Corepunk: Wie ein neues MMORPG mit dem Gameplay von LoL begeistert

Das abgedrehte kommende MMORPG Corepunk erinnert an viele Genres und Stilrichtungen. So mischt es fröhlich Fantasy, Cyberpunk und Post-Apokalypse. Doch auch im Gameplay haben die Entwickler ein paar kuriose Eigenheiten ausgeheckt und sich unter anderem an League of Legends (LoL) orientiert. MeinMMO-Redakteur Jürgen Horn hat sich im Interview mit Game Producer Eugene Kiver unterhalten und stellt euch die Besonderheiten von Corepunk vor.

Corepunk ist laut Aussage der Entwickler ein „Top-Down-MMORPG in einer offenen Welt mit „Fog of War“. Das Spiel wirkt auf den ersten Blick, als wenn man die bunte Grafik und das punkige SciFi-Fantasy-Setting des verstorbenen MMORPGs WildStar mit dem Gameplay eines MOBA à la League of Legends (LoL) vermischt hätte.

Das Spiel stammt von dem niederländischen Studio Artificial Core aus Amsterdam und wird ebenfalls in der ukrainischen Stadt Kiew programmiert. Zum Einsatz kommt die vielseitige Unity-Engine.

Corepunk ist schon seit gut 5 Jahren in Entwicklung und soll 2021 als Buy2Play-Titel erscheinen. Es soll zusätzlich noch kosmetische Items geben, die aber keine Spielvorteile bieten.

Hier seht ihr das neue Gameplay-Video mit einer Dauer von 15 Minuten, das von IGN enthüllt wurde und bei den Zuschauern gut ankommt. Darin enthalten ist der Ablauf einer Quest.

Wie kommt Corepunk an? Der verrückte Genre-Mix scheint durchaus den Nerv der Zielgruppe getroffen zu haben. Das vor kurzem erschienene 15-minütige Gameplay-Reveal-Video erzielte bereits über 125.000 Views (Stand 27.6.2020). Dazu gab es viele Kommentare, die sich positiv und interessiert zu dem Spiel zeigten und im Verhältnis überwogen die Likes klar die Dislikes.

Doch was steckt alles in dem kuriosen Spiel, das gleich mehrere Genres verbindet und dabei so ziemlich jede „Punk“-Stilrichtung mitnimmt? Was soll Corepunk sein und wer ist die Zielgruppe?

MeinMMO hat für euch alle verfügbaren Infos zu Corepunk gesichtet und ein exklusives Interview mit dem Producer Eugene Kiver geführt, um noch mehr konkrete Infos zum neuen MMORPG herauszubekommen.

Eugene Kiver Corepunk producer
Eugene Kiver, Producer

Corepunk – Was soll das eigentlich sein?

Was bietet Corepunk? In Corepunk spielt ihr einen Helden in einer bizarren Welt, die eine Mischung aus Fantasy, Post-Apokalypse und Cyberpunk-SciFi darstellt. Auf den ersten Blick sieht das Spiel aus, als wenn man das abgedrehte MMORPG WildStar mit LoL gekreuzt hätte. Statt Lanes und Jungle zu sichern und taktisch um Abwehrtürme zu kämpfen, macht man halt Quests und Open-PvP.

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Das Gameplay mit der Mischung aus Skillshots und AoE mit Auto-Attacks erinnert an LoL.

Wie ist das Gameplay von Corepunk? Dieser Vergleich zum MOBA-und MMORPG-Gameplay trifft im Kern zu. Denn in Corepunk habt ihr ein Gameplay, das an klassische MMORPGs wie WoW erinnert. Ihr nutzt für eure normalen Attacken und einige Skills Tab-Targeting, kein Action-Combat. Das heißt, ihr wählt ein Ziel fest aus und eure Aktionen treffen dann automatisch.

Es gibt aber auch die aus League of Legends und Co. bekannten „Skillshots“ und AoE-Skills. Die müsst ihr von Hand ausrichten und könnt so – abhängig vom eigenen Geschick – besonders vernichtende Angriffe mitten in die Gegnerhorde semmeln.

