Mobile-RPG gilt als Inbegriff des bösen „Pay2Win“, verdient 3 Milliarden $

Das Mobile-Spiel Fate/Grand Order gilt als das Musterbeispiel für „Pay2Win“-Spiele. Aber das Gacha-Prinzip funktioniert wahnsinnig gut. Laut neuen Berichten haben Spieler 3 Milliarden US-Dollar ausgegeben – vor allem in Japan.

Wie viel Geld verdient das Spiel? Wie die Seite SensorTower meldet, hat Fate/Grand Order seit dem Release im August 2015 weltweit etwa 3 Milliarden US-Dollar eingespielt.

Das entspräche einem 60$-PS4-Titel, der sich 50 Millionen-Mal verkauft:

  • 82% der 3 Milliarden Dollar kommen aus Japan, also etwa 2.2 Milliarden $
  • 12% aus China – 360 Millionen US-Dollar
  • In den USA ist man mit 3% dabei, also etwa mit 90 Millionen Dollar

Vertrieben wird das Spiel in Japan und den USA von Aniplex, einer Tochter-Firma von Sony Japan. Fate/Grand Order ist ein wichtiger Umsatzbringer für Sony.

In Südkorea ist Netmarble der Publisher – die gelten seit Jahrzehnten als Vorreiter im Mobile-Sektor.

Was ist das für ein Spiel? Fate/Grand Order ist ein Online-Spiel für die Mobile-Plattformen iOS und Android. Es basiert auf der japanischen Visual Novel Fate/stay night.

Das Spiel kam:

  • 2015 in Japan raus
  • 2017 in den USA und Südkorea

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Fate/Grand Order ist ein runden-basiertes Rollenspiel. Der Spieler sammelt Figuren und kann bis zu 6 dieser Servant in einem Match nutzen: 3 sind aktiv, 3 in Reserve.

Man nennt diese Spiele auch „Collectibles-RPGs“, weil’s letztlich darum geht, besondere Helden zu sammeln.

An die Servants in Fate/Grand Order kommen Spieler über eine „Gacha“-Mechanik heran: also über klassische „Lootbox“-Mechaniken. Die Mechaniken gelten als „Pay2Win“ im Westen – in Asien ist da die Mentalität aber offenbar anders.

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Gacha kommt ursprünglich von asiatischen Automaten, die ähnlich wie bei uns früher die Kaugummi-Automaten funktionieren. Man wirft Geld ein und hat die Chance darauf, was Gutes zu bekommen oder eine Niete (den Kaugummi).

Die Ingame-Währung „Quartz“ können Spieler in Fate/Grand Order verdienen oder über Mikrotransaktionen kaufen – sie wird benötigt, um am Automaten zu ziehen und die Gacha-Mechanik auszulösen.

Fortnite: Rette die Welt setzte 2017 hier im Westen auf ähnliche Spiel-Mechaniken.

Fate-Grand-Order-mehr-kaufen
Wenn die Quartz ausgehen, einfach in den Cash-Shop – Quelle: Polygon

Warum gilt das Spiel als Pay2Win? Es gibt viele Geschichten von Spielern, die einen Haufen Geld in Mikrotransaktionen lassen, um bestimmte, extrem seltene Helden zu gewinnen. Die Chancen auf die Top-Preise in diesen Systemen sind winzig und Spieler investieren eine Menge Geld in Mikrotransaktionen, um die Helden zu bekommen, die sie wollen.

  • So berichtete das Wall Street Journal im März 2018 von einem Mann, der 70.000$ für das Spiel ausgegeben hat
  • die US-Seite Polygon führt aus, dass Fate/Grand Order ganz offen mit diesem Pay2Win-Aspekt umgeht und es sogar zum Teil der Werbung für das Spiel gemacht hat.

Was ist der Schlüssel zum Erfolg? Der Clou ist wohl, dass die Spieler von Fate/Grand Order eine emotionale Beziehung zu den begehrtesten Helden aufbauen und die unbedingt haben wollen, weil sie die als besonders cool empfinden.

