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Was ist Skyforge? – die Free2Play-Hoffnung im Mein MMO XXL-Preview

Das Free2Play-MMO Skyforge gilt als seines der aussichtsreichsten MMORPGs der nächsten Jahre. Zeit für ein umfangreiches Preview.

Es gab einen großangelegten einstündigen Live-Stream von Skyforge, in dem die Entwickler das Game vorstellten. Wir bei mein-mmo begleiten Skyforge schon seit einem Jahr und haben immer wieder darüber berichtet. Jetzt mit dem Start der Closed Beta in wenigen Wochen wollen wir Euch einen gesammelten Überblick über das Game und die vielen Design-Ideen liefern. Die sind zum Teil relativ anspruchsvoll und zeigen, dass man mit dem Game einen eigenen Weg geht.

Die Basics

Skyforge ist ein Free2Play-MMO, das für den PC hergestellt wird. Es wird vom russischen Team Allods in Zusammenarbeit mit Obsidian Entertainment entwickelt. Obsidian ist dafür zuständig, dass es auch im „westlichen Markt“ funktioniert. Publisher ist my.com.

Der Produktionsaufwand ist extrem hoch. Es arbeiten sehr viele Leute an dem Spiel, zwischenzeitlich hieß es mal, über 500, und das über einen langen Zeitraum. Daher kann man Skyforge wohl als AAA-Game bezeichnen.

Laufen wird das Game auf Mega-Servern, wie etwa The Elder Scrolls Online.

Skyforge Gott

Die Hintergrundgeschichte: Vakanz im Olymp

Skyforge spielt auf der Welt „Aelion.“ Die wurde wie andere Welten in diesem Kosmos von einem „Elder Gott“ beschützt. Der verschwand aber vor einiger Zeit. Seitdem versuchen andere Gottheiten mit ihren Dienern, Anhängern und Gläubigen die Kontrolle über die Welt an sich zu reißen. Das sind die Bösen.

Der Spieler schlüpft in die Rolle eines „Unsterblichen“, um das zu verhindern und hat dabei als Fernziel, vielleicht selbst so ein „Elder Gott“ zu werden, der dann über Aelion wacht.Skyforge Grafik

Die Ästhetik: Irgendwo zwischen einem optimistischen Blade Runner und einem echt depressiven Herr der Ringe

Das Free2Play-MMO wird weder rein Fantasy, noch rein Science-Fiction sein, sondern eine Mischung aus beiden. Hier gibt es in den einzelnen Zonen bereits unterschiedliche Gebiete mit verschiedenen Themen zu bewundern. Das ist bunt gemischt: Von der grünen Hölle eines Bio-Albtraums, bis hin zu technisch fortgeschrittenen sterilen Science-Fiction-Welten oder ziemlich heftigem „Wir hauen Rattenmensch auf den Kürbis“-Steampunk-Fantasy-Gegenden.

Items wird man an den Chars übrigens nicht sehen, den Helden oder die Heldin kann man frei gestalten und ihm oder ihr „Kostüme“ anziehen, wie man möchte.

Die Charakter-Erstellung ist solide und abwechslungsreich, wie man in ersten Videos sehen konnte.

Instanziert und Lobby-basiert

Skyforge wird zwar für den PC entwickelt, es bedient sich aber einiger Spiel-Ideen, die man eher von Konsolenspielen kennt. So gibt es einen großen Globus, der sich drehen lässt und der als eine Art Weltkarte dient. Hier können Spieler direkt zu einzelnen Abenteuern springen und kommen dann auf instanzierten Karten heraus. Alle 40 Minuten wird das Angebot auf dem Globus ausgetauscht.

Die Abenteuer lassen sich wiederholen und werden sich der Stärke des Spielers anpassen und auch mit der Gruppengröße skalieren.

Bisher sollen in den ersten Builts nur wenige „größere, eher offene“-Gebiete gesichtet worden sein. Team Allods möchte den Spielern eine breite Auswahl an „Content“ bieten. Die sollen sich heraussuchen können, was ihnen gerade behagt: PvP, Large-Scale-PvP, Quests, Gruppen-Content.

Skyforge: Klasse Cryomancer

Das Progression-System: Keine Level, sondern Prestige

Der Machtzuwachs des Spielers funktioniert in Sykforge nicht über Level oder Stufen, sondern über „Prestige“, das wächst durch jede mögliche Art von Aktivität im Spiel an.

Der „Ascension Atlas“ ist eine Art ausgedehnter Skill-Baum. Er lässt sich auf die einzelnen „Äste“ der jeweiligen Klassen reduzieren. Hier gibt es verschiedene Knotenpunkte, die miteinander vernetzt sind. Der Spieler muss, um in einer Klasse stärker zu werden, eine von drei Ressourcen investieren. Die sind das, was in anderen Spielen Skillpunkte sind. Diese kann er sich über die Aktivitäten verdienen.

