Die neuesten Teile der God-of-War-Reihe aus dem Jahr 2018 und 2022 lassen eine emotionale Entwicklung bei dem Protagonisten Kratos zu. Der Erfinder der Reihe, der nicht an diesen Teilen mitgearbeitet hat, kritisiert jedoch genau das. Er findet harsche Worte gegen Santa Monica Studios.
Wer ist der Schöpfer von God of War? Der Schöpfer des God-of-War-Franchises ist David Jaffe, ein US-amerikanischer Game Designer. Er war an der Entwicklung der ersten drei Teile beteiligt, nicht aber an den zwei neuesten Teilen God of War aus dem Jahr 2018 und God of War: Ragnarök aus dem Jahr 2022.
Zuletzt fiel er auf, weil er die angeblich schlechte Grafik von The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom kritisierte: „Ich habe es von der KI reparieren lassen!“ – Der Schöpfer von God of War macht sich über die Grafik des neuen Zelda lustig
Mittlerweile ist er nicht mehr in der Spieleentwicklung tätig; sein letztes Projekt stammt aus dem Jahr 2017: Drawn to Death für die PS4.
David Jaffe kritisiert Santa Monica Studios und „neuen“ Kratos
Was kritisiert David Jaffe? In einem Interview mit IGN sprach Santa Monica Studios darüber, was zu der emotionalen Entwicklung von Kratos beigetragen hat. Dazu sagte Bruno Velazquez, einer der Co-Direktoren in Santa Monica Studios, unter anderem folgendes:
Man könnte sagen, dass viele unserer Projekte in unseren Spielen und die Art, wie wir sie angehen, auch ein wenig die Persönlichkeiten und persönlichen Erfahrungen des Studios widerspiegeln. Die früheren Spiele der griechischen Ära waren vielleicht unsere College-Jahre; und jetzt sind wir alle erwachsen geworden und haben unsere eigenen Familien. Wir versuchen, diese persönlichen Erfahrungen auch durch Kratos und einige der anderen Charaktere, mit denen er interagiert, widerzuspiegeln.
In eine seiner YouTube-Videos machte David Jeffe seinem Unmut über die neuesten God-of-War-Teile Platz. Er ist der Meinung, dass der Ansatz der Santa Monica Studios falsch ist. Für ihn ist es wichtig, dass bestehende Charaktere bei der Persönlichkeit bleiben, die ihnen am Anfang gegeben wurde.
Er verglich Kratos mit Indiana Jones: Er wolle nicht, dass diese Charaktere erwachsen werden. Weiter kritisierte er, dass das Studio seine persönlichen Entwicklungen zwar auf neu geschaffene Charaktere projizieren könne, nicht aber auf bereits etablierte: „Nein, verdammt, das ist nicht, was diese Charaktere sind, weder Indy noch Kratos!“
Was sagt David Jaffe noch? David Jaffe führt noch an, dass er die Spiele an sich mögen würde, es sich aber seiner Meinung nach nicht mehr um God of War handeln würde: „Nennt es verdammt noch mal nicht ‘God of War’.“
Wie sind die Reaktionen? Die Kommentare unter dem Video sind zwiegespalten. Einige sind auf der Seite von David Jaffe, einige nicht:
- theboshawguy7763: „Du sagst, der neue Kratos sei zu emotional, aber in den ursprünglichen Spielen hat er ein ganzes verdammtes Pantheon ausgelöscht, angetrieben von Wut und Trauer – also Emotionen.“
- xxMKtooStronk__: „Er hat vollkommen recht. Ich will den jungen Kratos, voller Frauen, Leichen und ohne Gefühle – nicht irgendeinen alten Familienvater.“
- BeretBay: „Ich verstehe das Gefühl, dass man es nicht mag, wenn sich ein Charakter von seiner ursprünglich vorgesehenen Persönlichkeit entfernt, aber im Fall von Kratos könnte ich nicht stärker widersprechen. Dies ist einer der Fälle, in denen es einfach zu gut umgesetzt wurde, um es nicht zu mögen. Er hat sich weiterentwickelt – nicht zurück.“
Das ist nicht das erste Mal, dass der Schöpfer von God of War Aufmerksamkeit durch seine Aussagen erhält. Seine Gedanken zu dem Videospiel Starfield waren jedoch ziemlich positiv: Der als sehr kritisch bekannte Schöpfer von God of War erklärt, was er von Starfield hält
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Der Typ ist eh ein extrem unsympathischer Spinner. Seine Meinung interessiert keinen…
Ist aber auch echt lame, wenn sich Charaktere weiterentwickeln. Dann doch lieber so wie bei 80er Jahre Fernsehserien, wo sich der Status Quo nie länger als ein Folge lang ändert, damit man getrost jederzeit einschalten kann, ohne das Gefühl zu haben, man habe was verpasst. #sarkasm
Wenn sich Charaktere über den Verlauf einer langen Reihe einfach nicht weiterentwickeln, das wird das meiner Meinung nach irgendwann eintönig.
Natürlich kann es dadurch passieren, dass sich dann ein geliebter Charakter in eine Richtung entwickelt, die einem persönlich nicht gefällt.
Ist seine Sache, wie er das findet, aber falsch würde ich es nicht nennen.
Finde selbst beide Reihen gut und bin dankbar, dass es diese Spiele gibt.
Find die neuen teile auch echt ungeil.
Brauch kein family gameplay.
Ich will mit kratos leuten in den hintern treten.
#Spartaaa
“Kratos tötet immer noch Götter. Nur jetzt ist er traurig deswegen” -Moiren über Kratos Entwicklung
Ist vielleicht gar nicht groß der Unterschied zwischen dem alten und neuen
Ich hab alle Teile gespielt, bis auf den letzten Teil, den ich nach 15 h abgebrochen hab. Der erste Teil der „Neuaufmachung“ fand ich hervorragend, was an dem grandiosen Baldur lag und den toll-inszenierten Kämpfen.
Beim Nachfolger fehlte das, für mich war’s langweilig, sodass ich nach 15h abgebrochen hab. Langweilige Kämpfe, keinen richtigen Gegenspieler erkannt…für mich persönlich ein Reinfall.
Er steht also nicht auf Charakterentwicklung, okay. Pech für ihn würd ich sagen, Games oder Medien allgemein ohne Charakterentwicklung haben nie lange durchgehalten. Die machen alles richtig, die God of War Teile in der nordischen Mythologie haben das Franchise auf ein ganz neues Level gehoben.