn ihr die teilweise tragischen Geschichten der Begleiter erkundet, werdet ihr häufig staunen. Mich haben selbst die Charaktere überrascht, die ich am Anfang für langweilig gehalten habe. Nur zwei fallen aus dem Raster.
Als Fan sehe ich ein paar Dinge kritisch
Der eine ist der Charakter Rook selbst.
BioWare hat es irgendwie versäumt, mir die Möglichkeit zu geben, selbst zu entscheiden, wer ich bin. Das fällt gerade im direkten Vergleich zum Rollenspiel-Hit Baldur’s Gate 3 auf, wo mein Charakter eine echte Hauptrolle spielt, so gut oder böse sein kann, wie’s mir beliebt.
Meine Rook sagt oft Dinge, die ich so nicht für ihre Rolle unterstützen würde, zumal die Dialog-Wahl etwas ganz anderes impliziert. Selbst kleine Details, wie dass sie in Kriegszeiten unbedingt Schokolade will, finde ich für eine Assassine unpassend.
Ein wirklicher Immersions-Brecher ist für mich allerdings einer der Begleiter.
Wo andere Companions persönliche Quests haben, in denen es um ihre Herkunft geht oder in denen man ihre Fähigkeiten erkundet und Feinde besiegt, definiert sich dieser Begleiter lediglich durch die Existenz als nonbinärer Charakter.
Die ersten Companion-„Quests“ sind sogar lediglich Cutscenes, in denen der Begleiter immer wieder darüber meckert, wie unwohl er sich fühlt und gegenüber meiner weiblichen Rook sogar beleidigend wird. Gerade im Vergleich zu anderen Begleitern erscheint dieser hier eindimensional.
Hier hätte ich mir mehr Komplexität und Tiefe gewünscht. Jede andere Eigenschaft, die der Charakter mitbringt und sogar einschneidende Erlebnisse, rücken immer wieder in den Hintergrund. Das Potential eines starken Charakters wirkt verschenkt.
Ders Elefante im Raum
Kommen wir noch zu einem Punkt, der bereits zuvor heiß im Internet diskutiert wurde: Das Gendern. Alle Texte sind gegendert. Auf Englisch fühlt sich das wesentlich organischer an, als auf Deutsch
Denn gerade im Deutschen nutzt Dragon Age: The Veilguard eine neue und ungewohnte Form: Neopronomen. Pronomen wie „hen/hem“ hört man bisher im alltäglichen Sprachgebrauch eher selten. Was mich daran vor allem im Spiel stört: Es gibt keine Erklärung dazu und wirkt wie ein sprachlicher Fremdkörper in der Welt.
Das kommt vor allem durch diese fehlende Beschreibung, wofür die Pronomen stehen und daher, dass alle NPCs schon vor der ersten Begegnung wissen, wie andere Charaktere angesprochen werden wollen. Das ist gerade zu Beginn irritierend und reißt mich jedes Mal so richtig aus der Immersion.
The Veilguard ist das erste Dragon Age überhaupt, das ich deswegen auf Englisch gespielt habe.
Wir haben bei EA nachgefragt, wieso man sich bei The Veilguard für diese Art und Weise des Genderns entschieden hat. Das ist die Antwort:
Da die nicht-binäre Sprache weder universell etabliert und einheitlich ist, noch offiziell in der Grammatik und Wörterbüchern anerkannt ist, haben wir mit Linguistiker:innen zusammengearbeitet, um grammatikalische Elemente und Aussprachen zu integrieren, die eine respektvolle Darstellung der nicht-binären Charaktere in unserem Spiel zum Ziel haben.
Ideal für Anfänger, Einstellungssache für Veteranen
Entscheidungen wie der gewählte Grafikstil sowie die Umsetzung der Story und des Kampfsystems sind vor allem für Veteranen eine Frage dessen, ob sie sich mit den Änderungen und neuen Elementen arrangieren können oder nicht.
Was das Gendern angeht, das ist eine rein persönliche Einstellung. Mich stören die teilweise nur schwer leserlichen Texte auf Deutsch. Andere Tester haben mir gesagt, dass sie das kaum mitbekommen haben.
Wo sich jedoch alle einig sind und was auch mein größter Pluspunkt ist, sind die Charaktere. Die Ausarbeitung der (meisten) Begleiter ist hervorragend und ich habe (fast) jede Story liebend gerne verfolgt.
