Arcane war so genial, auch weil es Tabus gebrochen hat

Arcane hat jede Menge Tabus gebrochen – findet zumindest Hobby-Dämon Cortyn von MeinMMO. Das war das i-Tüpfelchen, das die LoL-Serie grandios gemacht hat.

Ich habe Arcane zuende geschaut. Inzwischen ganze dreimal. Einmal auf englisch, zweimal auf deutsch. Dass ich Serien doppelt oder dreifach schaue, kommt bei mir recht selten vor und meistens liegen viele Jahre dazwischen. Keine andere Serie hat mich so bewegt, so mitfiebern lassen und so oft den Tränen nahe gebracht.

Doch bevor ich damit anfange:

Spoilerwarnung: Es geht um die Inhalte aller 9 „Arcane“-Folgen. Wer keine Spoiler lesen will, sollte diesen Artikel nun schließen und ganz dringend Arcane schauen. Das ist ein Befehl.

Arcane Caitlyn VI The End
Durchschnittlicher Gefühlszustand eines Arcane-Zuschauers.

Arcane hatte mich schon nach 3 Minuten. Eine Rückblende, in der quasi nicht gesprochen wird und zeigt, wie die beiden Hauptcharaktere als Kinder durch vom Krieg zerstörte Straßen wandern und am Ende ihre tote Familie erblicken. Die Emotionen, die Mimik in dieser Szene, hat mich sofort in den Bann gezogen und schon hier musste ich das erste Mal schlucken.

Ich hatte absolut keinen Bezug zu diesen Charakteren und doch hat es Arcane geschafft, dass ich schon in der ersten Szene mit ihnen sympathisieren kann.

Zu Beginn fällt es noch leicht, bei Arcane ein wenig mit den Augen zu rollen. Kinder in der Hauptrolle sind nicht für jeden Zuschauer etwas und ja, am Anfang sind die Charaktere ein wenig klischeebehaftet.

  • Vi als „starke Anführerin“, zu der alle aufschauen.
  • Powder als das tollpatschige und ängstliche Mädchen, bei dem keiner so richtig weiß, warum die eigentlich dabei ist.
  • Dazu die etwas unsympathische Labertasche, die vor allem eine große Klappe hat und der dicke Junge, der sich natürlich schon nach 30 Sekunden ein Törtchen in den Mund schiebt.

Doch dieser erste Eindruck wandelt sich rasch. Was als „Kinder planen einen irgendwie albernen Einbruch“ beginnt, wird rasch von Ernsthaftigkeit und einer ziemlich brutalen Prügelei überschattet. Das ist auch erzähltechnisch gut gelöst. Während Piltover irgendwie freundlich und angenehm wirkt, wird es in der Unterstadt immer brutaler.

Diese Brutalität zeigt Arcane deutlich. Da werden Kinder genau so verprügelt wie Erwachsene und im Fall von Akt 3 sogar aktiv von Erwachsenen getötet. Natürlich sind das Taten, die entsprechende Charaktere fast sofort bereuen, aber dass Arcane es zeigt, macht die Serie besonders.

Arcane Kid Death
Der Todeskampf eines Kindes. Kein schöner Anblick – aber einer, den Arcane nicht scheut.

Doch auch in kleinen Details zeigte Arcane Dinge, die man sonst oft nicht zu sehen bekommt. Wenn in einer Serie die Gefahr besteht, dass jemand einen spitzen Gegenstand ins Auge gerammt bekommt, dann schaltet die Kamera in aller Regel im letzten Augenblick um und man hört nur noch den Schrei oder sieht nur den Schatten des Charakters. Das ist bei Arcane nicht der Fall, wenn Silco sich seine Medizin injiziert. Jedes Mal, wenn die Nadel ins Auge sticht, lief mir ein Schauer über den Rücken.

Das hilft jedoch ungemein dabei zu verstehen: Das muss dieser Charakter wieder und immer wieder ertragen, wenn er mit seiner Krankheit überleben will.

Aber auch mit anderen Details bricht Arcane kleinere und größere Tabus.

So wird etwa Prostitution als Mittel der Problemlösung dargestellt – als Vi und Caitlyn das Bordell aufsuchen. Ungewöhnlich für eine Serie, die eigentlich nahezu „unberührbare“ Charaktere zeigt, die Spieler immerhin seit vielen Jahren kennen und lieben.

