Corepunk ist gestartet, MMORPG-Fans genießen die oldschoolige Erfahrung: „Macht mir verdammt viel Spaß“

Corepunk ist gestartet, MMORPG-Fans genießen die oldschoolige Erfahrung: „Macht mir verdammt viel Spaß“

Am 26. November 2024 ist das neue MMORPG Corepunk in den Early Access gestartet. Was auffällt: Viele Genre-Fans freuen sich über den oldschooligen Ansatz des Online-Rollenspiels.

Was ist Corepunk für ein MMORPG? Corepunk ist ein „Top-Down-MMORPG“ mit einer offenen Welt und Sandbox-Charakter. Optisch und auch von der Steuerung erinnert viel an League of Legends. Gleichzeitig ist es aber auch ein klassisches Online-Rollenspiel, das von der Schwierigkeit her an Vanilla-WoW erinnern soll.

Im Spiel erwarten euch sechs Klassen mit insgesamt 18 unterschiedlichen Spezialisierungen, Dungeons sowie Raids und PvE-Inhalte in der offenen Welt, die mit einem Nebel des Krieges ausgestattet ist. Ein Handwerkssystem, Open-World-PvP und Arena-Matches ergänzen das Angebot.

In der Alpha gab sich Corepunk noch recht einsteigerunfreundlich, unbarmherzig und frustrierend. Der bekannte MMO-YouTuber TheLazyPeon sprach sogar von der „am meisten frustrierenden Erfahrung für neue Spieler, die ich jemals in einem MMORPG erlebt habe“.

Ein Gameplay-Trailer zu Corepunk:

Weniger unbarmherzig, mehr Spaß

Wie schlägt sich die Early-Access-Version? Mit dem Start vom Early Access hat Corepunk im Vergleich zur Alpha noch einmal einen spürbaren Schritt nach vorn gemacht. Es gibt zahlreiche Tutorial-Einblendungen, die Systeme und Mechaniken vorstellen. Man muss nicht mehr nach jedem Kampf lange Regenerationspausen einlegen. Und auch das Questen geht besser von der Hand.

Dennoch bietet Corepunk weiterhin eine recht oldschoolige Spielerfahrung:

  • Kämpfe gegen zwei, drei Gegner gleichzeitig enden schnell tödlich. Anfangs macht ihr den meisten Schaden durch Auto-Hits.
  • Man muss sich vorsichtig durch die Welt bewegen, da man schnell auf Gegner treffen kann, die (noch) zu stark sind.
  • Charaktere regenerieren außerhalb der Kämpfe keine Lebenspunkte. Dafür müssen sie Verbrauchsgegenstände nutzen oder sich an ein Lagerfeuer setzen.
  • NPCs werden nicht als Questgeber markiert. Ihr müsst sie ansprechen, um zu sehen, ob sie eine Quest für euch haben.
  • Auch eine automatische Quest-Verfolgung, die euch über Einblendungen auf der Karte oder in der Spielwelt ans Ziel führt, gibt es nicht.

Wie fällt das Vorabfazit der EA-Spieler aus? Viele Käufer des Early-Access-Zugangs loben die oldschoolige Spielerfahrung.

  • DNedry schreibt auf Reddit: „Es macht mir verdammt viel Spaß. Ich erwarte, dass es bei den Jüngeren oder den Kritikern von Oldschool-MMOs nicht besonders beliebt sein wird. Es ist langsam, bedächtig, herausfordernd und strafend. Es braucht Zeit, um in Gang zu kommen, und ist definitiv ein langsames Spiel. Es ist nichts für die breite Masse, sondern eher für die Oldschool-Fans.“
  • Mage_Girl_91_ vergleicht den EA mit der Alpha (via Reddit): „Es ist lustig, wie wir das letzte Jahr der Alpha-Phasen mit mehreren Wipes damit verbracht haben, dass uns gesagt wurde, es müsse hart und grindig und unversöhnlich sein, und kurz vor EA haben sie alles neu ausbalanciert und anscheinend ist es zumindest bis jetzt ein bisschen erträglicher.“
  • Parafault hat Spaß (via Reddit): „Corepunk macht mir wirklich Spaß. Es ist ein neues MMORPG, das innovative Systeme und einen einzigartigen Kunststil hat. Die Kämpfe machen Spaß, sind aber am Anfang etwas langsam. Der Spielablauf ist anders als bei den großen MMOs auf dem Markt, und das Beste von allem: Es ist Buy2Play, mit einem harmlosen, nur kosmetischen Cash-Shop.“
  • Lughburz hatte anfangs Probleme (via Reddit): „Die erste Stunde war ich ziemlich verloren und ein wenig frustriert. Dann habe ich einen Beitrag auf Reddit gelesen, in dem jemand sagte: Nimm die Quests einfach an und vergiss sie dann. Und es hat funktioniert. Einfach rumlaufen, Sachen töten, plündern und sammeln, und die Quests erledigen sich mehr oder weniger von selbst.“