Das Gameplay sieht auf den bisher verfügbaren Videos eher gemütlich und fast schon langsam aus. Das sei aber Absicht. Laut den Entwicklern sollt ihr später Items und Eigenschaften bekommen, die euch auf Wunsch signifikant schneller laufen und zuschlagen lassen.

Hier erklärt der Chef, wie es mit der Geschwindigkeit zugeht.

Wann startet die Beta? Obwohl die Corona-Krise bei Artifical Core für Probleme sorgte, habe man die Situation wohl im Griff und sei seit kurzem wieder ins Studio zurückgekehrt. Daher sieht Eugene den Start einer Closed Beta für das Jahresende 2020 nicht in Gefahr.

Auf meine Frage hin, ob er mit Jahresende eher „September“ oder doch eher „Weihnachten“ meinte, gab Eugene schmunzelnd klar „Rechne eher mit Weihnachten“ an. Wenn aber alles klappt wie geplant und nicht weitere Katastrophen eintreten, sollte womöglich sogar eine Open Beta am Jahresende möglich sein.

Die Release-Version ist dann nach wie vor für 2021 geplant. Auf der offiziellen Seite von Corepunk könnt ihr euch für die Beta anmelden.

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Corepunk mixt verschiedene Stile, beispielsweise Fantasy und Cyberpunk.

Auf welchen Plattformen kommt Corepunk? Erstmal wird Corepunk ausschließlich für den PC erscheinen. Doch hier hatte Eugene nette Neuigkeiten für uns. Man hat als Langzeitziel nach dem Launch auch den Start auf den Konsolen PlayStation und Xbox im Blick. Womöglich sogar auf den neuen Versionen PS5 und Xbox Series X.

Offenes PvP, Fog of War, Endgame und Klassenvielfalt – Das sind die Besonderheiten von Corepunk

Was ist das große Alleinstellungsmerkmal von Corepunk? Als großes Merkmal nannte mir Eugene zuerst die Top-Down-Ansicht und den „Fog of War“. Also ein aus Strategiespielen bekannter „Nebel des Krieges“, der die Spielwelt verdeckt, die eure Spielfigur nicht sehen kann. Das würde für einen besonderen Kick an Spannung sorgen:

Die Top-Down-Ansicht und der „Fog of War“, das sind die wichtigen Alleinstellungsmerkmale. Das ist wichtig für unsere Spielerfahrung. Man weiß so nie, was hinter der nächsten Ecke auf einen wartet. Das macht die Spannung aus, man kann jederzeit auf etwas Gefährliches treffen.

Ein Beispiel: Du rennst mit deiner Gruppe in der offenen Welt einer anderen Gruppe in die Arme. Die haben es auf denselben Open-World-Boss abgesehen wie ihr. Da könnte jetzt alles Mögliche passieren. Sie könnten dir helfen, sie könnten euch aber auch angreifen, wir haben Open-World-PvP.

Das macht die Spannung aus. Wenn man eine Teleport-Fähigkeit hat – die kann man sich etwa via Artefakte holen, wenn man keinen Skill dafür besitzt – kann man so schnell ein Versteck finden und sich vor Gegnern verbergen. Das ist ein wichtiges Merkmal. In einem Spiel, in dem man eh alles sieht, ist das nicht so einfach möglich.

Das gilt übrigens auch für das Erkunden der Spielwelt. Da man nie weiß, was euch hinter der nächsten Biegung erwartet, macht das Erkunden der Spielwelt besonders viel Spaß und ist einer der großen Motivationspunkte von Corepunk.

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Hier seht ihr den Fog-of-War im Spiel. Was sich da oben versteckt, seht ihr erst, wenn ihr hingeht.

Ebenfalls cool: Wenn ein Spieler etwas Spannendes findet, kann er es via Ping-System schnell seinen Kameraden mitteilen. Außerdem gibt es einen dynamischen Tag/Nacht-Wechsel. Das erhöht die Atmosphäre beim Erkunden noch zusätzlich.