Ähnlich ist es auch an anderer Stelle, als die Mutter von Mel Medarda eintrifft und sich quasi als erste Handlung erstmal die Piltover-Variante eines Liebesdieners an die Seite bestellt, der auch danach immer wieder prominent in den Szenen gezeigt wird. Ganz davon ab, dass die bereits etwas betagte Dame in bester Witcher-Manier breitbeinig sitzend in der Badewanne gezeigt wird, während ihr nackter Jüngling sie massiert.

Arcane Mel Medardas Mother
Nur ein kurzer Auftritt – aber doch einer der coolsten Charaktere.

Das sieht man selten. Nackte Frauen in solchen Posen und Darstellungen gibt es wie Sand am Meer in Filmen, aber eine ältere Frau, die sich dazu noch einen jungen Mann zum Amüsement hält – das war für mich in diesem Ausmaß neu, irgendwie mutig und auch verdammt cool.

Arcane: Welche Charakte aus der Netflix-Serie sind eure Favoriten?

Silco – Mein wahrer Hauptcharakter der Geschichte

Doch Arcane hat noch etwas anderes gemacht – sie haben den Bösewicht der Serie auf ein ganz neues Niveau gehoben. Daher will ich Silco hier ausdrücklich einzeln hervorheben, denn sein Charakter ist einfach verdammt durchdacht und in jeder einzelnen Szene beeindruckend.

Arcane hat es geschafft, dass ich am Ende mit nahezu allen Charaktere sympathisieren oder sie zumindest nachvollziehen konnte. Habe ich zu Beginn noch gedacht, dass Silco jedes noch so grausame Ende verdient hat, musste ich am Ende weinen, als er sich mit seinen letzten Atemzügen von Jinx verabschiedet. All seine Pläne und Träume hatte er verworfen und ist voll in seiner Vaterrolle aufgegangen. Er ist zu dem geworden, was er Vander immer vorgeworfen hatte und hat seine einstigen Ambitionen für die Liebe zu seiner Tochter geopfert.

Das war für mich der wohl dramatischte und emotionalste Tod eines Bösewichts, der sich durch und durch unbefriedigend anfühlte.

Generell kann man den Charakter von Silco gar nicht genug loben. Denn wo er zuerst nur wie ein zwielichtiger Unterweltboss wirkt, ist er doch voller Ambitionen und auch Schwächen. Normalerweise wird der Oberbösewicht immer als eiskalt abgebrüht und niemals zweifelnd gezeigt. Doch Silco hat immer wieder Momente, in denen man die schiere Angst in seinen Augen erkennen kann.

Besonders deutlich ist das am Ende von Episode 3, wo Vander entscheiden muss, ob er Vi rettet oder Silco attackiert. Da erkennt man kurz die Panik in den Augen.

Eine ganz ähnliche Mimik bekommt man in den Sekunden zu sehen, als die Chembarone ihren Putsch durchzusetzen versuchen und er nicht ganz sicher ist, ob seine bisherige rechte Hand, Sevika, ihm weiter treu ergeben ist oder nicht.

Arcane Silco Fear
Silco – kurz voller Furcht. Momente, die klar machen, dass auch er menschlich ist und Zweifel hat.

Dazu hat kaum ein anderer Charakter so viele beeindruckende Szenen, die klar machen, dass er vor nichts halt macht, um seine Ziele zu erreichen. Silco ist am coolsten, wenn er droht und alle Fäden in der Hand hält:

Wie er Marcus’ Tochter besucht und mit ihr spielt, dabei ziemlich offensichtlich droht, sie einfach zu töten, wenn der Vollstrecker nicht nach seinen Wünschen handelt.

Wie er die Menschen in der Gosse quasi wie Tiere behandelt, die sich verzweifelt nach dem Schimmer recken. Als wäre er der Erlöser, der den ausgemergelten, vom Schimmer zerfressenen Leuten das gibt, wonach sie sich sehnen.

Arcane Silco Shimmer god
Silco, wie er den Verstoßenen das Schimmer anbietet – cool und erhaben zugleich.

Wie er die anderen Chembarone in Schach hält, indem er sie mit Gas an den Rand des Todes treibt und ihnen erst am Ende eine rettende Maske zukommen lässt.

Silco ist einfach kein Klischee-Bösewicht, der nur böse ist, um böse zu sein. Er hat klare Ziele, die im Kern nachvollziehbar sind. Das Gründen einer eigenen Nation, in der „sein Volk“ nicht mehr leiden muss. Um dieses Ziel zu erreichen, nutzt er zwar fragwürdige und moralisch bedenkliche Methoden, bleibt seinen Zielen aber treu.