Allgemein ist The Veilguard nicht wie seine Vorgänger.
Wer ein zweites Origins, Dragon Age 2 oder Inquisition erwartet, wird enttäuscht. Aber jedes Dragon Age bisher hat sich schon immer deutlich von seinen Vorgängern unterschieden. Und das gehörte schon immer zu Dragon Age dazu.
Man muss sich auf das Spiel einlassen wollen und möglichst nicht erwarten, ein Origins 2 zu spielen. Entsprechend haben neue Spieler, die völlig unbefangen an die Sache herangehen, einen großen Vorteil gegenüber alten Hasen wie mir.
Wo ich euch allerdings beruhigen kann, ist die Sache mit der Grafik. Nein, The Veilguard ist in der Tonalität kein Fortnite – ich weiß auch nicht, wie man da drauf kommen sollte. Die Welt ist grimmig wie eh und je, vielleicht mit etwas mehr Sonne, aber mit der gleichen Menge an rauen Umgangsformen und derben Witzen wie schon immer. Schließlich jagen wir hier kein Abendessen mit Hähnchen, sondern böse Elfengötter.
Meine Kollegen haben allerdings auch noch ein paar Dinge zu The Veilguard zu sagen.
Kurz-Fazit zu The Veilguard: Pro und Kontra
Stimmen aus der Redaktion
Außer mir haben noch drei weitere MeinMMO-Redakteure The Veilguard angezockt:
- Karsten Scholz, unser MMORPG-Experte und außer mir der einzige mit Erfahrung in Dragon Age
- Sophia Weiss, riesiger Fan von Baldur’s Gate 3 und Final Fantasy, aber absoluter Dragon-Age-Neuling
- Chefredakteurin Leya Jankowski, die ebenfalls noch nie ein Dragon Age angefasst hat und sich von The Veilguard gerne treiben lässt
Karsten ist das Gegenbeispiel zu Benedicts These
Darf ich mich kurz vorstellen: Ich bin das perfekte Gegenbeispiel für Benedicts These. Ich kenne die gesamte Dragon-Age-Reihe und habe vor allem die Teile 1 und 3 mit großer Begeisterung durchgespielt. Und dennoch scheint The Veilguard auch für mich das ideale Dragon Age zu sein. Zumindest hatte ich in den bisherigen etwa 20 Stunden viel Spaß mit dem Rollenspiel.
Besonders gut gefällt mir der Story-Fokus sämtlicher Quests. Generische Beschäftigungsmaßnahmen, wie es sie in The Inquisition auf Ubisoft-eskem Niveau gab, finden sich im neuen Teil kaum. Alles dreht sich um die Haupthandlung, die Gefährten oder die Fraktionen.
Viel Freude machen mir auch die actionreichen Kämpfe, die geschmeidig von der Hand gehen, auf den höheren Schwierigkeitsgraden aber auch schnelle Reflexe sowie einen klugen Einsatz der Skills einfordern.
Weitere Pluspunkte sind für mich die schicke Grafik sowie die in weiten Teilen düstere Atmosphäre, einige der Gefährten (Lucanis und Skelett-Assistent Manfred beispielsweise) und der wieder etwas komprimiertere Aufbau der Spielwelt; Erkunden lohnt sich zwar, doch scheint es dieses Mal keine Hinterlande 2.0 zu geben.
Kleinere Unstimmigkeiten wie der Einsatz ungewohnter Gender-Begriffe, manch einen cringen Dialog oder die sich zu schnell wiederholenden Dialoge zwischen den Gefährten schaffen es bislang nicht, meinen sehr positiven Ersteindruck zu torpedieren.

Sophia liebt den Nahkampf mit ihrer Magierin
Dragon Age: The Veilguard ist mein erstes Dragon Age. Ich spiele viele Open-World-RPGs und bin rundum verwöhnt worden mit Baldur’s Gate 3. Mein Einstieg in Veilguard war entsprechend etwas ungewohnt.
Das kam vor allem von dem zu Beginn schlauchigen Level-Design und der linearen Hauptstory. Die Quests schicken einen gezielt von A nach B. Ich stehe nicht drauf, wenn mich Spiele auf feste Schienen setzen. Ich möchte zumindest ein bisschen frei entscheiden können.
Etwa ab Level 5 kommen aber vermehrt Nebenquests dazu und es schalten sich neue Bereiche frei, die die Level um Welten spannender machen. Alles sieht übrigens ausnahmslos richtig schön aus.