Doch in zwei Aspekten unterscheiden sich die Aufgaben vom Großteil der anderen MMORPGs. Euer Held nickt zum einen nicht nur stumm die Aufgaben der NPCs ab. Er oder sie hat eine eigene Stimme und spricht selbst, wenn ihr eine Option im Dialogmenü anklickt. Das sorgt für eine viel dichtere Atmosphäre und Identifikation mit dem Charakter.

In manchen Quests habt ihr außerdem die Wahl, was ihr tun wollt. So sollt ihr etwa auf einem Schrottplatz Ersatzteile besorgen, um den Table-Dance-Sex-Bot in einer schäbigen Kneipe zu reparieren. Doch auf dem Schrottplatz haben sich versprengte Soldaten eingenistet. Deren Kommandant verlangt, dass ihr ihm weitere Teile bringt, dann würde er nicht das Feuer eröffnen. Es liegt an euch, welchen Weg ihr wählt.

Im Gameplay-Video dazu verweigern die Helden dies und es folgt ein brutaler Bossfight, den die beiden Spieler gerade so gewinnen und sich so die Soldaten in Zukunft zum Feind machen. Wer also solche Art von Quests in Story-MMORPGs wie SWTOR oder ESO schon gut fand, der wird hier wohl auf seine Kosten kommen.

Der Trailer nimmt sich nicht sonderlich ernst.

Helden oder Klassen? So viel Rollenspiel steckt in Corepunk

Welche Klassen könnt ihr spielen? Wer erste Videos zu Corepunk sieht, dem fällt schnell auf, dass die „Klassen“ im Spiel eher wie vordefinierte Helden in einem MOBA aussehen. Sie heißen auch Helden und umfassen unter anderem gepanzerte Orks, Paladine, Schwertkämpfer und zierliche Mädchen mit Katzenöhrchen und Sprengstoff.

Kann man also nur die vorgegebenen Typen wie den Ork „Ironclad“ oder das quirlige „Bombergirl“ spielen? Hier gibt Eugene zum Glück Entwarnung:

Du kannst bei einem Helden einiges anpassen, zum Beispiel das Geschlecht. Und du kannst dein Aussehen anpassen. Das ist bei einem MMO echt wichtig, ebenso wie für Action-RPG-Spieler. Jeder Held hat drei Waffenmeisterschaften, also drei Waffen, die man mit diesem Helden benutzen kann. Und diese Meisterschaft definiert deine Klasse. Jeder Held kann so drei Klassen darstellen.

In unserem Gameplay-Trailer, da sind ja zwei Charaktere in einer Gruppe. Das ist ein und derselbe Held! Der männliche Held ist auf Nahkampf mit Schwertern geskillt, die andere ist weiblich und wurde als Bogenschützin aufgestellt.

Wer also statt „Bombergirl“ lieber „Bomberboy“ spielen will und das noch mit ganz anderen Waffen, der kann das in Corepunk wohl problemlos so machen.

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Hier seht ihr die Vielfalt der Anpassungs-Optionen. Jeder Held ist Wahlweise männlich oder weiblich.

Welche Klassenrollen gibt es? Die Klassen in Corepunk lassen sich also sowohl optisch als auch beim Spielstil vielfältig anpassen. Jeder „Held“ kann drei verschiedene Klassen verkörpern, die je bis zu 14 Skills haben. Doch wie sieht es mit Rollen aus? Setzt Corepunk auf die „Heilige Dreifaltigkeit der MMORPGS“, also das Gespann aus Tank, Heiler und DPS-Klasse?

Das bejahte Eugene, er sagte aber, dass es neben den oben genannten Rollen noch den „Support“ gäbe. Moment, dachte ich mir dann: Ist Support nicht im Prinzip der Heiler?

Ja, nicht nur. Kurz gesagt, Support kann euch heilen. Aber Support kann auch Gegner aufhalten und behindern. Oder eben Spielern helfen, indem man unerreichbare Orte erreichbar macht. Die Support-Klasse ist eigentlich eher für Kontrolle zuständig.