Zumindest, bis Jinx ins Spiel kommt. Nach dem Ende von Episode 3 wandelt sich das nur ganz allmählich. War ich mir am Anfang noch nicht ganz sicher, ob Silco wirklich väterliche Gefühle für Jinx entwickelt hat, wurde das doch mit jeder Folge offensichtlicher. Was immer Jinx auch verbockt hat, er war ihr nie langanhaltend böse.

Arcane Silco Last Moments
Silco in seinen letzten Sekunden – ein Charakter, den man mögen muss.

Am Ende musste er sogar zwischen Jinx und seinem großen Traum wählen – und steht zu seiner Tochter. Er wurde zu genau dem, was er an Vander immer kritisiert hatte.

Silcos Tod ist der am besten inszenierte der ganzen Serie und garantiert auch der beste, den es jemals in einer Videospielumsetzung gab.

Ein umstrittenes Ende, das ich absolut feiere

Die letzten 20 Minuten gehören für mich mit zu dem eindrucksvollsten, das ich bisher in irgendeinem Unterhaltungsmedium jemals gesehen habe. Und das, obwohl mir sehr bewusst ist, wie umstritten das Ende in der Community aufgenommen wird.

Einige sehen es wie unsere Chefredakteurin Leya, die das Ende als unnötigen Cliffhanger wahrnimmt, der Leute unzufrieden zurücklässt.

Ich sehe das anders. Für mich war das Ende kein Cliffhanger, selbst wenn die Auswirkungen der letzten Handlung nicht explizit gezeigt werden. Ich empfand es als absolut grandioses Finale, das eigentlich keine Fragen offenlässt. Der Schnitt, direkt bevor der Explosion ist wunderbar gewählt. Alle Karten liegen auf dem Tisch und der Raketeneinschlag hat so viel Gewalt.

Es ist nicht nur ein Angriff der unterdrückten Menschen der Unterstadt auf Piltover, sondern zugleich eine massive Vernichtung – direkt und metaphorisch. Der Rat, der in genau diesem Augenblick den angestrebten Frieden beschließt, wird zum großen Teil ermordet. Jinx ermordet mit diesem Schuss gleichzeitig den Rest von Powder, der in ihr noch gesteckt haben musste – direkt, nachdem sie einmal mehr einen Menschen getötet hatte, der ihr so viel bedeutete.

Besonders die letzten Minuten, in denen nur noch der absolut überragende Song „What Could Have Been“ läuft und Jinx ihre Waffe auf den Rat von Piltover abfeuert, haben sich in mein Gedächtnis gebrannt.

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Nur leise hört man dabei noch einmal die Worte von Silco:

„We’ll show them. We’ll show them all.“

Das habt ihr, Riot und Studio Fortiche. Ich hab geweint und das auch noch, als ich die Szene zum dritten Mal sah.

Ich habe nur zwei Kritikpunkte an Arcane.

Zum einen hätte ich mir gerne mehr zur Beziehung von Vi und Caitlyn gewünscht. Die kam aus meiner Sicht ein bisschen zu kurz.

Zum anderen bin ich sauer auf Arcane. Denn von nun an wird sich jede andere Videospiel-Verfilmung an Arcane messen lassen müssen. Arcane ist der neue Standard, der Beweis dessen, was möglich ist. Und ich befürchte, das wird meine Freude an Witcher und vielen anderen Spiele-Verfilmungen auf alle Zeit trüben. Denn näher an Perfektion kann für mich keine Serie kommen.

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Michael

Ich kann ein paar meiner Vorredner schon verstehen. Ich habe mir dank eurer Beiträge mich doch überwunden die Serie weiter/fertig zu schauen, weil ich die nach 20 Minuten langeweile abgebrochen habe, und auch wenn ich sie am Ende doch recht gut fand, finde ich weiterhin das ihr maßlos übertreibt(was ich schon vermutet hatte, nachdem ich eure Beiträge gelesen habe. Ich weiß nicht wie man das am besten erklären soll, aber wenn man schon so lange im Internet unterwegs ist und halt solche Art von beiträgen/blogs kennt, dann liest man das irgendwie heraus). Das folgende meine ich auch nicht herabwertend, gibt auch Franchises/Serien wo ich so drauf bin, aber es liest sich halt alles sehr Fanboy/Fangirl-artig, erinnert mich so an die Twilight Zeiten wo es auch die Fangruppe gab die die Filme als absolute Offenbarung empfanden.