Am besten gefallen mir aber die Charaktere der Begleiter. Es fällt schwer, mich für Quests nur auf zwei von ihnen festzulegen – ich hätte sie gerne alle dabei. Allein schon für die lustigen Gruppengespräche.
Dass ich sie im Kampf nur teilweise steuern kann, finde ich gut: So kann ich mich besser konzentrieren und die NPCs für Kombos und Burst-Damage einsetzen. Das Kampfsystem ist übrigens rundum gelungen – als Magier mit Spellblade-Fokus habe ich unglaublich viel Spaß am Nahkampfgewusel.
Wer RPGs mag, sollte sich Dragon Age: The Veilguard aus meiner Sicht unbedingt ansehen. Vor allem für Neulinge ist das Game ein guter Einstiegspunkt in die Reihe. Wenn ihr also Lust habt auf ein richtig schönes Fantasy-RPG? Dann ist The Veilguard genau das Richtige für euch.

Leya genießt das Popcorn-Kino
Wenn es den Begriff Popcorn-Kino für Spiele gäbe, würde ich ihm Dragon Age: The Veilguard geben. Und das meine ich im positivsten Sinne!
Daher komme ich: Bisher habe ich noch nie Dragon Age angefasst. Sogar mit BioWare selbst habe ich wenig Berührungspunkte. Ich habe nur mit voller Hingabe ihren MMO-Loot-Shooter Anthem gespielt.
Ich stehe allerdings auf Rollenspiele und mag es, mich in fantastische Welten fallen zu lassen. Und genau das kann ich in The Veilguard tun: Mich komplett fallen und von der Story treiben lassen. Wenn ich möchte, kann ich mein Hirn etwas abschalten und einfach den Questmarkern in einem linearen System folgen, während ich den Dialogen lausche. Das Spiel nimmt mich immer an die Hand und entfaltet erst so nach und nach seine Komplexität, vor allem im Kampfsystem.
Wenn ihr total darauf steht, die kleinsten Prozente in eurem Build zu optimieren, dann geht das. Ihr könnt aber genauso auch relativ einfach einem Pfad im Skill-Tree folgen und kommt auch prima voran.
Gerade als jemand, der neu ins Franchise kommt, gefällt mir das wirklich gut. Ich kann mich auf die wunderschöne Welt fokussieren, die an jeder Ecke viel Liebe zum Detail bietet. Das macht mich als Fan eines gescheiten Photomodus extrem glücklich – denn den hat The Veilguard. Hier hätte ich mir allerdings noch ein paar mehr Regler gewünscht!
Ich stimme Benedict zu, dass die Companions am Anfang ziemlich langweilig wirken, aber auch sie entfalten sich über die Geschichte, so dass es sich lohnt, jede Companion-Quest mitzunehmen und meine Truppe näher kennen zu lernen.
The Veilguard ist ein perfekter Einstieg in die Welt von Dragon Age. Ich würde sogar einen Schritt weitergehen und behaupten: The Veilguard ist ein prima Einstieg in die Welt von Rollenspielen allgemein.

Wie ihr seht, haben wir alle The Veilguard auf recht verschiedene Arten gespielt – nicht nur, was unseren Wissensstand, sondern auch was die Spielweise angeht. Magier, Schurken und Krieger sind vertreten. Und jeder von uns hatte (und hat noch immer) Spaß mit dem Spiel, trotz hier und da ein paar Macken. Gerade Karstens Rook schätze ich sehr, weil er neben mir die einzige Krähe von Antiva ist – meiner Meinung nach die beste Fraktion im Spiel, auch wenn ihr das anders seht: Die beliebtesten Fraktionen im neuen Dragon Age: The Veilguard im Ranking – Von unbeliebt bis beliebt


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Also jetzt mal davon abgesehen, wie man zu gendern steht.
Aber: Studien zeigen, ca. 80% der Menschen wollen so nicht sprechen.
Wenn wir Filme und Games konsumieren, möchten wir in eine mittelalterliche Fantasy abtauchen und vom modernen Alltag abschalten und eben nicht wieder damit konfrontiert oder obstruiert bekommen.
Sprache ist sensibel und wird durch die Mehrheitsgesellschaft geformt.. und nicht durch eine Minderheit innerhalb einer Minderheit. Ich werde das Game daher maximal gebraucht kaufen. Ich möchte so eine bornierte Einstellung nicht unterstützen.