So läuft das PvP in Corepunk

Wie sieht das PvP aus? Nachdem schon mehrfach das PvP angesprochen wurde, fragte ich Eugene auch dazu aus. Er verriet mir, dass es die aus anderen MMORPGs bekannten PvP-Instanzen, wie Arena und Schlachtfelder gibt. Aber ein Kernaspekt des Spiels ist das offene PvP mit Gildenkriegen, das aber optional ist. Dennoch wird es vom Entwickler klar empfohlen. Es gibt aber Sanktionen gegen willkürliches Ganking, also das gezielte Abschlachten von meist chancenlosen, niedrig stufigen Spielern:

Wenn du schwächere Spieler gankst, dann bekommst du negative Karma-Punkte. Dann kann dich jeder umbringen, ohne das ihm Strafe droht. Und wenn du getötet wirst, steigt die Chance, dass du Items und Artefakte, die du gerade trägst, verlieren kannst.

Das ist ein Anreiz für andere Spieler, dich zu töten, wenn du ein Ganker bist. Und als Ganker hast du gar nix davon, außer vielleicht die Befriedigung, schwache Gegner getötet zu haben. Wenn du also Low-Level-Spieler gankst, wirst du es schwer haben, das Spiel noch zu genießen.

Dazu erzählte er mir noch eine Annekdote, wie er in Albion Online einst als Founder besondere Items bekam. Die hat er aber nie benutzt, weil er Angst hatte, sie im Open-PvP zu verlieren. Daher sollen rechtschaffene Spieler im PvP bei Corepunk ihr Zeug behalten können, wenn sie im PvP besiegt werden.

Corepunk Klassen
Mit den richtigen Skills ist jeder Held im PvP mächtig.

Was sind die Vorteile von Gildenkriegen? Eugene nannte mir gegenüber, das es in der Open-World Kriege unter Gilden gäbe. Da könne man sich ungestraft gegenseitig killen und kein Karma verlieren. Doch was bringt das, abgesehen von der reinen Gaudi, andere Spieler zu verdreschen?

Wir haben eine Territoriums-Kontroll-Mechanik im Spiel. Wenn man als Gilde Territorien beherrscht, kann man von da Steuern einstreichen. Wenn man also die andere Gilde verprügelt und vertreibt, kann man das Territorium von dieser übernehmen.

Dann gibt’s die schon genannten Steuern, aber ihr könnt da auch besser Farmen und Ressourcen abbauen. Zum Beispiel gibt es in einem Territorium ein episches Schwert von einem bestimmten Boss. Wenn euch die Gegend gehört, droppt es für euch schneller.

Kritische Frage: Endgame – Dicke Addons wie bei World of Warcraft in Planung

Wie schnell kommt man ins Endgame? In so gut wie jedem MMORPG ist die Frage nach dem Endgame essenziell. Immerhin gibt es die coolsten Inhalte meist erst, wenn man seinen Helden durchgelevelt hat und Corepunk will mit diesen Endgame-Inhalten richtig stark überzeugen. Doch oft ist gerade im Endgame die Luft bei vielen MMORPGs recht dünn und es gibt nur wenig zu tun. Hier will Corepunk aber auch einiges anders machen:

Unsere Spieler, vor allem erfahrene Spieler, werden schnell das Endgame-Level-Cap erreichen. Du wirst aber trotzdem in Ruhe die Story erleben können, man ist nur recht schnell im Endgame und das Meiste im Spiel ist auf dieser Stufe angesiedelt. Wir haben es 40/60 aufgeteilt. Also 60 Prozent der Welt ist High-End-Content.

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Corepunk will euch auch in Zukunft viel neuen Content bieten.

So sieht die Zukunft aus: Corepunk will euch also schnell ins Endgame befördern und dort erst richtig loslegen. Doch wie stellen sich die Entwickler die Zukunft des Spiels vor? Immerhin scheiterten schon einige ambitionierte MMORPGs genau am Content-Nachschub. Wie will Corepunk solch ein Schicksal verhindern?

