Der 35-jährige Matthew „Dellor“ Vaughn ist ein US-amerikanischer YouTuber und Twitch-Streamer, der immer wieder im Fokus der Öffentlichkeit steht. Twitch hat ihn jetzt dafür gebannt, die Adresse von jemandem publik gemacht zu haben. Das nennt man „Doxxing“ und ist allgemein verpönt. Doch Dellor schien sich nur wehren zu wollen. Auf Twitter schildert er, dass Stalker sein Leben seit 4 Jahren zur Hölle machen.
Wer ist das?
- Dellor ist seit 2013 auf Twitch und auf der Streaming-Plattform ziemlich erfolgreich, wenn er Gaming zeigt. Er hat im letzten Jahr vor allem DayZ gestreamt und galt schon immer als ein guter Spieler. Zuletzt hat er C’Thun in WoW Hardcore besiegt (via youtube). Ihm folgen auf Twitch 750.000 Menschen. Wenn er streamt, hat er ungefähr 1080 Zuschauer.
- Dellor gilt aber auch als furchtbar unbeherrscht: So hatte er es sich zur Gewohnheit gemacht, wutentbrannt die Tastatur über seinem eigenen Schädel zu ziehen und sie damit zu zerbrechen. Das war sein Markenzeichen. Er sagte selbst, er zerdeppere ständig Billig-Tastaturen in Wutanfällen.
- Twitch fand das 2019 aber nicht so lustig, sondern verbannte ihn für „Selbstverletzung“ permanent von der Streaming-Plattform. Über den Umweg YouTube kam er ein Jahr später aber zurück auf Twitch.
Wofür wurde er nun gebannt? Dellor wurde am 16. Oktober von Twitch gebannt, weil er die Adresse einer Person veröffentlicht hat.
Dellor sagt, Stalker machen sein Leben seit 4 Jahren zur Hölle auf Erden
Wie kam es dazu: Dellor hatte schon 8 Tage vor dem Bann, am 8. Oktober auf Twitter geschrieben, jemand stalke ihn seit langem: Die Person sei häufiger zu seinem Haus gekommen und habe ihn bedroht.
Aber der Stalker habe jetzt einen Fehler begangen und daher sei Dellor nun im Besitz all seiner persönlichen Informationen – Nummernschild, Name, Adresse, alles. Er drohte schon damals damit, die Daten zu veröffentlichen.
Am 12. Oktober schrieb er dann, er fühle sich in seinem Haus nicht mehr sicher.
Stalker werfen Eier auf sein Haus – Streamer hält es nicht mehr aus
So eskalierte die Sache dann: Nach seinem Bann rechtfertigte sich Dellor auf Twitter. Er sagt, die Situation sei eskaliert, bevor er die persönlichen Informationen öffentlich gemacht hatte:
- Er werde seit 4 Jahren belästigt und gestalkted, wurde 3-Mal geswattet
- Leute schleichen um ihn herum und filmen ihn
- Stalker hätten hunderte Male an seine Tür und seine Fenster geklopft; ihm zig Mal Essen ins Haus bestellt, das er nicht geordert hatte.
- Zuletzt hätten Fremde sein Haus mit Eiern beworfen, dabei einen Monitor ruiniert und sein Setup beschädigt
Streamer sagt, er wusste, dass es falsch war – aber habe gemacht, was er gemacht hat
Das sagt er zum Bann: Er sagt, er habe etwas Dummes gemacht und er wusste auch, dass es dumm ist in dem Moment, in dem er es tat. Er hatte eine echt üble Nacht.
Dellor fühlte sich offenbar hilflos, er habe alle Vorfälle an die Polizei und an das FBI gemeldet, aber keine Hilfe erhalten.
Es ist nicht fair, dass ich hier sitzen muss und mein Leben ruiniert wird von Leuten, die keinen Sinn für Anstand haben, wenn ich jede legale Möglichkeit nutze, um mich zu wehren. Das hier ist Amerika und ich fühle mich nicht wohl in meinem Haus. Deshalb habe ich getan, was ich getan habe.
Einige Leute fordern jetzt seine Entbannung auf Twitch, aber aktuell ist Dellor weiterhin gesperrt.
Mehr zu Dellor und seinem angespannten Verhältnis zu Twitch:
Großer Streamer behauptet, Twitch hätte ihn 1 Jahr lang angelogen – Geht endgültig zu YouTube
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.