Hat MeinMMO-Redakteur Karsten Scholz schon reingespielt? Jap, aber bisher leider nur jeweils ein paar Stunden in die Alpha sowie in die Early-Access-Version. Ich habe auch das Gefühl, dass sich Corepunk nach den jüngsten Änderungen etwas handzahmer und weniger frustrierend gibt.

Im Vergleich zu modernen MMORPGs, die eine möglichst große Zielgruppe ansprechen möchten und daher möglichst wenige Hürden aufbauen, spielt sich Corepunk aber weiterhin oldschoolig zäh und mühsam.

Die neuen Tutorial-Einblendungen helfen zwar dabei, sich im Spiel zurechtzufinden, nerven gleichzeitig aber auch, weil sie sich anfangs im Sekundentakt über den Bildschirm legen. Zum Glück nimmt das nach einer kleinen Weile spürbar ab. Und je mehr Zeit ich in dem Spiel verbringe, desto mehr Spaß habe ich damit, die Welt von Corepunk zu erkunden. Alles Wichtige zu Release, Download, Launcher, Steam, Early Access und Keys erfahrt ihr hier.

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vandamilla

Ich finds mega nice, gebt dem Spiel ne Chance. Hab keine alpha gezockt oder sonst was, aber das Game immer im Auge behalten seit ich vor 5 Jahren davon gehört habe. Bin ne Woche krankgeschrieben (Zufall) und hab hart reingesuchtet und muss sagen das Teil hat wirklich Potenzial, ist am Anfang sehr ungewöhnlich wieder solche oldschool Vibes zu verspüren (wie in wow classic vor 20jahren) aber ich habs genoßen. Schnappt euch nen Kumpel und habt einfach nur Spaß !!

Deadlyjoker

Es ist okay. Gameplay und artstyle sind ganz geil, aber die Quests sind teilweise sehr schei*e. Die Quest sagt “besorg mir Item X” und das wars. Weder eine Info wo noch in welche ungefähre Richtung. Wenn mal ein “geh nach Süden” oder “in den Wäldern hier” zu lesen ist bin ich schon glücklich, ist nur kacke, dass dann die Droprate so uuuunglaublich gering ist, dass man dennoch 30-40 min braucht um ein Item 3 mal zu bekommen.

Es darf von mir aus alles bisschen lässiger angehen, aber das ist ein bisschen zu lässig.

Ich verstehe die ganze Levelphase in dem Spiel sowieso nicht. Das interessante scheinen ja die Endgame pvp Kämpfe etc. zu sein, warum den Spieler erstmal 50h quälen dort hin zu kommen.

deltafox

Ich finde das Spiel in allen Bereichen gut. Jedoch gibt es manchmal so Quests wie du beschreibst, die nerven wirklich abartig. Ich hatte eine Quest wo ich ein Item in “Trash cans” finden sollte, es stellte sich dann aber raus, das es einfach auf der Straße liegt.

Das Crafting ist auch hart. Ich bin noch nicht mal ansatzweise am verstehen wie man items zerlegen bzw. verbessern oder aufwerten kann.

Man merkt das die Entwickler hier sehr auf try/error setzen um die Zeit so weit zu dehnen wie möglich.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Jahr von deltafox
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