Anwaltskanzlei ermittelt gegen Activision nach Trennung von Destiny 2

Der Publisher Activision Blizzard hat sich von Bungie und Destiny 2 getrennt. Jetzt ermittelt eine Anwaltskanzlei im Interesse der Investoren, ob das alles mit rechten Dingen zuging. Die Aktie des Publishers ist um 9,37% gefallen.

Das ist die Situation: Am 11. Januar hat Activision Blizzard bekanntgegeben, dass man sich von Bungie trennt.

Bungie wird die Rechte und Verantwortung an der Franchise „Destiny“ behalten.

Im Zuge dieser Ankündigung verlor die Aktie von Activision deutlich an Wert an der Börse. Die Aktie fiel von 51.35$ auf 45.50$ und konnte sich dann auf 46.54$ nur geringfügig erholen. Das ist ein Verlust von 9.37%.

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Die Aktie von Activision Blizzard nach der Bekanntgabe der Trennung. Quelle: Marketwatch

Diese Firma ermittelt nun: Die Anwaltskanzlei Pomerantlz LLP ermittelt jetzt gegen Activision Blizzard im Interesse der Investoren.

In der Pressemeldung heißt es, die Firma Pomerantz habe Büros in New York, Chicago, Los Angeles und Paris. Sie soll eine führende Firma für die Prüfung solcher Sammelklagen gegen große Unternehmen sein.

Das ist der Gegenstand der Untersuch: Es heißt, die Untersuchung solle feststellen, ob Activision oder einige ihrer Führungskräfte hier in „nicht der Rechtslage entsprechenden Geschäftspraktiken“ verwickelt waren.

Die Kanzlei ermittelt wegen Betrugs.

Der Pressemeldung liegt ein Formular bei, um sich einer Sammelklage gegen Activision Blizzard anzuschließen.

Laut der Pressemeldung der Kanzlei habe die Firma in der Vergangenheit viele Schadensersatz-Forderungen in Höhe mehrer Millionen-Dollar durchgesetzt.

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Das steckt dahinter: Aktuell wird noch keine Klage gegen Activision erhoben. Die Anwaltskanzlei ermittelt lediglich, ob sie da eine Sammelklage einreichen könnte.

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Welche Vergehen die Kanzlei genau vermutet, geht aus der Pressemeldung nicht hervor.

  • Eine Möglichkeit wäre, dass die Kanzlei aufgrund des großen Kursverlusts aktiv wird – das ist an der Börse durchaus üblich.
  • Oder es könnte sein, dass die Kanzlei Insider-Handel vermutet, dass Aktien verkauft wurden, noch bevor Activision die Nachricht der Trennung öffentlich bekannt gemacht hat.

Ein Aktien-Skandal hatte einst die norwegische Firma Funcom erfasst. Da soll der Chef der Firma gewusst haben, dass das MMORPG „The Secret World“ sich nicht gut verkaufen wird und Anteile an Funcom abgestoßen haben, bevor das MMORPG starten konnte.

Solche „Insider-Informationen“ zu verwenden, ist strafbar.

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Quelle(n): PRNewsWireMarketWatch
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