Man braucht diese Helden aber dann sogar mehrfach, um sie zu optimieren und das bei winzigen Chancen.

Fate-Grand-Order-Helden

Wie geht Fate/Grand Order mit Pay2Win-Vorwürfen um? Fate/Grand Order hat mit „Gudako“ eine Figur entworfen, die ein klassischer Whale ist, also massiv Geld investiert, um schnell im Spiel voranzukommen und alles zu bekommen, was sie will.

Getrieben wird sie offenbar vom Wunsch, dass andere Spieler sie bewundern und auch so mächtig sein möchten wie sie.

Laut Polygon lieben die Fans diese Figur.

Fate Order Mistress
Das ist die Figur, die stellvertretend für „Whales“ in Fate/Grand Order steht.

Das steckt dahinter: Am Erfolg von Fate/Grand Order sieht man Unterschiede in der Kultur:

  • hier im Westen lösen Gacha-Mechaniken in Spielen Shitstorms aus. „Zahlen für Fortschritt“ ist verpönt – nur rein kosmetische Cash-Shops wie in Fortnite, LoL oder Overwatch werden von den Core-Gamern geduldet
  • in Asien ist da die Lage eine andere

Daher kündigen Asia-Firmen, die ihre Online-Spiele in den Westen bringen, auch immer an, das Spiel auf den Markt anzupassen und den Cash-Shop zu „entschärfen.“

Offenbar haben westliche Spieler und asiatische Spieler hier andere Toleranzschwellen und eine andere Sicht der Dinge.

Free2Play-MMO verspottet seine süchtigen Spieler und die stehen drauf
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Gerd Schuhmann

Ich mach hier mal dicht – die letzten Kommentare verstoßen eindeutig gegen unsere Diskussions-Regeln.

http://mein-mmo.de/kommenta

Gerd Schuhmann

Bitte, versuch sachlich zu bleiben – alle Arten von Angriffen lösche ich. Das fangen wir gar nicht erst an.

Edit: Ich mein das ganz ernst. Wir haben klare Regeln hier – das waren jetzt 3 Kommentare in Folge, die dagegen verstoßen haben.

http://mein-mmo.de/kommenta

Wenn du hier mitdiskutieren möchtest, dann halt dich bitte an die Regeln.

YamiSparrow

Sollte man ein Spiel nicht gespielt haben um es zu bewerten? FGO ist kein Stück Pay2Win. 5 Minuten auf YouTube: Zu jedem schwereren Kampf gibt es „F2P“-Videos mit Setups ohne Servants der Rarity, die man mit Quartz, also der Premiumwährung bekommt. Dazu gibt einem das Spiel auch mehr Premiumwährung als andere Gacha-Spiele, so dass es eher unwahrscheinlich ist, dass man garnichts der höheren Rarities bekommt. Das Spiel ist definitiv nicht Pay2Win, eher „Pay2Waifu“.

Bitte nicht nur nonsens aus Missgunst vergeben. Danke.

Gerd Schuhmann

Ich hab selbst schon solche Spiele gespielt, die nach dem Gacha-Prinzip funktionieren.

Es gibt auch F2P-Wege – natürlich. Die sind meist mühselig, anstrengend und man stößt irgendwann auf Grenzen. Denn die Spiele verfolgen natürlich die Absicht, Spieler dazu zu bewegen, Geld im Shop zu lassen. Das steht doch völlig außer Frage.

Die Definition von „Pay2Win“ ist: Man kann sich mit Echtgeld Vorteile erkaufen. Fertig.

Das ist im Westen bei Core-Gamer verpönt und in Asien bei Mobile-Spielen akzeptiert. Nichts anderes sagt der Artikel.

Die Argumentation „Ja, das stimmt schon – .aber es geht auch ohne Geldeinsatz“ kann ich völlig akzeptieren. Das ändert aber nichts daran, dass es eben auch mit Geld möglich ist.

Allein darum geht es bei der Definition von Pay2Win: Du kannst dir spielrelevante Vorteile erkaufen.