Wie gesagt, ich fand die Serie gut, an 2 stellen sogar wegweisend, aber bei weitem nicht die beste “Spieladaption” die wir hatten, es gibt durchaus einige Resident Evil Filme(Animation of course) die absolut würdig waren, bei Tales of Vesperia hast du ein tolles Prequel gehabt das ebenfalls auch einige kritische Themen behandelt hat. Halo Fall of Reach war auch richtig gut. Witcher war ebenso großartig, fand ich aktuell auch besser (trotzdem ein paar KLeinigkeiten die mich wirklich vehement stören) als Arcane, aber gut da kann man zudem schonmal argumentieren ob es denn eine Videospiel-Adaption oder eine Buch-Adaption ist, und letzteres ist ja ohnehin wie wir schon wissen, durchaus standart das die gerne mal gelingen. Es gibt eigentlich nur wirklich 2 Sachen, wodurch Arcane sich für mich auszeichnet, allerdings halt nur im Animations-Bereich, ersteres ist halt die Animationsqualität selber… ich finde 3D Animationen wenn sie denn keine high-budget dreamwork”Filme” sind recht clunky und unsauber, ist etwas was mich bspw. bei Clone Wars immer gestört hat. 2. Und das halte ich aktuell tatsächlich für eine Kernstärke, zumindestens im Animationsbereich. Viel zu Viele Adaptionen sind viel zu kompakt gehalten um sich wirklich entfalten zu können. Entweder du bekommst eine Nebengeschichte / Vorgeschichte als Film(die aber durchaus sehr gut und wertig sind) oder, und die halt ich für problematisch, sind 80-100h Spiel in ein 12-24 Episoden ~20 Minuten gepresst, wodurch viele wichtige story-aspekte und auch nuancen verloren gehen. Man hat das Gefühl, weil Hersteller einfach Angst haben Geld zu verschleudern, das sie sich nicht wirklich trauen das ganze umfangreicher aufzubauen, außer es ist eine Realserie ala Witcher. Arcane hat das Problem nicht und sticht da etwas raus, weil es dir wirklich das Gefühl vermittelt das sie sich Zeit und Ressourcen nehmen das ganze wirklich in einer anderen Größe aufzuziehen. Und das ist etwas worüber ich mich sogar Freue, weil wenn Arcane damit erfolg hat(wie es auch scheint) dann trauen sich auch hoffentlich mehr Firmen ihre Spieleadaptionen größer aufzuziehen und wir bekommen halt dann auch mal qualitativ wertige lange Serien etc, und nicht nur starke Sequel/Prequels/Nebengeschichten. (INB4 jemand meckert das es ja die Serie dann doch so toll macht, sehe ich dann nicht so – weil ich halt Inhaltlich Arcane jetzt nicht als Offenbarung empfinde. Ich kann ja trotzdem einzelne Element als Wegweisend empfinden…)

Bez. Tabubruch, das ist mitunter auch ein Grund warum manch einer hier so empfindlich reagiert, das Problem ist halt SPÄTESTENS seit GOT ist es aber mittlerweile zu einem Trend geworden Tabus zu brechen in der Filme & Serien-Sparte…schlichtweg weil man merkt das man damit die Leute schocken kann und die halt auf sowas aufspringen.

Leya Jankowski

Es ist nicht so, dass nur wir das so sehen. Es ist klar, dass der Score über die Zeit mit hoher Wahrscheinlichkeit noch etwas sinken wird, aber nicht signifikant:

Arcane gefällt also hier rein objektiv betrachtet so vielen Leuten da draußen so gut, dass sie im Moment die besten Bewertungen abräumt. Das heißt nicht, dass einem das selbst gefallen muss. Bei Game of Thrones war ich zb nie so begeistert, wie der Rest der Welt und bin irgendwann zwischen Staffel 4 und 5 ausgestiegen.

