Marathon zwingt Spieler ihre wertvolle Ausrüstung zu opfern, sorgt für Freude

Marathon zwingt Spieler ihre wertvolle Ausrüstung zu opfern, sorgt für Freude

Der neue Extraction-Shooter Marathon unterscheidet sich in einem Punkt klar von der Konkurrenz und genau das finden die Spieler gut so.

Wo liegt der Unterschied? Der Nervenkitzel von Extraction-Shootern wie Marathon liegt häufig darin, dass man die eigene Ausrüstung und den Loot verliert, wenn man stirbt. So bedeutet jeder Tod einen Rückschlag, der auch frustrierend sein kann.

Gleichzeitig überlegen sich die Spieler, ob es nötig ist, die beste Ausrüstung für jede Runde mitzunehmen, oder ob man eher ein sparsames Kit mitbringt, um ein geringeres Risiko einzugehen.

In Marathon haben die Spieler hier aber einen ganz eigenen Rhythmus erkannt, der sich von der Konkurrenz abhebt. So zwingt der Titel die Spieler, ihre Ausrüstung zu opfern, ohne dass Frust aufkommt.

Hier könnt ihr den Trailer zu Marathon sehen:

Weniger Frustration und mehr Risiko

Wie ist das in Marathon? Wie die Spieler in einem Beitrag auf Reddit erklären, möchte Marathon, dass die Spieler mit guter Ausrüstung in die Raids gehen. So soll man sein Equipment nicht aufsparen, sondern alles riskieren und im Zweifelsfall auch verlieren.

Damit das nicht frustrierend wird, gibt es im Vergleich zur Konkurrenz leichtere Wege, um schnell an guten Loot zu kommen. So gibt es nur eine kurze Wartezeit auf das Spielen des Rooks, der Scav-Klasse im Spiel. Mit ihr lässt sich ohne Risiko viel Loot verdienen.

Gleichzeitig trägt zum Risiko bei, dass Marathon keine sichere Tasche anbietet. Während der Genre-Vorreiter Escape from Tarkov Container mit einigen Plätzen für Loot, der auch beim Tod des Charakters erhalten bleibt, bietet, ist Marathon hier unbarmherziger.

Wie finden die Spieler das? Die Spieler finden die neue Richtung, die der Extraktionsshooter einschlägt, gut. So haben die Entwickler es geschafft, eine Komponente des Genres umzubauen und sich damit abzuheben. So reagieren die Spieler auf Reddit:

  • proudownerofatumor: „Das Spiel gibt selbst für den Durchschnittsspieler eine absolut wahnsinnige Menge an Ausrüstung aus. Ich habe momentan über 40 Belohnungs-Caches meiner Fraktion herumliegen, weil mein Tresor bereits voll ist, und Quests belohnen einen mit Tonnen von zufälligen und vielfältigen Gegenständen, die es einem ermöglichen, schnell wieder auf die Beine zu kommen, selbst nachdem man sein Zeug verloren hat. […]“
  • Eldorren: Im Grunde genommen spiele ich so viele Kits, wie ich kann, bis es nicht mehr geht, und dann mache ich einfach ein paar Rook-Runden zum Ansammeln. Wiederholen und von vorn. Ich dachte, so hätten sie es zumindest designt? Ich meine, es ergibt Sinn. […]
  • onesillyman: „Ich denke, das Fehlen einer sicheren Tasche trägt mit Sicherheit dazu bei.“
  • RestaurantSmooth: „Marathon könnte das erste Spiel sein, das einen tatsächlich dazu zwingt, die Angst um die Ausrüstung zu überwinden. […] dass das gesamte Design darauf ausgelegt zu sein scheint, einen über die Gear-Fear hinwegzuhelfen. Man soll sein Kit riskieren, es verlieren, lernen und es erneut versuchen. Es ist eigentlich irgendwie erfrischend im Vergleich zu Spielen, in denen die Leute ihre beste Ausrüstung einfach für immer horten. […]“

