Warum euch ein kleiner Schritt zur Seite viel besser in CoD: Warzone macht

Das sogenannte „Strafing“ ist eine einfache Movement-Technik in Shootern wie Call of Duty: Warzone, mit der ihr großartige Ergebnisse erzielen könnt. Was die Technik so stark macht und wie ihr sie richtig einsetzt, zeigen wir euch auf MeinMMO.

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die einen großen Unterschied ausmachen – so auch im Battle Royale Call of Duty: Warzone. Denn eine der einfachsten Movement-Techniken im Spiel macht euch viel besser, wenn ihr sie richtig nutzt: das Strafing (wird englisch ausgesprochen).

Eigentlich ist das nur die Bewegung zur Seite, doch wenn ihr das geschickt und konsequent einsetzt, werdet ihr viel besser in Warzone und Shootern im Allgemeinen.

Wer gibt die Tipps? Ich bin Maik Schneider und auf MeinMMO für Call of Duty zuständig. Seit bald 20 Jahren renne ich mit der Waffe im Anschlag durch die unterschiedlichsten Shooter und wenn ich eines dabei gelernt habe: An den meisten eigenen Toden bin ich selbst schuld.

Seit ich Strafing jedoch bewusst nutze, um mir mehr Informationen zu meinen Feuergefechten zu holen, besitze ich eine viel bessere Kontrolle darüber, wann ich mich in Gefahr begebe. Und wenn ich mal keine Lust habe, mich allzu stark zu konzentrieren, weiß ich wenigstens, woran es mal wieder gelegen hat.

Seitwärtslaufen als wertvolle Technik in Shootern

Was ist Strafing in Videospielen? Eigentlich ist damit nur die Bewegung zur Seite gemeint im Vergleich zum Geradeauslaufen. Mit einem Controller müsst ihr dafür normalerweise den linken Analog-Stick nach links oder rechts bewegen. Mit einer Tastatur „straft“ ihr meist mit A und D.

Doch besonders in Shootern gilt das Strafing auch als wichtige Technik bei Feuergefechten.

Durch eure Seitwärts-Bewegungen bleiben eure Trefferzonen in Bewegung und schon dadurch seid ihr schwerer zu treffen, als wenn ihr nur stehen bleiben würdet. Besonders, wenn ihr euch ständig von links nach rechts und wieder zurückbewegt.

Allerdings gilt das nicht für alle Shooter. So verschlechtert ihr eure Präzision in Counter Strike oder Valorant, wenn ihr in Bewegung seid. In Call of Duty habt ihr durch die Bewegung aber weniger Nachteile und in Warzone quasi gar keine.

Die Technik kommt in vielen Spielsituationen zum Tragen. Doch wenn ihr das Strafing bewusst nutzt und mit eurer Deckung verbindet, dann wird es richtig stark und ihr seid viel schwerer zu erledigen. Besonders in Shootern, die eine hohe Time-to-Kill mitbringen – wie Warzone mit seinem Panzerungs-System.

Strafing bringt euch als Shooter-Spieler auf das nächste Level

Wie kann ich das nutzen? Strafing eignet sich hervorragend bei Gefechten oder Reisen über die Map, weil ihr damit mehr Informationen über euren Gegner sammelt, ohne selbst Gefahr zu laufen, direkt down zu gehen.

Steht ihr an einer Häuser-Kante und wollt vorher wissen, was hinter der Ecke los ist, dann stellt euch vor die Kante, geht einen Schritt zur Seite und dann wieder einen Schritt zurück.

Es hört sich trivial an, aber das ist einer der wichtigsten Gründe, aus dem Profi-Spieler seltener down gehen. Sie prüfen konsequent jede Ecke, wenn sie Gegner erwarten und „strafen“ andauernd. Dadurch wisst ihr bereits vorher, worauf ihr euch einlasst.

