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Trotz aller Kritik plant Warframe mehr Open-World-Maps

Trotz aller Kritik plant Warframe mehr Open-World-Maps

Die Entwickler von Warframe (PC, PS4, Xbox) blickten auf ihre bisher größte Erweiterung Plains of Eidolon und sprachen über Erfolge und Schwierigkeiten. Digital Extremes (DE) ist davon überzeugt, dass neue Spieler ohne die Veteranen-Community verloren wären.

Warframe veröffentlichte kürzlich seine größte Erweiterung bisher: Plains of Eidolon. Die Community-Managerin Rebecca Ford sprach in einem Interview mit PCGamer über den DLC. Digital Extremes ist erfreut, dass die neue Open-World-Map so viele neue Spieler anziehen konnte. Insgesamt wurde Plains of Eidolon gut angenommen und gab Warframe einen ordentlichen Push.

Die Spieler äußerten aber auch kritisches Feedback an Digital Extremes: Vor allem die Wirtschaft und Belohnungen auf den Plains sind in der Community eher negativ aufgefallen.

Außerdem sei sich das Studio bewusst, dass Plains of Eidolon gerade für neue Spieler extrem überfordernd sein kann. Die Entwickler sind froh, dass Veteranen die Neulinge auffangen und “vor dem Ertrinken” bewahren.

Veteranen und Neulinge reagieren unterschiedlich auf Plains of Eidolon

Das Spieler-Feedback auf Plains of Eidolon fiel unterschiedlich aus. Neulinge haben vor allem zwei Reaktionen gezeigt:

  • Das ist doch keine Open-World! oder
  • Was soll ich hier überhaupt machen?

Bei Plains of Eidolon wird von einer Open-World-Map gesprochen. Im Kontext von Warframe ergibt das auch Sinn, denn Missionen werden normalerweise nach einem strikten Muster erledigt. In Plains of Eidolon können die Spieler frei umherwandern, wie sie gerade lustig sind. So ist ein beliebter Sport in den Plains das Angeln oder besser gesagt, das Harpunen-Werfen.

Für Veteranen ergibt es also durchaus Sinn, dass die neue Freiheit in den Plains für sie einer Open-World gleichkommt. Digital Extremes fiel auf, dass die Veteranen extrem schnell durch den neuen Content rasen. Die Entwickler haben das Gefühl, dass ein großer Appetit nach den Plains bei diesen Spielern besteht – Sie waren vorher nie in der Lage, Warframe auf diese Weise zu spielen.

Neue Spieler scheinen oft von der Menge an Content überfordert zu sein und wissen nicht, wo sie überhaupt starten sollen. 

Octavia-Warframe

Ohne die Community hätte Digital Extremes Probleme, neue Spieler aufzufangen

Es ist sowieso schwierig für neue Spieler einen Fuß in Warframe zu fassen, da sie wenig vom Spiel an die Hand genommen werden. Die neuen Möglichkeiten, die Plains of Eidolon bietet, setzt dem Problem noch einen drauf. Denn die Plains können schon früh im Spiel erreicht werden, da sie sich auf dem Start-Planeten Erde befinden.

Laut Rebecca Ford war es ein Risiko, neue Spieler so früh auf die Plains loszulassen. Die Entwickler haben aber zum Großteil auf ihre funktionierende Community vertraut.

Rebecca Ford, Community-Managerin: “Wir müssen uns fragen, wie wir es schaffen, dass Spieler nicht das Gefühl haben zu ertrinken und ihnen niemals das Schwimmen beigebracht wurde. […] Wenn unsere Community neuen Spielern nicht helfen würde, hätten wir es deutlich schwieriger. Zum Glück haben wir eine wirklich hilfsbereite Community – Aber natürlich liegt es in unserer Verantwortung, Spielern das Gefühl zu geben, dass sie wissen was sie tun.”

Digital Extremes ist sich aber noch unsicher, wie sie das Problem in Zukunft weiter angehen werden.
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Wirtschaft und Freiheit sind ein Problem in den Plains – Digital Extremes findet die Kritik gerechtfertigt

Digital bekam vor allem zwei negative Kritiken über die Plains of Eidolon zu hören:

  • Die Wirtschaft und Belohnungen stimmen noch nicht:
    • In den Plains of Eidolon erwartet die Spieler ein hoher Grind und viele empfanden die Belohnungen zu gering. Das “Preis-Leistungs-Verhältnis” fühlte sich schlecht an. Hier hat Digital Extremes schon ein paar Hotfixes mit kleineren Patches herausgebracht und auch das Kopfgeld-System wird noch angepasst.
  • Die Spieler sind “zu frei” in den Plains, schränken andere zum Teil ein: 
    • Das größte Problem sieht Digital Extremes allerdings in den Freiheiten, die den Spielern gegeben werden. Das klingt erst mal konfus, denn es sollte ja eine Open-World-Map werden. Missionen in Warframe können in einer Gruppe von bis zu 4 Spielern bestritten werden. Gerade in den Plains sind sie auch auf eine Gruppe angewiesen. Gruppen aus zufälligen Spielern geraten aber derzeit oft in einen Interessen-Konflikt. So möchte der eine einfach nur schnell ein paar Ressourcen sammeln, während der andere Stunden mit fischen verbringen möchte. Jetzt ist derjenige, der nur schnell ein paar Gegenstände haben wollte, an den Ewig-Angler gebunden und muss warten.

Diese Kritik-Punkte findet Digital Extremes gerechtfertigt und denkt jetzt über Lösungen nach. 

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Es soll noch mehr Open-World-Maps in Warframe geben

Rebecca Ford verriet noch, dass Digital Extremes auf jeden Fall noch mehr Open-World-Gebiete in Warframe haben möchte. Die Kritik mag gemixt gewesen sein und nicht jeder war mit Plains of Eidolon zufrieden.

Jedoch bekam Digital Extremes den Eindruck, dass es sich gerade für Veteranen einfach nur fantastisch anfühlte, endlich im Freien zu sein. Das sei doch etwas anderes, als geradlinig irgendwelchen Korridoren in Raumschiffen zu folgen.

Erst einmal werden aber noch die Plains of Eidolon weiter ausgebreitet und überarbeitet. Schon bald soll noch ein gigantischer Gegner zu den Plains kommen, der noch größer als der Teralyst wird.