Star Citizen verbietet Mitarbeiter Homeoffice – Er klagt dagegen und bekommt am Ende 32.000 Euro

Star Citizen verbietet Mitarbeiter Homeoffice – Er klagt dagegen und bekommt am Ende 32.000 Euro

Ein Mitarbeiter von CIG wollte aufgrund privater Gründe im Homeoffice arbeiten. CIG untersagte das jedoch. Nun musste der Entwickler eine Strafe von rund 32.000 Euro wegen Diskriminierung zahlen.

Ein britisches Arbeitsgericht hat CIG, die Firma hinter Star Citizen, dazu verurteilt, einem Mitarbeiter eine Entschädigung in Höhe von 27.000 £ (rund 32.000 Euro) zu zahlen. Konkret geht es um Diskriminierung am Arbeitsplatz.

CIG hatte seinem Mitarbeiter verboten, von zu Hause aus zu arbeiten, obwohl bei diesem Autismus diagnostiziert wurde. Das berichten etwa die englischsprachigen Kollegen von Massivlyop.com

CIG hat Behauptung, dass Mitarbeiter zu Hause schlecht arbeitet, nie untersucht

Der Kläger arbeitete zunächst in einem Büro in Wilmslow (Großbritannien), wechselte aber nach der COVID-19-Pandemie zu einem Heimarbeitsplatz. Denn laut eigener Aussage konnte er mit seinem Autismus im Homeoffice besser arbeiten als in einem großen Büro.

Nachdem CIG die Rückkehr ins Büro im neuen Gebäude des Unternehmens in Manchester angeordnet hatte, wollte der Mitarbeiter weiterhin von zu Hause aus arbeiten. Das lehnte CIG jedoch ohne Diskussion ab.

Der Mitarbeiter wurde schließlich im Juli 2022 entlassen, nachdem er mehrfach versucht hatte, seine Wünsche zu erfüllen.

Was war das Problem laut Gericht? CIG hatte damit argumentiert, dass die Arbeitsleistung im Homeoffice deutlich schlechter als im Büro sei. Das britische Gericht erklärte jedoch, dass die Firma die angeblichen Leistungsprobleme nie richtig untersucht hatte, und stellte fest, dass die Kündigung des Mitarbeiters unverhältnismäßig und diskriminierend war. So erklärte das Gericht in seinem Beschluss:

Normale Leistungsmaßnahmen, wie z.B. Leistungsziele und regelmäßige Beurteilungsgespräche, hätten online durchgeführt werden können. Wir stellen fest, dass der Beklagte den Kläger wegen etwas, das sich aus seiner Behinderung ergibt, ungünstig behandelt hat.

Insgesamt muss CIG dem ehemaligen Mitarbeiter 27.000 britische Pfund zahlen: 14.000 £ für den Verdienstausfall und 12.000 £ Entschädigung für die Verletzung von Gefühlen.

Homeoffice in der Diskussion

Homeoffice in der Kritik: Regelmäßig argumentieren Firmen und Bosse damit, dass sich Homeoffice negativ auf die Arbeitsleistung auswirke. Denn einzelne Mitarbeiter würden deutlich schlechter arbeiten, wenn sie von Leistungsträgern nicht angespornt werden würden. Vor allem für große Teams sei das eine Belastung.

Auch einem Mitarbeiter einer IT-Firma wurde das Homeoffice untersagt und er musste wieder ins Büro. Doch das lässt er nicht einfach auf sich sitzen: Mitarbeiter wird vom Chef ins Büro gezwungen – Der gibt nach, hat wenig später seinen Moment des Triumphs

Quelle(n): eurogamer.net
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EasyOneX
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Zuletzt bearbeitet vor 8 Tagen von
Warpilein

Ich verstehe sowieso nicht was die Firmen daran so toll finden Menschen unnötig in Büros zu zwingen wenn Jobs auch locker von zuhause aus erledigt werden können, wenn es um Kontrolle geht kann man remote Überwachung machen (natürlich mit Absprache), besser und effizienter arbeitet auch keiner wenn er ins Büro gezwungen wird

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Als ehemaliger Projekt- & Produktmanager halte ich auch extrem wenig von Homeoffice oder generell Remote Arbeiten.

Ja es geht. Ja in gewissen Situationen ist es eine gute Alternative. Allerdings ist ein arbeiten im Office mit Kollegen nicht ersetzbar. Auch als Autist gesprochen. Es ist keine individuelle Betrachtung sondern eine Gesamtbetrachtung.

tobster

Ja OK, nun erleuchte uns und begründe bitte noch deine Haltung. Das kann man da nicht herauslesen. Das Management davon wenig hält, hört und liest man häufig. Die Gründe bleiben meist verborgen.