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Im Gefecht gilt das ebenfalls. Kämpft ihr mit einem Feind, der kein Strafing verwendet, dann seid ihr zu jeder Zeit besser geschützt. Ihr „straft“ um die Ecke, sammelt Infos und geht wieder zurück in Deckung. Ein unvorsichtiger Gegner bleibt dann womöglich sogar außerhalb seiner Deckung und ist so deutlich im Nachteil.

„Straft“ ihr richtig, kann euch der Gegner überhaupt nicht erledigen. Habt ihr nicht gerade wenig Gesundheit oder kassiert einen Sniper-Headshot, während ihr um die Ecke „straft“, dann seid ihr mit dieser Technik sehr sicher. Durch die „Peekers Advantage“ in Call of Duty habt ihr zudem einen kleinen Zeitvorteil beim Sichten eurer Feinde.

Sitzt ihr hinter einer halbhohen Deckung, solltet ihr die Technik ebenfalls nutzen. Geht aus der Hocke kurz nach oben und wieder runter. Sammelt Infos und nutzt die Aufklärung zu eurem Vorteil.

Aim-Assist in CoD stärkt Strafing

Wo hilft Strafing noch? Wie bereits erwähnt, solltet ihr in jedem Gefecht „strafen“, um euren Körper und damit eure Trefferzonen in Bewegung zu halten. In Call of Duty profitieren Controller-Spieler dann noch von einem anderen Effekt: der Rotations-Zielhilfe.

Seid ihr in Bewegung und ein Gegner läuft durch euer Fadenkreuz, dann geht das Fadenkreuz für den Bruchteil einer Sekunde hinter dem Gegner hinterher.

Ihr müsst immer noch selbst zielen, der Aim-Assist ist auch in diesem Moment kein perfekter „Aim-Bot“, der euch das Zielen komplett abnimmt. Für einen kurzen Moment habt ihr dadurch aber eine sehr starke Zielhilfe.

Die Mechanik greift jedoch nur, wenn ihr in Bewegung seid. Ihr müsst dafür nicht unbedingt „strafen“, Bewegungen nach vorn und zurück funktionieren ebenfalls. Doch in einem Gefecht sind Seitwärtsbewegungen oft besser.

Wichtig: Die Rotations-Zielhilfe ist nur beim Setting „Standard“ aktiviert. Ansonsten profitiert ihr nur von der Verlangsamungs-Zielhilfe, die eure Eingabe-Empfindlichkeit kurz verringert.

Konzentration ist der Schlüssel

Was sollte ich noch beachten? Das Wichtigste am Strafing ist – verwendet die Technik immer. Es kann auch mal Gefechte geben, in denen ihr mit dem Kopf die Wand rumpelt und eure Maschinenpistole alles in Reichweite durchsiebt.

Doch in Shooter-Formaten mit wenigen oder keinen Respawns, wie „Suchen & Zerstören“ oder ein Battle Royale, solltet ihr so oft es geht um die Ecken „strafen“, Informationen sammeln und dadurch euren Feinden einen kleinen Seitwärts-Schritt voraus sein.

Denn auch wenn es anstrengend ist und ihr euch mehr konzentrieren müsst – ihr werdet dadurch ein sehr viel besserer „Call of Duty“-Spieler.

Wollt ihr jetzt mehr über die Mechaniken in Warzone wissen, dann schaut hier vorbei: CoD Warzone: Was ist Open-Bolt-Delay und warum macht das meine Waffen schlechter?

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Klabauter

Es hilft total dabei wenn man die Analg Stick Deadzones auf einen niedrigen Wert(aber nicht ganz aus) stellt. Ich spiele auf 3-4. Die Eingaben kommen einfach viel schneller.
Gerade in Destiny vermisse ich das total. Die Deadzones in Destiny sind groß wie ein Elefantenarsch. Wenn ich von CoD zurück zu Destiny komme treffe ich einfach nichts. Erst bewegt sich der Stick viel zu spät und zu langsam, dann schießt er auf einmal los. Ich wünschte ich könnte mein Aim in allen Spielen gleich halten.

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