Wie man das dann „bewertet“: „Ja ich kann damit leben – ich find’s trotzdem ein gutes Spiel“, ist dann wieder was anderes.

Was das mit „Missgunst“ zu tun haben soll, verstehe ich überhaupt nicht.

Wir haben hier in der Faktenlage überhaupt keine Diskrepanz – du bewertest das nur anders.

YamiSparrow

Ah, dann ist dieser Artikel also ein „Ich habe ähnliche Spiele gespielt, also kann ich über dieses Spiel ranten“-Artikel? Sehr professionell.

BItte Spielen Sie das Spiel bevor Sie meinen das Spiel zu kennen. Das Geld ändert nichts am Spielerlebnis. Seine Waifu zu bekommen ist definitiv keine Spielmechanik.

Gerd Schuhmann

Der Artikel ist „So viel Geld hat Fate Grand Order eingenommen – und deshalb gilt das Spiel als Pay2Win.“

Ich find’s grade echt anstrengend. Du bist offenbar ein großer Fan des Spiels und siehst das hier als einen Angriff auf deinen Titel.

Diese Diskussion finde ich nicht wahnsinnig spannend.

Wenn es keine Vorteile gibt und alle Servants letztlich gleich sind, warum gibt es dann Tier-Listen? 🙂

DeadEye

Ist aber bei vielen Titeln aus denn Asiatischen Bereich so,siehe Dokkan Battle,das ist genauso P2W verseucht wie andere ähnliche Titel,Naruto hat ein ähnliches da ist ein großer Kreis um Animes der diese Mechanik aussnutzt und keinen Hehl draus macht.

Senigata

Also als Spieler kann ich sagen, dass ich bisher nur ein einziges Mal gewhaled habe und das, war zu Weihnachten rum als ich ein paar Euro mehr übrig hatte um mein Glück bei zwei Servant für die ich über Monate hin in game das Quartz gespart habe zu verbessern (Der US Server folgt nahezu 1 zu 1 der Japanischen Reihenfolge der Events, welche nachzulesen ist und es so einfacher macht zu sparen) Stellte sich heraus war nicht nötig und ich bekam die beiden recht zügig. Meine Freunde sind alles F2P player und selbst die haben es geschafft 5 Sterne Servants zu ergattern, entweder im Banner oder durch einen ‚Spook‘ (bis auf einige ausgewählte sind nämlich eine Menge 5 Sterner in jedem Banner drin und so haben auch die absoluten F2P leute eine Chance einen ‚P2W‘ zu ergattern).
Allerdings was hier ausgelassen wird, ist das es auch einen zweiten Gacha pool gibt der Freundschaftpunkte verwendet, die man von anderen Spielern bekommt, die sich deine Support Servants ausleihen und obwohl in dem pool nur 1 bis 3 Sterne Servants drin sind, sind unter denen ein paar absolute Stars was das gameplay angeht. Ein 3 Sterne Lancer zum Beispiel ist einer der besten Survivor im Spiel und ist was das angeht außer Konkurrenz selbst bei den 5 Sterne Servants, oder dann gibt es einen 2 Stern support Caster der nur von 3 ausgewählten 5 Sterne Caster Servants abgehängt wird, und der ist sowas wie der ultimative F2P support wenn man so will. Man muss nur ein bisschen nachdenken und sein team zusammenstellen und man kann all den Content, ob story oder events, mit jedem Servant absolvieren. Und noch am schluss, wo ich gerade Events erwähne, das game also hat regelmässig Events wo man durch Teilnahme einen so genannten Wellfare Servant bekommt, das ist ein kostenloser 4 Sterne Servant, den man für lau auf NP5 (mehrer kopien aufeinander um den Spezialangriff zu verstärken) bekommt und die rangieren von Dezent bis hin zu absoluten OP Gamebreakern, also soviel dazu.

YuccaPalm

Pay2win löst doch im Westen nicht unbedingt einen shitstorm aus. Schonmal Clash Royale gespielt? Das ist nichts anderes.

