Top-Streamer spielt MMORPG ESO 210 Stunden auf Twitch, aber scheitert

Jaryd „summit1g“ Lazar ist einer der größten Streamer auf Twitch. Er ist bekannt dafür, Spiele alleine auf der Plattform zu etablieren. Jetzt wollte er das mit dem MMORPG The Elder Scrolls Online machen, bricht das aber nach 210 Stunden ab. Das Spiel macht ihn fertig, sein Kanal schrumpfte.

Das ist das Besondere an summit1g: Der ehemalige CS:GO-Profi hat mit über 5,24 Millionen einen der fünf größten Kanäle auf Twitch. Dabei spielt er aber selten das, was im Trend liegt, sondern setzt eigene Akzente. Er gilt als ruhiger und sachlicher Spieler, der eine entspannte Atmosphäre erzeugt: ein Streamer, bei dem sich die Zuschauer wohlfühlen und abschalten können.

summit1g ist so groß und hat einen so einzigartigen Stil, dass er Games alleine auf Twitch etablieren kann. So sorgte er im Januar 2019 dafür, dass das vorher eher unbeachtete Sea of Thieves plötzlich zu einem beliebten Spiel auf Twitch wurde.

Nachdem er in den letzten Monaten viel Zeit mit Valorant und Rollenspiel in GTA 5 verbracht hat, wendete er sich Mitte Juli plötzlich dem MMORPG The Elder Scrolls Online zu. Auch das ist kein etablierter Titel auf Twitch, sondern liegt so auf Platz 51.

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Das MMORPG ESO hatte ihm offenbar sein Freund shroud empfohlen, der grade eine Streaming-Pause macht. Und zu Beginn seiner Zeit schien summit1g auch begeistert.

Er sagte: „vielleicht bin ich süchtig nach ESO.“ (via twitter)

summit1g lässt Zuschauerzahlen von ESO um 63% steigen

So viel ESO hat er gespielt: Seit dem 13. Juli war summmit1g 210 Stunden bei ESO auf Sendung. Im Schnitt sahen ihm 11.889 Leute zu.

Die reine Wucht des Streamers sorgte bei ESO kurzfristig für einen Boom. Die gesehenen Stunden von ESO stiegen in den letzten 14 Tagen um 63%. Dabei war in ESO eigentlich sonst wenig los, das Addon Greymoor erschien bereits Mitte Mai.

Nach der anfänglichen Begeisterung für das Spiel, setzte rasch Ernüchterung ein.

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ESO macht Streamer einfach fertig

Das war das Problem: summit1g spielte in den letzten Wochen zwar viel ESO, war aber selbst mit sich unzufrieden. Er sagte, seit er das MMO spielt, bringt das einen anderen Vibe in den Kanal.

Der Streamer selbst hätte eine andere Einstellung entwickelt. Er fange an, zu „salty“ zu werden, sich zu oft zu beschweren und zu meckern. Das übertrage sich dann auf den Chat (via twitch).

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Summit1g schien sich immer wieder über Mechaniken im Spiel zu ärgern. So sagte er, das PvP rege ihn auf. Da seien Leute wie Götter, die keinen Schaden nehmen und einen fertig machen.

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Auch über Dungeons im PvE beschwerte er sich live auf Sendung, da brach er in eine Tirade aus. Das sei der letzte Dungeon, in den er je gehe, er werde jetzt nur noch PvP spielen. Das sei alles so blöd, in Dungeons gehe es nur darum, „langsam zu laufen“. Das sei die einzige Mechanik.

So ist summit1g zwar manchmal, so war er auch früher schon, aber das ist offenbar nicht das, was er selbst will und was seine Zuschauer von ihm erwarten.

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Er twitterte dann am 28. Juli: Er merke, wie er in den letzten Wochen in ein Loch fällt. Es tue ihm leid, ein Arsch gewesen zu sein (via twitter).

Auch die Zahlen seines Kanals litten merklich unter dem neuen Programm. In der Zeit bei ESO schauten ihm nur etwa halb so viele Leute zu wie in GTA 5. Zudem verlor er über 91.000 Follower in den 210 Stunden im MMORPG: Sein Kanal schrumpfte also.

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summit1g sagt: ESO löst eine Wut bei ihm aus, die er nicht mehr will.

So ging das aus: Am 2. August hat summit1g verkündet, sich von ESO zurückzuziehen. Er zog offenbar die Notbremse, nachdem er am Tag vorher verkündet hatte: ESO schicke ihn auf eine Achterbahn der Gefühle.

summit will nun ein neues Spiel auszuprobieren. Tatsächlich hat er sich jetzt für Guild Wars 2 entschieden.