Hey es ist in den USA nicht so das man, je nach Bundesstaat, das Recht hat seinen eigenen Grund und Boden auch mit Schusswaffengebrauch zu schützen?
Nur Mal so als Vorschlag meine ich, es wäre für den Stalker auf jeden Fall eine lehrreiche Aktion.
Also in welchen Bundesstaat wohnt er..? 😉
Sorry, ich finde es richtig. Wenn der Staat dich nicht beschützen kann, was bleibt dir übrig?.
Da fällt mir nur der Spruch
ein.
Und ob er nun Polizei und/oder FBI wirklich kontaktiert hat und keine Hilfe bekommen hat, sei mal dahin gestellt.
Einfachste Lösung wäre doch das er umzieht. Nach max einem Jahr hätte ich meine sieben Sachen gepackt und wäre sonst wo hingezogen. Vll an die andere Seite der USA idk das Land ist groß genug um sich vor solchen Idioten zu verstecken die keine Grenzen kennen, aber anscheinend genau wissen, was sie machen können ohne von der US Polizei belangt zu werden.
Also mir tut der Typ null leid.
Ich finde “umziehen” ist echt so eine Sache als Vorschlag.
Wenn du irgendwo eine Wohnung hast, ist das ja vielleicht okay – aber zu sagen: “Verkauf dein Elternhaus” oder so – ist halt schon krass.
Ich finde schon, dass man das Recht hat, vom Staat vor sowas geschützt zu werden – über eine einstweilige Verfügung oder so.
Natürlich, das finde ich auch, aber entweder lügt er und er hat sich nie an die Polizei und FBI Gewand oder er hat wirklich keine Hilfe bekommen. Falls ersteres zutrifft sollte er dies schnell nach holen, bei zweiteren, nun irgendwann muss man halt nachgeben oder weiter aushalten und sich nicht zu Dingen hinreißen lassen die dann negative Konsequenzen (wie z.b. sein perma Ban und damit der Verlust seiner Einnahme Quelle) nach sich ziehen.
Also Sachen packen, seine liebsten mit nehmen und weg da.
Und ein Haus, ist eben auch nur ein Haus. Elternhaus, zuhause, bla blie Blub, Zuhause ist da wo man sich wohlfühlt und offenbar tut er es dort nicht.
Ich geb dir recht, dass die Art, wie er reagiert hat, sicher falsch war.
Wenn ich an seiner Stelle gewesen und finanziell gut gestellt wäre, hätte ich mir Kompetenz und Expertise eingekauft, wie man mit sowas umgeht. Also entweder Anwalt oder halt wirklich Personenschutz für eine gewisse Zeit – Amouranth macht das z.b. auch, soweit ich weiß. Also das scheint mir ein Problem zu sein, das man mit Geld lösen kann. Wenn da jemand auf dein Grundstück kommt, da hast du ja schon Möglichkeiten, dagegen vorzugehen. Dein Zuhause genießt ja einen gewissen Schutz.
Aber das ist natürlich auch leicht, es von außen zu sagen. Der junge Mann hat vielleicht diese Perspektive nicht oder sah diese Option gar nicht. Ich fürchte, dass viele sehr erfolgreiche Streamer keine sehr hohe Lösungskompetenz haben, was solche Probleme angeht – jedenfalls wirkt das von außen so.
Ob Streamer Lösungskompetenzen besitzen mh… Eigentlich ja schon, vor allem Recht erfolgreiche, da dafür ja mehr gehört als nur vorm PC zu sitzen und zu daddeln. Da kommt ein Problem, Aufgabe oder Hindernis nach dem anderen. Ich schätze nur das er dann nicht in der Lage war dieses Kompetenz zu transferieren und hat impulsiv gehandelt.
Schade nur das er nun bald einen anderen Job ausüben muss um sein Lebensunterhalt zu verdienen. Neben Effekt ist dann wohl auch das das Gestalke aufhört wenn er nicht mehr in der Öffentlichkeit steht
so einfach ist ein Umzug aber auch nicht, schätze auch, wenn es so einfach für ihn wäre, hätte er es längst getan, scheint ja schon seit 4 Jahren so zu gehen.
Was er gemacht hat war nicht ok, aber mir tut er trotzdem Leid, will mir garnicht vorstellen, wie es ist sich zu Hause nicht mehr sicher zu fühlen.