Ace Ffm

2,2 Milliarden…was für Beträge

De Lorean

Krass das mit den 70.000 Dollar. Da fällt der nächste Urlaub wohl flach ????

Mimmi124

Hm…. Ihr könntet ja mal so nen Bericht machen wie sich die definition „p2w“ so in den vergangenen 20 Jahren entwikelt hat. Und wie das genau im Ausland ist. Denn es ist ja vieles auch wirtschaftlich abhängig.

So kenne ich Asia games die sau teuer sind, dessen Versionen in englisch sprachigen Räumen aber wieder total Günstig sind und auch hier in Europa dann wieder ganz anders berechnet werden. Eben je nach Kurs.
So kosten in einem Spiel Kostümboxen vielleicht 50 cent bis nen euro und im asiatischen Raum (je nach Land) kosten solche Sachen dann gleich mal wieder das 10-50fache.
Dann muss man aber bedenken wie viel ist z.B. „aktuell“ ein Euro in Russland, Korea oder China. Das kann heute total billig sein. Und morgen schon wieder das doppelte wert sein.
Sollte man nen bissel aufpassen mit den vorurteilen.

Ich erlebs ja hauptsächlich auch in blade and Soul. Da wird alle 3-4 Monate wegen der Trove geflennt. Es sei ja alles cashgrab und so nen kram. P2W und so. Gleichzeitig hört man aber „Ja ich hab letztens für trove 500 Euro ausgegeben“…..
So gesehen unterscheidet sichder Westen also genausowenig wie der Osten. Letztenendes steht es ja doch jedem frei für was er sein Geld ausgibt 🙂

Gerd Schuhmann

Ich glaube nicht, dass das was mit dem Währungs-Kurs zu tun hat, sondern einfach mit den Gepflogenheiten der Länder und was die Leute bereit sind in den jeweiligen Ländern zu zahlen.

Die Gegenstände im Shop haben ja keinen materiellen Wert, sondern die sind das wert, was Spieler dafür zahlen. Mit Medikamenten ist das auch so, dass viele Medikamente das kosten, was der Markt bereit ist zu zahlen.

Es geht hier auch nicht wirklich um die genaue Summe, ob ein Item jetzt 1€ oder 10€ kostet. Das ist für die SPieler sicher wichtig – aber aus der Distanz ist das alles dasselbe Prinzip.

Es wird nicht wirklich mehr oder weniger „Pay2Win“, je nachdem wie viel Geld ein Item kostet.

Man müsste dann genau schauen: Wie viele Zeit müsste ich grinden, um mir das zu holen, was ich mir für 10€ kaufen kann.

Um sowas zu machen und zu wissen, muss man schon sehr weit im Spiel drinstecken.

Koronus

Also bei physischen Kartenspielen schon. Dort hat Yu-Gi-Oh! einen extrem P2W Vorwurf und MtG wird dafür gelobt, dass es den Preis für ein gutes Deck auf 20$ gesenkt hat.

Mimmi124

Also mit Medikamenten würde ich das jetzt nicht vergleichen. Da arbeiten ganze Machenschaften dahinter. Das ist kein Kindergeburtstag wie im Gaming.Im Gaming brauchst du nur etwas niedlich aussehen lassen oder einen anderen grund und schon fressen dir die Leute aus der Hand.

In der Medizin ist das ganze schon einen tiken anders. Selbst das ein oder andere Medikament ist im Ausland günstiger (aus der selben Produktion) als bei uns. Außerdem wird der Patient in der Medizin heut zu tage viel mehr verarscht als er eigentlich ahnt.

Mynona Bielb

gibt es eine List wo man gute Mobile Games findet die nicht P2W sind? Finde immer nur Müll im Netz.

Saigun

Äh, ich musste jetzt erstmal googeln was tabletop eigentlich ist. 😡
Aber jo kp, hatte ich nie mit zu tun.^^
Letzendlich muss jeder selber wissen für was er sein Geld ausgibt.