Ja, wir haben noch einiges vor, was wir in der Beta noch gar nicht reinbekommen werden. Wir werden Addons bringen, neue Kontinente in der Welt, mehr Helden, mehr Story. Im Prinzip so wie bei dem neuen Addon Shadowlands für World of Warcraft. Eine komplett neue Story, neue Gebiete und alles.

Wir haben mit unserem aktuellen Content schon eine ziemlich tiefgründige Welt. Aber wir wissen, wie MMO-Spieler drauf sind. Wir sind ja auch so, wir wollen immer neuen Content von Zeit zu Zeit. Uns ist das bewusst.

Wir wollen wirklich ein langfristiges, nachhaltiges MMO bauen, das die Spieler noch in Jahren spielen können. Da denke ich echt oft drüber nach. Daher denke ich nicht, dass der Content-Nachschub ein Problem sein wird. Wir werden tun, was wir können, um das zu verwirklichen.

Zumindest Eugene scheint also klar ein beinharter MMORPG-Fan zu sein, der sehr genau weiß, auf was es bei der langfristigen Entwicklung ankommt. Bleibt zu hoffen, dass er und sein Team der Herausforderung gewachsen sind.

Was soll „Corepunk“ überhaupt heißen? Das steckt hinter dem Titel
In unserem Interview mit Producer Eugene Kiver stellte ebenfalls Fragen um den abgedrehten Grafikstil des Spiels. Dazu gab er eine Geschichte der Punk-Genres zum Besten:

„Unser Stil war schon von Anfang an so. Wir mögen alle diese Stile. Wir mögen Fantasy, beziehungsweise ‚Manapunk‘. Dann mögen wir den Stil von Mad Max, da kam dann der post-apokalyptische Stil rein, also ‚Dieselpunk‘. Und wir lieben Steampunk! Als wir mit dem Spiel angefangen haben, gab es kaum Steampunk-Spiele. Daher wollten wir das auch haben. Und Cyberpunk! Wer mag nicht Cyberpunk? Daher haben wir das alles.“

Daraufhin fragte ich, ob das denn der Grund für den Namen des Spiels sei. Sozusagen Corepunk als der Kern (Core) aller „Punkigkeit“? Daraufhin lachte Eugene und meinte sogleich:

„Ja, kann man so sagen. Und ‚Core‘ ist ja auch der Name der Firma, Artificial Core. Und das Konzept eines Kerns ist auch tief in der Lore verwurzelt. Der Kern der Welt im Spiel ist so eine Art ‚Wiege des Lebens‘. Das ist nur nach einigen Ereignissen in der Vergangenheit explodiert. Und dann sind überall Portale aufgetaucht, die Artefakte und Dinge zurück in den Kern bringen.“

Lohnt es sich, auf Corepunk zu warten?

Wer soll Corepunk spielen? Auf die Frage nach der Zielgruppe nannte uns Eugene drei Sorten von Spielern, die wohl Ende 2020 sich die Beta anschauen sollten:

Unsere Zielgruppe sind zum einen Fans von MMORPGs, wie World of Warcraft, Guild Wars 2, Lineage 2, Final Fantasy XIV. Also vollwertige MMORPGs. Und dann werden sich wohl auch Spieler von Action-RPGs bei uns wohlfühlen, vor allem auf den höheren Leveln.

Wir haben da dann 14 Fähigkeiten und ein erhöhtes Tempo im Kampf. Das ist aber auch recht taktisch, es ist kein Action-RPG, wo man große Horden von Gegnern schlachtet, es ist aber trotzdem eine intensive Erfahrung.

Und dann sollten noch MOBA-Spieler hier Spaß haben, vor allem die, die sich tiefer mit ihrem Charakter beschäftigen und die Welt gern erkunden.