Es ist für mich auch einfach dann ein Immersion-Breaker. Macht es gerne in einem modernen oder SciFi Setting.. hier passts absolut gar nicht.. da würde ich eher gehobene mittelalterliche Sprache erwarten.
Gendern ist vor allem nicht ausgereift, wenn es da ein einheitliches, in sich schlüssiges und vernünftiges Konzept gäbe, mit dem jeder leben kann, wäre das ja eine Sache.
Aber wenn es 50 verschiedene Arten gibt, das zu machen, und dann Sätze hinten und vorne nicht passen, weil noch Adjektive und Artikel mitgegendert werden und keiner weiß, wie das gehen soll, und dann begonnen wird, an so Sachen wie Pronomen rumzudoktorn – also da sträubt sich bei mir alles.
Im Englischen haben sie einfach das “They” als neutrales Pronomen. Im Deutschen geht das alles nicht so einfach, weil unsere Sprache erfordert, dass Dinge ein grammatikalisches Geschlecht haben, sonst kriegen wir sofort Probleme mit dem Plural.
Ich halte das wirklich für eine miserable Idee, diese Diskussion anhand eines Fantasy-Rollenspiels zu führen. Das gehört in Fachzeitschriften der Linguistik und Germanisitk oder von mir aus ins Feuilleton der SZ und der Zeit.
Es gibt bereits ein ausgereiftes, einheitliches, in sich schlüssiges und vernünftiges Konzept. Mehr als nur ein Konzept sogar. Es ist nach wie vor in Anwendung von der Mehrheit der Deutschen und sonstigen Deutschsprachigen. Es nennt sich Unmoviertes Standardgenus bzw. Generisches Maskulinum. Wobei Maskulinum als Begriff irreführend ist, weil es nichts mit dem Geschlecht von Menschen zu tun hat.
Die vermeintlich geschlechtergerechte Sprache (Gendern) fußt auf falschen Prämissen und wurde von Aktivisten entworfen die von Sprache keinerlei Ahnung haben.
Das Standardgenus inkludiert aufgrund seiner Beschaffenheit automatisch alle Menschen, egal wie viele Identitäten in der Zukunft noch aufkommen sollten, weil es unmoviert ist.
Feminina sind eigentlich Abstrakta und Maskulina sind die Standardform.
Das sieht man auch daran, dass das Standardgenus die meisten Beugungen hat und in der Regel am kürzesten ist. Und wenn beispielsweise englische Begriffe im Deutschen gebraucht werden, dann wird – wenn keine anderweitige Ableitung gefunden wird – dieser “männlich”.
Es gibt aber auch Ausnahmen von Feminina oder Neutra die unmoviert und generisch sind wie beispielsweise Person oder Genie.
Die Mehrheit der Deutschen lehnt die vermeintlich geschlechtergerechte Sprache ab. Gründe dafür gibt es viele. Aber rein sprachwissenschaftlich und bezogen auf Inklusion sollte man das Gendern schon ablehnen.
Was kommt sonst noch als Nächstes? Werden wir dann auch Movierungen für die Religionszugehörigkeit oder Hautfarbe von Menschen erfinden?
Das Konzept der Sichtbarmachung sämtlicher heutiger und zukünftiger Identitäten ist der völlig falsche Weg und respektlos gegenüber unserer Muttersprache und verkennt zu was sie schon immer fähig war: Alle Menschen organisch zu inkludieren und das ganz ohne Labels.
Und eine postmoderne (pseudoprogressive) Fantasiesprache – die zudem von der Mehrheit abgelehnt wird – hat nichts in Dragon Age zu suchen. Das ist einfach respektlos jedem Menschen gegenüber der große Stücke auf seine deutsche Muttersprache hält.
Auch in einem anderen Setting wäre ich dagegen. Die deutsche Sprache inkludiert bereits alle Menschen. Nur ein paar wenige, aber sehr laute Leute behaupten vehement das Gegenteil – egal wie sehr Sprachwissenschaftler (keine feministischen Linguisten, sondern echte Sprachwissenschaftler) ihnen widersprechen.
Ich versteh wirklich nicht, wie man auf die Idee kommt, Neopronomen zu verwenden. Ich würde das Spiel ohnehin nur auf Englisch spielen – aber allein die Entscheidung nimmt mich stark gegen die Entwickler ein.