Kalamaro

Netmarble seit Jahrzehnten bekannt wer kennt es nicht 1930 mit ihrem mobile Ableger Mafia origins

Gerd Schuhmann

Lies doch mal den verlinkten Artikel. Das ist echt spannend – die haben vor allen anderen auf Mobile gesetzt und sind damit auf die Schnauze gefallen, weil die Infrastruktur noch nicht da war. 😀

Und jetzt sind sie riesig.

Saigun

Da hast du recht, ich würde das aber heute anders sehen.^^

Turamarth

Das Spiel Pay2Win zu nennen halte ich für ziemlich übertrieben.
Nathan Kima hatte schon beim letzten Artikel einen guten Kommentar dazu geschrieben, dem ich voll und ganz zustimme.

Gerd Schuhmann

Gacha-Mechaniken gelten im Westen klar als Pay2Win und Fate/Grand Order ist das Musterbeispiel eines Gacha-Spiels.

Im Wikipedia-Eintrag zu Gacha ist sogar ein Bild von Fate/Grand Order drin.

Das ist jetzt für mich keine Meinungssache, sondern eine Zustandsbeschreibung der Mentalität im Westen.

Der „Pay2Win“-Begriff wird ja immer diskutiert: Manche legen den Begriff so wahnsinnig eng aus, dass gar nichts Pay2Win ist und für andere ist „alles“ Pay2Win.

Aber solche „Gacha-Mechaniken“ laufen im Westen schon klar unter Pay2Win.

Der Kommentar von „Nathan Kima“ liest sich für mich eine Verteidigungsrede eines Fans für sein Lieblingsspiel. Das ist auch echt cool und ich verstehe das.

Das ist aber nicht unsere Position als Seite, sondern wir versuchen aus der Distanz drauf zu blicken.

Es ist ja auch keine „eigene Meinung“ in dem Text, sondern eine Beschreibung.

BenJaymin Linus

Deswegen ist die Beschreibung denoch verkehrt?

Gacha ist Summon, Summon ist freiwillig. Klar bekommt man stärkere Einheiten durch Glück aber es ist kein Pay2Win.
Das ist wie mit Sammelkarten oder TGC..

Gerd Schuhmann

Hat man die Möglichkeit durch Geldeinsatz Vorteile zu erlangen? – Das ist die Definition von „Pay2Win.“

„Wenn man stärkere Einheiten durch Geldeinsatz bekommt“ -> Ist das per Definition Pay2Win.

Im Westen dulden Core-Gamer so etwas nicht und treten da regelmäßig Shitstorms los -> Beispiel Battlefront 2. Bei F2P-Spielen ist die Toleranzschwelle höher, aber auch da wird es z.t. hart kritisiert -> Beispiel ArcheAge.

In Asien gibt’s da andere Toleranzgrenzen -> Ganz normal.

Das ist ja nicht so, als gäb’s das Thema seit gestern.

„Freunde von so Spielen“ argumentieren dann immer: „Ja, es ist ja nicht so schlimm Pay2Win, weil man sich theoretisch auch alles erspielen kann, wenn man nur wahnsinnig viel grindet“ -> Aber das spielt an sich keine Rolle. Wenn man sich Vorteile durch den Einsatz von Echtgeld kaufen kann, spricht man von Pay2Win.

Die Frage ist dann, wie das in einzelnen Spielen umgesetzt ist und ob man das als „fair“ empfindet oder nicht.

Plague1992

Meine Frage wäre jetzt ob man sich wirklich Vorteile erkaufen kann? Abgesehen von so Sachen wie exp Booster etc.

Der Fokus des Spiels liegt ja scheinbar in erster auf das sammeln. Es gibt kein PvP und inwiefern unterscheiden sich seltenere (/stärkere? ) Charaktere von anderen? Und fürs Sammeln zu zahlen klingt jetzt weitaus weniger dramatisch.

Es klingt für mich viel mehr wie ein „Prestige“-Phänomen ( Neuer Charakter XY gefällt mir und ich will ihn haben … oder Charakter XY is generell selten und begehrt, also kann ich aufn Schulhof angeben … also eine sehr subjektive Wahrnehmung ) und weniger wie P2W?