Je nachdem, welche Natur die freizuschaltende Fähigkeit hat, braucht er „destruktive“ (rote), „erschaffende“ (grüne) oder „ausgewogene“ (blaue) Essenzen. Zudem benötigen Spieler „Evolutions-Punkte“ in der jeweiligen Klasse, die sie ausbauen möchten. Diese verdienen sie sich, indemsie die Klasse eben spielen. So wird verhindert, dass man eine Klasse hochbringt, obwohl man die gar nicht zockt.

Mit den Knotenpunkten im Atlas lassen sich entweder neue Skills oder passive Boni auf verschiedene Werte freischalten. Einige der Boni gelten nicht nur für die Klasse, die man gerade spielt, sondern übergreifend.

Am Anfang sind die Klassen-„Skillbäume“ linear, später splitten sich die Wege auf und es wird deutlich komplexer.

Das Klassen-System

Skyforge setzt auf ein Multi-Klassensystem wie auch Final Fantasy XIV. Das heißt: Eine Spielfigur kann auf Knopfdruck durch die verschiedenen Klassen wechseln, Twinks sind nicht notwendig.
Zu Beginn hat der Spieler die Wahl zwischen Tank (Paladin), Support (Lichtbinder) und DD (Cyromancer).

Um weitere Klassen freizuschalten, muss der Unsterbliche erst in den Basis-Klassen einen gewissen Fortschritt hinter sich bringen, um dann im Ascension-Atlas einen Weg einzuschlagen, der die „fortgeschrittenen“ Klassen freischaltet. Das soll einige Zeit dauern.

Skyforge hat bereits davon gesprochen, immer weitere „Prestige“-Klassen einzuführen. Spielbar sind schon der Berserker und der Gunner, der im Live-Stream eine wichtige Rolle spielt.

Bei ersten Tests stellte sich der Cromancer als beliebteste Klasse im PvP heraus, während der Lichtbinder nicht so gefragt war.

Skyforge Paladin

Das Gameplay – Kampfsystem

Zum Kampfsystem in Skyforge haben wir schon mal ein riesiges Special verfasst. Es ist im Prinzip darauf ausgelegt, dass es sich wie ein „Action“-Spiel anfühlt, ohne dass es die Spieler auslaugt. Die sollen Fähigkeiten über die Maustasten aneinanderreihen können. Es wird Combos geben, bei denen man an der richtigen Stelle den richtigen Knopf drücken muss, um Bonuseffekte zu verursachen. Es geht aber nicht nur um die Maus-Taste: Über die Hotkeys werden bestimmte Skills aktiviert.

Fernkampfklassen sollen vor allem mit aufladbaren Skills arbeiten. Die Klassen werden unterschiedliche „Ressourcen“-Systeme erhalten, um mehr Komplexität reinzubringen, der Gunner soll etwa Hitze aufbauen, wenn seine Wumme im Dauerfeuer überhitzt, und diese Hitze dann durch andere Fähigkeiten wieder reduzieren.

Es ist kein reines „freies Kampfsystem“, sondern ein Hybrid. Es kennt noch immer die Tab-Target-Wahl. Hier kann man Ziele für seine Fähigkeiten einloggen sozusagen.

Es wird zwar einen Tank, aber keinen „reinen“ Heiler geben. Diese Rolle übernimmt der Supporter, sozusagen ein „Heiler mit Offensiv-Qualitäten.“ Wenn Gegner Schaden erleiden, haben sie eine Chance, einen „Healing Orb“ fallen zu lassen. Spieler können diese Orbs einsammeln und damit verlorene Lebensenergie auffüllen.

Insgesamt will man ein flüssiges, schnelles Arcade-Gameplay erreichen, ohne große Downtime.

Von der Riesenratte zum Oberschurken: Die Gegner in Skyforge

Die Gegner weisen Icons auf, die ihre Rolle symbolisieren. So wird es auch bei gegnerischen Packs Supporter, Tanks oder DPS geben, auf die man dann entsprechend reagieren muss.

Gegnerische Fähigkeiten werden durch das „Telegraphen“-System angezeigt: Bevor ein Gebiet „gefährlich wird“, gibt es eine rote Fläche darüber, die den Spieler schon mal vorwarnt. Das Prinzip ist ja nun aus zahlreichen Games bekannt.

Skyforge wird sowohl die typischen „zahlreiche, eher schwächeren Mobs auf einmal haben“-Gruppen präsentieren, damit man sich so richtig imba fühlen kann, wie auch einzelne, starke Boss-Mobs präsentieren, an denen sich Gruppen die Zähne ausbeißen können. Für die Auswahl und Abwechslung bei den Boss-Mobs und ihren Fähigkeiten hat man sich im Vorfeld schon anerkennende Worte von ersten Testern geholt.