Die Leute gehen ja auf die Barrikaden, wenn Anne Will in der ARD gendert und da gab es einen enormen Backlash – und dann entscheidet man sich für “Neopronomen” – will man einfach, dass Social Media brennt, oder wie?
Ich hab vor Jahren das erste Dragon Age gespielt und wurde mit der Serie nie warm. Ich bin da eher ein Oldschool-Typ, Baldur’s Gate 1+2, Icewind Dale, Planescape Torment.
Das verstehe ich auch nicht.
Es wurde sich ja schon über optionale Dinge wie z. B. die OP-Narben aufgeregt und dann kommt etwas, was man kaum ignorieren kann.
Das 1. mal in Kontakt mit Neopronomen kam ich in Immortals of Aveum. Dachte erst, da wurde sich verschrieben bis ich dann gegoogelt hab.
Für mich stört das leider den Lesefluss recht stark und reißt mich dadurch irgendwie aus der Immersion, da es aber bei dem Spiel nur eine Person betraf war das kein Problem, aber betrifft das hier jetzt wirklich das gesamte Spiel?
Edit:
Habe jetzt ewig gegoogelt und dann eben ein Video geschaut (lese eigentlich lieber). Im Video wird jemand als “er” angesprochen, dementsprechend werden die Neopronomen wohl nur für non binäre Charaktere benutzt. Halte das zwar nach wie vor nicht für die beste Idee, stört mich aber nicht. Ich dachte wirklich, dass sich das durch das gesamte Spiel und auf jeden Charakter bezieht.
DA:V kurz zusammengefasst:
Eine große Enttäuschung. Schreckliche Dialoge, Romantik ist billig. Interaktionen der Charaktere langweilig. Spieldesign, Spielwelt fühlt sich an wie Overwatch-Karten. Die Geschichte ist naja. Bioware ist in der Moderne angekommen. EA wirds freuen.
Hast du die selben Tests gelesen wie wir?
Das könnte man, wenn Top Reviewer auf deren Meinung man sich seit Jahren verlassen kann, auch die Chance bekommen hätten es zu testen und eine davon dann ganz plötzlich die Chance bekommen hat, nachdem Sie sagte, Sie wäre nicht-binär und auch diese Person hat nur wenig gutes an dem Spiel gelassen. Da fragt man sich dann schon, ob die Angst vor negativen Reviews hatten.
Aber zurück zu dem was der Herr schrieb: Er hat doch vollkommen recht, wobei man fairerweise dazu sagen muss, das die Überschrift zu dem Artikel passend ist, denn von der DA Community wird das Spiel schon jetzt in der Luft zerrissen, eben wegen der Dinge die angesprochen wurden.
Oder wieder einmal die aufgezwungene Diversität, wo man seinem Character Narben zufügen kann, die anzeigen das die Brüste entfernt wurden. Zeigt das die Verantwortlichen (und die, die das auch noch loben), keine Ahnung von der Lore haben. Da Geschlechtsumwandlungen im DA Universum schon immer gingen durch die Blood Mages und auch nicht unüblich waren, auch daran stören sich die meisten und wenn man sich das Fazit von so ziemlich jedem Blatt durchliest, was dieses Spiel getestet hat, lesen diese sich nahezu identisch, mit ein paar Veränderungen im Satzbau und ein paar geänderten Worten, was dann schon zu Sturnrunzeln führt.
Ich verstehe die Skepsis gegenüber Reviews von den “großen”. Was ich nur nicht verstehe ist, wie man unreflektiert der Meinung sein kann, alle “großen” wären unkritisch und gekauft, alle, die es mögen ebenso aber alle, die es kritisieren wären integer und hätten keine Agenda.
Denn derselbe Vorwurf: “Die benutzen alle dieselben Texte” gilt halt auch bei vielen der Kritiker, die alle dieselben Schlagworte rausballern 😉
An sich valide Gründe, was die Rezensionen angeht, aber müsste man bei der anderen Seite dann nicht auch Stirnrunzelnd bekommen?
Wobei ich es ehrlich gesagt ohnehin nicht verstehe warum man sich auf irgendjemand Meinung allzu sehr verlassen sollte.
Hast du zu der Geschichte mit der Person, die behauptet hätte, nonbinär zu sein einen Nachweis?
Dass es von der DA-Community zerrissen wird ist übertrieben, ist ja nicht so, als würde alle das tun.