Trotzdem kann ich sehen, warum Game of Thrones so vielen Leuten so gut gefallen hat. Ich sehe, die starke Inszenierung, das Storytelling, den Spannungsbogen, die klasse schauspielerische Leistung. Bei mir ist nur nicht der Funke so übergesprungen. Deshalb habe ich den Leuten, die es genießen, aber nie unterstellt, dass sie nur Fanboys und Fangirls sind und mir die einzig wahre Meinung zusteht 😉

Ich sehe bei Arcane einige Schwächen, die aber Jammern auf hohem Niveau sind. Mir gefällt es zb nicht, dass gegen Ende hin so gut wie jede Folge mit einem Cliffhanger geendet ist, was ich als Stilmittel nicht mag. Gegen Ende wird Arcane stellenweise auch etwas kitschig, was dann eine Geschmacksfrage ist, wie viel man davon mag oder nicht.

Ich finde Arcane gerade ein faszinierendes Phänomen, weil sie es geschafft haben den Mainstream zu erreichen. Ganz außerhalb der LoL- und sogar Gaming-Blase. Das spricht auch dafür, dass die Geschichte so erzählt ist, dass sie Leute einfach anspricht.

Aldalindo

Ich bin ja meist eher Eurer Meinung auf dieser Seite😀 Aber dies Euphorie zu Arcane kann ich bei Dir und Lena überhaupt nicht nachvollziehen…na Geschmack ist halt unterschiedlich…für mich ist das Ganze ein gut inszenierter amerikanischer Blender von einer Firma mit soviel Geld, das sie sich so was locker leisten kann und natürlich auch gut eingesetzt wird, um ihre Gaming Produkte weiter zu vermarkten.
Fast völlig ohne Seele, zu Brutal für Zielpublikum (12-16 Jährige LOL Spieler), vorhersehbare Handlung, Klischee auf Klischee…Tabubruch? sorry leutz ich hab viel im Animebereich geschaut, die seh ich nicht wirklich😛
Es gibt halt kaum Figuren die ohne Drama und ach so tragischer dunkler Vergangenheit sind. Auf mich wirkt das nur emotional überladen…diese Baumgemeinschaft ist da der einzige Lichtblick, aber auch das wieder vollgestopft mit Klische…ne danke hatte es mir ja bis zum Ende angesehen, aber ne 2. Staffel lieber nicht.

Zuko

Is schon echt krass, WIE cortyn unbedingt versucht bei jedem Kommentar die Meinung zu ändern.

Und dann mit Objektivität kommen.

Finde das schon etwas überzogen, als Teammitglied hier so auf Vollverteidigung zu gehen.

Meinungen sind subjektiv. Jeder hat zum Glück unterschiedliche Meinungen.

Das sollte man auch verstehen können. Ich gönne es auch jedem, wenn er daran Gefallen hat.

Was ich aber gar nicht ab kann, wenn man mit “Objektivität” bei sowas kommt. Bei do etwas gibt es keine Objektivität. Eine Meinung ist immer subjektiv.

Und genannte technische Punkte sind auch null objektiv.

Ein Voice Acting als fantastisch und gleichzeitig objektiv zu nennen, ist auch kompletter Quatsch. Ich fand die Stimmen sowohl in Englisch, als auf Deutsch komplett “normal durchschnittlich”!

Und zum Thema Tabubruch. Vielleicht gabs das, aufgrund Mangel an Animationsserien, seltener. Aber in realen Serien hat man sowss schon hundert mal gesehen.

Also Fans, erfreut euch an dieser Serie. Für nicht LoL Spieler isses totlangweilig. Meine subjektive Meinung.

Zuko

Das mit dem Alter kam nicht von mir.

Jetzt weiß ich auch warum du die Technik so lobst. Weil du Arcane mit echten Animes vergleichst.

Arcane ist kein Anime. Auch wenn es auf mehreren Seiten gern so steht.

Ein Anime kommt AUSSCHLIEßLICH aus Japan und ist eine stilistische Art von dort.

Wer außerhalb Japans so etwas verbreitet, macht schlicht nen Zeichentrickfilm.

Wird leider gern heutzutage alles vermischt.

Arcane kommt aus den USA. Und ist meiner Meinung nach daher mit richtigen Animations-/Zeichentrickfilmen zu vergleichen. Und stinkt da ziemlich ab.

Wenn man das natürlich mit den typisch peinlichen Animes mit zig Standbildern vergleicht… ja, dann isses natürlich besser.