Wenn ihr also Lust auf ein neues, ungewöhnliches MMORPG mit abgedrehten Stil und viel Klassenvielfalt sowie offenen PvP wollt, dann solltet ihr euch die Zeit um Weihnachten 2020 rot im Kalender anstreichen.

Pro
  • Wunderschöne Comic-Grafik
  • Mischung aus Action-Combat und Tab-Targeting
  • Vielfältige, abgedrehte Klassen
  • Offenes, faires PvP
  • Vollvertonte Quests mit Optionen
Contra
  • Spieltempo könnte zu langsam sein
  • Abgedrehter Spielstil, der nicht allen zusagt
  • Reicht der Content wirklich auf lange Zeit für das Endgame?

Womöglich der Geheimtipp 2021

Ich muss zugeben, dass ich bis zum Auftrag, über Corepunk ein Special zu schreiben, keine große Ahnung von dem Spiel hatte. Doch je mehr ich dazu recherchierte und erst recht nach dem sehr angenehmen Gespräch mit Eugene Kiver, war ich Feuer und Flamme für das Spiel.

Denn Corepunk bietet einiges, was mir auf Anhieb gut gefiel:

  • Es gibt vielfältige Klassen mit zig Anpassungsmöglichkeiten
  • PvP ist optional und vor allem fair, Ganking wird hart bestraft
  • Der Spielstil ist abgedreht und bunt und scheint viel Wert auf Humor zu legen
  • Das Erkunden der Spielwelt dürfte mit dem Fog of War noch spannender werden

Da verzeihe ich, dass das Kampfsystem zumindest noch zum Teil das von mir verhasste Tab-Targeting nutzt und das Spieltempo teilweise arg gemütlich daherkommt. Zumindest im Endgame sollte sich das ja ändern lassen.

Jetzt hoffe ich nur, dass Eugene sein Versprechen umsetzt und wirklich so viel Content für die Zukunft des Endgames liefern kann, wie er mir im Interview versichert hat. Wenn das alles klappt, könnte Corepunk ein echter Geheimtipp für Fans eher ungewöhnlicher MMORPGs sein.

fragt meinmmo jürgen

Jürgen Horn
Redakteur bei Mein-MMO

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Scaver
11 Tage zuvor

Ich warte auch drauf, sehe aber die Buy2Play Option als gewagt bis riskant. Sicher gibt es etliche Fans, aber mit einem reinen Buy2Play werden sie sich nicht finanzieren können, dafür wird es zu sehr „Nische“ sein. Da hilft dann auch ein Kosmetik InGame Shop nicht viel.
Abo können sie aber auch vergessen, da würden noch viel weniger auf den Zug aufspringen.
Denke es würde am meisten von Free2Play mit fairen InGame Shop ohne Pay2Win profitieren.
Naja man wird es sehen. Für mich muss es bei Buy2Play unter 20 Euro liegen oder vorher die Möglichkeit zum kostenlosen testen geben (Open Beta oder kostenlose Testversion). Denn ohne vorheriges Testen gebe ich kein Geld für ein Game mit ISO Ansicht aus!

Cameltoetem
12 Tage zuvor

Kommt das für die PS5? Sollte sich mit einem Controller auch gut spielen lassen.

Scaver
11 Tage zuvor

Ja ist geplant, aber erst langfristig. 2021 würde ich damit nicht rechnen… 2022 frühestens. Denn mit der Konsolen Version wollen sie erst anfangen, wenn der Launch der PC Version durch ist (das heißt nicht nur der reine Launch, sondern auch die Wochen und Monate die man danach braucht, um den Feinschliff rein zu bekommen, vor allem auch ins Endgame).

Philipp
13 Tage zuvor

Sieht sehr gut aus! Ein wenig schneller könnte es schon sein aber um das wird wirklich beurteilen zu können muss man es gespielt haben.

MrRobDoe
13 Tage zuvor

Sieht sehr interessant aus, habe mich für die Beta registrieren lassen. Danke für diese Spielvorstellung. Macht definitiv Lust auf mehr.