lIIIllIIlllIIlII

Der spontane, informelle Austausch zwischen Kollegen, der im Büro leicht möglich ist, wird im Homeoffice stark eingeschränkt. Dies kann die Teamdynamik und den Ideenfluss negativ beeinflussen.Kommunikation über digitale Kanäle kann leichter zu Missverständnissen führen, da nonverbale Signale fehlen und schriftliche Nachrichten missinterpretiert werden können.Zu Hause gibt es potenziell mehr Ablenkungen, wie Haushaltsaufgaben, Familienmitglieder oder Haustiere, die die Konzentration beeinträchtigen können.Nicht alle Mitarbeiter sind gleichermaßen in der Lage, sich selbst zu organisieren und ihre Zeit effektiv zu managen, was zu Produktivitätsverlusten führen kann.Das Arbeiten von zu Hause aus kann zu einem Gefühl der Isolation führen, was die Motivation und das Wohlbefinden der Mitarbeiter negativ beeinflussen kann.Team-Building-Aktivitäten und der Aufbau einer starken Unternehmenskultur sind im Homeoffice schwieriger zu realisieren.Es ist schwieriger, die Arbeitsleistung und den Fortschritt der Mitarbeiter im Homeoffice zu überwachen und zu bewerten.Regelmäßiges und effektives Feedback zu geben, kann eine Herausforderung sein, da spontane Gespräche und direkte Beobachtungen fehlen.Die Einhaltung von Arbeitszeiten und anderen arbeitsrechtlichen Vorschriften ist im Homeoffice schwerer zu gewährleisten.Während Homeoffice theoretisch eine bessere Work-Life-Balance ermöglichen kann, kann die fehlende Trennung zwischen Arbeits- und Privatleben auch dazu führen, dass Mitarbeiter Schwierigkeiten haben, abzuschalten und mehr Überstunden machen.
Es gibt noch eine Reihe weiterer rollenspezifische Gründe. Als PM bist du ein Problemlöser. Du brauchst ein Gespür dafür ob irgendwo ein Feuer schwelt. Zum Beispiel aus Interessenkonflikten. Viele Mitarbeiter sprechen nicht offen über solche Themen. Das muss man mit- und dann herausbekommen. Zum Beispiel beim Mittagessen unter sich. Man braucht ein offenes Ohr für den Flurfunk, wo inoffizielle Stimmungen, Haltungen und Informationen ausgetauscht werden. Das geht Remote alles nicht oder nur bedingt und schwer.

Auch Innovation und teambasierte Kreativität ist davon betroffen. Das passiert in der Regel mit kleinen Teams unter Stress, hohem Druck und auf engem Raum. Die meisten Inkubatoren sind so aufgebaut, das eine direkte Kommunikation möglich ist. Sehr eng beieinander für einen freien Austausch mit geringer Hürde.

Zuletzt bearbeitet vor 8 Tagen von lIIIllIIlllIIlII
sfichsl

Das mit der Kommunikation stimmt schon, allerdings ist das auch oft unerwünscht und kann zu Ablenkungen führen, wo nicht unbedingt notwendig. Manchmal werden dadurch auch offizielle Kommunikationswege übersprungen und das kann zum Verlust der Nachverfolgbarkeit führen.

Das mit der Ablenkung ist individuell sehr unterschiedlich, aber schlimmer als am Arbeitsplatz im Open space kann’s kaum sein.

Das mit der Isolation ist nicht ganz falsch, aber auch sehr unterschiedlich von Person zu Person. Teambuilding ist durchaus möglich, auch wenn man zB 90% von Zuhause arbeitet.

Kommunikation ist zwar oft leichter im Büro, aber auch von zuhause aus möglich, wenn alle mitmachen.

Das mit den Arbeitszeiten und den Überstunden ist größtenteils Quatsch, weil die meisten arbeiten von Zuhause mehr, weil oft 30 min bis mehrere Stunden pendeln wegfallen. außerdem glaub ich nicht, dass regelmäßig die Arbeitszeit mit der effektiven Präsenz verglichen werden, auch im Büro nicht.

lIIIllIIlllIIlII

Das ist Aufgabe eines Teamleiters, PM oder Scrum-Master das zu verhindern. Werden angemessen Arbeitsräume nicht geboten und Dokumentationen unterlaufen liegt das nicht an der Arbeit in einem Office sondern an einer schlechten Führung oder Organisation.

Das mit den Arbeitszeiten und den Überstunden ist größtenteils Quatsch, weil die meisten arbeiten von Zuhause mehr, weil oft 30 min bis mehrere Stunden pendeln wegfallen. außerdem glaub ich nicht, dass regelmäßig die Arbeitszeit mit der effektiven Präsenz verglichen werden, auch im Büro nicht.

Darum gehts nichts. Es gibt ein Arbeitszeitschutzgesetz. Der Arbeitgeber ist dazu verpflichtet die Einhaltung durch die Mitarbeiter zu überprüfen und durchzusetzen. Wenn alle Remote arbeiten ist das schwierig. Es sei denn ich fange wirklich an alles auf dem Remotegerät zu tracken.

Ich hatte mal eine Kooperation mit Deutschlands damaligen größten Hypotheken Vermittler. Deren Mitarbeiter hatten eine Software auf ihren Geräten, die jeden Anschlag und jedes Mauszucken aufgezeichnet hat. Das war verbunden mit einer Ampel bim Vorgesetzten. Je nach dem was der Mitarbeiter gemacht hat oder nicht gemacht hatte wurde die Ampel grün, gelb oder rot. Ich war dabei als einer der Mitarbeiter sich verquatscht hat und deswegen die Ampel rot wurde. Das war eine sehr unangenehme Erfahrung.

Angesehen davon dringt die Arbeit in die Privatsphäre ein und Privatleben und Arbeit vermischen sich. Das mag auch Vorteile mit sich bringen aber auch Nachteile. Darüber muss man sich bewusst sein.

tobster

Meines Erachtens geht Überwachung gar nicht. Wenn das jemand lieber Zeit hat, permanent über die Schulter zu schauen, läuft schon was falsch.
Ob nun beim Discounter physisch an der Kasse oder virtuell.

(Wir ignorieren Mal China und N Korea)

Kixing

Gut, 32’000 Euro sind für CIG Kaffee Kassen Summen und das nächste Raumschiff wird für den Doppelten Preis schon wieder alles reinholen.

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