Zuletzt bearbeitet vor 11 Tagen von Zuko
Leya Jankowski

Vergleiche zb “Arcane” mal mit Marvels “What If…?” – hinter Marvel steckt auch ne Menge Geld. Da kann mir keiner sagen, dass Arcane im Vergleich nicht technisch meilenweit die Nase vorn hat 😀

Shiv0r

Der Ursprungsland is ziemlich irrelevant wenn es um die Technik geht die genutzt wird. Das ist das einzige Kriterium woran man es unterscheiden kann, da es sich mit den Jahren eigene Merkmale aufbauen konnte.
Zu mal auch viele Produktionen mittlerweile Global angefertigt werden. Korra beispielsweise wurde stark Outsourced nach Korea, währendessen japanische Produktionen viele Inbetweens in verschiedenen Teilen Asien angefertigt werden.

Arcane ist von der Produktionqualität extrem gut gerade weil eine Serie zu produzieren deutlich mehr aufwand ist sofern man das Level so hoch halten will. Die haben das aber auch sehr clever umgesetzt.
Nebenbei vermerkt viele der FX Animationen sind typische FX Animationen die man aus japanischen Produktionen kennt, beispielsweise als Jinx ihre Hai-Bazooka abgefeuert hat.

Grinsekatze

Bin nicht LOL-Spieler, feiere die Serie. Und jetzt?

Walez

Spiele kein LoL und finde sie story- und animationstechnisch großartig, was nun? Deine Kommentare lesen sich schlicht nach “schlecht machen um des schlecht machen Willens” und vorallem werfe bitte zukünftig nicht alle in einen Topf, du sprichst nur für dich und das in einer teils völlig überzogenen Art und Weise.

Leya Jankowski

Es ist nicht unser Ziel, dass ihr immer unserer Meinung seid. Unsere Seite lebt auch durch Kontroversen und unterschiedliche Meinungen. Wir haben sogar innerhalb der Redaktion oft sehr unterschiedliche Meinungen und machen auch sowas wie “Konter-Kolumnen”

Cortyn und ich haben zb unterschiedliche Meinungen zum Ende von Arcane. Deswegen können wir aber doch die Meinung der anderen Person respektieren und uns einfach über die unterschiedlichen Ansichten austauschen, ohne uns an die Gurgel zu gehen.

Es ist ja vollkommen in Ordnung, wenn du mit der Serie nichts anzufangen weißt. Den Punkt, dass Arcane natürlich auch ein Marketing-Instrument ist und sehr gut funktioniert, den sehen wir auch. Das gilt aber für sehr viele Serien im Spielzeug-Segment. Spielzeug lässt sich viel besser mit entsprechenden Serien oder Comics dazu verkaufen. He Man, My Little Pony, Paw Patrol, Marvel, etc – da liegt ja das Geld. Ich weiß nicht, ob man das nochmal extra erklären muss 😀

Ich sehe auch, dass hier das Rad nicht komplett neu erfunden wurde, was aber nicht sein muss, um eine gute Geschichte zu erzählen.

Zuletzt bearbeitet vor 11 Tagen von Leya Jankowski
Zuko

Das ist es was auch ich sagte. Die Meinung anderer respektieren.

Grinsekatze

Ausnahmen wie dich gibts sicher. Mein Beileid für diese Denkweise, die Serie vermittelt so viel mehr. Vielleicht fehlt dir noch die geistige Reife, oder der Zug ist abgefahren. Aber traurig, dass so eine Geschichtsbombe, welche Parallelen zu unserer Welt zieht, nicht ankommt.

Phinphin

Ich finde, wenn man Serien wie Game of Thrones hinter sich hat, dann ist der Tabubruch relativ. All das, was Arcane liefert, hab ich schon vor Jahren in wesentlich expliziterer Darstellung in zahlreichen anderen Serien und Filmen gesehen. Erst recht dann, wenn man auch gerne Animes schaut.

Was mich in dieser Ansicht eher überrascht hatte, war die Tatsache, dass solche Dinge gezeigt und thematisiert werden, obwohl man es ja bei diesem Franchise eigentlich nicht vermutet hätte. Die Videospiele sind ab 12, es gibt putzige Figuren wie Yordle und die Gewaltdarstellung ist sehr überschaubar. Und dann schaust du dir die Serie an und siehst plötzlich Junkies, Prostituierte, haufenweise Blut und umgebrachte Kinder. Diesen Tabubruch beziehe ich daher eher auf das Franchise als auf die allgemeine Film- bzw. Serienkultur.

Zuko

Gesehen, überlegt ob ich die falsche Serie vielleicht angemacht habe, nein war die richtige… und für grottenschlecht befunden.