Henky
13 Tage zuvor

Sieht ähnlich wie Devillian aus, was auch ein super spiel war leider ist es jetzt nicht mehr da :C
Bin auf Corepunk gespannt, denn Devillian hat schon mega fun gemacht grin

Scaver
11 Tage zuvor

Naja Devillian war da doch schon recht anders würde ich sagen. Nicht nur vom Setting, auch von der Spielweise.
Hab Devillian kurz gespielt… wundert mich daher nicht, dass es weg ist.
Denke CorePunkt macht da vieles, sehr vieles anders. Von daher nicht wirklich ähnlich ^^

F N
13 Tage zuvor

Sieht auf jeden Fall schon ziemlich langweilig aus was die da als Gameplay betiteln. Und langsam

Scaver
11 Tage zuvor

Ist halt nen MMORPG. Mal nen MMORPG wie WoW zur Anfangszeit gespielt und dann im Endgame? Die Geschwindigkeit beim Reisen, aber auch in den Kämpfen sind nicht mehr vergleichbar.
Klar, in nem Action RPG hast das von Anfang an. Aber Sinn eines MMORPGs ist ja auch die Entwicklung des Charakters. Und dazu gehört auch, schneller zu werden smile

F N
1 Tag zuvor

Sorry aber nen Spiel zu spielen um irgendwann nen Punkt zu erreichen an dem nicht mehr alles in Zeitlupe läuft ist in meinen Augen relativ behindert

Steelfish
13 Tage zuvor

Vielen Dank für den sehr ausführlichen Artikel. Das sieht echt interessant aus. Der Fairness halber würde ich allerdings nicht mit lol sondern eher mit dota vergleichen, da lol streng genommen auch nur ein guter dota klon ist bzw. als ein solcher angefangen hat. Das UR-Moba ist meiner Meinung nach Dota als custom map für wc3.

Scaver
11 Tage zuvor

Richtig. Aber das hat hier optisch trotzdem mehr mit LoL als mit Dota gemeinsam und nur darum geht es!
MMORPGs werden auch grundsätzlich mit WoW verglichen… einfach weil es seit 15 Jahren ununterbrochen der Marktführer ist. Und nicht weil es DAS Ur-MMORPG ist (ist es nämlich nicht).

Damian
13 Tage zuvor

Steampunk, Cyberpunk und Post-Apokalypse und es erinnert sogar noch an Wildstar – ich bin angefixt!!
An die Iso-Perspektive müsste ich mich gewöhnen und für mich wichtig, dass einen keinen starken Hack&Slay-Einschlag bekommt, Games wie Diablo und PoE langweilen mich mit ihren generischen Mobhorden.
Was ich auch dringend hoffe, ist dass es eine deutsche Lokalisation inkl. deutschem Ton gibt. Alle (Asia-)MMORPG’s der letzten Jahre hatten vielleicht deutsche Texte, aber nur eine englische Sprachausgabe. Ich habe zwar mal mündliches Abitur in Englisch gemacht, aber das Fehlen einer deutsche Sprachausgabe führt dazu, dass bei mir keine Immersion enststeht…

Tronic48
13 Tage zuvor

Stimme dir da zu, außer bei den H&S Aspekt, viele Mophorden gefallen mir schon, aber vor allem gebe ich dir bei der Sprache Recht, wäre schön wenn mal wieder ein Spiel mit Deutscher Sprache und Text daher kommt.

Vom Spiel style her ist es gar nicht mal so schlecht, beim PVP sehe ich, das es dennoch wieder Spieler gibt, denen das egal ist, ob sie bestraft werden, oder sie finden, wie immer einen Weg das zu um gehen, muss man mal sehen.

Scaver
11 Tage zuvor

Ja es ist eine Übersetzung in mehrere Sprachen geplant und Deutsch ist eine der garantierten Sprachen.
Die Info findet sich im Forum und die bezieht sich auf ein Interview.
Und ich meine auch die Vertonung soll da lokalisiert werden. Aber noch mal ne Bestätigung wäre schön.
Danke Jürgen smile

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