Dass Marathon mit einer Genre-Konstanten bricht, und die Spieler damit erfrischt, ist den Entwicklern gut gelungen. Anders sehen die Spieler es beim PvE, dem Teil, den ARC Raiders besonders gut macht. Hier gibt es ganz unterschiedliche Meinungen bei den Spielern: Gamer vermissen bei Marathon das, was ARC Raiders besonders macht – Aber die Community zeigt, dass beide Seiten möglich sind

Quelle(n): Reddit
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OliverZick

Wenn halt nur der Einstieg nicht so wahnsinnig sperrig und frustrierend wäre. 😖 Aber genau an der Stelle funktioniert das Spiel (für mich) einfach überhaupt nicht. Mit genügend Zeit, Engagement und Nerven sicherlich alles machbar. Leider habe ich aber nur maximal zwei Abende pro Woche. Bei Destiny ging das über die Jahre ganz gut, hier nicht. Die Lernkurve ist in meinen Augen sehr heftig und es hat ja auch seinen Grund, dass ich kein Souls Like spiele. 😅 Nach mittlerweile drei Anläufen muss ich wohl leider dabei bleiben: Spannendes Spiel, tolle Atmosphäre (trotz der wirklich grausigen Menüs), das gewohnt gute Bungie Gunplay aber leider Goethes nicht mein Spiel. 😓

Zuletzt bearbeitet vor 17 Tagen von WooDaHoo
Kynatara

Möchte niemanden zu nahe treten aber bei zwei Abende pro Woche lohnt sich ein Spiel, meiner Meinung nach, nicht, welches alle 3 Monate komplett Wiped.

Beim Einstieg sehe ich das etwas anders. Klar hat jeder eine andere Auffassungsgabe etc. aber nach ein paar Runs bzw. 2-3 Stunden Spielzeit lief alles wie am Schnürchen.
Was nicht heißen soll, dass ich das UI oder die Menüs gut finde, diese sind wirklich mies gestaltet.

Schade dass es nichts für dich ist aber dennoch Kompliment an die sachliche Kritik.

OliverZick

Ich bin über die Jahre eher genügsam geworden und muss in einem Spiel nicht alles erreichen. Bei Destiny war die knappe Zeit auch manchmal problematisch aber ich hab mich irgendwann nicht mehr unter Druck gesetzt. Und irgendwann gab’s ja jetzt auch nichts mehr zu tun. 🤣

Marathon habe ich nun drei Abende lang jeweils ca. 3 Stunden probiert. Ich hab leider einfach nicht rein gefunden. Zu meiner Verteidigung muss ich aber sagen, dass mein Job sehr stressig ist und ich daher mittlerweile auch Probleme habe, mich abends noch voll auf anspruchsvolle Spiele zu konzentrieren. Noch ein Punkt, der dagegen spricht.

Das Saisonmodell mit den Wipes schreckt mich mittlerweile nicht mal ab. Erspielte Kosmetics bleiben halt und alles andere wird neu gewürfelt. Ich sehe da auch ein gewisses Potenzial und eine Flexibilität, mit der ein Studio sicherlich auch interessante Experimente wagen könnte. 😅

Zuletzt bearbeitet vor 16 Tagen von WooDaHoo
kMike

Finde, das was ich so über Mararthon zu lesen bekomme, eigentlich auch recht interessant. Aber ich mache mir auch nichts vor. PvP war bei Destiny immer eher eine Überwindung als freiwilliger Spaß. Jünger und reaktionsfreudiger wird man in der Regel auch nicht. Somit wird Mararthon auch eher nicht mein Feierabendgame werden.
Die von dir angesprochenen Soulslike fand ich aber garnicht so schlimm. Gerade Dark Souls 1 & 2 war damals für mich fantastisch. Ausserdem konnte man da viele Dinge auswendig lernen und somit den Frust etwas beiseite schieben. Das sehe ich aber bei Marathon nicht. Dort wartet an jeder Ecke der deutlich bessere Spieler, der einem den nicht unwichtigen Loot aus der Tasche nimmt. Ich bin gespannt was Bungie mit dem Cryo Archive noch nachliefert aber das wird dann trotzdem nichts am anfangs genannten Problem ändern.
Vielleicht kaufe ich es trotzdem, für den Preis geht es ja noch obwohl ich da befürchte, dass es dann auch nur wenig gespielt in der Steambibliothek rumliegt.