Kann verstehen, dass man sowas vielleicht mag. Aber so davon jetzt zig mal zu schwärmen, dass auch Leute ohne Bezug das gut finden sollen, bezweifle ich man stark.

Aber wurde ja förmlich mehrmals erwähnt.

Trotzdem naklar allen daran viel Spaß, wer es mag. Aber dermaßen davon zu schwärmen, als sei es n Meilenstein der Seriengeschichte, ist meiner Meinung nach, völlig überzogen.

Tomas Stefani

Diese overgehype geht mir auch auf dem sack und verzert immer ales, nicht nur in der Gaming sparte neee jetzt erreicht es auch die Film sparte
Mann nehme Squid Game! Totaler bullschit.muste nach der 1sten folge aufhören schauschpieler leistung eines 4 jährigen.
Ist aber nur meine meinung.

Leya Jankowski

Schauspielerei in Korea ist anders als bei uns im Westen. In Korea ist eine überzeichnete Darstellung üblich, wie wir es hier im Theater kennen. Deswegen wirkt es für uns wie “Overacting”, was da aber der Standard ist. Das sind Kulturunterschiede. Das kann man mögen oder nicht, hat aber nichts mit schlechter, schauspielerischer Leistung zu tun.

Zuko

Ich hoffe ernsthaft, dass der Teil mit Animationstechnik ein schlechter Scherz war.

Sorry, deine komplette Antwort ist dermaßen Fan Verteidigung und hat alles, aber sicher keine Objektivität.

IMDB ist während der Hype Phase genauso hoch anzusiedeln, wie User Kritiken bei metacritic.

Nochmal. Es ist doch völlig ok, dass du die Serie toll findest, aber es auf eine Stufe zu stellen, wie zb. GoT etc. ist ja wirklich komplett hanebüchen.

Es ist ne 08/15 Animationsserie für jeden der nix mit LOL zu tun hat und für Fans anscheinend halt der absolute Wahnsinn.

Aber technisch ist es im Animationsbereich absoluter Durchschnitt. Da kann ich zumindest gut mitreden und brauch kein LoL kennen.

Leya Jankowski

Silco ist auch ganz klar für mich der große Highlight-Charakter, der Serie. Er hat mir so oft Gänsehaut verpasst, weil ich sein Handel so widerwärtig fand. Das hat sich zum Schluss alles nochmal so gewandelt. Natürlich ist sein Verhalten immer noch menschenverachtend. Aber man versteht, woher er kommt.

Gerade die explizite Darstellung von den dunklen Seiten eines Kriegs in der Form fand ich auch sehr mutig. Hier kommt Arcane wohl auch zu Gute, dass es eben doch eine Animationsserie ist. Wenn der Todeskampf von dem Jungen, den Jayce versehentlich tötet, in einer Realverfilmung so gezeigt worden wäre, das wäre wirklich extra heftig gewesen – da weiß ich auch nicht, ob ich das wirklich geschafft hätte, anzugucken.

Es ist außerdem auch mal toll zu sehen, bei der Mutter von Mel, wie eine ältere Anführerin so eine Rolle einnimmt. Normalerweise kennt man das nur mit Männern und dem berühmten Harem.

Und nicht zu vergessen: die großartige Yordle-Puffmutter, die Vi mit einem liebevollen Rat zur Seite steht. Ach, es gibt so viele Momente die man hier rausgreifen kann und als Beispiel hernehmen.

Es ist auf jeden Fall gut, dass es ein paar weitere Jährchen dauern wird, bis eine Fortsetzung kommt. Wenn sie sich dafür so viel Mühe mit dem Storyboard wie in der ersten Staffel geben, ist alles top.

Amyfromtheblock

Die Serie ist ein Meisterwerk viele Punkte sind einfach schlau gemacht . Aber so gut sie war habe ich mega angst das die zweite Staffel einfach nicht abliefern kann . Da staffel 1 die Erwartungen zu hoch gesetzt hat und man vielleicht nur noch enttäuscht werden kann .

Leya Jankowski

Ich kann zumindest anteasern, ohne zu spoilern, dass sie NOCH LANGE nicht alles aus der Lore von Piltover und Zhaun erzählt haben. Gerade auch was einige Charaktere angeht, geht ihre Geschichte noch ein gutes Stück weiter und die hat es in sich. Deshalb bin ich ganz guter Dinge, was die zweite Staffel angeht 🙂

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