Blizzard hat mehrere Hearthstone-Spieler gebannt, rudert jetzt zurück

Bei Hearthstone wurden einige Spieler, darunter auch bekannte Streamer, gebannt. Die beteuerten ihre Unschuld und bekamen nun eine Entschädigung.

In den vergangenen Tagen gab es im Subreddit von Hearthstone einige Spieler, die sich darüber beschwerten, dass ihre Hearthstone-Accounts plötzlich geschlossen wurden. Laut Blizzard hatten sie die Nutzungsbestimmungen gebrochen und sogar durch Hilfe von Programmen gecheatet. Viele Spieler zeigten sich verwirrt darüber und beteuerten ihre Unschuld – am Ende sollten sie Recht bekommen.

Es gibt sogar eine Karte, die ist besser als jeder Cheat …

Was ist vorgefallen? Viele Hearthstone-Spieler wurden gebannt, weil sie angeblich mehr Karten ausgespielt hatten, als es von der Spielmechanik her möglich ist. Blizzard hat nämlich automatische Systeme, die überprüfen, wie viele Karten ein Spieler pro Zug ausspielt.

Dabei gibt es eine natürliche Grenze, wie viele Aktionen man in Hearthstone ausführen kann, bevor der Timer eines Zuges abgelaufen ist. Im Regelfall liegt diese Grenze bei ungefähr 22-24, wenn man denn überhaupt so viele Karten ausspielen kann.

Hearthstone Schnippschnapp

SCHN1PP-SCHN4PP ist schuld: Die schuldige Karte ist hierbei ist SCHN1PP-SCHN4PP, ein Mech mit dem Schlüsselwort Echo, das dafür sorgt, dass sie im gleichen Zug mehrfach ausgespielt werden kann.

Durch einige Mechaniken lassen sich die Kosten der Karte auf 0 reduzieren, sodass man sie tatsächlich „unendlich oft“ ausspielen kann – solange es eben in den Zeitrahmen eines Zuges passt. Manchen Spielern gelang es aber, diese Karte bis zu 30-mal oder noch öfter in einem Zug auszuspielen – ganz ohne Cheats.

Profis hingegen werden angegangen, weil sie sich nicht auf die Liga konzentrieren …

Wie war das möglich? Bei Hearthstone gibt es eine Mechanik (oder einen Bug, da ist man sich nicht einig), wodurch manche Züge ein wenig länger dauern als andere. Zumeist dann, wenn der Gegner im Zug davor viele Animationen abgespielt hat, die noch in den eigenen Zug hineinreichen.

Das resultiert darin, dass der Spieler dann mehr Zeit hat und somit auch noch mehr Karten ausspielen kann als eigentlich möglich.

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Wie hat Blizzard nun reagiert? Blizzard hat sich inzwischen für die fälschlich ausgesprochenen Banns entschuldigt und einen großen Teil der Accounts wieder freigeschaltet. Die meisten haben als Entschädigung einige Kartenpackungen bekommen.

Außerdem will Blizzard das System nun überarbeiten, sodass garantiert nur Cheater damit gefasst werden. Cheater haben nämlich Software entwickelt, mit der sie die Dauer einer Runde so lange andauern lassen können, wie sie wollen oder „Animationen abbrechen“, wodurch sie ebenfalls mehr Zeit haben.

Das Hearthstone-Abenteuer „Gräber des Grauens“ ist jetzt live

Kanntet ihr auch jemanden, der von diesem Bann betroffen war? Oder wurdet ihr und euer Umfeld gänzlich von diesem Problem verschont?

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Quelle(n): reddit.com/r/hearthstone/
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