Jetzt kann man darüber streiten dass, um die Sammlung quasi zu vervollständigen, man definitiv Geld ausgeben müsse. Aber die Entscheidung wäre dann jedem selbst überlassen und dass das Spiel sich dem Prinzip der „Gacha Automaten“ zugute macht ist ja erstmal prinzipiell nicht verwerflich.

YamiSparrow

Es ist schon so wie du sagst. Du hast mit Servants jeder Seltenheit Chancen und wenn du einen Servant der selteneren Rarity hast, dann musst du meist sogar mehr spielen um diesen Nutzbar zu kriegen. Der Fokus ist definitiv das erspielen, nicht das erkaufen.

YamiSparrow

Der Begriff „Pay2Win“ bedeutet, wenn man es ins Deutsche Übersetzt im übrigen „Zahlen um zu gewinnen“. Du kannst das ganze Spiel Problemlos mit 1*, 2* und 3* durchspielen. 1* und 2* kriegt man mit der Pay-Währung nicht und 3* Sterne ist in der Gratis-Summon, wie auch in der Quartz-Sommon drin. Da man kein Stück Zahlen muss um siegreich zu sein, ist Pay2Win schlichtweg falsch.

Gerd Schuhmann

Der Begriff „Pay2Win“ bedeutet „Zahlen, um zu gewinnen.“

Die Idee „gewinnen“ so zu definieren, dass nur das „Durchspielen“ eines Spiels darunter fällt, ist eine sehr enge Interpretation, die von den meisten Leuten nicht geteilt wird, außer von großen Fans von asiatischen Free2Play-Spielen.

Für gewöhnlich wird „Pay2Win“ von westlichen Core-Gamer als „jede Art von Vorteil erkaufen“ gesehen.

Wenn du das gerne ändern möchtest und dafür antreten willst, dass „Pay2Win“ hier im Westen nur heißt „Wirklich das Spiel durchspielen“, dann wünsche ich dir viel Spaß in zahlreichen Diskussionen. 🙂

YamiSparrow

Ich spiele FGO seit Tag 3 und habe jede Story und jedes Event aktiv mitgespielt. Geld bringt dir letztlich garnichts, ausser einen Servant zu haben, den man besonders mag. Faktisch kommt man ohne Spielen nicht weit. Du kannst vielleicht 1000€ für 20 geile 5*er ausgeben, aber wenn du nicht spielst, hast du keine Weiterentwicklungsmaterialien und die Servants eiern auf niedrigen Leveln rum, die einem nicht viel bringen. Die Ascensionmaterialien sind dazu in vielen Fällen sogar noch seltener, wenn du einen Servant hoher Seltenheit weiterentwickeln willst, was heißt dass du dafür sogar mehr Spielen musst um ihn nutzbar zu kriegen. Ascensionmaterialien sind Niemals kaufbar gewesen. Pay2Win ist bei FGO schlichtweg falsch. Arturia ist ein 5* Servant, der aber eher Waifu-Faktor wegen schlechter Werte hat. Cu Chullainn (Lancer) ist ein 3*er der laufend in irgendwelchen Bossfights von Spielern benutzt wird, wenn man gerade einen guten Lancer braucht. Viele große Kämpfe lassen sich mit ihm Solo lösen.

Um auf den Ursprung zurückzukommen: Wenn Durchspielen und Events durchspielen nicht „gewinnen“ ist, frage ich mich was sonst „gewinnen“ sein soll.

Gerd Schuhmann

Vorteile im Spiel erwerben ist „Pay2Win.“ Es geht nicht darum, dass es kostenlos auch geht. 🙂

Es geht darum, dass ein Casher Vorteile hat gegenüber einem F2P-Spieler.

