PUBG verklagt wirklich Fortnite: Urheberrechts-Klage läuft seit Januar

PlayerUnknown’s Battlegrounds (PUBG) hat tatsächlich gegen Fortnite eine Klage erhoben. Es geht um Verletzung der Urheber-Rechte. Die Klage läuft schon seit Januar 2018 in Südkorea.

Im Januar Klage eingereicht: Wie die Korean-Times berichtet, hat die PUBG Corporation eine Klageschrift gegen Epic Games eingereicht. Das Gericht soll feststellen, ob das Spiel von Epic Games „Fortnite“, eine Kopie von „PlayerUnknown’s Battlegrounds“ ist und ob Urheberrechte verletzt wurden. Es ist eine Unterlassungsklage.

Klage läuft in Südkorea: Ein offizieller Vertreter von PUBG sagte am Freitag, man habe die Klage schon im Januar eingereicht. Die Klage läuft im „Seoul Central District Court“ gegen Epic Games Korea.

PUBG Mobile Titel

Keine öffentlichen Äußerungen zum Rechtsstreit

Das sagt PUBG: Bei PUBG sagt man gegenüber der koreanischen Gaming-Seite Inven, man wolle keine Details oder den Fortschritt des Prozesses mitteilen. Die Klage wurde im Januar eingereicht, um das Urheberrecht zu schützen.

Das sagt Epic: Bei Epic heißt es, es gebe der Öffentlichkeit nichts über den Prozess mitzuteilen, solange das noch ein laufendes Verfahren sei.

Beweise für 11 große Ähnlichkeiten

Ähnlichkeiten zwischen Fortnite und PUBG: Laut Bericht von Inven hat PUBG Beweise für 11 große Ähnlichkeiten zwischen Fortnite und PUBG eingereicht. Diese Ähnlichkeiten umfassen unter anderem:

  • den Stil des Interface,
  • die Mini-Map,
  • das Overlay des Fadenkreuzes,
  • die Art, wie Lebenspunkte regeneriert werden
  • und die Anzahl von Spielern in einem Match.
Fortnite-PUBG

Quelle: Invenglobal

Schon im September gab es Ärger

Streit kam im September auf: Die jetzige Klage setzt einen öffentlichen Streit zwischen PUBG und Fortnite aus dem September 2017 fort. Damals hatte sich PUBG beschwert, dass Fortnite einen „Battle Royale“-Modus bringt, der klar auf PUBG beruhe und die Nähe zu PUBG in der Werbung sucht. Epic ist der Entwickler der Unreal Engine, die auch PUBG verwendet. Daher ist man partnerschaftlich verbunden. Entwickler Bluehole fand es besonders ärgerlich, dass man von einem Geschäftspartner solche Konkurrenz bekommt.

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Fortnite hat PUBG überholt: Seit September 2017 hat sich einiges geändert. Damals war PUBG der riesige Gigant im PC-Gaming und Fortnite mit seinem PvE-Modus eigentlich gescheitert. Doch Fortnite: Battle Royale hat als kostenlose Alternative PUBG mittlerweile überholt und einen weltweiten Siegeszug angetreten. Das Spiel ist kostenlos auf PC, PS4, Xbox One und iOS zu spielen. Ein Port auf Android und ein Release in China sollen folgen. Aktuell verdient Fortnite über 296 Millionen US-Dollar im Monat. Das hätte im September 2017 kaum jemand für möglich gehalten.

Release von Fortnite in Südkorea ist wohl der Anlass

Fortnite soll nach Korea kommen: Im Moment bereitet sich Epic Games darauf vor, Fortnite nach Südkorea zu bringen. Man hat da eine Partnerschaft mit Neowiz Games, der Firma hinter dem MMORPG „Bless“, geschlossen. Die beiden Firmen wollen Fortnite im zweiten Quartal 2018 in den Internet-Cafés des Landes veröffentlichen. Offenbar ist das nun Anlass für PUBG zur Klage. Deren Mutter-Firma Bluehole ist ebenfalls in Südkorea ansässig.

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Könnten die Fortnite-Server wegen der Klage geschlossen werden?

Vorher war’s ein Fake: Ironischerweise kursierte schon vor einiger Zeit das Gerücht, PUBG habe Fortnite verklagt. Als am 12. April die Server bei Fortnite längere Zeit down waren, kursierte die Fake-News, das läge an einer Klage durch PUBG. Deshalb werde Fortnite nun „verboten“ und die Server wären geschlossen. Das war damals eine glatte Lüge. Ironisch ist aber, dass damals tatsächlich schon die Klage in Südkorea unterwegs war. Aber ob die Unterlassungsklage, im Fall eines Erfolgs, wirklich Auswirkungen auf unsere Fortnite-Server haben wird, darf bezweifelt werden. Wir wissen zwar noch nicht viel über den Rechtsstreit, aber es scheint um den Release von Fortnite in Südkorea zu gehen.

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Quelle(n): invenglobaklkoreantimes
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