EsmaraldV

Wenn PvP in Destiny schon bei dir ne Überwindung war, dann spar dir lieber das Geld. Es sind zwar „nur“ 40 Euro auch die kannst du nützlich nutzen.

Nur ein gut gemeinter Rat.

kMike

Danke dir, dann warte ich wohl ein wenig ob noch etwas kommt, was es für mich etwas eträglicher machen würde.

OliverZick

Wer weiß. Vielleicht kommt ja irgendwann unter Sonys Knute noch ein PvE-Ableger ums Eck. 😅

mausermausinio

Ich würde 800 Euro für Marathon zahlen. Plus viele Mikrotransaktionen

EsmaraldV

Deine Beiträge sind nur noch reinste Provokation und einfach nur kindisch 👏🏿👏🏿👏🏿👏🏿👏🏿
Sei stolz

OliverZick

Ich sehe es ähnlich wie Esmerald. Wenn du PvP nicht magst, wird Marathon sicherlich nichts für dich sein. Ich mag PvP und habe bis vor kurzem regelmäßig Abstecher in den Schmelztiegel gewagt. Bei Destiny wurde halt auf meinem Skilllevel (das sich leider auch nicht mehr wirklich verbessert mit über 40) der zunehmend kleinere Spielerpool zum Problem, die Matches im Quickplay immer mehr zum Dauergeschwitze. Aber Spaß hatte ich trotzdem.

Marathon ist halt schonungslos. Du bist für alle anderen Spieler ne wandelnde Loottruhe. Und jeder Tod tut weh, wenn du nicht mit den recht miesen Free Loadouts unterwegs bist. Hinzu kommt, dass Dinge wie Meds, Schilde und selbst Munition ein sehr rares gut sind. Da dir auch die PvE-Gegner nichts schenken, geht’s permanent um die Wurst. Das ist mir irgendwie zu heftig. 😅

Das World Building und die Athmosphäre sind wirklich gelungen. Ich würde in dieser Welt gerne alles erkunden, gegen PvE-Gegner spielen und wenn ich Bock hätte, ins PvP gehen. Aber so ist das Spiel halt nicht konzipiert. Naja, der Umfang (Maps, Gegner, Areale) wären dafür auch wahrscheinlich zu klein. Ich respektiere Bungie dafür, dass sie ihr Ding durchgezogen haben. Aber selbst in diesem frischen Game wiederholen sofort wieder Fehler, die sie auch bei Destiny schon gemacht haben. Aber gut, das müssen sie selbst wissen. Es scheint ja eine relativ große Playerbase zu geBen, der das Spiel gefällt.

Ich gehe dann einfach wieder zu Arc Raiders, Spiele Death Stranding weiter oder schaue mal ne Runde in den Tiegel. Die Entwicklung von Marathon beobachte ich dann halt aus der Ferne (auch wenn die ganzen ehemaligen Destiny streamer mir schon Lust drauf machen. Aber haben sicherlich sehr viel mehr Zeit, Skill und Teams zum gemeinsamen Spielen). Mal sehen, wo die Reise hingeht. 🤗

Caliino

Würde ich so auch bestätigen, man kommt sehr leicht an Gear.

An Anfang ist/war es etwas schwerer an Schilde und Rucksäcke zu kommen. Mittlerweile können die aber auch schon sehr viele kaufen und wird deshalb nicht mehr so oft gelootet weshalb du die auch mit Free Loadout regelmäßig bekommst.

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