Ruby

Doch, es geht genau darum. Pay2Win bedeutet, dass du zahlen musst um gewinnen zu können, nicht zahlst, um Vorteile zu erhalten. Vorteile durch Cash-Shops erhalten ist Gang und Gebe in Spielen heutzutage. Jedes Spiel hat Exp-Boosts, Cash-Boosts etc. die einem Vorteile verschaffen.
Mechaniken, welche erstaunlicherweise sogar nicht in FGO vorhanden sind. Das Amüsante ist: Du bezeichnest das Spiel im Artikel als Collectible Game, was auch der Fall ist. Ein Gacha ist ein Sammelspiel. Du erhältst jedoch keine Nennenswerten Vorteile. Du erhältst einen Servant, den du haben möchtest, ja. Aber wenn du nicht spielst ist er kein Vorteil, da er in jeder Mission immer nur stirbt und keinen Zugriff auf seine Fähigkeiten hat.

Es sollte doch in deinem Berufsfeld essentiell sein, sich mit der Materie auseinanderzusetzen, nicht wahr, Herr Schuhmann?
Diese Auseinandersetzung fehlt hier gänzlich und ist mehr auf eine „Ich habe kein Glück im Gacha“-Mentalität zurückzuführen.

Ich würde dir ans Herz legen, das Spiel für die ersten paar Kapitel zu spielen und du wirst erkennen, dass Pay2Win hier als Begriff absolut fehlplatziert ist.

Gerd Schuhmann

Doch, es geht genau darum. Pay2Win bedeutet, dass du zahlen musst um gewinnen zu können, nicht zahlst, um Vorteile zu erhalten. Vorteile durch Cash-Shops erhalten ist Gang und Gebe in Spielen heutzutage. Jedes Spiel hat Exp-Boosts, Cash-Boosts etc. die einem Vorteile verschaffen.

Nein, eben nicht.

Die akzeptierten Spiele bei Core-Gamern im Westen haben das nicht: Fortnite, LoL, Overwatch – rein kosmetische Cash-Shops.

Und wenn es Spiele nutzen, gibt’s darum Pay2Win-Debatten – ich beschäftige mich damit ja seit Jahren, ich krieg das mit. Das ist im Westen bei Core-Games nun mal so.

Das ist die „Mobile-Game“-Definition hier: Pay2Win ist es nicht, solange es mir Spaß macht und es nicht ganz so schlimm ist.

Ich weiß nicht, wie ich Euch das anders erklären soll.

Pay2Win ist „Man kann sich Vorteile für Geld erkaufen.“ Das ist die „Pay2Win“-Definition der westlichen Core-Gamer.

Im Artikel steht ja, dass es bei anderen Kulturen anders ist. Offenbar hast du die asiatische/Mobile-Definition für dich übernommen. Ist ja cool. 🙂

Plague1992

Kommt denke ich darauf an mit welcher Mentalität man an diese Sache rangeht. Ein Gacha-Prinzip zu simulieren klingt jetzt weitaus weniger dreist als grundsätzlich P2W zu schreien. Sammelobjekte oder Trading Card Games etc. werden genauso bei uns im westen geduldet, sogar mit Kindern häufig als Zielgruppe, nur wir haben paradoxerweise eine Abneigung speziel in digitaler Form dafür entwickelt.

Ähnliche Spiele die so ein Prinzip ausnutzen können auch bei uns im Westen Erfolg haben … Clash Royale, Hearthstone …

Koronus

Ich denke weil bei den Karten man was physisches hat wodurch sie so quasi wert behalten. Ansonsten Wizzards of the Coast haben sich bei MtG was besonderes einfallen lassen um den Wert möglichst niedrig zu halten und wurden gelobt das gute (ich glaube T2) Meta Decks für nur 20$ zu erhalten sind, indem sie nur wenige extrem mächtige Karten selten machten und davon auch noch spezielle Shiny Versionen auf das die Wale bei der Suche danach haufenweiße „Müll“ mitbekommen der dann aufgrund der Schwämme am Markt für fast lau verfügbar ist.

N0ma

Ich glaub Japaner sollte man geschlossen zum Psychologen schicken.

Kartoffelsack

Bei deinem unglaublich gut argumentierten Kommentar könnte man dich gleich mit schicken.

