LoL Words: Wie geht G2 Esports mit der Niederlage im Finale um?

Bei den LoL Worlds fand am Sonntag das Finale statt. Das Team G2 Esports verlor krachend mit 0:3 gegen FunPlus Phoenix, die neuen Weltmeister der League of Legends 2019. G2 Esports wirkte dabei von der Rolle. Wie gehen die Verlierer, Perkz, Caps und Jankos damit um?

Das sagt der Coach: Der deutsche Coach des Teams, Fabian „GrabbZ“ Lohmann, nimmt die Niederlage auf seine Kappe – so wie der Trainer von SKT1 die Niederlage seines Teams eine Woche zuvor.

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Lohmann (Vordergrund), mit seinen Spielern Wunder (hinter ihm) und Caps (rechts)

Lohmann ist als Headcoach für die Aufstellung seines Teams und vor allem die Champion-Wahl (die Drafts) zuständig. Er sagt auf Twitter:

„Meine Jungs haben heute ihr Bestes getan, um den Traum möglich zu machen. FPX war heute das bessere Team, die Drafts mit eingeschlossen. Ich habe meine Jungs in der Vorbereitung enttäuscht. Also feiert meine Spieler bitte jetzt so wie die Champions, die sie sind – auch wenn es weh tut.“

Lohmann sagt aber, man werde sich nicht ändern. Das Teams werde weiter Spaß haben, werde weiterhin etwas großspurig sein und die Fans unterhalten. G2 Esports werde alles geben und 2020 den Pokal erneut angreifen.

In der Pressekonferenz (via Inven) räumt Lohmann Fehler in der Vorbereitung ein: Im Nachhinein hätte man in Asien sein Lager aufschlagen müssen, um schon dort gegen die Top-Teams zu trainieren.

Zum Draft sagte Lohmann: Er habe vorher schon gewusst, wie FPX spielen werde – aber man habe unterschätzt, wie viel Druck von Doinb in der Midlane ausgeht und wie der Jungler mit rein spielt. Das wollte man dann etwa mit Pyke oder über Scaling kontern – aber es habe nicht funktioniert.

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Der ADC von G2 Esports, Perkz.

Wir hatten einen Plan – er hat nicht funktioniert

Das sagt der Star Botlaner: Perkz ließ die Pressekonferenz aus und äußerte sich nur kurz über Twitter:

„Wir haben unser Bestes gegeben. Sie waren einfach besser von der Vorbereitung bis ins Spiel hinein. Wir sehen uns nächstes Jahr.“

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Das sagte Caps: Der Midlaner macht klar, man habe ein starkes Team und das werde immer stärker werden. Er glaubt, nächstes Jahr werde sich G2 Esports erholen und zurück sein. Man müsse nur ein paar Dinge ändern und dann werde man wieder da sein.

Caps sagte, er wollte Doinb eigentlich in der Midlane halten, das habe aber nicht geklappt. Dadurch musste Caps auf die Botlane roamen und Doinb konnte das Spiel übernehmen. Der Plan habe nicht funktioniert – aber hoffentlich tue er dies das nächste Mal.

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Das ist Caps, der Midlaner von G2 Esports.

Das sagt der Jungler: Jankos sagt, die Atmosphäre sei auch bei der Niederlage gut geblieben. Man habe Sprüche gemacht und gelacht, auch als man abgewatscht wurde.

Es habe sich nicht so angefühlt, als hätte sich was geändert. Man hatte einen Plan, den man befolgte – er habe nur einfach nicht funktioniert.

Jankos sagte, letztlich musste man sich in jedem Match entscheiden, welchen Spieler man vernachlässigen wollte: Entweder Jankos, Wunder oder Perkz. Man hätte sich dann in jedem Spiel für einen der drei entschieden und jedes der Spieler sei schwierig gewesen.

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Das ist Jankos – der starke Jungler von G2 Esports.

Fürs nächste Jahr wolle man noch besser werden und das Early-Game um Level 1 herum verbessern. Jankos glaubt, G2 Esports sei stark nach 10, 15 Minuten – aber manchmal liege man hier schon zu weit zurück.

ocelote kämpfte mit den Tränen

Wer hatte die emotionale Reaktion? Carlos „ocelote“ Rodriguez ist der Gründer und CEO von G2 Esports. Der Spanier war früher selbst eSportler und etwa ein starker PvP-Spieler in WoW, später auch Midlaner in LoL.

Er fiebert mit seinem Team mit. Als er nach der Niederlage interviewt wurde, merkte man ihm deutlich an, dass er mit den Tränen kämpfte und versuchte das Interview über die Bühne zu bringen, ohne dass ihm die Tränen kamen.

Schließlich erwischte es ihn und er rief ein lautes „Fuck“ – das sollte dann doch keiner sehen. Die Kamera von Riot blendete dann in die Zuschauer, als es zu emotional zu werden drohte.

Sogar die neutrale Moderatorin erwischt es

Auch die Frau, die ocelote interviewte, die Belgierin Eefje „Sjokz“ Depoortere, wurde in einem emotionalen Moment erwischt, allerdings nicht live im Stream. Da hielt sie sich tapfer und ließ sich nicht anmerken, für wen ihr Herz geschlagen hatte. Wobei sie als Host der LEC natürlich Sympathien für G2 Esports hatte, begleitete sie die doch das ganze Jahr.

Abseits der Kamera trauerte sie aber auch um die große Chance von G2 Esports auf den Triumph. Ein Fotograf der chinesischen Liga LPL fing diese Bilder der Casterin ein und postete sie auf Twitter. Da rührten sie die internationalen Fans.

Sjokz hatte wie viele G2 Esports die Daumen gedrückt. Es wäre ein großer Sieg für die LEC, die europäische LoL-Liga, gewesen.

Viele kleine Unterschiede und Situationen ließen das Match dann doch einseitig laufen, dabei hatten viele Experten G2 Esports als Favoriten gesehen:

LoL Worlds: G2 vs FPX – Die wichtigsten Szenen und Plays aus dem Finale 2019
Autor(in)
Quelle(n): Dexerto
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LooTerror
LooTerror
24 Tage zuvor

Weiter so! G2 hat nicht verloren sonder viel dazu gewonnen!

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