Star Citizen: Magazin zeichnet ein ziemlich übles Bild von Chris Roberts

Der Chef hinter Star Citizen ist jetzt ins Kreuzfeuer der Seite Forbes geraten. Ein längerer Artikel wirft ein schlechtes Licht auf den Mann hinter Star Citizen, sein Projekt und Sandi Gardiner, die Frau an seiner Seite.

Was ist das für ein Artikel? Das ist eine Exklusiv-Story des Magazins Forbes „Die Saga von Star Citizen – ein Videospiel, das 300 Millionen $ gesammelt hat und vielleicht niemals erscheinen wird.“

Der Artikel dreht sich aber weniger um Star Citizen, als Spiel an sich, sondern mehr um Chris Roberts und seine Frau Sandi Gardiner. Der Artikel zeichnet das Bild eines exzentrischen Mannes, der seinen Träumen nachjagt und vom Ruhm früherer Tage lebt.

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Chris Roberts.

Was wird dort über Chris Roberts gesagt? Forbes erklärt, wie Chris Roberts als talentierter Teenager schon programmierte, dann mit 19 bei Origin Systems anfing und mit Wing Commander in den 1990ern ein Star wurde.

Dann allerdings ging er von Origins weg, um sein eigenes Studio, Digital Anvil, zu gründen. Hier verzettelte er sich mit weiteren Projekten wie Freelancer. So hätte er Geld von Microsoft abgezweigt, um damit eigene Filmprojekte zu finanzieren.

Schließlich sei er nach Hollywood gegangen, wo er scheiterte. In Hollywood hätte er sich mit einem deutschen Anwalt zusammengetan und Geld von einem Fond (VIP Medienfonds) genutzt, der auf Steuertricks setzte, um Hollywood-Filme zu finanzieren.

Die deutsche Regierung hätte dieses Schlupfloch aber 2006 wieder geschlossen, den Gründer des Fonds verhaftet und Roberts hätte seine Filmfirma verkaufen müssen.

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Was wird über Star Citizen gesagt? Der Artikel setzt wieder mit der Gründungsgeschichte von Star Citizen 2012 an, wie viel Geld dort gesammelt wird und dass man noch nicht weiß, wann das Spiel fertig wird.

Chris Roberts wird als Keith Richards der Videospiele dargestellt: ein alternder Rockstar, der seine Fans aber immer noch dazu bekommt, Geld auszugeben.

Bei der Schilderung des Weltraumspiels durch Forbes entsteht der Eindruck, dass Star Citizen ein uferloses Projekt ist, bei dem die Kreativen um Chris Roberts das Sagen haben und sich an keine Regeln halten müssen. Das Projekt „Star Citizen“ und die Ambitionen dahinter schwellen mit dem Geld, das reinkommt, immer weiter an.

Mark Day, ein Producer, dessen Firma an Star Citizen 2013 und 2014 gearbeitet hat, sagt:

„Als das Geld floss, kamen einige von Roberts alten Gewohnheiten wieder zum Vorschein – er ist nicht gerade super-fokussiert. Meiner Ansicht nach geriet es außer Kontrolle. Die Versprechen, die gemacht wurden, der Feature Creep oder wie man es nennen will: Jetzt können wir das machen, jetzt können wir das machen – ich war schockiert.“

So heißt es, man hätte mit 20 ehemaligen Mitarbeitern von Cloud Imperium Games gesprochen, die Chris Roberts mehrheitlich als einen Mikromanager darstellen, der schlecht mit Ressourcen haushaltet.

So hätte Chris Roberts 2017 nur noch 14 Millionen US-Dollar gehabt und daher mehr Geld sammeln müssen. Von den 100 Sternensystemen sei keins fertig – er hätte lediglich zwei fast fertige Planeten, neun Monde und einen Asteroiden.

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Das ist der Vorwurf: An einer Stelle heißt es: Das sei kein Betrug, Roberts arbeite wirklich an einem Spiel, aber es handele sich um Missmanagement und Inkompetenz auf einer galaktischen Skala.

Roberts würde sich in jede Kleinigkeit einmischen, jede Entscheidung an sich ziehen und dadurch den Fortschritt des Projekts behindern.

So hätte der Lead Character Artist, David Jennison, geklagt, er hätte in 17 Monaten Arbeit nur 5 Figuren fertigstellen können, weil Roberts immer wieder seine Zustimmung zu Figuren zurückgezogen hätte, an denen Jenisson gearbeitet hatte.

Das wäre ein Muster, das sich firmenweit wiederholt, hätte Jennison in einem Brief an die Personalabteilung geschrieben.

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Das Geld gehe bei Star Citizen ebenso schnell raus, wie es reinkomme.

Es wird der Eindruck erweckt, dass viel Arbeitszeit darauf verwendet wird, Star Citizen möglichst bombastisch zu präsentieren, um die Verkäufe der virtuellen Schiffe anzuheizen.

Chris Roberts wird als ein gescheiterter Filme-Macher gezeichnet, der in Hollywood keinen Erfolg hatte und jetzt wieder zum Gaming zurückgekehrt ist.

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Mark „Luke Skywalker“ Hamill spielt in Squadron 42 mit

Was sind die persönlichen Details? Besonders pikant ist eine Geschichte um Sandi Gardiner, die Frau von Chris Roberts. Die erste Ehe mit Gardiner soll Roberts 2005 annuliert haben.

Gegen Gardiner soll Roberts 2007 eine einstweilige Verfügung erwirkt haben, weil Gardiner seine damalige Lebenspartnerin und deren Kind gestalkt haben soll. Gardiner durfte sich der Lebenspartnerin von Roberts nicht näher als 91 Meter nähern.

Gardiner soll in der Zeit auch versucht haben, Roberts zu erwürgen.

Von dieser einstweiligen Verfügung will Roberts jetzt aber nichts mehr wissen. Roberts soll Gardiner 2009 wieder geheiratet haben. Mittlerweile ist sie für das Marketing zuständig und sei hier „objektiv erfolgreich“, laut Roberts

Forbes sagt, dass Gardiner eine 43 Jahre alte australische Schauspielerin sei, die noch immer auf einen Durchbruch in Hollywood wartet. Dazu sei sie die Marketing-Chef von Cloud Imperium Games und hauptverantwortlich für das Sammeln von Geldern der Firma.

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Es wird zwischen den Zeilen der Eindruck erweckt, CIG inszeniere die Kinostory um Squadron 42 mit großen Schauspielern unter anderem, weil

  • Roberts so gerne Regie führt
  • Gardiner dort mitspielen möchte
  • es gut für die PR um Star Citizen sei.

Der Artikel wirft zudem Fragen auf, wie viel Geld Roberts, Gardiner und Roberts Bruder an Gehalt bekommen. Alle drei besetzen Positionen in der Firma. Diese Fragen bleiben offen.

Das steckt dahinter: Der Artikel zeichnet ein negatives Bild um Star Citizen und um die Gefahren von Crowdfunding.

Die Art wie der Artikel, das Problem an Personen festmacht und so die Bilder von exzentrischen Personen mit gebrochenen Biographien zeichnet, liefert Zündstoff.

Tiefer in die Materie steigt der Artikel allerdings nicht ein. Es ist schon bemerkenswert, dass es in einem Artikel um Star Citizen fast nur um Chris Roberts und seine Frau geht.

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