N0ma

Ich mach nicht aus jedem Kommentar einen Roman, aber du ja auch nicht 😉
Denke das grade Japaner soviel Geld dafür ausgeben kommt nicht von ungefähr. Zusammen mit einem Kultursystem, welches aus unserer Sicht viele Extreme enthält.

xollee

Als ob unser Kultursystem extremefrei wäre. -.-
Knapp 100l Bier pro Einwohner/Jahr um mal eins der vielen zu nennen.

Kuchen

Die Handys heutzutage haben weit mehr Power und Speicher als ein Gameboy und trotzdem sind 99% aller Handygames weit schlechter als irgend ein Gameboy Spiel.

Das einzig gute Spiel auf dem Handy ist, meiner Meinung nach Stardew Valley aber das war ja auch ein PC Spiel.

Gibt es noch andere vollwertige Handygames ohne Mikrotransaktionen, Werbung und Wartezeiten die man mit Geld verkürzen kann?

Gerd Schuhmann

Hearthstone Mobile ist super z.b. Das ist wie auf dem PC, ein vollwertiges Spiel, auch perfekt für Mobile geeignet.

Denke, da gibt es auch noch mehr.

Dominic Thielmann

Oddworld oder Monster Hunter Stories würden noch in die Sparte fallen. Beide super!

Koronus

MHS ist aber auch ein 3DS Spiel

Dominic Thielmann

Und oddworld ein Pc-spiel. Also ähnlich wie Stardew Valley ein Port. Aber das verschlechtert ja das spiel nicht ????

Mynona Bielb

Gibt genug solcher Spiele, habe lange Underworld Empire gesuchtet. Hat ein ähnliches Prinzip und da gibt es Leute die haben bestimmt schon ein Familienhaus verzockt.

Adell Vállieré

Ich zocke es gerne, habe auch die Serien und Specials dazu gesehen und genieße einfach die Geschichte. Aber ja, ohne Geld bekommt man nix gutes. e.e

Nookiezilla

„Das ist die Figur, die stellvertretend für „Wahles“ in Fate/Grand Order steht“

Entweder Wale oder Whales* 😀
Interessanter Artikel, da weiß man direkt was man meiden kann, sollte es bei uns erscheinen.

Lotte

Da braucht man nicht dieses Spiel speziell meiden.

Geh einfach mal in den Play Store und installiere wahlweise irgendein Spiel.
Zu 90% sind dort genau diese Mechaniken enthalten.
Aktionspunkte leer, weitere aufladen um weiterzuspielen gegen Geld. Glücksrad oder Kisten für Items gegen Geld. Premiumwährung für Ingamevorteile gegen Geld usw., die Liste könnte man ewig fortsetzen.

Sämtliche mobile f2p Spiele sollte man meiden.

Mynona Bielb

gibt es überhaupt gut Mobilegames?

Christopher Sockellofski

Definitiv! Monument valley 1+2, thiny thief, love you to bits um nur ein paar zu nennen.

Schlachtenhorn

Ich werfe Langrisser ein wenn wer ein Spiel nach Art von Fire Emblem sucht.

Koronus

Ja Mobius Final Fantasy ebenso.

Nookiezilla

Ist mir durchaus bekannt, aber da ich großer Fate Fan bin, hätte ich es mir sicherlich angeschaut. Aber nun halt nicht 😀

Und in den Play Store gehe ich seit Monate nicht mehr ????

Senigata

Als Fate fan kommst du auf deine Kosten. Besonders wenn du die Camelot und Babylonia storyline erreichst die vom eigentlichen Storyschreiber von Fate verfasst wurden. Ist nur am Anfang etwas meh und steigert sich im Laufe.

Nookiezilla

Verdammt, nun machst du mich ja irgendwie doch schon geil drauf.

Wie kann ich es vom iPhone aus spielen? Wie ich sah ist es nur in Asien und den Staaten spielbar? Oder ist so was nur unter Android möglich mit der entsprechenden apk?

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