Story-Chef von Baldur’s Gate 3 bedankt sich beim großen Vorbild: „Wir schulden ihnen so viel“

Story-Chef von Baldur’s Gate 3 bedankt sich beim großen Vorbild: „Wir schulden ihnen so viel“

Der Story-Chef von Baldur’s Gate 3 bedankt sich bei BioWare. Es ist einer der Gründe, warum Baldur’s Gate 3 nun so gut geworden ist.

Baldur’s Gate 3 ist so erfolgreich, wie sich das wohl niemand vorstellen konnte. Weder die Spielerinnen und Spieler, noch die Kritiker oder selbst die Entwickler hätten an diesen riesigen Erfolg geglaubt. Dennoch bleibt der Story-Chef hinter Baldur’s Gate 3, Adam Smith, bescheiden. Er ist der Ansicht, dass man dem „BioWare der 90er-Jahre“ viel verdankt.

Was wurde gesagt? In einem Interview mit dem Magazin PCGamer sprach der Lead Writer Adam Smith darüber, was für Zweifel es zu Beginn bei Larian Studios gab. Man hatte Sorge, dass man dem großen Schatten und damit auch der Verantwortung, einen Nachfolger für Baldur’s Gate 2 zu machen, nicht gewachsen sei.

Immerhin war vor allem Baldur’s Gate 2 damals eines der am besten bewerteten PC-Spiele aller Zeiten – und ist es noch heute.

Es ist leicht das zu vergessen, weil unser Spiel jetzt veröffentlicht wurde, aber als wir mit der Arbeit [an Baldur’s Gate 3] angefangen haben, war das eine gigantische Aufgabe. [Baldur’s Gate] war so ein großer Schatten. Wir fragten uns: Können wir in diesem Schatten überhaupt okay aussehen? Darüber gab es viel Sorge.

Vor allem zu Beginn der Early-Access-Phase von Baldur’s Gate 3 gab es noch viel Kritik. Immer wieder sagten Leute, das wäre einfach nur „Divinity: Original Sin 3 und nicht wirklich Baldur’s Gate 3.“

Die Kritik hat man sich zu Herzen genommen und daran gearbeitet:

Wir sagten uns: ‘Nein, wir lieben Baldur’s Gate. Wir wollen Baldur’s Gate 3 erschaffen.’ Und es gab einen Grund dafür, denn so viele von uns sind damit aufgewachsen.

Warum verdankt man BioWare etwas? Auch wenn BioWare in den letzten Jahren ein wenig in der Gunst der Spieler gefallen ist – gerade mit Mass Effect: Andromeda und Anthem – galt das Studio in der Vergangenheit als absolute Ausnahme im Bereich der RPGs.

Vor allem die ersten beiden „Baldur’s Gate“-Spiele und deren Erweiterungen stammen vom alten BioWare und genau darauf bezieht sich Smith.

Besonders der Charakter Jaheira, den Veteranen bereits aus den früheren Spielen kennen könnten, lag Smith am Herzen. Er wollte immer, dass der Charakter auch in Baldur’s Gate 3 auftaucht, weil die Geschichte rund 100 Jahre später spielt und es spannend ist, einen Charakter zu haben, der so viel Leid und Verlust erlebt hat und nach einem Jahrhundert dann doch wieder auftaucht, um die nächsten Helden vorzubereiten.

Genau darauf ist Smith auch besonders stolz, wenn er Lob bekommt:

Es bedeutet mir sehr viel, wenn ich jemanden sehe, der irgendwie mit den ursprünglichen [Baldur’s Gate]-Spielen zu tun hatte und zufrieden ist, denn wir schulden ihnen eine Menge und ich hoffe, wir haben sie stolz gemacht.

Wenn man sich die Bewertungen von Baldur’s Gate 3 und die aktuellen Spielzeiten auf Steam so anschaut, dann dürfte man wohl festhalten können: Ja, das hat geklappt.

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krissilmca

entschuldigt bitte, wenn ich mal doof Rum klugschei…. aber, wenn ihr schon unbedingt gendern müsst, warum dann so dermaßen inkonsequent? warum kriegen die Spieler eine (unnötige) Sonderform, die Entwickler und Kritiker nicht?

Schuhmann

“Spieler und Spielerinnen” ist nicht gegender oder eine “Sonderform”. In den anderen Fällen ist es das generische Maskulinum.

Anik

Natürlich ist der op Kommentar sehr unnötig. Aber tatsächlich ist Spieler und Spielerinnen eine doppelnennung und damit eine Form des genderns. (Wobei ich persönlich diese Form absolut akzeptabel finde)

Gerade noch mal Dragon Age Origin installiert. Meisterwerke altern einfach nicht.

Threepwood

Ich hab alle Vorgänger zum jeweiligen Launch gespielt und BG3 ist für mich ein mehr als würdiger Nachfolger. Bioware war mal grandios und Larian hat die Messlatte halten können.
Ich hab nie das Gefühl einfach einen Reskin von DOS zu spielen, das mag anfangs wohl aber anders gewesen sein.

Jaheira hab ich leider grandios im den Tod geschickt. Da hab ich mich tatsächlich geärgert.
“Ja klar, ihr stürmt vorne rein. Attackeeee!”
Ich bin dann über die Ranken an der Mauer nach oben und hab die Türme von oben her gecleart und sie dann tot im Eingang gefunden. Die hätte ich so gern im Team gehabt und der zweite Durchlauf wird ein No Companions Run…somit ist sie auf der Liste für den dritten Durchlauf.

Zuletzt bearbeitet vor 2 Jahren von Threepwood
AnnoDomini

Für mich gehören weder Jaheira noch Minsc nach Baldurs Gate 3. Die müssten ja beide 130 Jahre oder älter sein, weil BG3 100 Jahre nach dem Vorgänger spielt. Bei Jaheira (Halbelfe) mag das ja noch gerade so hinhauen, auch wenn das Regelwerk eher von einem Durschnittsalter von 125 Jahren spricht.

Aber bei Minsc, der in BG1 und BG2 ein Mensch ist oder wird das später noch kreativ erklärt? Nach Thron des Bhaal ist die Geschichte ja abgeschlossen. Mir wäre es lieber gewesen, wenn sie die Trilogie einfach hätten Trilogie sein lassen können und Baldurs Gate 3 einfach so erzählt hätten.

Zuletzt bearbeitet vor 2 Jahren von Benedikt Schlotmann
batzenbaer

Ich habe Jaheira in dieser Schenke/Außenposten getroffen
und wie es sich anhörte,
hat sie noch eine Rechnung mit General Thorn offen,
weil er einfach nicht tot bleiben will.^^

Minsk habe ich noch nicht gefunden,
aber er soll wohl versteinert worden sein.
Das ist dann wie 100 Jahre im Kälteschlaf.
Ich muss wohl mal die Statuen beim Beholder checken.
Ein Öl um die Versteinerung zu brechen habe ich schon gefunden.

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