Wie kann eine optionale Einstellungen in der Charaktererstellung aufgezwunge Diversität sein? Optional und erzwungen schließt sich doch gegenseitig aus.
Glaube auch nicht, dass das ein Indiz dafür ist, dass die Leute keine Ahnung von der Lore haben, mal davon abgesehen, dass solche Narben auch in Dragon Age theoretisch möglich wären, warum auch nicht?
Hab selbst gespielt.
okay. Der Artikel hat es geschafft jetzt so kurz vor release meine neugier auf das Spiel doch noch zu wecken. Dachte eigentlich dass ich erstmal fertig mit Bioware und seinen Spielen wäre… 😊👍
Als Spieler erster Stunde, störe ich mich nicht an dem Kampfsystem. Nur diese Pronomen Sachen sind mal wieder mit Gewalt reingepresst worden, ohne wirklich es sinnvoll einzusetzten.
Das sieht wieder nach einer Checkliste aus. Das muss rein und dann können wir es abhaken. Ich wäre nicht überrascht, wenn das aus der Chefebene kam und die Entwickler, das schnell reingerotzt haben, damit Ruhe ist.
Das erinnert mich an die Serie The Tracker. Sagt sicher niemanden was. Das ist einer dieser Serien, die man Abends zum entspannen anschauen kann und hinterher nicht mehr weiß, um was es eigendlich ging. In der ersten Folge wird man von so einer Checkliste beschossen. DIe Folgen danach laufen dann gewönlich ohne Checkliste weiter.
Egal. Ich werds spielen, das Gelaber kann ich ja dann schnell durchklicken. Wobei ich sowieso 90% der Nebenquests schon schnell durchklicke, da nach 30 Jahren spielen, sowieso nichts neues zu sagen gibt.
Das jeder Teil ein etwas unterschiedliches Gameplay hat ist für mich sogar ein Pluspunkt.
Ich habe Origins damals geliebt, es ist auch heute noch mein Lieblingsteil.
Obwohl ich sehr sehr gerne ein Origins 2 haben würde trauere ich Origins 2 trotzdem nicht nach.
Da lasse ich mich doch lieber auf die neuen Ideen ein als ständig zu sagen “Aber in Origins war das so und so… ”
Ich werde jubeln falls es jemals wieder so düster, dreckig und brutal wird, bis dahin erfreue ich mich aber an jedem weiter Dragon Age Spiel.
Darksiders macht es auch so, jeder Teil nimmt sich sogar einen happen aus einem anderen Genre und trotzdem ist es dank der Geschichte einer meiner absoluten Lieblings Spielereihen.
Zu den Inhalten der Begleiter und Story kann ich nichts sagen, da ich das Spiel eh am Donnerstag Spiele muss ich das nicht lesen ^^
Dann hat BW ja alles richtig gemacht. Ich gehöre dann ja nicht mehr zur Zielgruppe. Und sorry: Ich finde die Charaktere sehen einfach bescheiden aus. Handy-Spiel-Niveau. Selbst vertraute Chars sehen detailarm und flach aus. Das Spiel ist leider einfach nichts mehr für mich.
Ich denke tatsächlich, dass gerade Fans stärker in die Kritik gehen werden. Sachen an denen sich einige Fans bei uns intern gestört haben, wären mir als Neuling in der Franchise nicht aufgefallen.
Das mit den Detailarmen Gesichtern ist wirklich super schade, weil gerade die Umgebung, Stoffe und Haare wahnsinnig gut aussehen. Da wirken die hölzernen Gesichter dann extra hölzern gegen. Die Welt an sich hat dann wieder richtig viel Liebe zum Detail, dass ich mit dem Photomodus super viel Spaß hatte.
Vielleicht holst du es dir dann Irgendwann mal in einem Sale, wenn du prinzipiell Interesse daran hast. Das Kampfsystem macht schon viel Spaß 😄
Ist das nicht auch in EA Play enthalten? Gerade solche Spiele spiel ich ohnehin nur ein mal. Da investier ich lieber ein Monatsabo und hab 40 Euro gespart.
Ich glaube dem Spiel hätte noch 1 Jahr an “Optimierung” gut getan. Aber ich glaube EA hatte wieder den Finger auf dem Release-Knopf, wie damals bei Swtor auch und wir wissen was dann passiert ist.
Habe es mir trotzdem bereits geholt und lasse mich gerne positiv überraschen.
freue mich schon riesig drauf !!!