Bei einem ersten Stream schauten ihm im Schnitt über 24.000 Leute zu. Vielleicht kann er nun Guild Wars  2 zum Durchbruch auf Twitch verhelfen, wenn er nicht wieder zu salty wird.

PvP MMO
Warum tun sich MMORPGs so schwer auf Twitch?

MMORPG spielen auch 2020 nicht die große Rolle auf Twitch. Der Boom, den WoW Classic 2019 auslöste, ist vorbei. Auch jetzt dominieren wieder andere Spiele die Plattform, dabei geht’s in jedem Twitch-Hit eigentlich um PvP. Woran liegt es eigentlich, dass MMORPGs nicht auf Twitch durchstarten?

PvP-Titel boomen auf Twitch! Warum klappt es bei MMORPGs nicht?

Quelle(n): Sullygnome, dexerto
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Saigun

Da wird er in GW2 nur noch härter auf die Nase fallen. Seine beschwerden zu EsO lassen sich zusammen fassen mit: Hat sich nicht mit den Spiel auseinander gesetzt. Das ist in EsO noch eins. In GW2 ist so eine Spieleinstellung im PvP purer selbstmord. Ich habe in keinen anderen Game jemals ein 5v1 gewonnen. In GW2 schon. Und in GW2 gibt es nichtmal Gearvorteile im PvP. Die Skillschere in GW2 ist einfach nur gigantisch.

Choleros

lol also ich habe mich mit eso auseinander gesetzt und stimme ihm 100% zu.

Nein

GW2 bin mal gespannt.

David

An der gesamten Toxizität der Community sind doch wohl ZOS und Bethesda selbst nicht ganz unschuldig…..es gäbe dutzende Möglichkeiten für entspannteres Spielen sowohl im PvE als auch im PvP….grad was das pvp angeht stimme ich vollkommen zu, liegt aber vermutlich auch daran dass man nach wie vor kein gutes Matchmaking hinbekommt. Eine Lösung wäre dahingehend evtl mal nur eine Klasse pro Team zuzulassen und endlich anzufangen die wirklich guten Spieler von den normalos zu separaten und ihn eigene pvp server zur Verfügung zu stellen, die überflüssigen 380 Milliarden Sets die eh kein Schwein spielt dank alcast und namhaften anderen selbsternannten Göttern des Spiels und endlich ausgewogene Klassenbalance hinzubekommen….damit wäre jedem geholfen

David

Ich ertappt mich selbst auch oftmals dabei, die Beherrschung zu verlieren wenn: komischerweise die selben 3 Leute mit ihren Magplars oder Magwardens im selben Team sind obwohl das gruppenspiel an sich zumindest auf Bgs deaktiviert sein sollte aber 👍

Eso spaltet mittlerweile oder sogar seit Jahren die Community und wird sich meiner Meinung irgendwann selbst abschaffen wenns so weiter geht. Meine Meinung

David

#ertappe

N0ma

„Summit1g schien sich immer wieder über Mechaniken im Spiel zu ärgern. So sagte er, das PvP rege ihn auf. Da seien Leute wie Götter, die keinen Schaden nehmen und einen fertig machen. “
Ging mir genauso, machte einfach keinen Sinn. Statt das zu verbessern hat man noch extra Buffs eingeführt für Spieler die lange überleben.

Reznikov

„summit will nun ein neues Spiel auszuprobieren. Tatsächlich hat er sich jetzt für Guild Wars 2 entschieden.“

Eeeehehehehe das wird nicht klappen, denke ich. Mir ist durch das andauernde WvW-Gespiele das gleiche wie summit widerfahren: ich wurde immer „saltiger“ und hab irgendwann die Bremse gezogen.

Messeryocke

Na ja, Amazon will ja mit New World in diese Kerbe schlagen – das wird sicherlich ein Erfolg auf Twitch … 😉

CptnHero

hab ihm gern zugeschaut bei Eso, auch wenn ich mir irgendwie dachte: meh der wird doch im Leben keine Freude am pvp in eso haben.
Denke auch wenn Gw2 in vielen Dingen mega schlecht ist, das pvp kann schon sehr viel Spaß machen.
wird, wie in anderen Bereichen in Gw2 halt nur schnell etwas eintönig und langweilig

Shugojin

Ich verstehe nicht, warum ihm Leute gerne zuschauen. Finde ihn hart unsympathisch lol

Brezel

„Er gilt als ruhiger und sachlicher Spieler, der eine entspannte Atmosphäre erzeugt: ein Streamer, bei dem sich die Zuschauer wohlfühlen und abschalten können.“

Unten im Video geht er enrage, schreit 3x Fuck und haut aufn Tisch. 🙄 🙄

Patrick

Da kann wohl jemand nicht weiter als bis zum ersten Absatz lesen 😛

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