Skyforge MMO

Boss-Kämpfe sollen abwechslungsreich und interessant werden, auch im Low-Level-Bereich

Im Live-Stream sieht man etwa einen Kampf gegen eine Art „Rubik-Würfel“, der über unglaublich viel HP verfügt. Ein Spieler muss daher immer in einen Geschützturm gehen und auf den Boss feuern, die anderen müssen verhindern, dass ihn Trash-Mobs dort rausholen. Nach kurzer Zeit zieht der Spieler im Turm dann die Aggro des Bosses auf sich und es muss ein anderer in den Geschützturm.

Die Bosse haben übrigens, soweit man das sehen konnte, nicht eine gewaltige Health-Bar (sozusagen eine Uni-Bar), die sich dann ultra-langsam nach lins verringert, sondern mehrere „HP-Layer“, die von den Untersterblichen weggeknallt werden müssen. Da geht’s also darum, aus „x12“-diese Lebensleiste erstmal „x11“-diese Lebensleiste zu machen.

Skyforge PvP Screenshot 2

Equip und Werte

Wie sich Werte in Skyforge auswirken, haben wir in diesem Artikel schon ausführlich vorgestellt. Das Equip ist relativ karg. Die Klassen bekommen eine Primärwaffe und einen „Sekundär-Gegenstand“ (Paladin kriegt etwa ein Schild). Die sind klassenbezogen. Darüber hinaus gibt es noch 4 Ringe, auf denen dann verschiedene Stats sein können. Rüstung gibt’s in dem Sinne nicht.

Ein Gott braucht Jünger! – das Browsergameartige Mini-Spiel

Vom eigentlichen Kampf-Gameplay entfernt, gibt es noch eine Art Mini-Spiel innerhalb von Skyforgen – so ähnlich wie die Schergen bei Rift oder die Garnison bei World of Warcraft. Hier können Spieler Anhänger um sich sammeln, die aussenden, neue rekrutieren, die für sich arbeiten und beten lassen.

Das System haben wir hier schon mal vorgestellt.Skyforge SF Orders

Gilden-System: Weil’s an der Spitze sonst einsam wäre

Es gibt ebenfalls ein umfangreiches Gilden-System. Das nennt sich in Skyforge Pantheon. Die Gilden können hier wachsen, Kriege führen und ihren Einfluss ausweiten. Das ist eines der noch jüngeren System, es wurde erst vor wenigen Wochen vorgestellt.

Aber auch hier scheint es, als geht man einen interessanten Weg, der sich bei bestehenden MMOs bedient, ohne nur aus einer Quelle zu kopieren, und so etwas Neues schafft.

Godlike – Das ultimative Ziel in Skyforge: Die Göttlichkeit

Am Ende des Ascension Atlas steht mit der „Götter-Würde“ für Unsterbliche eine ganz besondere Belohnung. Das ist so eine Art „Ultimate-Fähigkeit“, die aber deutlich heftiger ausfallen soll. Spieler können sich dadurch für kurze Zeit in einen Art „Godlike“-Modus bringen (passt ja).

Das Besondere: Wenn Freunde unterwegs sind, können sie einen in dieser „Gott-Forum“ zu sich rufen, und dann kann man hier für kurze Zeit helfen.

Als Endgame sollen Invasionen dienen, serverweite Event-Ketten.

Skyforge Invasionen

Wie geht’s weiter? Kommt Skyforge auch für die Konsolen Playstation 4 und XBox One?

Es wird jetzt in wenigen Tagen die erste Closed Beta starten. Spieler können sich hier über Gründerpakete einkaufen. Einen genauen Zeitplan, wie es danach weitergeht, hat man noch nicht.
Das Game soll aber auf jeden Fall in 2015 noch erscheinen.

Ein Port auf die Next-Gen-Konsolen XBox One und Playstation 4 hält man für eine interessante Idee. Genaueres gibt es dazu aber nicht, da will man erst den PC-Start abwarten.


Skyforge gilt als eines der aussichtsreichsten MMORPGs der nächsten Jahre. Wir werden selbstverständlich weiter für Euch am Ball bleiben (und auch schauen, dass wir paar Beta-Keys unters Volk werfen können). Wenn Ihr Euch über das Spiel auf dem Laufenden halten wollt, schaut doch öfter bei uns vorbei. Auf der Skyforge-Themenseite findet Ihr alles Wichtige und Unwichtige, alle News und Neuigkeiten.

Schuhmann
Schuhmann, das L steht für Niveau.
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