Spieler holt 73 Kills in einer Runde Valorant – Nutzt aber Matchmaking-Tricks

Ein Spieler hat möglicherweise einen Rekord in Valorant aufgestellt, den so schnell niemand brechen wird. Stolze 73 Kills hat er in einer Runde geholt. Dabei hat ihm aber anscheinend ein Matchmaking-Trick ungewollt geholfen, der in anderen Spielen verpönt ist.

Wer ist der Spieler? Der reddit-Nutzer und Valorant-Spieler lunariwnl hat in einer Runde in Riots neuem Shooter ganze 73 Kills abgesahnt und ist dabei gerade einmal 16 Mal gestorben. Das ist eine K/D von rund 4,56.

Dabei sagt er von sich selbst, dass er das Spiel überhaupt nicht beherrscht. Im neuen Ranked-Modus von Valorant wurde er nach eigenen Aussagen auf Iron I (dem schlechtesten Rang) eingestuft und hat sich langsam auf Gold I hochgespielt. lunariwnl sagt von sich selbst, er sei schlecht – nicht so ein Shooter-Gott wie shroud es sei. Zu sehen ist seine Leistung in einem kurzen Video auf reddit:

Wie funktioniert der Trick? Als er anfing, hat er seine 20 Unranked-Matches gespielt und anschließend seine 5 Placement-Matches fürs Ranked. Das Ergebnis: Eisen I. Anschließend hat er nur noch Ranglisten-Spiele gezockt.

In seinem Video auf reddit teilt er seine Vermutung mit, wie es nun dazu kam, dass er in einem Spiel so viele Kills gemacht hat:

Nachdem ich Gold erreicht habe, entschied ich, einfach normales Matchmaking zu spielen. Das hier [das Rekord-Match] war das, das ich gespielt habe. Ich denke, folgendes ist passiert: Während meine Ranked-Elo angestiegen ist, blieb mein MMR dasselbe […] Ich spielte also gegen Spieler, die nicht auf dem gleichen Skill-Level sind.

Falls das stimmt, hat Valorant aktuell ein großes Problem damit, zu erkennen, wie gut ein Spieler ist. Entscheidet sich ein absoluter Pro dazu, nach Wochen ausschließlicher Ranked-Matches unranked zu spielen, wird Valorant nicht erkennen, wie gut er ist. Er wird seine Gegner einfach vernichten, wie lunariwnl.

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Die Agentin Raze sorgt aktuell für ähnliche Leistungen. Trotz Nerf kann sie ein ganzes Team ohne Waffen vernichten.

Valorant erscheint bereits am 2. Juni und die Beta endet am 28. Mai. Sollte das System so nicht beabsichtigt sein, sollte es bis zu diesem Zeitpunkt überarbeitet werden.

„Trick“ ist in anderen Games verpönt

Das System ist ähnlich zu dem des „Smurfing“ oder des „Reverse Boosting“. Mit diesen Tricks versuchen starke Spieler, absichtlich in Matches mit schwächeren Spielern zu kommen, um dort stärkere Stats abzugreifen.

Smurfing bezeichnet eine Praxis, in der starke Spieler sich einen neuen Account anlegen, um mit diesem gegen andere Neulinge zu spielen. So nehmen sie die Erfahrung aus ihrem Haupt-Account mit und nutzen dieses Wissen gegen absolute Anfänger in einem Spiel.

Wisst ihr, was ein „smurf“ ist? Testet euer Wissen in MMO-Begriffen im Quiz

Das Reverse-Boosting war zuletzt in Call of Duty: Modern Warfare prominent und ein Problem. Wegen des Matchmaking-Systems wurden Spieler hier aufgrund ihrer kürzlichen Leistungen gematcht. Starke Spieler haben sich deswegen in mehreren Spielen dauernd selbst getötet, um anschließend gegen schwache Spieler die Lobby aufzumischen.

Beide Systeme sind das deutliche Ausnutzen einer Mechanik, die eigentlich Neulinge schützen und gewährleisten soll, dass alle Spaß haben. Sie sollten nicht dazu dienen, dass starke Spieler sich krasse Stats abholen. Anscheinend hat Valorant das noch übersehen. Oder was haltet ihr von dem „Trick“?

Quelle(n): Dexerto
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Robin
1 Monat zuvor

Wenn man 73 Kills macht aber das Match trotzdem 13:12 ausgeht.. xD

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